Lian Li PC-7HX im Test Ein Déjà-vu mit Schwächen

, Carsten Lissack

Der Name des auf dem Gehäusemarkt seit Langem fest etablierten taiwanischen Herstellers Lian Li ist wohl jedem, der schon einmal nach einem Computergehäuse in edler Aluminiumoptik gesucht hat, in Erinnerung geblieben oder wird seit jeher genannt, wenn es um Empfehlungen geht. Traditionelle, aber auch moderne und eher extravagante Aluminiumgehäuse wie das PC-CK101 [1] zeichnen den Fabrikanten nun schon seit fast drei Jahrzehnten aus und sind auch in der heutigen Zeit nach wie vor sehr angesagt. Wir schauen uns heute das PC-7HX an, welches sich preislich, wie einige andere Chassis des Herstellers ebenso, im unteren Mittelklasse-Segment ansiedelt und somit zu den für Käufer interessanten Gehäusen gehört, da der Preis unter der 100-Euro-Marke liegt.

Trotz des verhältnismäßig geringen Anschaffungspreises sind mittlerweile viele Stimmen zu hören, die nach mehr Vielfalt und vor allen Dingen nach Innovation im Portfolio für günstige Produkte von Lian Li schreien. Die immer wiederkehrende Formgebung, die Frontverkleidung, die eine starke Ähnlichkeit zu anderen zuvor verkauften Gehäusen des Herstellers aufweist und das Staubfiltersystem, das nicht mehr zeitgemäß ist, sind einige von vielen Punkten, die kritisiert werden. Diesem harschen Tonfall gehen wir in unserem Tests auf den Grund und werden herausfinden, ob die genannten Eckpunkte wirklich der Realität entsprechen.

Lieferumfang und Daten

Belüftungsmöglichkeiten
Position Anzahl Größe U/min Anschluss Staubfilter Anlaufspannung
Front 2 140 mm 1000 3-Pin-Molex Ja 4,8 Volt
Deckel - -
Linke Seite 1 (optional) 120 mm - -
Rechte Seite
Heck 1 120 mm 1200 3-Pin-Molex 4,8 Volt
Boden - - -

Zusätzlich zum PC-7HX befindet sich eine weiße schmale Pappschachtel im Lieferumfang, die das nötige Schraubenmaterial für einen Hardwareeinbau beinhaltet. Alle Schraubensätze sind schwarz lackiert und in maximal benötigter Anzahl vorhanden. Weiterhin liegen zwei schwarze Kabelbinder und ein USB-3.0-zu-USB-2.0-Adapter bei, damit auch ältere Mainboards das Frontpanel im vollen Umfang nutzen können. Für die Festplattenentkopplung kommen Vibrationsdämpfer in Form von Gummiringen und spezielle Schrauben mit breiten Köpfen, die den Gummiring halten, zum Einsatz, die ebenfalls dem Lieferumfang beiliegen.

Die Gebrauchsanweisung des taiwanischen Unternehmens ist charakteristisch gestaltet und wird wie ein Prospekt aufgeschlagen. Sie zeigt anhand vieler kleiner Schwarz-Weiß-Bilder sehr präzise, was wo und wie installiert oder demontiert wird und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Das Sample für den Test wurde uns freundlicherweise von Caseking [2] zur Verfügung gestellt.

Ausstattung außen

Fast alle äußerlichen Komponenten am Midi-Tower Lian Li PC-7HX wurden aus eloxiertem und gebürstetem Aluminium gefertigt. Die schwarzen Teile hinterlassen aus der Distanz betrachtet einen hochwertigen optischen Eindruck und sehen, wie eigentlich alles aus Aluminium, sehr edel aus. Die Vorderseite bietet drei Einbaumöglichkeiten für 5,25"-Geräte wie etwa ein optisches Laufwerk oder eine Lüftersteuerung. Ein Stück weiter unten ist ein großes luftdurchlässiges Meshgitter angebracht, das die Staubfilter der dahinter und übereinander liegenden 140-mm-Lüfter durchschimmern lässt. Ein wenig mehr Abstand zwischen Gitter und Staubfilter hätte also sicher gut getan und die sonst makellose Optik der Frontpartie bewahrt.

Die beiden Seitenteile sind bis auf eine sich an der linken Wand befindende Lüfteröffnung für einen 120-mm-Ventilator komplett glatt gestaltet und fügen sich der dominanten Edeloptik. Ein schwarzes, bündiges Lochgitter rundet das Seitenteil ab.

