Plastik soll den Unterschied machen

Das günstige iPhone wirft weiterhin Fragen auf

Neue Bilder, die Komponenten des vermeintlichen „Billig-iPhones“ zeigen, ändern nichts an der Tatsache, dass das seit Jahren schwelende Gerücht eines der fragwürdigsten bleibt. Dass Apple für günstige Smartphones die eigene Strategie ändert, darf auf Basis der neuen Informationen weiterhin bezweifelt werden.

Die Bilder, die die chinesische Seite weiphone.com ins Netz gestellt hat, sollen die rückwärtige Abdeckung zukünftiger günstiger iPhones aus dem Hause Apple zeigen. Gerüchte darüber, dass es solche Geräte geben wird, gibt es fast so lange wie das iPhone selbst. Sowohl die gezeigten Farben als auch das verwendete Material an sich stehen allerdings in einem klaren Widerspruch zur aktuellen Modellpalette. So kommen iPod touch und iPod nano zwar ebenfalls in Farbe aber mit einer Aluminium-Rückseite daher. Überhaupt darf bezweifelt werden, dass die Wahl von Plastik gegenüber Aluminium den entscheidenden Unterschied in den Materialkosten ausmacht, um das iPhone signifikant günstiger anzubieten.

Vermeintliches „Billig-iPhone“
Vermeintliches „Billig-iPhone“ (Bild: weiphone.com)

Die Anordnung von Linse und Blitz ähnelt bei den gezeigten Komponenten dabei der des aktuellen iPod touch, auf eine separate Öffnung für die Funksignale kann bei der Plastikvariante allerdings verzichtet werden.

Neben technischen Vorbehalten steht die seit Jahren von Apple verfolgte Strategie einer günstigeren Variante des iPhones entgegen: Um Smartphones auch günstiger anbieten zu können, verkauft Apple die letzten beiden Generation – teilweise mit abgespecktem Speicher – nach Vorstellung einer neuen Generation weiter. In Zeiten, in denen die Revolution bei Smartphones zunehmend durch evolutionäre Entwicklungen ersetzt wird, sprechen immer weniger technische Aspekte gegen diese Vorgehensweise. Es darf also weiterhin stark bezweifelt werden, dass Apple für das günstige iPhone zum Werkstoff Plastik zurückkehren wird.