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Test: Samsung Galaxy S III mini

von Nicolas La Rocco

Vorwort

Nachdem Samsung mit dem Galaxy S III und Note II zuletzt eher auf Smartphones mit großen Displays setzte, bieten die Südkoreaner das aktuelle Flaggschiff nun in einer verkleinerten Variante mit einem immer noch vier Zoll großen Display an. Mit Samsungs Worten „Das starke Kleine“ soll das Gerät in die Fußstapfen des großen Bruders treten, dabei aber weniger Platz in der Hosentasche einnehmen. Schon rein äußerlich wirkt das Galaxy S III mini wie eine zu heiß gewaschene Ausführung des größeren Modells.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Dadurch, dass Samsung den Galaxy-Namen des High-End-Geräts auch hier verwendet, deutet auf den ersten Blick neben der optischen Gleichheit auch vieles auf ähnlich gute Werte im technischen Bereich hin. Hier täuscht der Name aber, denn Samsung verbaut in dem Gerät Hardware, die eher auf dem Niveau des Galaxy S II liegt. Quad-Core-Prozessor, 720p-Display und die Full-HD-Kamera wurden von der Feature-Liste gestrichen und gegen auf dem Papier deutlich schwächere Komponenten ausgetauscht.

Was ist also am Ende übrig geblieben? Laut Datenblatt nicht viel mehr als man es bereits aus der Mittelklasse gewohnt ist. Kann das Smartphone trotzdem noch seinem Namen gerecht werden und für Furore im mittleren Preissegment sorgen? Dieser Frage werden wir uns im Test annehmen und die Stärken und Schwächen des Geräts aufdecken.

Wir danken dem Online-Shop getgoods [1] für die freundliche Teststellung. Das Samsung Galaxy S III mini ist dort in Weiß und mit acht Gigabyte Speicher für 308 Euro erhältlich [2].

Spezifikationen & Lieferumfang

Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini (GT-i8190)
OS: Android 4.1.1
Display: 4,0 Zoll
480 × 800 Pixel (233 ppi)
S-AMOLED, Kapazitiv
Bedienung: Touch
SoC:
CPU:
GPU:
STE NovaThor U8420
Dual-Core, 1 GHz
ARM Mali 400 MP
Arbeitsspeicher: 1.024 MB
Speicher: 8 oder 16 GB
erweiterbar per microSD-Karte bis zu 32 GB
Mobilfunkstandards: GSM/GPRS/EDGE
UMTS/HSPA (bis zu 14,4 MBit/s im Down-, 5,76 MBit/s im Upstream)
Weitere Übertragungsstandards: WLAN 802.11b/g/n (2,4 und 5 GHz)
Bluetooth 4.0
Micro-USB 2.0
Hauptkamera: 5 Megapixel
LED-Blitz, Autofokus
Videoaufnahmen mit 1.280 × 720 Pixeln
Frontkamera: 0,3 Megapixel
Akku: 1.500 mAh, wechselbar
Abmessung: 122 × 63 × 9,9 mm
Gewicht: 112,5 Gramm
SAR-Wert: 0,52 W/kg
Lieferumfang: Ladegerät (5V, 0,7 A), Micro-USB-Kabel, Headset, Kurzanleitung

Galaxy S III mini im Überblick

Design & Verarbeitung

Wie bereits angesprochen sieht das Galaxy S III mini seinem großen Bruder sehr ähnlich, folglich wurde das Gerät im Testalltag von dem ein oder anderen Betrachter auch als „normales“ S III wahrgenommen. Auch beim kleinen Modell setzt Samsung abgesehen vom Display auf die bereits gewohnte Nutzung von viel Kunststoff. Dies sorgt zwar für ein niedriges Gewicht von nur knapp über 112 Gramm, doch hinterlässt das Smartphone damit nach dem ersten Anfassen gemischte Gefühle.

Als minderwertig oder billig lässt sich das Gehäuse zwar nicht beschreiben, doch greifen andere Hersteller auf deutlich hochwertigere Materialien zurück. Wie im KFZ-Bereich gibt es auch bei Smartphones hochwertige und weniger hochwertige Kunststoffe, wobei das Galaxy S III mini zu letzterem gehört. Auch wenn sich über die Materialwahl gut streiten lässt, in bestimmten Preisbereichen sollte der Käufer eine gewisse Güte erwarten dürfen.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Abseits dieser Rüge kann man Samsung aber nicht unterstellen, dass die verwendeten Teile nicht akkurat zusammengesetzt wurden. Im Alltag knarzte das Gehäuse zu keiner Zeit und auch die hintere Abdeckung überstand ein mehrmaliges Auseinandernehmen ohne Blessuren. Diese kann durch einen kleinen Schlitz am Kopfende des Telefons entfernt werden, so dass auf den Akku sowie die microSD- und SIM-Karte zugegriffen werden kann. Bei letztgenannter setzt Samsung auf eine Karte mit normaler Größe und nicht auf eine Micro-Variante. An der Oberseite des Geräts befindet sich außerdem die 3,5-mm-Buchse für die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer, die mit mehreren Aufsätzen an das Ohr angepasst werden können.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Wie bei Samsungs Smartphones üblich befindet sich auf der linken Seite des matt silbernen Rahmens, der sich um das gesamte Gerät zieht, die Wippe zur Einstellung der Lautstärke und auf der rechten Seite der An-/Aus-Schalter. Beide Knöpfe liegen minimal locker im Gehäuse, haben aber einen angenehmen Druckpunkt. Sicher und fest sitzt aber der unter dem Display platzierte Home-Button, der allerdings recht klein ausfällt und etwas verzögert auslöst. Gewohnt ist man auch die jeweils daneben liegenden Sensor-Tasten für die Befehle „Menü“ und „Zurück“. Am unteren Ende des Gerätes befindet sich mittig platziert eine Micro-USB-Buchse und daneben das Mikrofon.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Handelt es sich beim Galaxy S III mini also um den klassischen „Plastikbomber“? Mit stereotypischen Vorurteilen sollte man die Sache nicht angehen, doch in gewisser Hinsicht trifft diese Aussage zu. Denn das sehr glatte Äußere lässt wenig Luxus-Flair aufkommen und ist zudem sehr rutschig. Auf der anderen Seite verbaut Samsung das Gebotene akkurat, ermöglicht einen Wechsel des Akkus und bei zunehmenden Gebrauchsspuren kann die Rückseite zudem jederzeit problemlos getauscht werden. Das Fazit im Bereich Design und Verarbeitung fällt dementsprechend gemischt aus. Insgesamt weiß die ideenlose Zusammenstellung aus Kunststoff aber nicht recht zu gefallen. Persönliche Präferenzen lassen jedoch ein anderes Fazit zu.