Lian Li PC-7HX – Front
Lian Li PC-7HX – Front
Lian Li PC-7HX – Linke Seitenansicht
Lian Li PC-7HX – Linke Seitenansicht
Lian Li PC-7HX – Rechte Seitenansicht
Lian Li PC-7HX – Rechte Seitenansicht

Was auf den ersten Blick wie zwei ganz normale Öffnungen für zwei mögliche Lüfter im Deckel des Gehäuses aussieht, ist in Wirklichkeit nicht mehr als eine Attrappe. Erst mit dem zusätzlich erwerbbaren Aufsatz [3] können zwei 120-mm-Ventilatoren extern auf dem Deckel des PC-7HX verschraubt werden, welche anschließend einen intern anknüpfenden 240-mm-Slim-Radiator kühlen können und durch die Expansion verdeckt bleiben. Lian Li hätte sich ruhig dazu durchringen können, selbst ohne den Erwerb des Adapters zwei passende Meshgitter mitzuliefern, damit die optional installierbaren Ventilatoren intern ebenso realisierbar gewesen wären. So sind diese Aussparungen für Käufer, die keine Wasserkühlung planen, nutzlos und schädigen nur der weitgehend dezenten Optik.

Lian Li gelingt an dieser Stelle insgesamt eine fragliche Umsetzung. Zum einen verschenken sie ohne zusätzliche luftdurchlässige Abdeckungen optionales Kühlungspotenzial. Zum anderen sieht diese Expansion in den Augen vieler Fans von schlichtem Design eher bescheiden, jedoch alles andere als elegant aus.

Lian Li PC-7HX – Obersicht
Lian Li PC-7HX – Obersicht

Nicht viel besser gelöst, wurde die Platzierung, an der eine Drei-Stufen-Lüftersteuerung [4] des Herstellers nachgerüstet werden kann. Sie wird hinter der Frontabdeckung oberhalb der 5,25"-Laufwerksschächte versteckt und bleibt somit nur sehr umständlich erreichbar.

Um die an jeweils einer Ecke verbundene Aluminiumfrontverkleidung nach vorne abzunehmen, muss sehr wenig Kraft aufgebracht werden. Dahinter kommen zwei Staubfilter, die leicht ausgebaut und schnell gereinigt sind, und die entkoppelten 140-mm-Ventilatoren zum Vorschein. Der Ausbauaufwand der Filter ist im Vergleich zu anderen aktuellen Produkten zwar relativ hoch, jedoch ähnlich schnell erledigt. Das verwendete System ist dabei ein alter Hut und ist bei nahezu jedem ähnlichen Lian-Li-Produkt der letzten Jahre immer wieder vorzufinden.

Lian Li PC-7HX – Frontverkleidung entfernt
Lian Li PC-7HX – Frontverkleidung entfernt

Alt bekannt ist ebenso die Klappe am Frontpanel auf dem Gehäusedeckel. Sie verdeckt zwei USB-3.0-Anschlüsse und jeweils eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer und Mikrofon. Rechts davon sind Start- und Resetknopf eingelassen, wobei gerade der Resetknopf deutlich zu kein ist. Der tiefe Druckpunkt macht es umso schwieriger, ihn zu bedienen. Ein versehentliches Betätigen scheint im Umkehrschluss jedoch ausgeschlossen.

Lian Li PC-7HX – Frontpanel
Lian Li PC-7HX – Frontpanel

An der Rückseite ist der entkoppelte 120-mm-Lüfter zu sehen, der durch ein Gitter geschützt wird. Die zwei darunter liegenden Schlauchdurchführungen sind aus hartem und unflexiblem Kunststoff. Auch wenn die Schläuche, die durchgeführt werden, hierunter nicht leiden, wären weichere Gummiöffnungen wünschenswert gewesen.

Die Unterseite des Gehäuses zeigt vier Standfüße mit aufgeklebten Gummisohlen. Genauso wie hinter der Frontabdeckung ist auch unter dem Chassis ein Staubfilter für das Netzteil zu finden, der ungewollten Staubeintritt minimiert.

