84-Watt-Haswell bereiten einige Probleme

Noctua überarbeitet Low-Profile-Kühler für „Haswell“

Im Gespräch mit dem PC-Kühler-Hersteller Noctua auf der Computex 2013 kamen wir nach unserem Test von Intels neuer Prozessor-Architektur „Haswell“ nicht umher, nach etwaigen Problemen zu fragen. Noctua bestätigte die teilweise massiven Temperatursteigerungen, die für eine Neuauflage der Low-Profile-Kühler gesorgt haben.

Gerade für kleinere Kühllösungen sind plötzlich deutlich angestiegene Temperaturen bei eigentlich nur leicht angehobener TDP ein Problem. Denn die TDP definiert bekanntlich nur die Kühllösung, um den stabilen Betrieb des Prozessor zu gewährleisten. Die 84-Watt-Modelle des Haswell haben jedoch weit größere Temperatursteigerungen vollbracht, unter anderem, weil wieder Wärmeleitpaste zwischen Heatspreader und CPU-Die genutzt wird. Dies hat zur Folge, dass alte 95-Watt-TDP-CPUs mit Kühlern problemlos zusammenarbeiten, neue 84-Watt-Haswell jedoch nicht mehr. Noctua hat deshalb bereits die TDP-Richtlinien für einige der Kühler aktualisiert.

Für Haswell wird Noctua den insgesamt 37 mm hohen Low-Profile-Kühlers NH-L9i (der in unserem Test mit einem 95-Watt-„Sandy Bridge“ fertig wurde) durch ein 65 mm hohes Design, das doppelt so viele Heatpipes (vier) einschließt, ersetzen. Die Höhe wurde unter anderem deshalb so gewählt, da sie dann bündig mit Low-Profile-Grafikkarten abschließt. Der Prototyp zur Computex wurde auch mit Blick auf ITX-Lösungen entworfen, sodass der Neuling nicht mit dem Arbeitsspeicher oder PCI-Express-Slot in die Quere kommt und auch SATA- und weitere Schnittstellen zugänglich bleiben.

Noch nicht abschließend geklärt ist die Befestigung des Lüfters. Klammern haben gewisse Vorteile, können jedoch an der Seite der Befestigung das Gesamtkonzept breiter werden lassen, sodass der Kühler an andere Komponenten stößt. Bleibt die Alternative der Verschraubung wie beim bisherigen Modell, diese kostet jedoch in der Herstellung etwas mehr.

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