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Lenovo IdeaTab A2107 & S2110

von Patrick Bellmer

Vorwort

Lenovo zählt zu den größten PC-Herstellern der Welt, doch mit Android-Tablets verbinden das chinesische Unternehmen nur wenige. Dabei bietet man schon seit geraumer Zeit die verschiedensten Lösungen für den privaten und beruflichen Einsatz an. Ähnlich wie bei den eigenen Notebooks setzt man dabei auf eine mehr oder minder strikte Einteilung, die beiden auf der IFA 2012 vorgestellten [1] Modell A2107 und S2110 gehören dabei zur IdeaTab-Familie, die sich an eher preisbewusste Käufer richtet.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Dass dies aber nicht gleichbedeutend mit schlechter Verarbeitungsqualität oder einer unterdurchschnittlichen Ausstattung sein muss, will man mit beiden Tablets unter Beweis stellen. Dabei könnte die Ausgangslage nicht schwerer sein, denn mit dem Nexus 7 [2] sowie dem Nexus 10 warten aktuell zwei vergleichsweise günstige Android-Geräte auf Käufer. Gleichzeitig stehen auf dem Markt der Sieben-Zoll-Tablets mit dem Amazon Kindle Fire HD [3] und Apple iPad mini [4] zwei noch junge Konkurrenten parat, bei den Zehnzöllern drängt mit Windows RT zudem eine komplett neue Plattform mit entsprechenden Endgeräten in die Mitte.

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107

Es gilt also, sich mit Alleinstellungsmerkmalen abzusetzen und eigene Duftmarken zu setzen. Ob dies gelingt und welche Stärken und Schwächen beide Tablets haben, zeigt unser Test.

Spezifikationen & Lieferumfang

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab
A2107A-H
Lenovo IdeaTab
S2110AH
OS: Android 4.0.3
Display: 7,0 Zoll
1.024 × 600 Pixel (169 ppi)
TN-Panel
10,1 Zoll
1.280 × 800 Pixel (149 ppi)
IPS-Panel
Bedienung: Touch
SoC, CPU: Mediatek MTK6575
Single-Core ARM Cortex A9, 1,0 GHz
Qualcomm Snapdragon S4 Plus MSM8260A
Dual-Core Krait, 1,5 GHz
GPU: PowerVR SGX5xx Adreno 225
Arbeitsspeicher: 1 GB
Speicher: 16 GB
erweiterbar
32 GB
erweiterbar (Dock)
Mobilfunkstandards: GPRS/EDGE/UMTS/HSPA
Weitere Übertragungsstandards: WLAN (802.11 b/g/n)/Bluetooth (4.0)/Micro-USB (2.0) WLAN (802.11 b/g/n)/Bluetooth (4.0)/Micro-USB (2.0)/2× USB (2.0, im Dock)
Hauptkamera: 2 Megapixel
Fixfokus
5 Megapixel
LED-Blitz, Autofokus
Frontkamera: 0,3 Megapixel 1,3 Megapixel
Akku: 3.550 mAh
fest verbaut
2× 6.340 mAh
fest verbaut
Abmessung: 192,0 × 122,0 × 11,5 mm 259,8 × 178,0 × 8,7 mm
Gewicht: 400 Gramm 580 Gramm

Lenovo IdeaTab A2107 & S2110 im Überblick

Design & Verarbeitung

Sonderlich viel Spielraum haben Designer bei Tablets nicht. Die wesentlichen Formen sind durch die Gerätekategorie sowie ein Mindestmaß an Ergonomie vorgegeben. Deshalb verwundert es nicht, dass man beide Modelle ohne Herstellerlogo vermutlich nur sehr schwer in der Masse der Geräte erkennen könnte.

Lenovo IdeaTab A2107

Beim A2107 verzichtet Lenovo zudem auch auf Eycatcher jeglicher Art. Weder auf der Front noch auf der Rückseite sind besondere optische Gestaltungsmerkmale zu finden, einzig der Schriftzug des chinesischen Unternehmens ist auf beiden Seiten vorzufinden. So verbleibt auf der Vorderseite das Display mit seiner in Schwarz gehaltenen Einfassung als prägendes Element. Auf der Rückseite erwartet den Nutzer ebenfalls keine Besonderheit, einzig ein silberner Ring rund um die Kameralinse sorgt für einen Hauch von Abwechslung. Gut erkennbar ist aus dieser Perspektive jedoch der abnehmbare Teil der hinteren Fläche, hinter dem sich die Einschübe für microSD- und SIM-Karten verbergen. Während die untere und linke Seite frei von Tasten oder Anschlüssen sind, befinden sich am oberen Ende Schnittstellen für Micro-USB und Audio sowie der Ein- und Ausschalter, an der rechten Seite die Lautstärkewippe.