Lian Li PC-7HX – Heckansicht
Lian Li PC-7HX – Heckansicht
Lian Li PC-7HX – Untersicht
Lian Li PC-7HX – Untersicht

Die äußere Verarbeitungsqualität ist rein vom verwendeten Material her in Ordnung und gibt vorerst wenig Grund für Kritik. Man merkt jedoch schnell, dass alle Teile sehr dünnwandig sind und dadurch nicht so hochwertig wirken, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Etwas verunglückt sind die Spaltmaße an der Frontverkleidung. Sie knüpft nicht nahtlos und bündig am Rest des Gehäuses an.

Ausstattung innen

Der Aufbau des Innenraums ist der eines typischen Lian-Li-Gehäuses und unterscheidet sich für den Kenner in keinerlei Hinsicht zu anderen, ähnlichen Produkten des Herstellers. Mit jeweils zwei Rändelschrauben pro Seite, die neuerdings mit einer Gummifläche versehen sind, um Kratzer zu vermeiden, wird das Chassis geöffnet. Es finden sich die mittlerweile unter den Lian-Li-Chassis weit verbreiteten Verschlüsse für zwei der drei möglichen 5,25"-Geräte wieder, die im Inneren der Schiene eingeklebte Vibrationsdämpfer besitzen, um Resonanzen, die beispielsweise durch ein DVD-Laufwerk entstehen können, zu minimieren. Weiterhin fällt der Mainboardtray, der dank einer Aussparung schnelle CPU-Kühlerwechsel gewährleistet, auf. An der rechten und an der unteren Seite des Trays wurden jeweils zwei weitere kleine Aussparungen ohne Kabelabdeckungen platziert. Auch für das Stromkabel zur CPU gibt es eine solche Aussparung. Dadurch besteht die Möglichkeit, ein einfaches aber größtenteils durchdachtes Kabelmanagement einzuplanen.

Alle drei verbauten Ventilatoren sind mit einem mitgelieferten Zwölf-Volt-Molex-Stromanschluss ausgestattet, der mit dem Netzteil verbunden werden kann. Durch Eigeninitiative ist es aber auch möglich, die Stecker auf sieben beziehungsweise fünf Volt umzustecken und die Lüfter entsprechend mit weniger Spannung anzusteuern, damit sie mit weniger Umdrehungen pro Minute laufen. Der sieben-blättrige-Heckventilator bedient sich zusätzlich eines Lüftergitters, damit keine Kabel seinen Betrieb stören. Berechtigterweise darf man sich fragen, wieso Lian Li nicht zumindest die Anschlüsse so gewählt hat, dass sie zur zuvor erwähnten Drei-Kanal-Lüftersteuerung passen.

Der über drei Schrauben leicht entfernbare Festplattenkäfig fasst vier 3,5"-Datenträger und kann zusätzlich noch eine Festplatte mit 2,5" oben auf dem Käfig aufnehmen. Die Festplatten müssen, bevor sie eingebaut werden können, mit den beiliegenden Schrauben samt Gummiringen verbunden werden. Anschließend werden sie in den Käfig hineingeschoben und laufen im Idealfall gut entkoppelt. Damit sie nicht hinausfallen, verwendet Lian Li einen Riegelverschluss.

Angesichts des Preises verbaut Lian Li jedoch nur einen Festplattenkäfig. Wem der Platz für maximal fünf Datenträger auf Dauer zu gering erscheint, stößt dementsprechend schnell an Grenzen oder muss Adapter einsetzen, um Festplatten in den 5,25“-Schächten einbauen zu können.

Die innere Rückseite des PC-7HX offenbart keine Besonderheiten. Ein handelsübliches ATX-Netzteil nimmt unten seinen Platz auf zwei Gummiunterlagen ein und zählt somit als entkoppelt.

Lian Li PC-7HX – Innenraumansicht Rückseite
Lian Li PC-7HX – Innenraumansicht Rückseite
Lian Li PC-7HX – Netzteilposition
Lian Li PC-7HX – Netzteilposition

Leider ist die Verarbeitungsqualität an manchen Stellen im Inneren des PC-7HX nicht zufriedenstellend. Wir konnten unter anderem an dem Schacht für 5,25"-Geräte scharfe Kanten ausmachen. Dadurch, dass das verwendete Material sehr dünn ist, kann auch die Verwindungssteifigkeit nicht vollends überzeugen. Die Lackierung ist hingegen schön gleichmäßig, wie immer muss man allerdings vorsichtig zu Werke gehen, um Kratzer zu vermeiden.