Display

Wie so oft bei AMOLED-Display strahlt die Anzeige den Betrachter beim ersten Anschalten förmlich an, denn Farben wirken sehr intensiv und auch der Kontrast kann sofort überzeugen. Das alles sind Standardmerkmale der verbauten Technik, wobei erstgenannte Eigenschaft zwar sehr brillant wirkt, aber auch weit von einer natürlichen Darstellung entfernt ist. Das Display bietet mit vier Zoll und 480 × 800 Bildpunkten die exakt gleiche Diagonale und Auflösung wie das erste Galaxy S. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 233 ppi, was nicht mehr ganz zeitgemäß erscheint. Samsung bleibt jedoch kaum eine andere Wahl, da das Unternehmen bei seinen Produkten keine Zwischengröße in Sachen Auflösung anbietet. Als nächste Stufe folgen nur die 720p-Displays, so dass der Abstand zur High-End-Liga nicht mehr gegeben wäre.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Auch in diesem Gerät setzt Samsung auf eine oftmals in die Kritik geratene PenTile-Matrix, die zwar minimal erkennbar ist, aber bei vier Zoll nicht dramatisch schlecht ausfällt. Allerdings mangelt es dem Gerät schon beim ersten „Rumspielen“ etwas an Helligkeit, was in geschlossenen Räumen noch in Ordnung geht. Im Außeneinsatz haben wir für eine gute Ablesbarkeit oft die maximale Stufe eingestellt, nicht untypisch für die Super-AMOLED-Technik.

Display-Helligkeit
 Helligkeit max.:
LG Optimus 4X HD
548
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.200
Apple iPhone 5
544
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.800
BlackBerry Curve 9320
463
Hinweis: Weißpunkt: ca. 7.000
Sony Xperia T
450
Sony Xperia S
449
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.500
HTC One X+
428
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.000
HTC One X
411
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.800
Sony Xperia U
411
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.000
Sony Xperia Sola
403
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.600
HTC One V
360
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.700
Nokia Lumia 920
356
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
Samsung Galaxy Beam
332
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.500
HTC 8X
330
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.800
Nokia Lumia 610
327
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.220
Samsung Galaxy S III mini
319
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.900
Nokia Lumia 820
314
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.800
HTC Desire C
284
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.300
HTC Desire X
284
Hinweis: Weißpunkt: ca. 8.100
Huawei Ascend G300
283
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.900
Huawei Ascend P1
278
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.500
HTC One S
269
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.400
Samsung Galaxy S III
235
Hinweis: Weißpunkt: ca. 7.000
Samsung Galaxy Note II
222
Hinweis: Weißpunkt: ca. 6.800
Motorola Razr i
215
Hinweis: Weißpunkt: ca. 5.900
Nokia 808
212
Hinweis: Weißpunkt: ca. 7.500
 Helligkeit min.:
Apple iPhone 5
4
Sony Xperia S
5
HTC Desire C
10
Samsung Galaxy Beam
12
HTC Desire X
12
Sony Xperia T
12
HTC One X
16
HTC One V
16
Samsung Galaxy Note II
16
Huawei Ascend P1
17
HTC One X+
18
Samsung Galaxy S III
19
HTC One S
20
Motorola Razr i
20
Nokia Lumia 610
23
Nokia 808
35
LG Optimus 4X HD
36
Samsung Galaxy S III mini
41
Huawei Ascend G300
44
HTC 8X
45
Hinweis: Stufe „niedrig“
Sony Xperia Sola
46
Sony Xperia U
53
Nokia Lumia 920
57
Hinweis: Stufe „niedrig“
Nokia Lumia 820
83
Hinweis: Stufe „niedrig“
BlackBerry Curve 9320
177
Display-Kontrast
 Kontrast:
HTC One S
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Samsung Galaxy S III
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Nokia 808
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Huawei Ascend P1
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Samsung Galaxy Note II
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Motorola Razr i
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Nokia Lumia 820
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Samsung Galaxy S III mini
5.000:1
Hinweis: OLED-Display
Samsung Galaxy Beam
2.231:1
HTC One V
1.384:1
Sony Xperia T
1.320:1
HTC One X+
1.304:1
HTC Desire X
1.290:1
HTC One X
1.245:1
Apple iPhone 5
1.208:1
LG Optimus 4X HD
945:1
Sony Xperia U
874:1
Sony Xperia Sola
857:1
HTC Desire C
788:1
Huawei Ascend G300
786:1
HTC 8X
733:1
Nokia Lumia 610
726:1
Nokia Lumia 920
693:1
BlackBerry Curve 9320
661:1
Sony Xperia S
415:1
Angaben in Kontrast
+ Anmerkungen zur Display-Betrachtung

