Civilization V: Brave New World im Test

It's the diplomacy, stupid!
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Vorwort

Das Strategie-Genre hat es dieser Tage schwer. In Zeiten, in denen Videospiele immer häufiger interaktiven Filmen gleichen, wirken Vertreter aus dieser Riege auf viele, gerade jüngere Spielertypen irgendwie altbacken und unattraktiv. Dies gilt erst recht für das Subgenre der rundenbasierten Strategietitel, denn immerhin kommt hier eine gehörige Portion Taktik in Quasi-Schachform hinzu – ein Merkmal, dass für viele Gemüter angestaubt wirkt. Kein Wunder also, dass die Zahl der großen Entwicklungen und Marken in den vergangenen Jahren geschrumpft ist.

„Civilization“ gehört vor diesem Hintergrund zu den echten Platzhirschen auf einer zunehmend verwaisten Lichtung. Dabei versprühten die zuständigen Entwickler von Firaxis zuletzt keinen besonderen Innovationscharme: Das aktuelle „Civilization V“ kam 2010 als sehr schonende Weiterentwicklung daher, weswegen wir es damals nur konservativen Freunden der Marke sowie Neueinsteigern ohne Einschränkungen empfehlen wollten.

Durchweg positiv fiel dann im Sommer des letzten Jahres unser Fazit zum ersten Addon mit dem Namen „Civilization: Gods & Kings“ aus. Hier kamen wir zu dem Schluss, dass echte „Civilization V“-Spieler „trotz des happigen Preises von rund 28 Euro bei entsprechendem Hunger auf neue Inhalte durchaus einen Zuschlag in Erwägung ziehen“ können.

Am 12. Juli erscheint mit „Brave New World“ nun das zweite Addon. Im Folgenden soll geklärt werden, ob sich der Zuschlag auch dieses Mal für die „Core“-Spielerschaft lohnt.

Systemanforderungen

Testsystem und Herstellerempfehlung „Brave New World“
Komponente Testsystem Herstellerempfehlung
Betriebssystem Windows 8 (64 Bit) XP / Vista / 7
Prozessor Phenom II X6 1075T 1.8 GHz Quad Core
Arbeitsspeicher 8 GByte 4 GByte
Grafik Radeon HD 7870 512 MB, AMD Radeon HD 4800 /
Nvidia GeForce 9800 oder besser
Festplattenspeicher 8 Gigabyte
Internetanbindung Ja, für Steam-Aktivierung / Hauptspiel benötigt