H13 für Fernseher

LG stellt ersten eigenen SoC im Januar vor

Mehr als eineinhalb Jahre nach der Ankündigung, künftig für einige Geräte eigene SoCs entwickeln zu wollen, wird LG im nächsten Monat auf der CES in Las Vegas erste Resultate in Form eines Chips offiziell vorstellen. Dies berichtet die Korea Times und beruft sich dabei auf Aussagen von LG-Sprechern.

Allerdings handelt es sich zumindest beim Erstlingswerk nicht um eine Lösung für Smartphones oder Tablets, sondern für Geräte der Home-Entertainment-Sparte, also Fernseher, Set-Top-Boxen und ähnliches. Der auf den Namen H13 getaufte Chip basiert auf der bekannten ARM-Architektur, Informationen zur verwendeten CPU-Familie und andere Details sind aber nicht bekannt – LG hat Lizenzen für verschiedene Modelle erworben, darunter auch für den Cortex-A7-Kern.

Hergestellt wird der H13 aber nicht von LG selbst. Da der südkoreanische Konzern ein sogenannter Fabless Chipmaker, also ein Entwickler ohne eigene Fertigungskapazität, ist, wird die Produktion von TSMC übernommen. Als sicher gilt, dass hierbei das 28-Nanometer-Fertigungsverfahren der taiwanischen Branchengröße zum Einsatz kommt.

Welche Ambitionen man mit den eigenen SoCs verfolgt zeigt ein Blick auf die Personalstärke. Inzwischen sollen mehr als 900 Personen nur mit der Entwicklung der Chips beschäftigt sein, davon entfallen rund 550 auf Lösungen für Smartphones und Tablets. Mittel- und langfristig sollen die Chips aber nicht nur in eigenen Geräten verbaut werden: Auch andere Hersteller sollen diese verwenden können.

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