Erfahrungen

Der Hardwareeinbau ging ohne nennenswerte Schwierigkeiten vonstatten. Die zum Teil werkzeuglose Montage und die bereits installierten Abstandhalter beschleunigen zudem den Einbau. Erweiterungssteckkarten und einige andere Komponenten müssen aber nach wie vor beispielsweise über Rändelschrauben befestigt werden. Das Durchführen der Kabel gelang dank der zwei Öffnungen gut, auch wenn die Auswahl möglicher Kabelwege sehr gering ist und man im Kabelmanagement deutlich eingeschränkt wird. Bedauerlicherweise liegen dem Lieferumfang nur zwei Kabelbinder bei. Gut von der Hand hingegen geht das Einschubsystem für Festplatten, auch wenn es mit zunehmender Datenträgeranzahl schwieriger ist, den Riegelverschluss zu schließen.

Leider ist die mitgelieferte Festplattenentkopplung kaum effektiv und kann ihre Karten nicht voll ausspielen, weil – wie überall am Gehäuse – auch beim Festplattenkäfig dünnes Material verwendet wird. Während unseres Testlaufs entstehen dadurch störende Resonanzen am gesamten Gehäuse, die einen leisen Betrieb unmöglich machen.

Lian Li PC-7HX – Testsystem
Lian Li PC-7HX – Testsystem
Lian Li PC-7HX – Testsystem seitlich
Lian Li PC-7HX – Testsystem seitlich

Die maximale Länge für Grafikkarten beträgt im PC-7HX 400 mm. Der eingebaute CPU-Kühler darf nicht höher als 170 mm sein, damit er in das Lian Li PC-7HX passt.

Länge aktueller Grafikkarten
Angaben in Zentimeter (cm)
  • Benötigter Platz:
    • ATi Radeon 5970
      31,0
    • AMD Radeon 6990
      30,5
    • ATi Radeon 5870
      28,0
    • Nvidia GTX 590
      28,0
    • Nvidia GTX 690
      28,0
    • AMD Radeon 6950
      27,5
    • AMD Radeon 6970
      27,5
    • AMD Radeon 7950
      27,5
    • AMD Radeon 7970
      27,5
    • Nvidia GTX 480
      27,0
    • Nvidia GTX 570
      27,0
    • Nvidia GTX 580
      27,0
    • Nvidia GTX 680
      26,0
    • Nvidia GTX 470
      25,0
    • Nvidia GTX 660
      25,0
    • AMD Radeon 6870
      24,5
    • Nvidia GTX 670
      24,5
    • ATi Radeon 5850
      24,0
    • AMD Radeon 7850
      24,0
    • AMD Radeon 7870
      24,0
    • Nvidia GTX 660 Ti
      23,5
    • AMD Radeon 6850
      23,0
    • Nvidia GTS 250
      23,0
    • Nvidia GTS 450
      21,5
    • Nvidia GTX 460
      21,5
    • AMD Radeon 7770
      21,0
    • ATi Radeon 5770
      20,5
    • ATi Radeon 5750
      18,0
    • Nvidia GT 240
      17,1
    • ATi Radeon 5570
      17,0
    • AMD Radeon 7750
      17,0
    • ATi Radeon 5670
      16,5
    • Nvidia GT 640
      15,0
    • Nvidia GTX 650
      15,0
    • Nvidia GT 430
      14,9
  • Vorhandener Platz:
    • Corsair Obsidian 550D
      45,2
      Hinweis: HDD-Käfig ausgebaut
    • CoolerMaster Silencio 650
      43,4
      Hinweis: HDD-Käfig ausgebaut
    • Fractal Design Define R4
      43,0
      Hinweis: HDD-Käfig ausgebaut
    • Cubitek Magic Cube AIO
      42,3
    • Lian Li PC-7HX
      40,0
    • NZXT Phantom 820
      37,5
    • In Win H-Frame
      35,0
    • Fractal Design Node 605
      32,0
      Hinweis: HDD-Käfige ausgebaut
Ewige Liste des verfügbaren Platzes für Grafikkarten

Testbetrieb und Messungen

Verwendetes Testsystem:

Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GA-S mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
Foxconn A88GM-Deluxe mit CPU und RAM
ATi Radeon HD 6850
ATi Radeon HD 6850
Corsair Dominator DDR3-1600
Corsair Dominator DDR3-1600
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Samsung SpinPoint F3 und Corsair Nova V32
Corsair AX750
Corsair AX750
Prozessorkühler
Prozessorkühler
Lamptron FC5 Lüftersteuerung
Lamptron FC5 Lüftersteuerung

Testverfahren:
Unsere Gehäusetests werden immer nach dem gleichen Prinzip durchgeführt. Detaillierte Informationen stehen in einem ComputerBase-Bericht [5] zur Verfügung.
Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von ATX- und µATX-Gehäusen gegeben. Lediglich die Temperaturen der ATX- und µATX-Mainboards sind zu unterschiedlich, um sie miteinander zu vergleichen.