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107

Farblich setzt man auf eher gedeckte Töne. So ist die aus Aluminium bestehende Seitenleiste in Titan gehalten, der rückwärtige Teil des Gehäuses in einem sehr dunklen Grau. Der hier verwendete Kunststoff ist leicht gummiert, wodurch das Tablet gut in der Hand liegt, allerdings auch sehr empfänglich für Flecken ist. Im Innern des A2107 verbaut Lenovo nach eigenen Worten einen Sicherheitsrahmen, der das Gerät im Fall eines Sturzes vor Schäden schützen soll. Angaben zur Effektivität gibt es aber nicht.

Lenovo IdeaTab A2107 & Nexus 7
Lenovo IdeaTab A2107 & Nexus 7
Lenovo IdeaTab A2107 & Nexus 7
Lenovo IdeaTab A2107 & Nexus 7

Mit einer Dicke von 11,5 Millimetern und 400 Gramm macht der Siebenzöller keinen besonders kompakten Eindruck, insbesondere im Vergleich mit dem iPad mini (7,2 Millimeter und 308 Gramm) oder dem Nexus 7 (10,4 Millimeter und 340 Gramm). In puncto Verarbeitung liegt er aber deutlich vor Googles kleinem Tablet, auch wenn man nicht ganz das Niveau des Apple-Tablets erreicht. Dies liegt vor allem am stellenweise deutlich spürbaren Übergang zwischen dem festen und abnehmbaren Teil der Rückseite – weitere Kritikpunkte gibt es in dieser Hinsicht aber nicht.

Lenovo IdeaTab S2110

Auch das größere S2110 punktet nicht unbedingt durch eine innovative oder optisch auffällige Gestaltung. Dominierendes Element aus der Frontalen ist auch hier das Display sowie der umlaufende schwarze Rand, der im ausgeschalteten Zustand aber weitaus stärker mit der Anzeige verschmilzt als bei anderen Tablets – so entsteht der Eindruck einer großen, dunklen Fläche. Die Rückseite wird vom mittig platzierten Lenovo-Logo sowie der Kamera optisch aufgelockert, farblich geht man mit Schwarz keine Experimente ein. Für ein wenig Kontrast sorgt auch hier der in Titan gehaltene Aluminium-Rahmen des Tablets. Die aus Kunststoff bestehende Rückseite ist wie beim A2107 nicht glatt, allerdings setzt man nicht auf eine Gummierung, sondern eine feine Texturierung, die einen guten Eindruck macht und Wertigkeit vermittelt.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, alle Tasten – oben der Ein- und Ausschalter, links die Lautstärkewippe – sowie die am linken Gehäuserand untergebrachten Schnittstellen – Audio und Micro-HDMI – sind gut eingefügt. Die Abdeckung des SIM-Schachts links ist robust, ebenso die Aufnahme der Docking-Klammern auf der Unterseite.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Einen minimal schlechteren, aber immer noch guten Eindruck, macht das Tastatur-Dock. Dieses bietet neben Tastatur und Touchpad auch einen separaten Akku sowie zwei vollwertige USB-Ports, einen Kartenleser und eine Micro-USB-Schnittstelle. Während Eingabegeräte gut gefallen, die Tastatur bietet einen guten Hub, aber einen etwas zu weichen Druckpunkt, fällt die Materialanmutung etwas hinter das Tablet zurück. Denn Lenovo verlässt sich hier vollständig auf Kunststoff, der nicht an allen Stellen perfekt verarbeitet ist. Der Aufnahmemechanismus des Tablets nimmt die gesamte Breite des Geräts ein und hält letzteres sicher fest. Durch das gut zupackende Zentralscharnier bleibt das Tablet auch bei Stößen in seiner Position.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Display

Zwei Display-Größen, zwei Auflösungen, zwei Panel-Typen: Schon die Bildschirme zeigen, dass die beiden IdeaTabs von Grund auf unterschiedlich ausgelegt sind. Während man dem A2107 den Sparkurs im wahrsten Sinne des Wortes ansehen kann, überzeugt das S2110 zumindest stellenweise.

Display-Helligkeit
 Helligkeit max.:
Asus Transformer Pad Infinity
638
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.900
RIM BlackBerry PlayBook
550
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
Asus Vivo Tab RT
517
Hinweis: Weißpunkt: ca. 7.100
Lenovo IdeaTab S2110AH
437
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.900
Motorola Xoom 2
429
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.500
Sony Tablet P
390
Hinweis: Weißpunkt: ca. 7.400
Apple iPad 2
363
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
Apple iPad Mini
362
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.200
Kindle Fire HD
358
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.900
iPad 3
325
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.200
Asus Nexus 7
322
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
Lenovo IdeaTab A2107A-H
268
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.100
HP TouchPad
263
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
 Helligkeit min.:
iPad 3
3
Kindle Fire HD
7
Asus Transformer Pad Infinity
9
Lenovo IdeaTab S2110AH
9
Apple iPad Mini
10
Apple iPad 2
10
Sony Tablet P
13
HP TouchPad
13
Asus Vivo Tab RT
21
Asus Nexus 7
26
Lenovo IdeaTab A2107A-H
28
Motorola Xoom 2
50
RIM BlackBerry PlayBook
58
Display-Kontrast
 Kontrast:
Kindle Fire HD
1.988:1
Asus Transformer Pad Infinity
1.100:1
Asus Nexus 7
975:1
Asus Vivo Tab RT
957:1
Lenovo IdeaTab A2107A-H
957:1
RIM BlackBerry PlayBook
928:1
Sony Tablet P
847:1
iPad 3
805:1
Lenovo IdeaTab S2110AH
780:1
Apple iPad 2
772:1
Apple iPad Mini
770:1
Motorola Xoom 2
727:1
HP TouchPad
710:1
Angaben in Kontrast
+ Anmerkungen zur Display-Betrachtung

