Nvidia GeForce GTX Titan im Test: Schnellste Grafikkarte mit großem Namen

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Wolfgang Andermahr
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Framelatenz

Die Kollegen von The Tech Report sind vor einiger Zeit einem interessanten Phänomen auf die Spur gekommen: So haben sich in einigen Spielen auf einer Radeon-Karte störende Ruckler gezeigt, obwohl die FPS-Rate ein flüssiges Spielen hätte erlauben müssen. Messungen der sogenannten „Frametimes“ konnten das Phänomen dann belegen. Denn obwohl die Grafikkarte viele Bilder pro Sekunde erzeugte, wurden diese in unterschiedlichen Zeitabständen ausgegeben. Die Berechnungszeit eines Frames schwankte demnach stark, was trotz vieler Bilder pro Sekunde zu dem Phänomen der Ruckler führt.

Angenommen ein Spiel läuft mit 30 Bildern pro Sekunde. Im Optimalfall bedeutet das, dass jedes Frame mit einem Zeitabstand von 33,3 Millisekunden ausgegeben wird. Diesen Zeitabstand kann zwar keine GPU exakt einhalten, jedoch sollte die Differenz nicht allzu groß sein. Ist dies dennoch der Fall, fühlt sich das Spielgeschehen trotz hoher FPS-Werte ruckelig an – ähnlich (aber nicht ganz vergleichbar) mit „Mikrorucklern“ auf Multi-GPU-Systemen. Genau diese Problematik soll bei Radeon-Karten in einigen Spielen aufgetreten sein.

Tabelle Millisekunden/FPS

Wir möchten deshalb an dieser Stelle eine zusätzliche Möglichkeit anbieten, die Leistung einer Grafikkarte abseits der üblichen „FPS“ darzustellen. Auch wenn letzteres insgesamt betrachtet immer noch die beste Methode der Leistungsmessung ist, ist sie leider längst nicht optimal. Die Messung der Framelatenz liefert somit einen zweiten, sinnvollen und auch notwendigen Ansatz, die Performance einer Grafikkarte zu messen.

Es kann nämlich durchaus auch Szenarien geben, in denen Grafikkarte A höhere FPS-Werte als Grafikkarte B erzielt, das Spiel aber dennoch besser auf Grafikkarte B spielbar ist, da sie deutlich geringere Framelatenzen aufweist, die Berechnungszeit eines Frames somit weniger stark schwankt und unschöne Ruckler, wie sie bei Grafikkarte B trotz hoher FPS-Werte auftreten, vermieden werden. Die Analyse der Framelatenz zeigt diese Problematik zukünftig auf. Darüber hinaus lässt sich an der Framelatenzmessung aber auch der aktuelle FPS-Wert der Szene ablesen. Um dies zu vereinfachen, haben wir eine kleine Tabelle erstellt, die zu jedem wichtigen FPS-Werte den dazugehörigen Zeitabstand der Frames zeigt.

Alan Wake – 2.560 × 1.600 8xAA/16xAF
020406080Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Battlefield 3 – 5.760 × 1.080 4xAA/16xAF
01020304050Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Far Cry 3 (4xAA/16xAF) – 1.920 × 1.080
01428425670Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Hitman: Absolution – 2.560 × 1.600 4xAA/16xAF
01836547290Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Max Payne 3 – 1.920 × 1.080 4xAA/16xAF
01020304050Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Metro 2033 – 1.920 × 1.080 4xAA/16xAF
04080120160200Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Planetside 2 – 2.560 × 1.600 FXAA/16xAF
010203040Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
Risen 2 – 2.560 × 1.600 FXAA/16xAF
04080120160200Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden
The Witcher 2 – 2560x1600 FXAA/16xAF
0100200300400500Millisekunden 012345678910111213141516171819202122232425Sekunden

Auf die genauen Auswirkungen der Framelatenz möchten wir an dieser Stelle nicht erneut eingehen: Dafür empfehlen wir einen Blick in einen unserer letzten Artikeln. Nvidia liefert auch bei der GeForce GTX Titan eine bessere Framelatenz ab als die AMD Radeon DD 7970 GHz Edition – letztere hat in manchen Spielen recht große Schwierigkeiten, in anderen dagegen gar keine. Auch die Nvidia-Karte ist nicht frei von jeglichen Problemen, diese sind aber weit weniger ausgeprägt als bei der Konkurrenz.