Profi-Hardware mit Kepler

Nvidia und PNY stellen drei neue Quadro-Karten vor

Nvidia hat knapp ein Jahr nach der Markteinführung der Kepler-Grafikkarten bereits zahlreiche GeForce-Grafikkarten auf Basis der aktuellen Generation herausgebracht. Bei den professionellen Quadro-Karten sieht es dagegen anders aus.

Denn mehr als das Flaggschiff, die Quadro K5000, wird derzeit nicht angeboten. Die unteren Preissegmente werden allesamt noch von der älteren Fermi-Architektur bedient. Doch dies hat nun ein Ende, denn Nvidia stellt in Zusammenarbeit mit dem Partner PNY drei weitere Quadro-Karten auf Basis der Kepler-Architektur vor.

Der Einstieg macht dabei die PNY Quadro K600, die mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 169 Euro an den Start gehen wird. Für diesen für professionelle Hardware günstigen Preis erhält der Käufer jedoch auch nur 192 Shadereinheiten und damit nur halb so viele wie auf der vergleichsweise langsamen GeForce GTX 640. Die Rechenleistung ergibt 336 GFLOPs, womit die Taktfrequenz bei rund 850 MHz liegen muss. Der Speicherausbau beträgt 1.024 MB, die Speicherbandbreite 29 Gigabyte pro Sekunde. Wenn man von einem 128 Bit breiten Speicherinterface ausgeht, liegt die Frequenz bei etwa 900 MHz. Die Leistungsaufnahme wird mit 41 Watt angegeben, als Monitoranschlüsse kommen DVI und DisplayPort zum Einsatz.

Die Quadro K2000 kostet mit 449 Euro schon deutlich mehr, ist aber auch um einiges schneller. 384 ALUs (GK107-GPU) und 733 GFLOPs sprechen für eine Taktfrequenz von 950 MHz, womit die Leistung zwischen der GeForce GT 640 und der GeForce GTX 650 liegt. Die Speichergröße gibt PNY mit 2.048 MB an, die Speicherbandbreite mit 64 GB/s. Das lässt auf einen GDDR5-VRAM schließen, der mit runden 2.000 MHz arbeitet. Die Leistungsaufnahme liegt bei 51 Watt und als Monitoranschlüsse werden DVI und zwei Mal DisplayPort angeboten.

Die Quadro K4000 für 959 Euro ist das schnellste Modell der drei neu vorgestellten Quadro-Karten. 768 Shadereinheiten und 1.246 GFLOPs entsprechend einer teils deaktivierten GK106-GPU, womit die Performance unter der einer GeForce GTX 660 für den Desktop-Markt liegt. Die Taktrate der professionellen Karte sollte bei rund 820 MHz liegen. Die Speicherbandbreite des 3.072 MB großen VRAM beträgt 134 Gigabyte pro Sekunde, woraus sich eine Frequenz von 2.800 MHz bei einem 192-Bit-Interface folgern lässt. Die Leistungsaufnahme wird mit 80 Watt beziffert, als Monitoranschlüsse stehen erneut ein DVI- und zwei DisplayPort-Ausgänge zur Verfügung.

PNY wird die Quadro-Karten exklusiv für Nvidia in Europa vertreiben, andere Partner wird es nicht geben. Wann die Produkte genau im Handel erscheinen werden, wird nicht genannt.

Quadro K5000 Quadro K4000 Quadro K2000 Quadro K600
GPU GK104 GK106 GK107 GK107
Shadereinheiten 1.536 768 384 192
SP Rechenleistung 2.166 GFLOPs 1.246 GFLOPs 733 GFLOPs 336 GFLOPs
GPU-Takt 700 MHz* 820 MHz* 950 MHz* 850 MHz
Speicher 4 GB GDDR5 3 GB GDDR5 2 GB GDDR5 1 GB DDR3
Speicherinterface 256 Bit* 192 Bit* 128 Bit* 128 Bit*
Speichertakt 2.700 MHz* 2.800 MHz* 2.000 MHz* 900 MHz*
Speicherbandbreite 173 GB/s 134 GB/s 64 GB/s 29 GB/s
Max. Strombedarf 122 Watt 80 Watt 51 Watt 41 Watt
* errechnet