Als optimalen Weißpunkt sehen wir D65 an, also eine Farbtemperatur von 6.500 Kelvin (K). Dies entspricht nach gängiger Definition einem mittlerem Tageslicht und ist der Weißpunkt der gängigen Farbräume sRGB und AdobeRGB. Eine Abweichung von einigen hundert bis etwa 1000 K ist bei Mobiltelefonen als noch akzeptabel anzusehen, einige Displays – bauartbedingt vor allem OLED-Modelle – liegen allerdings beim Weiß und noch mehr bei Grautönen oft im Bereich um 10.000 K, was bereits als deutlicher Blaustich wahrnehmbar ist. Sehr viele Displays von Smartphones und Notebooks treffen zwar den Weißpunkt von 6.500 K relativ genau, weichen aber bei Grautönen und anderen mittleren Farbtönen deutlich mit einem Blaustich ab. Vor allem bei gleichzeitigem Auftreten von Grau und Weiß ist diese ungleichmäßige Graubalance wahrnehmbar.

Gegenüber der LCD-Technik weisen OLED-Bildschirme einige Besonderheiten auf, die sich teilweise in unseren Messungen niederschlagen und erklärungsbedürftig sind. Zum einen ist das der bekanntermaßen hohe Kontrast, der bei OLED durch die selbstleuchtenden Pixel möglich ist – es gibt hier kein Backlight, welches durch das Panel mehr oder weniger stark abgedunkelt wird, sondern ein schwarz angesteuerter Pixel ist tatsächlich komplett schwarz und leuchtet nicht. Da das Kontrastverhältnis den Quotienten zwischen der Helligkeit von Weiß und Schwarz angibt, ergibt die Kontrastmessung bei OLED-Displays theoretisch eine Division durch Null und damit ein nicht definiertes Ergebnis – in der Praxis gibt es bei der Schwarzmessung immer eine gewisse Resthelligkeit durch Streulicht und ein Signalrauschen beim Messgerät, sodass Kontrastergebnisse im fünfstelligen Bereich entstehen. Da die Darstellung dieser Kontrastwerte im Balkendiagramm den irreführenden Eindruck erzeugen, der Kontrast wäre bei OLED sichtbar um viele Größenordnungen besser, haben wir uns entschieden als Kontrast maximal 5000:1 darzustellen und auf diese Erklärung zu verweisen. Im Alltag ist der Unterschied allenfalls in sehr dunklen Umgebungen deutlich wahrnehmbar, bei Tageslicht sind Faktoren wie die Reflexionen der Displayoberfläche wesentlich wichtiger.

Die zweite Besonderheit ist die beim derzeitigen Stand der Technik verhältnismäßig geringe Lebensdauer der blauen Leuchtelemente bei OLED-Displays. Dies veranlasst die Hersteller dazu, zur Steigerung der Lebensdauer bei einigen Displays die klassische RGB-Subpixelmatrix durch alternative Anordnungen abzulösen. Bekannt ist dabei beispielsweise Samsungs „PenTile“-Matrix, deren Hauptmerkmal die Vergrößerung der blauen und roten Subpixel ist – allerdings bei gleichzeitiger Halbierung ihrer Anzahl. Das bedeutet, dass bei gleicher Nennauflösung diese Displays eine geringere Anzahl von Subpixeln aufweisen als Displays mit der bewährten RGB-Matrix. Jeder Pixel verfügt weiterhin über seinen eigenen grünen Subpixel, teilt sich aber den jeweiligen roten und blauen Subpixel mit seinem Nachbarpixel. Das ganze führt bei gleicher Nennauflösung zu einer geringeren tatsächlichen Auflösung und an Kontrastkanten zu Farbsäumen, die vor allem die Lesbarkeit von Text deutlich verringern können.

Lenovo IdeaTab A2107

Die Anzeigeprobleme des A2107 sind vielfältig. Zum einen enttäuscht die geringe Maximalhelligkeit von 268 Candela pro Quadratmeter, die den Einsatz nicht nur im Freien unnötig erschwert; auch in hellen Räumen reicht die Hintergrundbeleuchtung aufgrund der stark spiegelnden Display-Oberfläche nicht immer aus, um Reflexionen auszugleichen. Der nächste Schwachpunkt: Lenovo setzt auf ein TN-Panel, das einerseits zwar günstiger als andere Modelle ist, andererseits aber sehr geringe Betrachtungswinkel erlaubt. Schon bei minimalen Abweichungen von der Lotrechten wird die Darstellung verfälscht, das Betrachten von Inhalten zu zweit oder gar zu dritt ist so kaum bis gar nicht möglich.

