Test: Asus Vivo Tab RT (2/7)

Windows RT im Tablet-Test
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Vivo Tab RT im Überblick

Design & Verarbeitung

Auch ohne Unternehmensschriftzug wäre Asus ohne weiteres als Hersteller des Vivo Tab RT erkennbar. Sowohl die Farbgebung als auch die Formensprache zeigen eindeutig in Richtung der Taiwaner, auch wenn es im Vergleich zu den Android-Tablets der Transformer-Reihe optische Unterschiede gibt. Zunächst ist die Rückseite zu nennen, bei der man größtenteils auf Aluminium setzt, allerdings auf mittlerweile typischen konzentrischen Kreise verzichtet. Im oberen Bereich setzt man auf einen breiten, farblich abgesetzten Kunststoffstreifen, der weder hochwertig aussieht noch so anfühlt. Asus zollt mit diesem den Empfangseigenschaften Tribut – eine Lektion, die man nach den Problemen mit dem Transformer Prime gelernt hat.

Anschlüsse rechts: Audio, Lautstärkewippe, USB
Anschlüsse rechts: Audio, Lautstärkewippe, USB

Die Front hingegen wird Tablet-typisch vom Display sowie dessen schwarzer Einfassung dominiert. Am unteren Ende sitzt der von Microsoft vorgeschriebene Windows-Schalter, mit dem der Homescreen aufgerufen werden kann – zudem ermöglicht die Kombination aus Windows-Taste und Einschalter das Simulieren der Tastenkombination Steuerung-Alt-Entfernen. Als störend erweist sich die Schlierenanfälligkeit des Displays, ein Problem zahlreicher Touchscreen-Geräte.

Anschlüsse links: Netzteil, Dock-Justierung, microSD-Slot, Micro-HDMI
Anschlüsse links: Netzteil, Dock-Justierung, microSD-Slot, Micro-HDMI

Ein wenig Kritik muss Asus sich hinsichtlich der Verarbeitungsqualität gefallen lassen. So ist der Übergang zwischen Aluminium und Kunststoff auf der Rückseite sehr ungleichmäßig, zudem hat die Lautstärkewippe auf der rechten Gehäuseseite zu viel Spiel. Die Abdeckung des Micro-HDMI-Ausgangs auf der linken Seite wirkt darüber hinaus wenig stabil und ist eher umständlich zu öffnen. Einzig der Einschalter auf der Oberseite sowie der Schieber zum Lösen des Docks links machen einen soliden Eindruck. Ebenfalls auf der linken Seite Platz finden microSD-Karten zum Erweitern des Speichers. An der Unterseite verbaut Asus die Verbindungsgegenstücke zum Tastatur-Dock sowie einen proprietären Anschluss, an dem das Ladegerät sowie ein mitgelieferter USB-Adapter Anschluss finden.

Asus Vivo Tab RT
Asus Vivo Tab RT

Ebenfalls auf einen Mix aus Aluminium und Kunststoff setzt Asus beim Dock. Während das Leichtmetall auf der Oberseite Anwendung findet, besteht der Boden aus dem ungleich günstigeren Material. Anders als beim Tablet gibt es in diesen Punkten aber keinen Anlass zur Kritik, sowohl Haptik als auch Verarbeitung sind sehr gut, allerdings fällt die Schnittstellenauswahl ein wenig zu karg aus. Denn neben dem Ladegerät kann nur ein einziges USB-Gerät angebunden werden. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt davon abgesehen der Docking-Mechanismus, der das Display sicher an Ort und Stelle hält.

Docking-Anschluss im Detail
Docking-Anschluss im Detail
Tastatur-Dock mit zweitem Akku
Tastatur-Dock mit zweitem Akku

In krassem Gegensatz dazu stehen die in das Dock integrierte Tastatur sowie das Touchpad. Erstere bietet den Umfang gewöhnlicher Notebook-Tastaturen, die einzelnen Tasten fallen aber geradezu winzig aus, insbesondere einige Sondertasten. Immerhin wirft die Beschriftung der Elemente keine Fragen auf, Druckpunkt und Hub sind einheitlich und auf einem guten Niveau – auf eine Beleuchtung muss man jedoch verzichten. Dass gut gemeint und gut gewollt manchmal tatsächlich unüberbrückbare Gegensätze sind, zeigt das Touchpad. Denn aufgrund des geringen zur Verfügung stehen Platzes fällt auch dieses winzig aus, hier reichen auch die guten Gleiteigenschaften und die präzise Erkennung von Eingaben nicht für eine gute Note aus.