Als optimalen Weißpunkt sehen wir D65 an, also eine Farbtemperatur von 6.500 Kelvin (K). Dies entspricht nach gängiger Definition einem mittlerem Tageslicht und ist der Weißpunkt der gängigen Farbräume sRGB und AdobeRGB. Eine Abweichung von einigen hundert bis etwa 1000 K ist bei Mobiltelefonen als noch akzeptabel anzusehen, einige Displays – bauartbedingt vor allem OLED-Modelle – liegen allerdings beim Weiß und noch mehr bei Grautönen oft im Bereich um 10.000 K, was bereits als deutlicher Blaustich wahrnehmbar ist. Sehr viele Displays von Smartphones und Notebooks treffen zwar den Weißpunkt von 6.500 K relativ genau, weichen aber bei Grautönen und anderen mittleren Farbtönen deutlich mit einem Blaustich ab. Vor allem bei gleichzeitigem Auftreten von Grau und Weiß ist diese ungleichmäßige Graubalance wahrnehmbar.

Gegenüber der LCD-Technik weisen OLED-Bildschirme einige Besonderheiten auf, die sich teilweise in unseren Messungen niederschlagen und erklärungsbedürftig sind. Zum einen ist das der bekanntermaßen hohe Kontrast, der bei OLED durch die selbstleuchtenden Pixel möglich ist – es gibt hier kein Backlight, welches durch das Panel mehr oder weniger stark abgedunkelt wird, sondern ein schwarz angesteuerter Pixel ist tatsächlich komplett schwarz und leuchtet nicht. Da das Kontrastverhältnis den Quotienten zwischen der Helligkeit von Weiß und Schwarz angibt, ergibt die Kontrastmessung bei OLED-Displays theoretisch eine Division durch Null und damit ein nicht definiertes Ergebnis – in der Praxis gibt es bei der Schwarzmessung immer eine gewisse Resthelligkeit durch Streulicht und ein Signalrauschen beim Messgerät, sodass Kontrastergebnisse im fünfstelligen Bereich entstehen. Da die Darstellung dieser Kontrastwerte im Balkendiagramm den irreführenden Eindruck erzeugen, der Kontrast wäre bei OLED sichtbar um viele Größenordnungen besser, haben wir uns entschieden als Kontrast maximal 5000:1 darzustellen und auf diese Erklärung zu verweisen. Im Alltag ist der Unterschied allenfalls in sehr dunklen Umgebungen deutlich wahrnehmbar, bei Tageslicht sind Faktoren wie die Reflexionen der Displayoberfläche wesentlich wichtiger.

Die zweite Besonderheit ist die beim derzeitigen Stand der Technik verhältnismäßig geringe Lebensdauer der blauen Leuchtelemente bei OLED-Displays. Dies veranlasst die Hersteller dazu, zur Steigerung der Lebensdauer bei einigen Displays die klassische RGB-Subpixelmatrix durch alternative Anordnungen abzulösen. Bekannt ist dabei beispielsweise Samsungs „PenTile“-Matrix, deren Hauptmerkmal die Vergrößerung der blauen und roten Subpixel ist – allerdings bei gleichzeitiger Halbierung ihrer Anzahl. Das bedeutet, dass bei gleicher Nennauflösung diese Displays eine geringere Anzahl von Subpixeln aufweisen als Displays mit der bewährten RGB-Matrix. Jeder Pixel verfügt weiterhin über seinen eigenen grünen Subpixel, teilt sich aber den jeweiligen roten und blauen Subpixel mit seinem Nachbarpixel. Das ganze führt bei gleicher Nennauflösung zu einer geringeren tatsächlichen Auflösung und an Kontrastkanten zu Farbsäumen, die vor allem die Lesbarkeit von Text deutlich verringern können.

Nach den gewonnenen subjektiven Eindrücken sortiert sich das S III mini bei den gemessenen Werten im Mittelfeld der Skala ein. Dabei bietet die Anzeige 319 cd/m² bei maximaler Helligkeit, wobei diese je nach Anwendungsbereich respektive Bildschirminhalt aufgrund der eingesetzten Technologie auf unter 200 cd/m² fallen kann. Erneut zeigt sich, dass es Super-AMOLED-Displays aufgrund ihrer Technik grundsätzlich schwer haben, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Die weniger relevante minimale Helligkeit sortiert sich ebenfalls im Mittelfeld der Rangliste ein.

Wirklich positive Eindrücke hinterlässt das Display also nur beim Kontrast und seinem exzellenten Schwarzwert, wobei beides keine Alleinstellungsmerkmale des Galaxy S III mini sind. Dies verkörpert jedes AMOLED-Display, was dazu führt, dass der Bildschirm insgesamt etwas hinter den Erwartungen bleibt. Die maximale Helligkeit liegt zwar rein theoretisch auf einem guten Niveau, wird jedoch nicht immer erreicht.

Performance & Oberfläche

Beim Galaxy S III mini hat sich Samsung für einen eher selten verbauten SoC aus dem Hause ST-Ericsson entschieden. Dieser trägt den Namen NovaThor U8420 und wird aktuell nur im S III mini verbaut. Auf Nachfrage bei ST-Ericsson bescheinigte man uns aber die gleichen technischen Daten wie beim NovaThor U8500, der zum Beispiel auch im Samsung Galaxy S Advance oder Xperia go, P, Sola und U von Sony verbaut wird.