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107

Ebenfalls nicht zu einem guten Ergebnis trägt die Auflösung bei. Mit gerade einmal 1.024 × 600 Pixeln verteilt auf sieben Zoll und somit 169 ppi wirkt die Darstellung oftmals grobpixelig. Gerade beim Lesen von Texten fällt dies negativ auf. Für ein wenig Schadensbegrenzung sorgen der ordentliche Kontrast sowie die zuverlässig arbeitende Touch-Sensorik. Diese erkennt anders als es bei vielen anderen Tablets der Fall ist aber nur maximal fünf Eingaben gleichzeitig.

Lenovo IdeaTab S2110

Mehr Qualität verspricht das größere S2110. Nicht nur, dass die Anzeige mit 10,1 Zoll größer ausfällt, auch die Auflösung steht mit 1.280 × 800 Pixeln eine Stufe über der des A2107. Aber: Auf dem Papier bietet der Siebenzöller mit 169 zu 149 ppi eine schärfere Darstellung; wovon in der Praxis aber nichts übrig bleibt. Denn das verbaute IPS-Panel des S2110 bietet die üblichen großzügigen Betrachtungswinkel und eine gute Farbdarstellung. Zudem wirkt die Oberfläche weniger stark spiegelnd, mit 437 Candela pro Quadratmeter in der Spitze ist die Hintergrundbeleuchtung darüber hinaus deutlich stärker. Auch das Arbeiten in hellen Umgebungen ist so in der Regel problemlos möglich, die direkte Sonneneinstrahlung sollte man aber dennoch vermeiden.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Das Kontrastverhältnis von 780:1 zeigt aber, dass auch das Display des S2110 nicht frei von Unzulänglichkeiten ist. Hier bewegt man sich in etwa auf einem – unterdurchschnittlichen – Niveau mit dem Apple iPad 3 oder dem iPad mini [3], die Konkurrenz in Form des Asus Transformer Pad Infinity [5] oder Amazon Kindle Fire HD [2] zeigt, dass es auch besser geht.

Performance & Oberfläche

Lenovo setzt bei beiden Tablets auf das nicht mehr aktuelle Android 4.0.3, auf Funktionen wie das mit 4.1 eingeführte Google Now oder die Mehrbenutzerverwaltung (4.2) muss man somit verzichten. Zudem erschwert der Hersteller mit einer eigenen Oberfläche den Update-Prozess. Diese fügt verschiedene grafische Effekte ein, unter anderem einen 3D-artigen Wechsel zwischen den Homescreens sowie den einzelnen Seiten in der App-Ansicht. Darüber hinaus sind zahlreiche Programme vorinstalliert, darunter verschiedene Spiele, Widgets sowie ein Datei-Explorer. Konkrete Angaben zu geplanten Software-Aktualisierungen gibt es bislang nicht.

BrowserMark 2.0
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
2.594
Apple iPad 3 (iOS 6.0.1)
2.554
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
2.002
Asus Nexus 7 (Android 4.2)
1.759
Asus Nexus 7 (Android 4.1.2)
1.710
Asus Vivo Tab RT (Windows RT)
1.429
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
853
Angaben in Punkten
SunSpider 0.9.1
Asus Vivo Tab RT (Windows RT)
942,0
Apple iPad 3 (iOS 6.0.1)
1.437,2
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
1.519,0
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
1.595,5
Asus Nexus 7 (Android 4.2)
1.668,6
Kindle Fire HD (Android 4.0)
1.762,0
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
1.777,0
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
1.973,2
Apple iPad 2 (iOS 4.3.5)
2.106,2
Sony Tablet S
2.351,6
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
2.936,4
RIM BlackBerry PlayBook
3.681,4
Angaben in Millisekunden
GLBenchmark
 GLBenchmark 2.1 Egypt (offscreen):
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
73,0
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
64,0
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
28,0
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
6,8
 GLBenchmark 2.5 Egypt HD (C24Z16, 1080p):
Apple iPad 3 (iOS 5.1)
25,9
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
24,0
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
13,0
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
11,3
Asus Nexus 7 (Android 4.2)
9,4
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
2,4
+ weitere Benchmarks
CF-Benchmark
 CF-Benchmark:
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
11.434
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
9.331
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
6.591
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
4.387
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
2.877
Angaben in Punkten
Google V8 (Rev. 3)
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
1.505
Asus Nexus 7 (Android 4.2)
1.263
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
903
Asus Vivo Tab RT (Windows RT)
845
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
817
Angaben in Punkten
Linpack for Android (Single)
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
90,047
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
54,226
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
51,495
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
45,880
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
34,178
Sony Tablet P
28,370
Sony Tablet S
27,700
Angaben in MFLOPS
Linpack for Android (Multi)
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
161,713
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
141,026
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
111,331
Sony Tablet P
56,200
Sony Tablet S
54,000
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
38,860
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
34,178
Angaben in MFLOPS
Smartbench 2011 (Games)
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
2.868
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
2.777
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
2.463
Sony Tablet S
2.289
Sony Tablet P
2.281
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
2.269
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
2.155
Angaben in Punkten
Smartbench 2011 (Produktiv)
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
5.077
Lenovo IdeaTab S2110AH (Android 4.0.3)
4.851
Asus Transformer Pad Infinity (Android 4.0.3)
3.928
Sony Tablet P
3.240
Sony Tablet S
2.609
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
2.442
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
1.938
Angaben in Punkten
+ Anmerkungen zur Leistungsbetrachtung

