All-in-One-Hybride für Zuhause

Erste Eindrücke zum Dell XPS 18 Desktop-Tablet-Hybrid (Update 2)

Am gestrigen Tag hatte Dell nach München eingeladen, um der Presse ein im Vorfeld nicht näher benanntes neues Gerät vorzustellen. Mit dem Dell XPS 18 zeigte der Hersteller am Ende einen All-in-One-Tablet-Hybriden, der sowohl Desktop-PC als auch Tablet in sich vereinen soll.

18,4"-Display, Intel-Core-Prozessoren und Windows 8 sollen dem klassischen Desktop-PC Konkurrenz machen. Nach den Vorstellungen von Dell ist der XPS 18 ein Mobilgerät für das eigene Zuhause. In Kombination mit dem Dock soll es so beispielsweise im Arbeitszimmer benutzt werden, um es abends als Tablet im Wohnzimmer zu nutzen. Dabei sieht Dell im XPS 18 keinen Ersatz für ein Notebook, sondern für den klassischen Desktop-PC zuhause, der in den letzten Jahren immer stärker durch Notebooks verdrängt wurde. Das Konzept, das uns in München anfangs ungewohnt und überflüssig erschien, erwies sich nach rund eineinhalb Stunden mit dem XPS 18 als durchaus schlüssig und könnte gerade für Familien und beim Verzicht auf einen klassischen Desktop-Rechner durchaus interessant sein.

Das XPS 18 verfügt über ein IPS-Touch-Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 18,4 Zoll und 1.920 × 1.080 Bildpunkten, das einen Kontrast von 1.110:1 und eine Helligkeit von 350 Candela pro Quadratmeter bieten soll. Als Schnittstellen stehen zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie ein Kopfhörer-Anschluss zur Verfügung. Neben WLAN und Bluetooth 4.0 bietet das XPS 18 auch eine integrierte 720p-Webcam. Die Akkulaufzeit soll nach Angaben von Dell rund fünf Stunden betragen. Die Gehäuserückseite des XPS 18 besteht aus Aluminium. Die uns gezeigten Vorserienmodelle wiesen dabei bereits eine sehr gute Verarbeitung auf. Gerade der optionale Standfuß wirkte hochwertig und wird im Serienmodell über eine Magnetarretierung für eine sichere Verbindung zum XPS 18 verfügen.

Der nach Angaben von Dell „dünnste All-in-One-Computer“ ist unter 18 mm dick und bringt 2,2 Kilogramm auf die Waage, womit er beispielsweise deutlich leichter ist als das zur IFA 2012 vorgestellte, 5,2 kg schwere Sonys Vaio Tap 20, das ein ähnliches Konzept verfolgt. Das Tablet, das selbst über kleine Standfüße an der Rückseite verfügt, kann optional mit einem Standfuß und einer Docking-Station erweitert werden, so dass es als Desktop-PC eingesetzt werden kann. Der Standfuß und die Docking-Station sind jedoch nicht im Lieferumfang enthalten und müssen bei Bedarf zusätzlich für rund 70 bzw. 130 Euro erworben werden. Um das XPS 18 auch ohne Erweiterungen oder Kabel abseits des integrierten Bluetooth mit einer Maus und Tastatur bedienen zu können, hat Dell einen Maus- und Tastaturempfänger von Logitech (Unified-Technik) integriert. Maus und Tastatur müssen jedoch ebenfalls separat erworben werden.

Anders als das Asus Transformer AiO P1801 setzt Dell somit nicht auf zwei getrennte Systeme, sondern verbaut die gesamte Technik in der Tablet-Einheit. Beim Asus Transformer AiO P1801 steckt der PC hingegen im Standfuß, dank Wireless Display ist aber auch bei diesem eine eingeschränkt mobile Nutzung möglich. Darüber hinaus ist das Asus Transformer AiO P1801 für den mobilen Einsatz jedoch mit einer vom PC-Teil unabhängigen ARM-Plattform mit Nvidias Tegra-3-SoC und Android ausgestattet.

Dell wird verschiedene Konfigurationen des XPS 18 anbieten, unter anderem Varianten mit Intel Pentium Dual Core, 4 GB RAM und 320 GB Festplatte, Intel Core i3, 4 GB RAM und 500 GB Festplatte sowie mit Intel Core i5 und i7 mit acht Gigabyte RAM, 500 GB Festplatte und 32 GB Cache-SSD. Bei allen Modell kommt als Betriebssystem Windows 8 zum Einsatz; eine Business-Variante mit Windows 8 Pro wird jedoch auch verfügbar sein. Mit der Einführung von Intels Haswell-Prozessoren könnte dieser auch beim XPS 18 eingesetzt werden, festlegen möchte sich Dell diesbezüglich jedoch noch nicht.

Den Verkaufsstart des XPS 18 gibt Dell für Mitte April 2013 an. Der Preis der kleinsten Konfiguration wird bei 999 Euro liegen. Die schnelleren Varianten mit Core i3, i5 und i7 sollen sich jeweils in 100-Euro-Schritten über dem Einstiegsgerät bewegen.

Update 21:10 Uhr (Forum-Beitrag)

Anders als von Dell gestern angegeben werden beim XPS 18 eine kabellose Tastatur, eine Maus sowie der Standfuß standardmäßig im Lieferumfang enthalten sein.

Update 14.03.2013 16:05 Uhr (Forum-Beitrag)

Dell hat mittlerweile die genauen Preise für Deutschland sowie die im Dell XPS 18 eingesetzten Prozessoren bekannt gegeben. In der kleinsten Konfiguration wird demnach ein Intel Pentium 2117U mit zwei Kernen, 1,8 GHz Taktfrequenz und maximaler TDP von 17 Watt eingesetzt. Für 1099 Euro erhält der Kunde einen Intel Core i3 3227U mit zwei Kernen und vier Threads bei 1,9 GHz. Für die Core-i5-Variante setzt Dell auf einen Intel Core i5 3337U mit zwei Kernen, vier Threads und 1,8 GHz Taktfrequenz, die durch den Turbo auf bis zu 2,7 GHz erhöht werden kann. Die schnellste und mit 1299 Euro teuerste Variante des XPS 18 ist mit einem Intel Core i7 3537U ausgestattet, dessen zwei Kerne (4 Threads) mit 2,0 GHz takten, bei Bedarf jedoch durch den Turbo auf bis zu 3,1 GHz beschleunigt werden.

Konfigurationen des Dell XPS 18
Konfigurationen des Dell XPS 18
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