Beschleunigte Schreibzugriffe und verringerter Abnutzungseffekt

Android 4.3 führt TRIM für Nexus-Geräte ein

Besitzern von Solid-State-Drives dürfte der sogenannte TRIM-Befehl, der dem Controller des Laufwerks mitteilt, welche Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen, bereits bekannt sein. Die Kombination aus beschleunigten Schreibzugriffen und verringerten Abnutzungseffekten findet nun auch unter Android 4.3 Verwendung.

Wie AnandTech bei Begutachtung des neuen Nexus 7 feststellte, kommt TRIM nun auch unter Android zur Anwendung. Mit Version 4.3 konnte dieses Verhalten auf einem 2012er und 2013er Nexus 7 sowie auf einem Nexus 4 ermittelt werden. Durch den ATA-Befehl TRIM wird nicht nur dem Betriebssystem mitgeteilt, dass ein bestimmter Bereich auf dem Speicher wieder für neue Daten zur Verfügung steht, sondern auch dem Controller, der daraufhin diese Blöcke als ungültig markieren kann und die Inhalte nicht mehr weiter mitschreibt. Schreibzugriffe auf das Laufwerk werden dadurch beschleunigt sowie der Abnutzungseffekt verringert.

Android 4.3 führt den TRIM-Befehl in der Regel alle 24 Stunden durch. Das Android-Framework sendet ein „start idle maintenance window“-Event an den sogenannten MountService, der unter bestimmten Konditionen den TRIM-Befehl aufruft: Über einen Zeitraum von einer Stunde darf keine Benutzung des Geräts stattgefunden haben, kein „start idle maintenance window“-Event wurde in den letzten 24 Stunden ausgeführt und das Gerät verfügt über mindestens 80 Prozent Akkukapazität ohne Ladegerät oder 30 Prozent mit Ladegerät.

Im Optimalfall wird durch TRIM der schleichende Prozess des langsamer werdenden Geräts abgewendet. Rein theoretisch steht TRIM aber nicht nur Nexus-Geräten zur Verfügung, wenn die jeweiligen Hersteller diese Funktion in ihre Versionen von Android 4.3 übernehmen.

Anzeige