Grundsätzlich sei dazu auch in diesem Fall zunächst vermerkt, dass wir dem Thema „Benchmarks“ im Bereich der Smartphones mit Skepsis gegenüberstehen und das nicht nur, weil die Aussagekraft von (synthetischen) Benchmarks selbst in einer homogenen Geräte-Gruppe mit gleichem Betriebssystem zumindest diskussionswürdig ist. Hinzu kommt, dass eine effektive Messung über die unterschiedlichen Plattformen methodisch schwierig ist – ein weiterer Faktor, der verstärkend zu der Feststellung beiträgt, dass die hier wie anderswo präsentierten Ergebnisse nur als Richtwert, nicht aber als ultimativ-objektive Darstellung der Realität angesehen werden müssen.

Die Auswahl der Benchmarks leitet sich wie gewohnt nicht nur von der Beliebtheit, sondern auch von den Schwerpunkten ab: Während Smartbench und CF-Bench auf die Gesamt- und GLBenchmark auf die GPU-Performance abzielen, ermittelt Linpack die pure Rechenpower und SunSpider und BrowserMark zielen auf die Performance des Browsers ab, sodass alle relevanten Aspekte abgedeckt werden. Gelistet werden fast ausschließlich Geräte, die einem Test unterzogen wurden.

Gemessen wurde gleich nach der ersten Geräte-Einrichtung, wobei aus jeweils drei Messungen je Benchmark der schnellste Wert in die Wertung einfließt. Nach der Installation der Benchmarks wurde das Gerät neugestartet und für einige Minuten im Idle belassen; zwischen den Durchläufen je Benchmark wurde das Gerät ebenfalls jeweils neugestartet.

Lenovo IdeaTab A2107

Ein – wenn man es so nennen möchte – Alleinstellungsmerkmal des A2107 ist sicherlich der verwendete SoC. Dieser stammt von Mediatek und hört auf die Bezeichnung MTK6575. Zu den wesentlichen Bestandteilen des Chips gehören ein mit einem Gigahertz getakteter ARM-Cortex-A9-Kern sowie eine GPU der SGX5-Reihe aus dem Hause PowerVR. Schon das Vorhandensein eines einzelnen CPU-Kerns gibt gute Hinweise darauf, wie es um die Leistung des kleinen Tablets bestellt ist.

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107

Mit aktuellen Zweikernlösungen kann der MTK6575 in vielen Bereichen nicht mithalten, je nach Benchmark reichen die Ergebnisse von schlecht bis durchschnittlich. Im Alltag stören phasenweise lange Reaktions- und Ladezeiten. Während der Internet-Nutzung muss man sich zudem gerade bei aufwändigeren Seiten auf Wartezeiten einstellen. Ein wenig anders sieht es hingegen bei GPU-fordernden Aufgaben aus. Hier kann der SoC Punkte gutmachen, auch wenn es nicht für mehr als Mittelmaß ausreicht. Mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher sowie einem erweiterbaren 16 Gigabyte großen internen Speicher fällt die Ausstattung überraschend gut aus.

Lenovo IdeaTab S2110

Etwas weniger untypisch sieht es beim IdeaTab S2110 aus. Hier setzt Lenovo auf Qualcomms MSM8260A mit seinen beiden 1,5 Gigahertz schnelle Krait-Kernen sowie der Adreno-225-GPU. Der SoC, der so unter anderem auch im Sony Xperia T [6] und HTC 8X [7] zum Einsatz kommt, zeigt auch hier deutlich, zu welchen Leistungen er im Stande ist. In den CPU-lastigen Tests kann sich das S2110 fast überall an der Spitze oder zumindest in der Spitzengruppe platzieren, einzig unter SunSpider muss man Android-fremde Konkurrenz in Form der beiden iOS-Vertreter iPad 3 und iPad mini sowie das Windows-RT-Tablet Asus Vivo Tab RT passieren lassen.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Ein gänzlich anderes Bild ergibt sich in Szenarien, in denen es vorrangig um die Leistung der Grafikeinheit geht. In diesen sind nicht nur verschiedene Android-Tablets schneller, auch die neueren iPads erreichen mühelos bessere Werte. Auswirkungen auf den alltäglichen – und somit praktischen – Einsatz hat dies aber nur in sehr geringem Maße, solange das Tablet nicht als Ersatz für eine Spielekonsole herhalten muss. Programmstarts erfolgen schnell, beim Aufrufen von Internet-Seiten kommt es zu keinen größeren Verzögerungen und die Oberfläche reagiert abgesehen von einigen sehr wenigen Aussetzern nahezu ruckelfrei.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