Dementsprechend stehen auch hier zwei Kerne mit jeweils 1,0 Gigahertz und eine Mali-400-MP-GPU zur Verfügung. Dem Prozessor steht außerdem ein Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Rein auf dem Papier also typische Mittelklasse-Hardware, doch wie schlägt sich die Kombination in der Praxis? Insgesamt gesehen ist das System im Alltag sehr zügig unterwegs, nur vereinzelt kam es während der Bedienung zu Rucklern. Die kurzen Denkpausen zeigten sich in verschiedensten Situationen unabhängig vom Anwendungsbereich, waren aber nicht immer reproduzierbar und eher zufälliger Natur.

Smartbench 2011 (Produktiv)
HTC One X (Android 4.0.3)
6.458
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
6.223
HTC One X+ (Android 4.1.1)
6.150
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
5.357
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
5.087
HTC One S (Android 4.0.3)
4.860
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
4.697
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
4.687
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
4.294
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
3.683
HTC Desire X (Android 4.0.4)
3.630
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
3.095
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
3.058
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
2.753
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
2.620
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
2.446
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
1.630
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
1.395
HTC One V (Android 4.0.3)
1.275
HTC Desire C (Android 4.0.3)
872
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
0
Hinweis: Programmabsturz
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
0
Hinweis: Programmabsturz
Angaben in Punkten
Smartbench 2011 (Games)
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
2.849
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
2.786
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
2.759
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
2.753
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
2.743
HTC One X (Android 4.0.3)
2.718
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
2.700
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
2.516
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
2.349
HTC One X+ (Android 4.1.1)
2.338
HTC One S (Android 4.0.3)
2.275
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
2.244
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
2.239
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
2.140
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
2.050
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
1.759
HTC Desire X (Android 4.0.4)
1.586
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
1.525
HTC One V (Android 4.0.3)
1.251
HTC Desire C (Android 4.0.3)
1.027
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
0
Hinweis: Programmabsturz
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
0
Hinweis: Programmabsturz
Angaben in Punkten
Geekbench
 Insgesamt:
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
1.959,0
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
1.843,0
Hinweis: Referenzwert
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
1.835,0
HTC One X (Android 4.0.3)
1.729,0
Hinweis: Referenzwert
Apple iPhone 5 (iOS 6)
1.651,0
HTC One X+ (Android 4.1.1)
1.551,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
1.328,0
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
1.222,0
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
997,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
749,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
681,0
 Integer:
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
1.694,0
Hinweis: Referenzwert
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
1.664,0
HTC One X (Android 4.0.3)
1.539,0
Hinweis: Referenzwert
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
1.524,0
HTC One X+ (Android 4.1.1)
1.324,0
Apple iPhone 5 (iOS 6)
1.268,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
1.019,0
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
955,0
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
809,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
595,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
518,0
 Floating Point:
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
3.052,0
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
2.748,0
Hinweis: Referenzwert
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
2.720,0
HTC One X (Android 4.0.3)
2.588,0
Hinweis: Referenzwert
HTC One X+ (Android 4.1.1)
2.356,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
2.145,0
Apple iPhone 5 (iOS 6)
2.112,0
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
1.748,0
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
1.158,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
1.051,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
939,0
 Memory:
Apple iPhone 5 (iOS 6)
1.872,0
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
1.398,0
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
1.304,0
HTC One X (Android 4.0.3)
1.269,0
Hinweis: Referenzwert
HTC One X+ (Android 4.1.1)
1.202,0
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
1.195,0
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
1.152,0
Hinweis: Referenzwert
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
1.055,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
1.013,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
766,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
702,0
 Stream:
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
976,0
Apple iPhone 5 (iOS 6)
938,0
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
708,0
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
586,0
Hinweis: Referenzwert
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
556,0
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
371,0
HTC One X (Android 4.0.3)
314,0
Hinweis: Referenzwert
HTC Desire X (Android 4.0.4)
308,0
HTC One X+ (Android 4.1.1)
232,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
201,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
186,0
Angaben in Punkten
Linpack for Android (Single)
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
110,162
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
105,100
HTC One S (Android 4.0.3)
102,000
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
101,370
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
62,000
HTC One X+ (Android 4.1.1)
58,299
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
58,097
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
56,500
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
54,820
HTC One X (Android 4.0.3)
52,100
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
51,230
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
48,236
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
44,710
HTC Desire X (Android 4.0.4)
44,640
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
42,426
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
42,106
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
41,812
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
36,274
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
34,585
HTC One V (Android 4.0.3)
33,580
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
23,520
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
19,680
HTC Desire C (Android 4.0.3)
15,100
Angaben in MFLOPS
Linpack for Android (Multi)
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
206,953
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
202,900
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
189,940
HTC One S (Android 4.0.3)
186,000
HTC One X+ (Android 4.1.1)
162,024
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
146,794
HTC One X (Android 4.0.3)
132,500
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
132,340
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
115,000
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
111,258
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
108,600
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
89,810
HTC Desire X (Android 4.0.4)
77,017
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
72,817
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
70,219
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
65,660
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
58,687
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
45,377
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
33,046
HTC One V (Android 4.0.3)
29,070
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
21,800
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
18,100
HTC Desire C (Android 4.0.3)
13,500
Angaben in MFLOPS
CF-Benchmark
 CF-Benchmark:
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
14.730
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
13.940
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
13.915
HTC One X+ (Android 4.1.1)
13.909
HTC One X (Android 4.0.3)
13.694
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
13.545
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
12.612
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
12.326
HTC One S (Android 4.0.3)
9.517
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
9.377
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
6.961
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
6.953
HTC Desire X (Android 4.0.4)
5.394
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
5.393
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
4.927
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
4.899
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
4.524
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
3.202
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
3.170
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
2.809
HTC One V (Android 4.0.3)
2.585
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
2.199
HTC Desire C (Android 4.0.3)
1.925
Angaben in Punkten
GLBenchmark
 GLBenchmark 2.1 Egypt (offscreen):
Apple iPhone 5 (iOS 6)
147,0
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
99,0
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
67,0
HTC One X (Android 4.0.3)
64,0
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
62,0
HTC One S (Android 4.0.3)
56,0
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
54,0
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
33,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
23,0
HTC One V (Android 4.0.3)
20,0
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
20,0
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
19,0
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
19,0
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
19,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
16,0
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
7,0
HTC Desire C (Android 4.0.3)
6,0
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
1,2
 GLBenchmark 2.5 Egypt HD (C24Z16, 1080p):
Apple iPhone 5 (iOS 6)
29,0
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
17,0
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
15,3
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
15,1
Hinweis: Referenzwert
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
15,0
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
15,0
HTC One X (Android 4.0.3)
13,6
Hinweis: Referenzwert
HTC One S (Android 4.0.3)
13,6
Hinweis: Referenzwert
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
12,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
12,0
HTC One X+ (Android 4.1.1)
11,0
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
11,0
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
2,9
HTC Desire X (Android 4.0.4)
0,0
Hinweis: Programmabsturz
SunSpider 0.9.1
Nokia Lumia 820 (Windows Phone 8)
906,5
Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
910,4
Apple iPhone 5 (iOS 6)
923,6
HTC One X+ (Android 4.1.1)
1.013,6
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
1.015,0
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
1.041,3
Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
1.175,6
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
1.180,6
HTC Desire One XL (Android 4.0.4)
1.205,5
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
1.409,0
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
1.764,0
HTC One S (Android 4.0.3)
1.849,0
HTC One X (Android 4.0.3)
1.884,0
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
1.897,0
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
1.912,8
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
1.989,0
HTC Desire X (Android 4.0.4)
2.120,1
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
2.713,2
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
2.807,5
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
3.017,2
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
3.034,4
HTC One V (Android 4.0.3)
3.285,0
Nokia 808 (Symbian Belle FP 1)
4.712,4
BlackBerry Curve 9320 (BB OS 7.1)
6.483,0
HTC Desire C (Android 4.0.3)
7.707,0
Nokia Lumia 610 (Windows Phone 7.5)
11.490,0
Angaben in Millisekunden
BrowserMark 2.0
Apple iPhone 5 (iOS 6)
2.457
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
1.970
HTC One X+ (Android 4.1.1)
1.702
Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
1.671
Nokia Lumia 820 (Windows Phone 8)
1.632
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
1.615
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
1.610
Huawei Ascend Y 201 Pro (Android 4.0)
894
Sony Xperia J (Android 4.0.4)
761
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
695
Angaben in Punkten
Google V8 (Rev. 3)
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
1.378
Apple iPhone 5 (iOS 6)
1.211
Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
760
Nokia Lumia 820 (Windows Phone 8)
757
Angaben in Punkten
+ Anmerkungen zur Leistungsbetrachtung

