Überarbeitung soll nicht ausreichen

Neue Instagram-Bedingungen ziehen Sammelklage nach sich

Nur eine gute Woche nach der Bekanntgabe neuer Nutzungsbedingungen ist eine Sammelklage gegen Instagram bei einem nordkalifornischen Bezirksgericht eingereicht worden. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Betroffenen wirft Lucy Funes dem zu Facebook gehörendem Unternehmen vor, „nach den Eigentumsrechten der Kunden zu greifen“.

Bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung der neuen Bedingungen musste sich der Anbieter der gleichnamigen populären Foto-Applikation massive Kritik anhören. Zu einseitig und zu wenig transparent seien die neue Regeln, zudem äußerten weltweit Datenschützer Bedenken. Als Reaktion darauf überarbeitete Instagram den Text erneut, verzichtete aber auf die Rücknahme aller Neuerungen.

Nach Ansicht von Funes und ihren Mitstreitern geht dies aber noch nicht weit genug. Denn auch so sei Instagram dazu in der Lage, Inhalte anderer zu gewerblichen Zwecken zu nutzen, ohne diese jedoch an den Einnahmen zu beteiligen. Aber auch der Passus, dass Sammelklagen künftig nicht möglich sein sollen, wird kritisiert. Nach Ansicht des Unternehmens sollen an deren Stelle Schlichtungsverfahren treten.

Ob die Klage Erfolg haben wird, ist unklar. Die Instagram-Mutter Facebook ließ jedoch mitteilen, dass man diesem juristischen Schritt keine Chancen einräumt, die Klage sei „unbegründet“.

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