Lautstärke

Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät SL-100“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahe zu kommen.

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Ruhewert:
    • Stille
      29,4
  • Vorne:
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      29,0
    • Fractal Design Define R4 (5 V)
      29,1
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      29,8
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      30,6
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      31,0
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      31,3
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      32,0
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      32,8
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      35,6
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      36,4
    • Cubitek Magic Cube AIO (12V)
      36,7
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      39,1
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      39,8
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      40,5
  • Hinten:
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      29,4
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      30,1
    • Fractal Design Define R4 (5 V)
      30,2
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      31,2
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      31,2
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      31,7
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      32,9
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      33,8
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      38,3
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      38,4
    • Cubitek Magic Cube AIO (12V)
      39,8
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      40,1
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      40,8
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      42,2
  • Links:
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      29,1
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      29,6
    • Fractal Design Define R4 (5 V)
      29,7
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      30,7
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      30,9
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      31,6
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      32,2
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      32,8
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      36,1
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      36,6
    • Cubitek Magic Cube AIO (12V)
      38,6
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      40,3
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      41,6
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      41,6
  • Rechts:
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      29,1
    • Fractal Design Define R4 (5 V)
      29,6
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      29,6
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      30,5
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      30,8
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      31,0
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      32,4
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      32,5
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      35,9
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      36,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (12V)
      37,1
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      37,8
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      40,7
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      41,6
  • Oben:
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      29,2
    • Fractal Design Define R4 (5 V)
      29,8
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      29,8
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      30,9
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      31,2
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      31,3
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      32,1
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      32,5
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      35,2
    • Cubitek Magic Cube AIO (12V)
      35,5
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      36,7
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      39,4
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      40,7
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      41,6

Zum wahren Problemkind wird das PC-7HX, sobald es um die Lautstärke des Gehäuses geht. Diese ist auch rein subjektiv bewertet bereits bei anliegenden 5 Volt deutlich wahrnehmbar und wird bei 12 Volt stark störend. Die mit 4,8 Volt sehr hohe Anlaufspannung der Lüfter verhindert zudem das weitere Herunterregeln über eine Lüftersteuerung, weswegen auch hierüber kein Ausweg in Sicht ist.

Mit durchschnittlich 32,6 Dezibel bei unserer 5-Volt-Messung gehört das Lian Li PC-7HX längst nicht zu den lautlosen Gehäusen. Die Ventilatoren und die Resonanzen der Datenträger sind deutlich aus dem System herauszuhören und verhindern insgesamt speziell für empfindliche Zeitgenossen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Bei der 12-Volt-Messung resultieren durchschnittlich 40,5 Dezibel, die aus unserer Sicht nicht mehr zumutbar sind.

Ewige Liste der Lautstärkeentwicklung

Temperatur

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System FurMark [6] im Xtreme-Burning-Modus absolvierte und dabei die Grafikkarte auf Temperatur gebracht wurde. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download) [7] im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Everest Ultimate Edition [8].

