5/19 AMD Radeon R9 290X im Test : Konkurrenz für Titan. Für 500 Euro.

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Testergebnisse

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir in unseren bekannten Leistungsratings die Rechengeschwindigkeit der heutigen Kontrahenten – in verschiedenen Auflösungen, Qualitätseinstellungen und APIs. Die Ratings beinhalten, abgesehen vom 3DMark, sämtliche getesteten 3D-Applikationen. Einzelergebnisse liefert die Folgeseite. Details zur Testmethodik und Einstellungen liefert der Anhang dieses Artikels. Die Radeon R9 290X ist in den Diagrammen doppelt vertreten, da diese mit zwei verschiedenen BIOS-Versionen ausgestattet sind. Dasselbe gilt für die GeForce GTX Titan. Hinter der mit (Max) gekennzeichnete Variante versteckt sich die Karte mit maximiertem Temperature- und Power-Target.

Leistungsratings Spiele

Leistung mit AA/AF

Hinweis: Mittels Schaltfläche über den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden.

Die Full-HD-Auflösung 1.920 × 1.080 ist vor allem bei nur vierfacher Kantenglättung keine große Herausforderung mehr für eine moderne Grafikkarte, weswegen wir der Qualitätseinstellung an dieser Stelle keine Aufmerksamkeit schenken.

Interessanter sind dagegen die Ergebnisse unter 2.560 × 1.600. Dort legt die Radeon R9 290X mit dem „Quiet“-BIOS um 18 Prozent gegenüber der Radeon HD 7970 GHz Edition zu, während das „Uber“-BIOS weitere zwölf Prozent bringt. Damit schafft es der AMD-Beschleuniger, sich um sieben Prozent vor der Nvidia GeForce GTX 780 zu platzieren, während die GeForce GTX Titan um geringe zwei Prozent voraus ist. Lässt man die schnellste AMD- und die schnellste Nvidia-Karte mit dem maximalen Turbo agieren, schrumpft die Differenz auf ein Prozent.

Die Drei-Monitor-Auflösung 5.760 × 1.080 gefällt der Hawaii-Grafikkarte dann noch besser, denn in dieser Auflösung liefert die Radeon R9 290X 13 Prozent mehr Leistung als die GeForce GTX 780 und vier Prozent mehr Leistung als die GeForce GTX Titan. Die Radeon HD 7970 GHz Edition ist dagegen 17 Prozent langsamer. Bei maximalen Turbo ändert sich das Bild kaum. Die AMD-Karte legt um neun Prozent zu, das Nvidia-Pendant um elf Prozent.

Bei achtfacher Kantenglättung kann die Radeon R9 290X zwar die GeForce GTX 780 mit einem fünf prozentigen Vorsprung schlagen, muss sich der GeForce GTX Titan mit einer Differenz von zwei Prozent aber knapp geschlagen geben. Bei maximalem Turbo agiert die Radeon R9 290X vier Prozent schneller als die GeForce GTX Titan, die durch den höheren Turbo weitere sieben Prozent zügiger ist. Die Differenz zur Radeon HD 7970 GHz Edition liegt bei 24 (Quiet) beziehungsweise 32 Prozent (Uber).

In 2.560 × 1.600 liegt die Radeon R9 290X sowohl mit dem Standard- als auch mit dem schnelleren BIOS minimal vor der GeForce GTX Titan. Die GeForce GTX 780 wird um neun beziehungsweise 20 Prozent geschlagen. Mit dem Uber-BIOS setzt sich die Radeon R9 290X fast um das maximal theoretisch Mögliche von der Radeon HD 7970 GHz Edition ab, was die Rohleistung (abgesehen von der Pixelfüllrate) betrifft. Theoretisch möglich sind rund 37 Prozent, erreicht werden 34 Prozent.

Unter 5.760 × 1.080 ist die Radeon R9 290X dann ein wenig schneller als die GeForce GTX Titan, unabhängig vom Turbo-Modus. Der Vorsprung zur Vorgängergeneration beträgt hohe 46 Prozent – dort spielt unter anderem der größere Speicher eine kleine Rolle.

Leistung mit SSAA

Moderne GPU-Generation sind ohne Weiteres dazu in der Lage, bei vielen Spielen das hochwertige Super-Sampling-Anti-Aliasing anzuwenden, das optisch teils deutlich besser aussieht als das traditionelle Multi-Sampling-AA (oder andere AA-Verfahren). Sowohl aktuelle AMD- als auch Nvidia-Generationen unterstützen mittlerweile SSAA unter allen gängigen APIs bis hinauf zu DirectX 11, weswegen wir uns dazu entschieden haben, zusätzlich ein SSAA-Rating einzuführen. Da mittlerweile sowohl AMD als auch Nvidia über eine automatische LOD-Anpassung bei der Nutzung von SSAA verfügen, hat keiner der beiden einen generellen Vorteil bei der Bildqualität.

Bei der hochwertigen Super-Sampling-Kantenglättung kann die Radeon R9 290X unter 1.920 × 1.080 zwar die GeForce GTX 780 um sechs Prozent schlagen, muss sich der GeForce GTX Titan aber um drei Prozent geschlagen geben. Vom gelockerten Turbo kann die Nvidia-Grafikkarte dann ein wenig mehr als AMD profitieren.

Unter 2.560 × 1.600 ändert sich mit dem Standard-Turbo nichts. Lässt man der Radeon R9 290X dagegen freien Lauf, kann diese zur maximierten GeForce GTX Titan auf bis zu zwei Prozent aufschließen. Die ältere Radeon HD 7970 GHz Edition liegt klar zurück.

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