Zwischenlösung oder gezielte Investition?

Microsoft als Dell-Investor im Gespräch

Die überraschende Ankündigung Dells, sich durch den Verkauf an Investoren von der Börse zu verabschieden und so den Unternehmensumbau zu beschleunigen, sorgte in der vergangenen Woche für Diskussionen. Mittlerweile gibt es zumindest in Hinblick auf die Identität eines potentiellen Käufers weitere Informationen.

Denn wie Business Insider unter Berufung auf den CNBC-Mitarbeiter David Faber berichtet, soll Microsoft Interesse am Einstieg beim derzeit drittgrößten PC-Hersteller haben. Im Gespräch ist dabei ein Investitionsvolumen zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar, was derzeit einem Anteil von 4,5 bis 13,5 Prozent entsprechen würde. Allerdings ist die Rede davon, dass es sich bei diesem Engagement lediglich um eine Zwischenlösung handeln könnte, um die mehr als 20 Milliarden US-Dollar, die Dell derzeit an der Börse Wert ist, aufzubringen. Die Rückzahlung könnte, so die Gerüchte stimmen, in Form von Geldmitteln oder speziellen, bevorzugten Anteilsscheinen erfolgen.

Unklar ist, welche Motivation im Einzelnen hinter diesem Schritt stecken könnte. Zwar dürfte Dell zu den wichtigsten Partnern und Kunden gehören, mit der finanziellen Hilfe würde Microsoft das texanische Unternehmen gegenüber anderen, teils größeren Herstellern bevorzugen. Aber auch eine Intensivierung der zukünftigen Zusammenarbeit ist vorstellbar; durch einen direkten Einstieg in Dell wäre Microsofts angekündigter tieferer Einstieg in die Entwicklung und Herstellung eigener Hardware näher gerückt.

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