Systemtemperaturen
Angaben in °C
  • CPU:
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      31,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (12 V)
      36,0
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      37,0
    • In Win H-Frame (12 V)
      39,0
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      41,0
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      43,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      43,0
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      44,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      45,0
    • In Win H-Frame (5 V)
      46,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      46,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      48,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      50,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      52,0
    • Fractal Design Define R4 (5V )
      54,0
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      60,0
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      61,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      64,0
  • GPU:
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      48,0
    • In Win H-Frame (12 V)
      49,0
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      49,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (12 V)
      50,0
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      52,0
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      52,0
    • In Win H-Frame (5 V)
      54,0
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      55,0
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      56,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      56,0
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      58,0
    • Fractal Design Define R4 (5V )
      60,0
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      62,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      64,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      68,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      70,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      72,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      86,0
  • Mainboard:
    • In Win H-Frame (12 V)
      22,0
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      22,0
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      22,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (12 V)
      25,0
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      25,0
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      27,0
    • In Win H-Frame (5 V)
      27,0
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      27,0
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      28,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      30,0
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      33,0
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      33,0
    • Fractal Design Define R4 (5V )
      34,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      34,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      35,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      39,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      40,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      43,0
  • Festplatte:
    • In Win H-Frame (12 V)
      23,0
    • NZXT Phantom 820 (12 V)
      23,0
    • Lian Li PC-7HX (12 V)
      23,0
    • Lian Li PC-7HX (5 V)
      24,0
    • In Win H-Frame (5 V)
      25,0
    • NZXT Phantom 820 (5 V)
      25,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (12 V)
      26,0
    • Corsair Obsidian 550D (12 V)
      28,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      28,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • Fractal Design Define R4 (12 V)
      29,0
    • Cubitek Magic Cube AIO (5 V)
      29,0
    • CoolerMaster Silencio 650 (12 V)
      30,0
    • CoolerMaster Silencio 650 (5 V)
      31,0
    • Fractal Design Node 605 (12 V)
      31,0
    • Fractal Design Define R4 (5V )
      32,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      32,0
      Hinweis: Ummontierter Lüfter
    • Corsair Obsidian 550D (5 V)
      33,0
    • Fractal Design Node 605 (5 V)
      36,0

Die Werte der unterschiedlichen Temperaturmessungen fallen insgesamt gut bis sehr gut aus, was mitunter daran liegt, dass Aluminium die einzige Ausgangsbasis für das PC-7HX ist. So bleiben CPU mit 44 °C und GPU mit 55 °C bei 5 Volt anliegender Lüfterspannung schön kühl. Auch die beiden Messwerte für Mainboard und Festplatte fallen positiv aus.

Liegen 12 Volt an, kann das PC-7HX seine Kühlleistung nochmals ein Stück weit verbessern und mit angenehm kühlen Temperaturen überzeugen. So sind CPU und Pixelbeschleuniger in diesem Fall lediglich 37 °C und 49 °C warm. Dank des luftdurchlässigen Festplattenkäfigs wird die Festplatte sowohl bei 5, aber auch bei 12 Volt stark gekühlt und wird nicht wärmer als 24 beziehungsweise 23 °C.

Ewige Liste Systemtemperaturen

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme wurde gemessen, während sich nur das Netzteil im Gehäuse befand und die Lüfter respektive eventuelle Beleuchtungen mit Strom versorgte. Eine eventuell vorhandene Lüftersteuerung im Probanden wurde genutzt, allerdings auf Maximalstellung je einmal mit fünf und einmal mit zwölf Volt angesteuert. Die zusätzliche Lüftersteuerung aus dem Testsystem kam nicht zum Einsatz. Um den Eigenverbrauch des Netzteil aus dem Gesamtverbrauch des Gehäuses heraus zu rechnen, wurde vorher das Netzteil alleine vermessen. Das Ergebnis der Messung betrug etwa 4,5 Watt und wird bei jeder Messung im Gehäuse vom Gesamtverbrauch subtrahiert.

Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • Fractal Design Define R4
      0,6
    • Fractal Design Node 605
      0,6
    • Corsair Obsidian 550D
      1,1
    • CoolerMaster Silencio 650
      1,5
    • Lian Li PC-7HX
      2,3
    • NZXT Phantom 820
      3,1
    • Cubitek Magic Cube AIO
      5,8
  • 12 Volt:
    • Fractal Design Define R4
      3,7
    • Fractal Design Node 605
      4,0
    • CoolerMaster Silencio 650
      4,2
    • Corsair Obsidian 550D
      5,7
    • Lian Li PC-7HX
      6,2
    • Cubitek Magic Cube AIO
      9,4
    • NZXT Phantom 820
      10,2

Beträgt die Spannung der Ventilatoren 5 Volt, so verbrauchen alle drei zusammen 2,3 Watt. Dies ist ein Wert, der eher dem unteren Mittelfeld gerecht wird, aber nicht mit sehr sparsamen und effizienten Lüftern mithalten kann. Die 12-Volt-Messung zeigt einen Verbrauch von 6,2 Watt an. Auch hier gelingt dem PC-7HX keine Glanzleistung.

