OCZ Vector und Plextor M5 Pro 256 GB SSDs im Test

Auf der Jagd nach Samsung
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Einleitung

OCZ setzt bei den eigenen SSDs zunehmend auf Eigenentwicklungen. Während die Speicherchips nach wie vor zugekauft und nur selbstständig selektiert werden, wird als Controller mittlerweile selbst im Spitzenmodell „Vector“ auf eine komplette Eigenentwicklung der Unternehmenstochter Indilinx gesetzt, den Barefoot 3.

Auf Firmwareveränderungen setzt dagegen Plextor bei der bereits von uns getesteten M5 Pro, deren Name mit der neuen Firmware um ein „Xtreme“ ergänzt wurde. Wir haben uns beide SSDs in der 256-GB-Variante angesehen.

OCZ Vector im Überblick

Der Everest-2-Controller der Vertex 4 war im Grunde nichts anderes als ein leicht veränderter Marvell-Controller, doch bei der Vector kann OCZ neben der eigenen Firmware erstmals auch auf einen eigenen Controller vertrauen. Der Barefoot 3 ist das Ergebnis der Expertise, die OCZ mit den Übernahmen von Indilinx und PLX eingekauft hat. Basierend auf einem ARM-Cortex-Prozessor und dem selbst entwickelten Co-Prozessor „Aragon“ unterstützt der Barefoot 3 SATA 6 Gb/s und verfügt über acht Speicherkanäle.

Indilinx Barefoot 3
Indilinx Barefoot 3

Der daran angebundene Flash-Speicher ist die einzige Kernkomponente, die nach wie vor zugekauft wird, woran sich aber auch in Zukunft nichts ändern dürfte. OCZ ordert bei IMFT aus Konstengründen komplette Wafer und selektiert die Speicherchips selbst, daher auch das OCZ-Logo auf den NAND-Chips. Im Falle der Vector handelt es sich um MLC-Speicherchips der 25-Nanometer-Generation.

PCB der OCZ Vector
PCB der OCZ Vector
PCB der OCZ Vector

Als wichtigste Entwicklungsziele für das neueste Solid State Drive des Unternehmens nennt OCZ eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit sowie eine gleichbleibend hohe Leistung. Versinnbildlicht wird dieser Anspruch durch ein robustes Metallgehäuse. Um ihn auch technisch zu erreichen, setzten die Kalifornier auf eine niedrige Write Amplification, eine effiziente Garbage Collection, Multi-Level-ECC sowie ein adaptives Flash-Management. Wie bei anderen hochwertigen SSDs wird auch bei der Vector eine eingeschränkte Garantie von fünf Jahren gewährt. Sie gilt für ein Schreibvolumen von 36,5 Terabyte, was über einen Zeitraum von fünf Jahren ein tägliches Schreibvolumen von 20 GB bedeutet.

Im Lieferumfang der OCZ Vector sind ein 3,5-Zoll-Einbauadapter sowie Klon-Software enthalten.

OCZ Vector Series SSD
Format (Höhe) 2,5 Zoll (7 mm)
Schnittstelle SATA 6 Gb/s
Kapazitäten 128, 256, 512 GB
Controller Indilinx Barefoot 3
NAND-Flash (Fertigung) MLC (IMFT, 25 nm)
Cache 128/256 GB: 512 MB DDR3
512 GB: 1.024 MB DDR3
Leistungsaufnahme active 2,25 W, idle 0,9 W
MTBF 1,3 Mio. Stunden
Garantie 5 Jahre oder 36,5 TB
Leistung*
128 GB 256 GB 512 GB
Seq. Lesen 550 MB/s 550 MB/s 550 MB/s
Seq. Schreiben 400 MB/s 530 MB/s 530 MB/s
Random Read (4K, QD32) 90.000 IOPS 100.000 IOPS 100.000 IOPS
Random Write (4K, QD32) 95.000 IOPS 95.000 IOPS 95.000 IOPS
Mitgeliefertes Zubehör 3,5-Zoll-Adapter, Klon-Software
* laut Herstellerangaben

Plextor M5 Pro im Überblick

Die technischen Details der Plextor M5 Pro haben wir in unserem ersten Test bereits ausführlich besprochen und beschränken uns daher an dieser Stelle auf die wichtigsten Daten: Zusammen mit dem Marvell-Controller der dritten Generation, dem Marvell 88SS9187, verbaut Plextor in 19 Nanometer Strukturbreite gefertigte MLC-Speicherchips mit Toggle-Interface von Toshiba.

Plextor M5 Pro „Extreme“
Plextor M5 Pro „Extreme“

Dank neuer Firmware gibt Plextor die Leistung der M5 Pro (Xtreme) nun mit maximal 100.000 IOPS an. Verbessert wurde aber nicht nur die Leistung beim zufälligen Lesen, sondern auch die beim zufälligen Schreiben (bis zu 88.000 IOPS) und beim sequenziellen Schreiben (bis zu 470 MB/s).

Leistungsangaben Plextor M5 Pro mit Firmware 1.02*
(bisherige Werte in Klammern)
Modell PX-128M5P PX-256M5P PX-512M5P
Kapazität 128 GB 256 GB 512 GB
DDR3-Cache 256 MB 512 MB 768 MB
Seq. Lesen 540 MB/s
Seq. Schreiben 330 MB/s
(340 MB/s)
460 MB/s
(450 MB/s)
470 MB/s
(450 MB/s)
4K Random Read 92.000 IOPS
(91.000 IOPS)
100.000 IOPS
(94.000 IOPS)
4K Random Write 82.000 IOPS 86.000 IOPS 88.000 IOPS
(86.000 IOPS)
* laut Herstellerangaben
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