Raspbmc unterstützt auch 1080p

Mediacenter auf XBMC-Basis für Raspberry Pi ist fertig

Das Mediacenter Raspbmc für den Raspberry Pi ist nach etwas über einem Jahr Entwicklung fertiggestellt. Zu Beginn der Arbeit hatte der 19-jährige Entwickler Sam Nazarko aus London nicht einmal die entsprechende Hardware zur Verfügung. Die nun veröffentlichte Version 1.0 basiert auf Debian und der Mediacenter-Software XBMC 12.

Raspbmc verwandelt den Raspberry Pi in einen HDTV-tauglichen Medienserver, der direkt per HDMI an den Fernseher angeschlossen werden kann. Das leichtgewichtige Mediacenter kann auf einer SD-Card oder einem USB-Stick installiert werden oder kann direkt von einer NFS-Freigabe laufen. Der Entwickler betont, dass keine Linux-Kenntnisse benötigt werden, das System sei mit wenigen Klicks auch unter Windows oder Mac OS auf ein entsprechendes Medium installiert. Da Raspbmc auf Debian basiert, hat der Entwickler eine automatische Aktualisierung des Systems eingebaut, die aber abschaltbar ist, so dass die Updates manuell eingeleitet werden können. Außerdem hat der Anwender direkten Zugriff auf rund 30.000 Pakete aus dem umfangreichen Software-Pool von Debian.

Installation unter Windows
Installation unter Windows (Bild: Raspbmc)
Installation unter Linux und Mac OS
Installation unter Linux und Mac OS (Bild: Raspbmc)

Raspbmc unterstützt die Wiedergabe von 1080p-Inhalten und kann Daten, die vom PC per NFS, SMB, FTP, HTTP oder per USB-Stick geliefert werden, in fast allen denkbaren Formaten verarbeiten. Darüber hinaus lassen sich mit AirPlay beziehungsweise AirTunes Multimedia-Inhalte von iOS-Geräten auf den Raspberry Pi streamen. Da der BCM2708-Chipsatz im Raspberry Pi von Hause aus nur das H.264-Format lizensiert, muss bei Verwendung von MPEG-2 oder VC-1 jeweils eine Lizenz bei der Raspberry Pi Foundation erworben werden. Die Lizenz für MPEG-2 kostet 3 Euro, die Lizenz zur Decodierung von V1-Inhalten 1,50 Euro.

Zur Steuerung über den Fernseher werden einige gängige Fernbedienungen unterstützt. Außerdem – wie könnte es beim Raspberry Pi anders sein – gibt es auch ein Selbstbau-Projekt, dass den GPIO-Port nutzt. Raspbmc steht für Linux, Mac OS und Windows auf der Projekt-Webseite zum Herunterladen bereit, weiterhin findet sich dort auch ein Wiki und eine FAQ für die häufigsten Fragen.

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