Grundsätzlich sei dazu auch in diesem Fall zunächst vermerkt, dass wir dem Thema „Benchmarks“ im Bereich der Smartphones mit Skepsis gegenüberstehen und das nicht nur, weil die Aussagekraft von (synthetischen) Benchmarks selbst in einer homogenen Geräte-Gruppe mit gleichem Betriebssystem zumindest diskussionswürdig ist. Hinzu kommt, dass eine effektive Messung über die unterschiedlichen Plattformen methodisch schwierig ist – ein weiterer Faktor, der verstärkend zu der Feststellung beiträgt, dass die hier wie anderswo präsentierten Ergebnisse nur als Richtwert, nicht aber als ultimativ-objektive Darstellung der Realität angesehen werden müssen.

Die Auswahl der Benchmarks leitet sich wie gewohnt nicht nur von der Beliebtheit, sondern auch von den Schwerpunkten ab: Während Smartbench und CF-Bench auf die Gesamt- und GLBenchmark auf die GPU-Performance abzielen, ermittelt Linpack die pure Rechenpower und SunSpider und BrowserMark zielen auf die Performance des Browsers ab, sodass alle relevanten Aspekte abgedeckt werden. Gelistet werden fast ausschließlich Geräte, die einem Test unterzogen wurden.

Gemessen wurde gleich nach der ersten Geräte-Einrichtung, wobei aus jeweils drei Messungen je Benchmark der schnellste Wert in die Wertung einfließt. Nach der Installation der Benchmarks wurde das Gerät neugestartet und für einige Minuten im Idle belassen; zwischen den Durchläufen je Benchmark wurde das Gerät ebenfalls jeweils neugestartet.

Auch wenn sich über die Aussagekraft von Benchmarks für Smartphones streiten lässt, bestätigen diese den Eindruck eines etwas schwach ausgestatteten Geräts. Zum Teil günstigere Telefone schaffen es vor dem Galaxy S III mini zu landen. In den Benchmarks zeigt sich, dass andere Dual-Core-SoCs mehr Leistung zur Verfügung stellen. Ein eindeutiges Performance-Fazit zu ziehen, fällt trotzdem schwer. Im Alltag liegt die Geschwindigkeit gefühlt nämlich weit über den Benchmark-Ergebnissen. Die kleinen Ruckler muss Samsung in Zukunft aber abstellen. In der preislich gehobenen Mittelklasse sollte das nicht passieren.

Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche

Die leichten Ruckler könnten auf die sehr aufwendige Nature-UX-Oberfläche zurückzuführen sein. Keine andere Android-Oberfläche ist durchgehend so stark nachbearbeitet worden, wie es Samsung mit Nature UX (früher TouchWiz) vollzieht. An allen Ecken und Enden bietet das System zusätzliche Einstellungen, die nicht in einem „Original“-Android zu finden sind. Jedes Untermenü hat hier gefühlt die doppelte Anzahl an Einträgen, was das gesamte Betriebssystem überfrachtet erscheinen lässt. Samsung Grundgedanke, eine sehr umfangreiche und einzigartige Oberfläche hübsch verpacken zu wollen, lässt sich erkennen, doch hinterlassen einige Funktion den Eindruck, dass auf Technik-Spielerei gesetzt wird. Wirklich nützlich und interessant sind nur wenige Funktion wie zum Beispiel „Smart Stay“, das ein Abdunkeln des Bildschirms verhindert, solange die vordere Kamera Kontakt mit den Augen hat. Auch die Video-Overlay-Funktion kam des Öfteren zum Einsatz und stellte sich dabei als durchaus nützlich heraus. Schüttel- und Klopf-Gesten am Gerät wollten nicht recht überzeugen und auch S-Voice wirkt immer noch wie eine wenig überzeugende Kopie von Apples Siri.

Samsung Galaxy S III mini Vergleich Übersetzung
Samsung Galaxy S III mini Vergleich Übersetzung
Samsung Galaxy S III mini Vergleich Übersetzung

Die kunterbunte Oberfläche kann definitiv gefallen, denn sie liegt fernab von Googles ursprünglichem und sehr minimalistischem Design. Zusätzliche Funktionen sind jedoch nicht immer sinnvoll gelöst worden und viele Menüs wirken überfrachtet. Erfreulicherweise kommt das Gerät ab Werk mit Android 4.1.1 „Jelly Bean“ auf den Markt, so dass die quasi aktuellste Version abseits der Nexus-Geräte zum Einsatz kommt. Wann und ob das S III mini wie das S III und Note II, für die es bereits angekündigt wurde, in den Genuss von Android 4.2 kommen wird, steht noch nicht fest.

Multimedia

Zugegebenermaßen erlauben die aktuellen Lichtverhältnisse in Deutschland keine prachtvollen Bilder, trotzdem lassen sich die Auffälligkeiten der Kamera dokumentieren. Betrachtet man die Bilder bei 100 Prozent Größe, so fällt insgesamt auf, dass Bildelemente ineinander verschwimmen, es zur Blöckchenbildung kommt und dass immer ein leichtes Bildrauschen vorhanden ist. Bei Nahaufnahmen konnte die Kamera nicht immer korrekt fokussieren, was sich in Unschärfe bemerkbar macht. Zoomt man etwas aus dem Geschehen raus und betrachtet die Bilder in einem kleineren Format, so machen sich die Probleme weniger stark bemerkbar.

Samsung Galaxy S III mini Kamera
Samsung Galaxy S III mini Kamera (Original-Download)
Samsung Galaxy S III mini Kamera
Samsung Galaxy S III mini Kamera
Samsung Galaxy S III mini Kamera (Original-Download)
Samsung Galaxy S III mini Kamera
Samsung Galaxy S III mini Kamera (Original-Download)
Samsung Galaxy S III mini Kamera
Samsung Galaxy S III mini Kamera (Original-Download)

Die Probleme verstärken sich dramatisch, wenn auf die vordere Kamera zurückgegriffen wird. Diese produziert nochmals deutlich dunklere und verwaschenere Bilder. Selbst für eine Frontkamera sind das relativ schlechte Ergebnisse.

Samsung Galaxy S III mini Frontkamera
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera (Original-Download)
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera (Original-Download)
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera
Samsung Galaxy S III mini Frontkamera (Original-Download)

Die bisher gewonnenen Eindrücke der Kamera lassen sich auch auf das bewegte Bild anwenden. Grundsätzlich reicht die Qualität für kurze Videos, denn 720p-Auflösung ist für solche Zwecke oftmals ausreichend. Je nach Lichteinfall kommt es zu Schwankungen bei den Farben. Insgesamt mangelt es dem Video an Detail, wobei bei nur fünf Megapixeln kaum bessere Ergebnisse zu erwarten waren. Etwas mehr hätte es aber schon sein können.

Video „Samsung Galaxy S III mini Testvideo

Im weiteren multimedialen Bereich konnte zum Beispiel der installierte Video-Player mit einer Vielzahl von Formaten umgehen. Auch im Audio-Bereich liefert Samsung einen ordentlichen Player und ein ansehnliches Aufnahme-Programm. Das Mikrofon konnte hier überzeugen. Die In-Ear-Kopfhörer konnten dank mehrerer Aufsätze sehr gut an das Ohr angepasst werden. Bei der Klangqualität müssen aber Abstriche gemacht werden. Insgesamt klingen die Ohrhörer deutlich zu flach und blechern. Beim Surfen mit Samsungs vorinstalliertem Browser kam nicht immer Freude auf, was aber mehr an der geringen Auflösung des Displays lag. Beim Betrachten von Webseiten, die keine mobile Ansicht bieten, muss ein ständiges Scrollen und Zoomen in alle Richtungen durchgeführt werden. Ansonsten konnte der Browser aber auch mit nützlichen Funktionen wie einem einhändigen Zoom überzeugen. Flash wird unter der aktuellen Android-Plattform offiziell nicht mehr unterstützt.

Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche
Samsung Galaxy S III mini Oberfläche

Für kurze Notizen steht Samsungs Memo-App zur Verfügung. Des Weiteren installiert Samsung eigene Dienste für Apps und Filme, wobei hier genauso auf das große Sortiment von Google Play zurückgegriffen werden kann. Außerdem installiert Samsung den WhatsApp-ähnlichen Messenger ChatOn. Ansonsten wird sich, was vorinstallierte Programme betrifft, angenehm zurückgehalten. Bei nur etwa vier Gigabyte Speicher für den Benutzer eine gute Entscheidung.

Kommunikation

Samsung lässt das Galaxy S III mini mit maximal 14,4 MBit/s Daten übertragen. Die HSPA+-Klassen mit 21,1 MBit/s und mehr lässt man also aus, was im direkten Vergleich zum Galaxy Nexus oder Galaxy S II etwas mager erscheint. Die Sparmaßnahme hat etwas längere Download-Zeiten im Alltag zur Folge. Außerdem fehlen die UMTS-Frequenzen mit 850 und 1.700 MHz, was vor allem Länder in Mittel- und Südamerika betrifft. Folglich ist das S III mini in diesem Bereich nur ein Triband-Gerät. Mit 850, 900, 1800 und 1900 MHz werden aber alle gängigen GSM-Bänder unterstützt.

W-LAN wird in den üblichen Klassen 802.11a/b/g/n mit 2,4 GHz und sogar 5 GHz realisiert und auch Bluetooth steht in der aktuellsten Version 4.0 zur Verfügung. NFC ist nur optional erhältlich. DLNA funktionierte – wenn auch nicht verwunderlich – im Zusammenspiel mit einem Samsung Blu-ray-Player einwandfrei.

Probleme mit der Sprachqualität oder sogar Abbrüche traten im Alltag nicht auf. Die oftmals genutzte Freisprechfunktion konnte auch aus Distanz noch überzeugen. Verbindungen wurden stets zügig aufgebaut und auch die Person gegenüber konnte keine negativen Einflüsse auf das Gespräch feststellen.

Laufzeiten

Trotz des relativ kleinen Akkus mit 1.500 mAh (5,7 Wh) erreicht das Galaxy S III mini im Video-Dauertest mit knapp sieben Stunden einen respektablen Platz im oberen Mittelfeld. Es darf dabei aber nicht die schwankende Maximalhelligkeit des Displays außer Acht gelassen werden. Die Geräte im direkten Umfeld meistern ihre Laufzeit zum Teil bei einer höheren Helligkeit. So ist es nicht verwunderlich, dass das S III mini an den Laufzeiten der Oberklasse kratzt, wobei aber auch der Stromverbrauch des AMOLED-Displays seinen Teil dazu beisteuert. Bei 200 cd/m² verlängert sich die Laufzeit nur geringfügig.

Video-Dauertest
 720p Dauertest, max. Helligkeit:
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
8:26
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
7:34
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
7:08
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
7:00
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
6:54
HTC Desire C (Android 4.0.3)
6:53
Apple iPhone 5 (iOS 6)
6:51
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
6:42
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
6:28
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
6:18
HTC One S (Android 4.0.3)
6:08
HTC One X+ (Android 4.1.1)
5:58
HTC Desire X (Android 4.0.4)
5:51
HTC One V (Android 4.0.3)
5:30
Nokia 808 (Symbian Belle FP 1)
5:30
Nokia Lumia 820 (Windows Phone 8)
5:07
HTC One X (Android 4.0.3)
4:31
HTC 8X (Windows Phone 8)
4:30
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
4:29
Nokia Lumia 610 (Windows Phone 7.5)
4:23
Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
4:15
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
4:12
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
3:35
Sony Xperia T
3:20
Sony Xperia S (Android 2.3.7)
3:20
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
3:20
BlackBerry Curve 9320 (BB OS 7.1)
2:05
 720p Dauertest, 200 cd/m²:
Motorola Razr i (Android 4.0.4)
8:26
HTC One X+ ES (Android 4.1.1)
7:58
HTC Desire C (Android 4.0.3)
7:55
Huawei Ascend G300 (Android 2.3.6)
7:45
Apple iPhone 5 (iOS 6)
7:16
Samsung Galaxy S III mini (Android 4.1.1)
7:16
HTC One X+ (Android 4.1.1)
7:15
Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3)
7:12
Samsung Galaxy Note II (Android 4.1.1)
7:08
Nokia Lumia 820 (Windows Phone 8)
7:02
Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
6:53
Nokia Lumia 610 (Windows Phone 7.5)
6:40
HTC Desire X (Android 4.0.4)
6:24
Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
6:17
Sony Xperia T
5:46
Sony Xperia T (Android 4.0.4)
5:46
Samsung Galaxy Beam (Android 2.3.6)
5:46
Nokia 808 (Symbian Belle FP 1)
5:30
Sony Xperia U (Android 2.3.7)
5:23
LG Optimus 4X HD (Android 4.0.3)
5:15
Sony Xperia Sola (Android 2.3.7)
4:50
BlackBerry Curve 9320 (BB OS 7.1)
3:34
Angaben in Stunden, Minuten
+ Anmerkungen zu den Laufzeiten

Auch bei den von uns ermittelten Akku-Laufzeiten gilt, dass diese nur als Richtwert angesehen werden sollten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass sich die hier präsentierten Geräte teils deutlich unterscheiden. Ob bei der Größe und Helligkeit des Displays oder bei der Größe des Akkus: Es handelt sich um heterogenes Testfeld, sodass eine direkte Vergleichbarkeit nur selten möglich ist.

