Vorhaben angeblich wegen fehlender Überzeugung beendet

Google soll Pläne für physische Wallet-Karte verworfen haben

Bereits im November 2012 gab es erste Hinweise, dass Google bei seinem Bezahldienst Wallet im Rahmen der Expansion auf zusätzliche Plattformen möglicherweise eine physische Bezahlkarte auf den Markt bringen möchte. Doch diese Pläne scheint das Unternehmen laut einem Bericht von AllThingsD jedoch wieder verworfen zu haben.

So will die US-amerikanische Seite von nicht näher beschriebenen Quellen erfahren haben, dass der Google-CEO Larry Page das Vorhaben bezüglich einer eigenen Google-Wallet-Bezahlkarte kurz vor der ab dem 15. Mai stattfindenden Entwicklerkonferenz Google I/O – auf welcher die Karte erstmals offiziell vorgestellt werden sollte – abrupt verworfen haben soll.

Der Mitgründer des Unternehmens zählte dem Bericht zufolge zu den Skeptikern der Karten-Lösung. Den endgültigen Entschluss, den eigenen Bezahldienst nicht mit einer Bezahlkarte zu erweitern, soll Larry jedoch erst nach einer fehlerhaften Demonstration in der letzten Woche getroffen haben. Ein weiterer Grund für das angebliche Ende der Google-Wallet-Karte sei gewesen, dass das Unternehmen nicht so weit gehen wollte, mit einer Bezahlkarte zu einer eigenen Bank zu werden oder bisherige Zahlungssysteme zum Erliegen zu bringen.

Ob diese Entscheidung jedoch auch mit dem vor Kurzem bekannt gewordenen Abschied von Osama Bedier zusammenhängt, der 2011 zum Suchmaschinenbetreiber wechselte und seitdem maßgeblich an der Entwicklung von Google Wallet beteiligt war sowie zuletzt die Position des Vizepräsidenten der Abteilung inne hatte, ist zu diesem Zeitpunkt ungewiss.

Ursprünglich wollte der Konzern mit der neuen Karte laut AllThingsD den zahlreichen, jedoch größtenteils US-amerikanischen Wallet-Anwendern die Nutzung des Dienstes auch ohne NFC-fähige Geräte ermöglichen und gleichzeitig noch mehr Informationen zum Kaufverhalten ihrer Besitzer gewinnen. Angesichts der jedoch bereits bestehenden Informationsquellen für das Konsumverhalten der Nutzer, wie beispielsweise Google Play, und der nun getroffenen Entscheidung scheint das Unternehmen auf eine zusätzliche Quelle offenbar nicht angewiesen zu sein.

Dennoch sollte den aktuellen Spekulationen ein wenig Skepsis entgegengebracht werden, da zu diesem Zeitpunkt weder die Google-Wallet-Karte selbst offiziell angekündigt, noch die angebliche Entscheidung gegen diese seitens Google bestätigt wurde.

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