US-Energieministerium investiert 120 Millionen US-Dollar

USA wollen Akkus mit fünffacher Leistungsfähigkeit entwickeln

Smartphones und Tablets erhielten im Laufe der Vergangenheit schnellere Prozessoren, welche jedoch aufgrund der höheren Leistung auch einen höheren Energieverbrauch vorweisen. Die damit verbundene kürzere Laufzeit der Geräte beim Trend zu immer dünneren Geräten durch größere Akkus zu lösen, ist jedoch keine praktikable Lösung.

Doch dieses Problem könnte sich in der Zukunft ändern. Wie das US-Energieministerium bekannt gibt, investiert man 120 Millionen US-Dollar in die Entwicklung der nächsten Generation von Energiespeichern. Mit dem Geld wird das entstehende Forschungsnetzwerk Joint Center for Energy Storage Research (JCESR) finanziert, welches sich neben fünf zum Energieministerium gehörenden Laboratorien auch aus jeweils fünf Universitäten und privaten Unternehmen zusammensetzt.

Mit diesem Schritt sollen laut Energieminister Steven Chu innerhalb von fünf Jahren Speichertechniken entwickelt werden, die bei einem Fünftel des Preises fünfmal leistungsfähiger sind als die zur Zeit erhältlichen Akkus. Vorrangig soll damit eine Grundlage für das Vorhaben der USA geschaffen werden, von Ölimporten unabhängig zu werden, beispielsweise durch ein stärkeres Setzen auf Wind- und Solarenergie, so Chu gegenüber Computerworld. Hierfür sollen jedoch nicht existierende Techniken verbessert, sondern grundlegend neue Technologien entwickelt werden. Hinsichtlich seiner Organisation orientiert sich das Vorhaben unter anderem am Manhattan-Projekt, in dessen Rahmen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs die Atombombe entwickelt worden war.

Zudem merkt der Energieminister an, dass es am Wichtigsten sei, den Preis bei den erneuerbaren Energien zu senken. Als Vergleich nennt er PCs und mobile Begleiter, die nach Preissenkungen den Massenmarkt erobert hätten. Seiner Ansicht nach müssten es sich Hausbesitzer in naher Zukunft leisten können, Solarzellen und eine dazugehörige Speichertechnologie zu installieren, sodass sie sich größtenteils selbst versorgen könnten und des Weiteren von Stromausfällen nicht betroffen wären.