Zur Methode: Die Werte wurden bei maximaler Display-Helligkeit und aktiviertem WLAN ermittelt. Bluetooth und GPS waren deaktiviert. Sofern das Gerät über 3G verfügte (Smartphones, Tablets in der 3G-Version), war die entsprechende Verbindung aktiviert.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Die Messmethode mag zwar wenig realitätsnah erscheinen, doch erlaubt diese eine exakte Vergleichbarkeit. Potenzielle Käufer werden mehr Interesse an der Alltags-Laufzeit des Geräts haben. Diese ist natürlich nicht eindeutig definierbar, doch zumindest kann die Erfahrung des Testers wiedergegeben werden. Zu den täglichen Aufgaben des Smartphones gehörte das Synchronisieren von vier E-Mail-Accounts, WhatsApp und Google Now. Hinzu kamen circa 60 Minuten Browser-Nutzung, YouTube mehrmals am Tag, etwa 15 Minuten Telefonieren und das im Test-Alltag übliche „Rumspielen“ mit dem Gerät.

An solch einem Tag verbrauchte das S III mini etwas mehr als die Hälfte seines Akkus innerhalb von zwölf Stunden. Im weiteren Verlauf des Abends bis zum nächsten Morgen sank der Akku auf etwa 15 Prozent Restkapazität. Durch die Nacht hat es das Gerät also noch geschafft, doch spätestens am nächsten Morgen musste erneut die Steckdose aufgesucht werden. Da morgens die Zeit für einen kompletten Ladevorgang oft nicht gegeben ist, muss das Telefon effektiv jeden Abend aufgeladen werden, damit am zweiten Tag nicht der Akku ausgeht. Hier hätten wir uns bessere Werte gewünscht.

Fazit

Kann das Galaxy S III mini am Ende des Tests als waschechtes Flaggschiff im Kleinformat bezeichnet werden? Diese Aussage mag zwar aus marketingstrategischen Gründen einleuchtend erscheinen, doch im Alltag hat das Gerät kaum etwas mit seinem größeren Bruder und Namensgeber zu tun. Die Zuordnung zum S III findet nur auf optischer Ebene statt. Ansonsten ist das S III mini ein klassisches Mittelklasse-Smartphone, das zwar angenehm handlich ausfällt, aber keine herausstechenden Merkmale bietet. Mit einem anderen Namen wäre das Gerät deutlich besser am Markt positioniert.

Samsung Galaxy S III mini
Samsung Galaxy S III mini

Was am Ende hängen bleibt, ist die durchgehend hohe Geschwindigkeit im Alltag, die ab und zu von kurzen Denkpausen unterbrochen wird. Wie man es von Samsung kennt, ist der Akku ohne großen Aufwand erreichbar und auch der interne Speicher – von dem etwa vier Gigabyte dem Nutzer zur Verfügung stehen – kann problemlos erweitert werden. Diese Eigenschaften reichen aber, wie wir finden, für ein Alltags-Smartphone nicht aus. In unserem Test überwogen die negativen Merkmale schlussendlich leicht. Vor allem die schlechte Laufzeit und das mittelmäßige Display versalzen die Suppe. Auch die Kamera wollte nicht recht überzeugen. Akkurat verarbeitet war das Gehäuse, doch die Materialwahl wirkte insgesamt auf diesem Niveau etwas zu billig, was letztendlich aber individuell beurteilt werden muss. Für eine klare Empfehlung reicht es in Summe nicht. Ein leistungsstarkes S III in klein ist das S III mini also nicht.

Samsung Galaxy S III mini Produktgruppe Smartphones, 05.12.2012
  • wechselbarer Akku
  • Speicher erweiterbar
  • hohe Geschwindigkeit im Alltag
  • mittelmäßiges Display
  • mittelmäßige Laufzeit im Alltag
  • unterdurchschnittliche Kamera

Das S III mini hat es mit seinem Namen nicht leicht, da dieser deutlich mehr erwarten lässt. Auch wenn der Einzelhandel die unverbindliche Preisempfehlung bereits deutlich nach unten korrigiert hat, erscheint uns das Smartphone für das Gebotene immer noch zu teuer. In diesem Preisbereich lässt sich zum Beispiel auch zu zwei Geräten aus gleichem Hause greifen. Das Samsung Galaxy S II [3] und auch das Galaxy Nexus [4] sind beispielsweise zu nennen, die beide trotz ihres Alters insgesamt mehr Ausstattung bieten. Auch das nur noch rund 240 Euro teure [5] HTC Desire X [6] gilt als Konkurrent.

Verfügbarkeit & Preise

Das Samsung Galaxy S III mini ist in Deutschland seit Ende Oktober erhältlich und kann bei verschiedenen Providern im Rahmen von unterschiedlichen Verträgen zu entsprechend variierenden Preisen erstanden werden. In der freien Variante muss aktuell mit Preisen ab circa 295 Euro gerechnet werden (aktueller Preisvergleich [7]).

URL-Liste:

  1. http://www.getgoods.de
  2. http://www.getgoods.de/smartphones-handys-und-festnetz/handys-und-smartphones/hersteller/samsung/654911/samsung-galaxy-s3-mini-i8190-marble-white
  3. http://www.computerbase.de/2011-05/test-samsung-galaxy-s-ii-gt-i9100/
  4. http://www.computerbase.de/2011-12/test-samsung-galaxy-nexus/
  5. http://www.computerbase.de/preisvergleich/832372
  6. http://www.computerbase.de/2012-10/test-htc-desire-x/
  7. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a852105.html
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