Fazit

Mit dem Lian Li PC-7HX konnten wir ein optisch schlichtes Aluminiumgehäuse testen, das jedoch in keiner Disziplin erstklassige Ergebnisse ablieferte. Die optionalen Expansion für zwei zusätzliche Lüfter in Kombination mit einem Slim-Radiator auf der Oberseite ist aus unserer Sicht eine sehr fragwürdige Lösung. Man muss keinen stark ausgeprägten Sinn für Ästhetik haben, um zu sehen, dass die Optik zu sehr unter dem Aufsatz leidet und den meisten potentiellen Käufern wohl ein Dorn im Auge ist. Bedenkt man weiterhin, dass die vorhandenen Lüfteröffnungen ohne Aufsatz nicht ohne Weiteres nutzbar sind, muss ganz klar nach dem Sinn und Nutzen für Kunden gefragt werden. Sie profitieren in keinster Weise davon, erwerben sie nicht auch zusätzlich die Expansion, die für viele unnötig ist.

Zwar erfüllen alle sonstigen Anbauten wie Staubfilter und Schnellverschlusssysteme der Preisklasse entsprechend ihren Zweck pflichtgemäß, sind in einigen Punkten jedoch von der Konkurrenz überholt worden. Die immer gleichen Montagesysteme und die nur wenig innovativen Entwicklungsprozesse im unteren Preissegment des Herstellers mögen böse Zungen schnell dazu verleiten, zu behaupten, Lian Li sei in der Entwicklung teils stehen geblieben.

In der Tat wenig überzeugend sind die von Werk aus verbauten hauseigenen Lüfter. Diese sind über den gesamten Spannungsbereich deutlich hörbar. Bei einer Anlaufspannung von 4,8 Volt muss man zudem damit rechnen, dass vereinzelte Ventilatoren unter ungünstigen Bedingungen gar nicht erst anlaufen.

Lian Li PC-7HX – Frontansicht
Lian Li PC-7HX – Frontansicht

Doch auch von der Verarbeitungsqualität des PC-7HX sind wir ein wenig enttäuscht, obwohl man sie weiterhin als gut bezeichnen kann. Die überstehenden Spaltmaße der Frontverkleidung, die sehr schlechte Verwindungssteifigkeit und die dünne Materialstärke überwiegen den ansonsten positiven Eindruck. Die Aluminiumoptik ist edel und unauffällig. Bedingt durch diese Umstände hält das Gehäuse leider kaum die durch Festplatten produzierten Resonanzen zurück, so dass ein nervendes Brummen entstehen kann. Auch die verbauten Entkopplungsmechanismen können keine Wunder mehr vollbringen.

Unterm Strich merkt man als Kunde teils sehr deutlich, dass es sich beim PC-7HX um eine Sparversion handelt. Das PC-7HX ist derzeit für etwas über 90 Euro gelistet [9], was im Bezug auf die gebotene Leistung und im Vergleich der Verarbeitungsqualität zu anderen Produkten wie zum Beispiel dem Fractal Design R4 [10] in dieser Preisklasse, nicht angemessen erscheint, auch wenn es sich um ein recht günstiges Aluminium-Gehäuse von Lian Li handelt und das Define R4 aus Stahl gefertigt ist. Das kann Lian Li besser, wenn auch teurer – sie haben es schließlich oft genug bewiesen!

Preisvergleich

Neben der im Innenraum komplett schwarz lackierten Version PC-7HX [9] gibt es das PC-7HB [11], welches keine Lackierung im Inneren aufweist. Das PC-7HA [12] ist die silber eloxierte Ausgabe. Die beiden letztgenannten Modelle kosten mit rund 85 Euro aktuell etwas über sechs Euro weniger als das erstgenannte.

URL-Liste

  1. http://www.computerbase.de/2012-09/lian-li-kuendigt-den-zug-pc-ck101-offiziell-an/
  2. http://www.caseking.de/shop/catalog/
  3. http://www.lian-li.com/v2/en/product/product06.php?pr_index=634&cl_index=2&sc_index=34&ss_index=36&g=f
  4. http://www.lian-li.com/v2/en/product/product06.php?pr_index=425&cl_index=2&sc_index=33&ss_index=94&g=f
  5. http://www.computerbase.de/2011-03/bericht-gehaeusetests-2011/
  6. http://www.geeks3d.com/20100419/tool-furmark-1-8-2-available/
  7. http://www.computerbase.de/downloads/system/prime95/
  8. http://www.computerbase.de/downloads/system/everest/
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/854476
  10. http://www.computerbase.de/2012-08/test-fractal-design-define-r4/
  11. http://www.computerbase.de/preisvergleich/854470
  12. http://www.computerbase.de/preisvergleich/854473