Computex

AMD „Kabini“ zur Computex auf Mini-ITX, wenn überhaupt

Volker Rißka
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Am vorletzten Tag der Computex 2013 wird die Luft zum Atmen trotz weiterer Termine und schwül-warmen 35 Grad reichhaltiger, sodass Zeit für Blicke nach links und rechts bleibt. Zu entdecken gab es dabei zwei Mini-ITX-Lösungen von Sapphire sowie eine von MSI, die AMDs neuen, auf „Jaguar“-basierenden SoC verbauen.

Kabini“ lautet die Bezeichnung von Jaguar im Notebook- und Desktop-Segment, während AMD im professionellen Markt diese Modelle als G-Serie vorgestellt hat.

MSI bietet mit dem E1-2500I-E33 eine Platine, die auf den 1,4 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor E1-2500 setzt. Neben zwei SO-Dimm- sowie einem großen PCIe-x16-Slot, der elektrisch jedoch nur vier Leiterbahnen bekommt, bietet MSI einen Mini-PCI-Express-Anschluss für Erweiterungsoptionen.

MSI E1-2500I-E33 mit AMD „Kabini“
MSI E1-2500I-E33 mit AMD „Kabini“

Sapphire zeigt gleich zwei Lösungen für Kabini, das IPC-FT3GS sowie das IPC-FT3W. Sapphire möchte mit dem Duo sowohl das Desktop-Geschäft als auch den professionellen Markt bedienen. Unterschiede zwischen beiden Mainboards sind kaum vorhanden, viel Spielraum besteht bei Mini-ITX-Lösungen meist ohnehin nicht. Die Revisionsnummer 0.0 zeigt allerdings, in welchem frühen Stadium sich die Platinen noch bewegen.

Verbauen wird Sapphire jeweils den A6-5200, der als 2,0 GHz schnelles Quad-Core-Flaggschiff von AMDs neuen SoCs fungiert und bereits bei „Kabini“-Mini-ITX-Lösungen von ECS Elitegroup und ASRock zum Einsatz kommt.

„Kabini“-Mainboards von MSI und Sapphire

Über alle Hersteller verteilt ist der Auftritt von AMDs neuen SoCs zur Computex in Taipeh sowohl für den Desktop- als auch für den Notebook-Markt bisher noch überschaubar. Die großen Hersteller bieten im Desktop bisher alle maximal eine Variante quasi als Alibi-Modell, zu Zeiten von „Brazos“ sah dies trotz kleinerer Modellpalette bereits deutlich besser aus. „Als großer Hersteller können wir uns nicht erlauben, nicht dabei zu sein“, hieß es bei einem großen Mainboard-Hersteller unter der Hand.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Plattform angenommen wird und so Hersteller zu weiteren Modellen ermutigt, oder ob Kabini für Desktop-PCs in der Versenkung verschwindet. Gleiches gilt für den Einsatz in Notebooks, auch hier war zur Computex wenig bis gar nichts zu sehen.

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