Deutlich kleiner als GK110, aber größer als Tahiti

AMD bestätigt Hawaii-GPU in 28 nm

AMDs Volcanic-Islands-Generation steht vor der Tür, doch gesicherte Informationen zu den neuen Grafikkarten gibt es bis jetzt noch nicht. Forbes hatte nun die Möglichkeit, ein Interview mit einem AMD-Mitarbeiter zu führen, der sich ungewöhnlich offen zeigte – ohne dabei aber Details zu verraten.

Bei dem Gesprächspartner handelte es sich um Matt Skynner, „Corporate Vice President“ und „General Manager“ der Grafiksparte von AMD. Skynner bestätigte dabei sofort, was man bereits vermuten konnte: Die Hawaii-GPU, die im neuen Single-GPU-Flaggschiff eingesetzt wird, wird im 28-nm-Prozess gefertigt werden. Er verriet dabei allerdings nicht, welche Fertigung genau zum Einsatz kommt – es gibt nicht „den einen“ 28-nm-Prozess.

Der genaue Wortlaut des AMD-Mitarbeiters lässt vermuten, dass ein 20-nm-Produkt zwar durchaus im Bereich des technisch Möglichen liegen würde, man aktuell mit der 28-nm-Technologie aber noch eine bessere Ausbeute, höhere Taktraten und insgesamt auch eine bessere Leistung bei einer „enthusiast GPU“ erzielen könnte.

Darüber hinaus geht der Gesprächspartner auch auf die Größe von Hawaii ein. Demnach ist Nvidias GK110 rund 30 Prozent größer als der neue AMD-Chip, der angeblich „sehr effizient“ sein soll. Der Die des GK110 hat eine Größe von 550 mm², so dass Hawaii etwa 420 mm² groß sein müsste. Damit wäre der Die ein gutes Stück größer als Tahiti, der auf 352 mm² kommt. Wenn man vermutet, dass AMD bezüglich der Architektur bei Hawaii gegenüber Tahiti nur wenig geändert hat, könnte man mit den Angaben die Anzahl der ALUs berechnen – darauf verzichten wir aber, da AMD bei Tahiti viel Zeit für Optimierungen und damit einen anderen Platzbedarf hatte.

Wenig verwunderlich ist die Ansage Skynners, dass sich die Hawaii-Grafikkarten nicht an die „Ultra Enthusiast“-Gruppe wenden: Den 999 US-Dollar-Preispunkt der GeForce GTX Titan wird Hawaii nicht aufgreifen, stattdessen wird das Flaggschiff voraussichtlich die üblichen 500 bis 600 US-Dollar kosten.

Zu guter Letzt hat sich der Corporate Vice President und General Manager auch über Nvidias GeForce Experience geäußert. So arbeitet AMD derzeit an einer eigenen Lösung, um es unerfahrenen Nutzern zu erleichtern, die optimalen Spieleinstellungen für den eigenen PC zu finden. Genauere Details werden aber noch nicht genannt.

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