Mit einem Gigabyte fällt der Arbeitsspeicher genauso groß wie beim kleineren A2107 aus, der interne Speicher fasst mit 32 Gigabyte jedoch das Doppelte. Dieser kann zudem erweitert werden, allerdings nur über das Dock. Hier steht zum einen ein Kartenleser bereit, der auch mit SD-Karten umgehen kann, zum anderen können aber auch USB-Speichermedien über einen der zwei USB-2.0-Ports angesprochen werden.

Multimedia

Unterschiedlicher könnten zwei Tablets im Bereich Multimedia kaum sein. Denn während das größere S2110 in diesem Bereich viel richtig macht, scheitert das kleinere A2107 schon an den Grundaufgaben.

Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab S2110

So ist der Siebenzöller in vielen Fällen bereits mit der Wiedergabe von YouTube-Videos überfordert – wohlgemerkt in Standardauflösung. Der Versuch, hochauflösendes Material abzuspielen, endet oftmals in einer Art Dia-Show, obwohl Lenovo auf seiner Homepage gerade dieses Merkmal mit den Worten „erstklassige HD-Videowiedergabe (720p)“ bewirbt. Nur unwesentlich besser sieht es im Bereich Audio aus. Die Lautsprecher erreichen zwar eine ausreichende Lautstärke und Qualität, tiefe Frequenzen darf man aber nicht erwarten. Immerhin: In beiden Tablets ist ein FM-Empfänger verbaut, der zumindest im S2110 zu gefallen wusste – auf unserem A2107 fehlte die benötigte App. Die verbaute Drei-Megapixel-Kamera muss ohne Autofokus und Blitz auskommen und taugt so schon auf dem Papier allenfalls für Schnappschüsse. In der Praxis enttäuschen die Resultate dann wie erwartet.

Testaufnahme Lenovo IdeaTab A2107
Testaufnahme Lenovo IdeaTab A2107 (Original-Download)
Testaufnahme Lenovo IdeaTab S2110
Testaufnahme Lenovo IdeaTab S2110 (Original-Download)

Dass das S2110 im Unterhaltungsbereich besser abschneidet, liegt nicht nur an der deutlich besseren, weil flüssigen Videowiedergabe und dem guten Display. Auch die Lautsprecher hinterlassen einen vergleichsweise überzeugenden Eindruck, nicht zuletzt durch die SRS-Klangoptimierung. Zu viel darf man aber auch hier nicht erwarten. Der Kamera mit ihrem Fünf-Megapixel-Sensor stehen anders als beim A2107 eine automatische Fokussierungshilfe sowie ein LED-Blitz zur Seite. Die Bildqualität liegt deutlich über der des kleineren Lenovo-Tablets, reicht aber dennoch ebenfalls nicht für viel mehr als Schnappschüsse. Aufgenommene Videos enttäuschen mit Artefakten schon bei langsamen Bewegungen, zudem wirken Farben blass und wenig naturgetreu.

Kommunikation

Beide Tablets verfügen in den getesteten Varianten über Mobilfunk-taugliche Modems, der Online-Einsatz ist somit auch abseits verfügbarer WLANs möglich. Unterstützt werden dabei von beiden Geräten die üblichen Standards GRPS, EDGE, UMTS und HSPA – etwaige Besonderheiten sind uns im Testbetrieb bezüglich der Verbindungsqualität nicht aufgefallen. Wohl aber ein Alleinstellungsmerkmal des A2107: Denn im kleinen Tablet ist Platz für gleich zwei SIM-Karten, die als Dual-SIM-Lösung gleichzeitig genutzt werden können. Über die Systemeinstellungen kann festgelegt werden, welche der beiden Karten für welchen Zweck genutzt werden soll.

Lenovo IdeaTab A2107
Lenovo IdeaTab A2107

Abseits der Mobilfunknetze stehen WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Während der Kurzstreckenfunk in der aktuellen Fassung 4.0 nutzbar ist, beschränkt Lenovo sich bei drahtlosen Netzen durch den verwendeten Standard 801.11 b/g/n auf Netze im 2,4-Gigahertz-Bereich. Auffallend: Das A2107 verlor mit wachsender Entfernung zur Basis sehr schnell den Kontakt zu dieser, während das S2110 wie die Mehrzahl der Geräte noch die halbe Empfangsstärke signalisierte.

