Konsole wichtigster Umsatzträger

Deutsche Spieleindustrie 2012 mit neuem Verkaufsrekord

Die deutsche Spieleindustrie blickt insgesamt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück: Im Geschäftsjahr 2012 konnten laut Angaben des Branchenverbandes BIU 73,7 Millionen Computer- und Videospiele verkauft werden, was im Vorjahresvergleich ein Plus von vier Prozent bedeutet.

Auf dieser Basis wurde ein leicht gesunkener Gesamtumsatz von 1,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,9 Milliarden Euro) erzielt. Der Großteil entfällt dabei mit rund 1,5 Milliarden Euro auf den digitalen und konventionellen Verkauf von Spielen für alle Plattformen. Der digitale Verkauf spielt eine immer wichtigere Rolle: 2012 wurden 62 Prozent aller Spiele über den physischen Handel und 38 Prozent per Download verkauft (2011: 74 zu 26 Prozent). Das Gros der Umsätze wird aber auch weiterhin über physischen Verkauf (89 Prozent physisch zu elf Prozent per Download) erzielt (2011: 94 zu sechs Prozent), was überrascht und als Indikator für die Dominanz von Steam gewertet werden kann.

Der PC war 2012 laut dem BIU ein „wichtiger Wachstumstreiber“ für den Umsatz mit digitalen Spielen in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl der verkauften PC-Spiele bei 24,7 Millionen in etwa auf gleichem Niveau und der Umsatz mit digitalen Spielen für den PC wuchs von 445 Millionen Euro auf 464 Millionen Euro.

Software für die Konsolen bleibt das wichtigste Standbein im deutschen Markt. Mit digitalen Spielen für die Konsole wurde 2012 ein Umsatz von 819 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 889 Millionen Euro). 2012 wurden insgesamt 23,1 Millionen Games für die Konsole verkauft (2011: 24,8 Millionen) – ein Rückgang, den der BIU auf die Aussicht und das Anlaufen der nächsten Konsolengeneration zurückführt.

Der Markt für Mobile-Games wächst wie auch 2011 laut dem Branchenverband „äußerst dynamisch“. Der Verkauf stieg von 13 Millionen Games im Jahr 2011 auf 19,2 Millionen Games im Jahr 2012. Auch der Umsatz mit dem Verkauf mobiler Spiele stieg im Vergleichszeitraum von 28 auf 38 Millionen Euro. Im Markt für Handhelds sank die Anzahl verkaufter Spiele allerdings von 8,5 Millionen (2011) auf 6,7 Millionen Games (2012) sowie der Umsatz von 212 (2011) auf 180 Millionen Euro (2012).

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