Googles Server-Power für Entwickler

Google Compute Engine setzt auf Debian

Nachdem Google 2012 auf der Google I/O den Cloud-Service Google Compute Engine gestartet hatte, standen zunächst Ubuntu und Red Hat als Betriebssysteme bereit. Diese werden jetzt von Debian als Standard-System abgelöst.

Google Compute Engine ist ein Service, der es Entwicklern erlaubt, virtuelle Linux-Maschinen als „Infrastructure as a Service“ (IaaS) zu nutzen, um Anwendungen zu entwickeln oder beispielsweise komplexe wissenschaftliche Berechnungen durchzuführen. Wer Rechenzeit dort mietet, kann sich seine benötigte Konfiguration zusammenstellen, indem er die Hardware in Form der Anzahl der benötigten Kerne bestimmt. Jedem Kern stehen dabei vier Gigabyte Hauptspeicher und 400 Gigabyte Plattenplatz zur Verfügung. Theoretisch können rund 770.000 Kerne stundenweise geordert werden.

Nach rund 10 Monaten im Betrieb hat Google im April neue Features eingeführt und die Preise gesenkt. Außerdem wurde die Cloud-Plattform für Abonnenten von Googles Gold Support Package freigegeben. Die Preise für dieses Paket beginnen bei 400 US-Dollar pro Monat. Google steht mit der Compute Engine in direkter Konkurrenz zu Amazons Cloud-Dienst EC2, die man über günstigere Preise auf Abstand halten will.

Vor einigen Tagen kam nun die Meldung, Google setze ab sofort auf Debian als Standard-Betriebssystem für seinen Cloud-Service. Die möglichen Gründe hierfür erläutert der Cloud-Analyst Krishnan Subramanian, wenn er sagt, in erster Linie zähle, dass Debian frei sei. Im Gegensatz dazu müsse Google sich bei Ubuntu oder Red Hat mit den dahinterstehenden Firmen arrangieren, die ihrerseits auch Geld verdienen wollen. Debian hat eine große Kundenbasis und passt zum Geek-Image, das Google gerne pflegt. Google wird sowohl Debian 6 „Squeeze“ als auch Debian 7 „Wheezy“ anbieten. Weitere Möglichkeiten, andere Linux-Distributionen im Rahmen der Compute Engine anzubieten werden laut dem Blogpost ständig evaluiert.

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