Eine Besonderheit bezüglich des A2107: In der WLAN-only-Version stehen lediglich 512 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Laufzeiten

Nahezu die gesamte Bandbreite an Laufzeiten wird von den beiden Tablets erreicht. Lenovo setzt sowohl im A2107 als auch im S2110 auf fest verbaute Energiespeicher, die eine Kapazität von 3.550 und 6.340 mAh aufweisen. In unserem Video-Test bei einer Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter wurden so etwa fünfeinhalb (A2107) und neun (S2110) Stunden erreicht. Der Siebenzöller rangiert damit auf dem letzten Platz und erreicht nur etwa die Hälfte der Laufzeit des Nexus 7. Das S2110 hingegen rangiert im oberen Mittelfeld – angesichts des Akkus erwartungsgemäß.

Unter höherer Last, in unserem Fall bei maximaler Hintergrundbeleuchtung, tauschen die Tablets dann die Rollen. Während der kleinere Vertreter in diesem Fall von seiner schwachen Beleuchtung profitiert und sich mit immer noch gut fünf Stunden im unteren Mittelfeld platziert, reicht es für das Zehn-Zoll-Modell nur zu rund viereinhalb Stunden.

Im Alltag gab es dann wiederum einen Wechsel. Das S2110 musste bei moderater Nutzung (ein bis eineinhalb Stunden pro Tag Surfen via WLAN, Abgleich von zwei E-Mail-Konten) nach etwa sechs Tagen wieder geladen werden, das A2107 bereits nach gut vier Tagen. Nutzt man das S2110 im Zusammenspiel mit dem Tastatur-Dock, verdoppeln sich die Laufzeiten in etwa. Bei beiden Tablets gilt: Die Nutzung in Mobilfunknetzen verschlechtert die Laufzeiten deutlich. In mehreren kurzen Tests wurde in diesem Fall ein Mehrverbrauch von etwa 15 bis 20 Prozent ermittelt.

Video-Dauertest
 720p Dauertest, max. Helligkeit:
Asus Vivo Tab RT mit Dock (Windows RT)
12:24
Asus Transformer Pad Infinity Tablet & Dock (Android 4.0.3)
9:13
Lenovo IdeaTab S2110AH mit Dock (Android 4.0.3)
8:59
Apple iPad 2 (iOS 4.3.5)
7:30
Asus Vivo Tab RT ohne Dock (Windows RT)
6:58
iPad 3 (iOS 5.1)
6:55
Kindle Fire HD (Android 4.0)
6:00
Motorola Xoom 2 (Android 3.2)
5:47
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
5:36
RIM BlackBerry Playbook
5:33
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
5:15
Asus Transformer Pad Infinity Tablet (Android 4.0.3)
5:11
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
4:53
Lenovo IdeaTab S2110AH ohne Dock (Android 4.0.3)
4:41
HP TouchPad (webOS 3.0.2)
3:30
Sony Tablet P
3:28
 720p Dauertest, 200 cd/m²:
Lenovo IdeaTab S2110AH mit Dock (Android 4.0.3)
17:08
Asus Transformer Pad Infinity Tablet & Dock (Android 4.0.3)
15:02
Asus Vivo Tab RT mit Dock (Windows RT)
14:15
Asus Nexus 7 (Android 4.1.1)
10:00
Apple iPad Mini (iOS 6.0.1)
10:00
Lenovo IdeaTab S2110AH ohne Dock (Android 4.0.3)
9:07
Asus Transformer Pad Infinity Tablet (Android 4.0.3)
8:33
Asus Vivo Tab RT ohne Dock (Windows RT)
7:55
Kindle Fire HD (Android 4.0)
6:40
Lenovo IdeaTab A2107A-H (Android 4.0.3)
5:35
Angaben in Stunden, Minuten
+ Anmerkungen zu den Laufzeiten

Auch bei den von uns ermittelten Akku-Laufzeiten gilt, dass diese nur als Richtwert angesehen werden sollten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass sich die hier präsentierten Geräte teils deutlich unterscheiden. Ob bei der Größe und Helligkeit des Displays oder bei der Größe des Akkus: Es handelt sich um heterogenes Testfeld, sodass eine direkte Vergleichbarkeit nur selten möglich ist.

Zur Methode: Die Werte wurden bei maximaler Display-Helligkeit und aktiviertem WLAN ermittelt. Bluetooth und GPS waren deaktiviert. Sofern das Gerät über 3G verfügte (Smartphones, Tablets in der 3G-Version), war die entsprechende Verbindung aktiviert.

Fazit

Zu einem viel schlechteren Zeitpunkt hätte Lenovo seine beiden neuen Modelle kaum auf den Markt bringen können. Denn angesichts starker Konkurrenten wie dem Nexus 7, Nexus 10, iPad mini oder dem Asus Transformer Pad TF300 müssen Tablets mittlerweile schon mehr als nur ein Alleinstellungsmerkmale aufweisen, um sich zu behaupten. Nur ein „Killer-Feature“ oder ein niedriger Preis reichen nicht mehr.

