Beta für Mitte September angekündigt

Family Sharing: Spiele auf Steam verleihen kommt

Drei Monate nach ersten Hinweisen hat Steam eine Erweiterung der Plattform um eine digitale Verleihoption für Spiele offiziell angekündigt. Eine begrenzte Anzahl von Schnellentschlossenen wird bereits in ein paar Tagen die Möglichkeit bekommen, „Steam Family Sharing“ in einer geschlossenen Beta zu testen.

Steam-Nutzer können und müssen dabei ihre gesamte Bibliothek anderen Steam-Nutzern freigeben, wobei maximal zehn physische Systeme zur Wiedergabe einer Bibliothek freigegeben werden können. Der Verleih wird damit auf maximal zehn Personen (oder weniger) beschränkt.

Darüber hinaus kann die gesamte freigegebene Bibliothek nur von einem Steamaccount gleichzeitig genutzt werden – eine parallele Nutzung durch den, der verleiht, und den, der leiht, ist nicht möglich. Das gilt auch dann, wenn beide Spieler andere Spiele spielen wollen. Der Verleiher hat allerdings zu jeder Zeit Vorzugsrecht und kann Personen, die seine Bibliothek geliehen haben und gerade nutzen, nach Hinweis und kurzer Karenzzeit aus dem Spiel (aus der Bibliothek) werfen.

Steam Family Sharing
Steam Family Sharing

Beim Verleih eines Spiels mit regionalen Einschränkungen (z.B. USK-Einstufung) bleiben diese Einschränkungen auch in einer anderen Region erhalten. Auch ist es mit Family Sharing der Verleih von Spielen, die auf einen zusätzlichen externen Key, Account oder sonstigen Vertrag setzen, nicht möglich.

Valve weist darauf hin, dass Nutzern die Option zum Verleihen wieder entzogen werden kann, sollte es über die verliehene Bibliothek zu Betrug oder Missbrauch kommen. Steam empfiehlt aus diesem Grund, „nur vertrauenswürdigen Familienmitgliedern“ die eigenen Spiele zu verleihen. Der Verleiher haftet.

Steam-Nutzer können sich in der Steam-Community für die Teilnahme an der Beta bewerben. 1.000 Interessenten sollen daraufhin ab Mitte September den Zugang erhalten. Wann Family Sharing allen Nutzern von Steam zur Verfügung steht, gab Valve nicht bekannt.

Wir danken unserem Leser Andreas für den Hinweis!

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