Video „Lenovo IdeaTab A2107 im Test
Lenovo IdeaTab A2107A-H Produktgruppe Tablets, 11.12.2012
  • Display
  • Leistung ProduktivO
  • Leistung UnterhaltungO
  • Laufzeit+
  • Verarbeitung++
  • sehr gute Verarbeitung
  • erweiterbarer Speicher
  • gute Laufzeiten
  • Dual-SIM-tauglich
  • teils schlechte Reaktionszeiten
  • wenig überzeugende Kamera
  • geringe Display-Helligkeit
  • stark spiegelndes Display
  • TN-Panel
  • veraltete Android-Version

Besonders zu spüren bekommt dies das A2107, hinter dem prinzipiell ein durchaus interessantes Konzept steckt. Durch den Verzicht auf kostspielige Komponenten steht ein Tablet bereit, das trotz sehr guter Verarbeitung für unter 200 Euro zu haben ist. Aber: Das Nexus 7 [1] kann einiges besser, gerade Display, Laufzeiten, Leistung und Update-Politik sprechen für Googles Experience Device. Zwar kann Lenovos Pendant mit mehr und vor allem einem erweiterbaren Speicher sowie der Dual-SIM-Lösung punkten, das schlechte Display spricht dann aber doch gegen eine Empfehlung.

Lenovo IdeaTab A2107 & Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab A2107 & Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab A2107 & Lenovo IdeaTab S2110
Lenovo IdeaTab A2107 & Lenovo IdeaTab S2110

Etwas anders sieht es beim IdeaTab S2110 aus. Denn grobe Schnitzer hat Lenovo sich hier nicht geleistet, in vielen Belangen schneidet das Zehn-Zoll-Modell überdurchschnittlich oder gar sehr gut ab. So überzeugt das Tablet in den Punkten Leistung, Display und Verarbeitung, im Zusammenspiel mit dem Tastatur-Dock gefallen auch die Laufzeiten. Aber auch hier gilt: Die Konkurrenz hat nicht geschlafen und bietet teils noch bessere und vor allem schärfere Displays oder aber das ein oder andere Gimmick mehr.

Video „Lenovo IdeaTab S2110 im Test
Lenovo IdeaTab S2110AH Produktgruppe Tablets, 11.12.2012
  • Display+
  • Leistung Produktiv++
  • Leistung UnterhaltungO
  • Laufzeit+
  • Verarbeitung++
  • mit Dock sehr gute Laufzeiten
  • sehr gute Verarbeitung
  • Mobilfunk-tauglich
  • Dock mit guter Tastatur
  • ohne Dock nur durchschnittliche Laufzeiten
  • veraltete Android-Version

Deshalb gilt: Wer ein Tablet im Sieben-Zoll-Format sucht, ist vor allem mit dem Nexus 7 besser beraten, auch wenn man die oben genannten Einbußen in Kauf nehmen muss. Einzig die Dual-SIM-Lösung sowie der größere Speicher sprechen im Vergleich für das A2107. Auf einem ähnlichen Preis- und Ausstattungsniveau wie das IdeaTab S2110 bewegen sich unter anderem Asus' Transformer Pad TF300 (ab circa 450 Euro [8] ohne Dock, etwa 550 Euro [9] mit Dock) und das Samsung Galaxy Note 10.1 (ab etwa 510 Euro [10] ohne Dock).

Verfügbarkeit & Preise

Das Lenovo IdeaTab A2107 ist in Deutschland seit wenigen Tagen erhältlich. Aktuell steht dabei lediglich die hier getestete Version mit Mobilfunkmodem zur Verfügung, die Preise beginnen bei etwa 195 Euro [11]. Für das IdeaTab S2110, ebenfalls seit Kurzem erhältlich, muss in der Einstiegskonfiguration (WLAN-only, 16 Gigabyte Speicher) mit circa 500 Euro [12] kalkuliert werden. Das Testmodell mit Mobilfunkunterstützung und 32 Gigabyte Speicher ist ab knapp 600 Euro [13] erhältlich.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/2012-08/lenovo-zeigt-android-tablets-s2110-a2109-und-a2107/
  2. http://www.computerbase.de/2012-09/test-asus-nexus-7/
  3. http://www.computerbase.de/2012-11/test-amazon-kindle-fire-hd/
  4. http://www.computerbase.de/2012-11/test-apple-ipad-mini/
  5. http://www.computerbase.de/2012-09/test-asus-transformer-pad-infinity/
  6. http://www.computerbase.de/2012-12/test-sony-xperia-t/
  7. http://www.computerbase.de/2012-11/test-htc-8x/
  8. http://www.computerbase.de/preisvergleich/799043
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/767877
  10. http://www.computerbase.de/preisvergleich/800840
  11. http://www.computerbase.de/preisvergleich/833745
  12. http://www.computerbase.de/preisvergleich/833865
  13. http://www.computerbase.de/preisvergleich/870128
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