2/4 AMD A10-7800 „Kaveri“ im Test : Gleiche Leistung, weniger Stromverbrauch

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Testergebnisse

ComputerBase testet verschiedene Aspekte der Kaveri-APUs. Neben der reinen CPU- und der Spieleleistung spielt der Aspekt der GPU-Computing-Performance eine große Rolle. Aufgrund der geringeren TDP des neuen Modells rückt auch die Leistungsaufnahme in den Fokus. Zudem ist das Feature der variablen TDP der APUs von Interessen, mit dem simuliert wird, wie sich der neue A10-7800 mit 65 Watt gegen einen auf 65 Watt reduzierten A10-7850K schlägt. Für sämtliche Testreihen kommt der Catalyst 14.7 RC zum Einsatz.

Als Konkurrenz findet sich im Artikel der Intel Core i3-4330 wieder, der mit 107 Euro (Handel) etwas günstiger als der A10-7800 ist. Darüber hinaus tritt der i5-4670K an, der mit 195 Euro (Handel) deutlich teurer ist. Der Intel-Treiber hört auf die Versionsnummer 15.36.0.3652.

CPU-Benchmarks

Aufgrund der überlegenen CPU-Architektur von Intel kann sich der teurere Core i5-4670K in POV-Ray und in TrueCrypt bei Weitem von der Konkurrenz von AMD absetzen. Der etwas günstigere Core i3-4330 kann sich hingegen nicht uneingeschränkt behaupten und muss sich in POV-Ray knapp dem A10-7800 geschlagen geben. In TrueCrypt erreicht er ein Unentschieden.

Der PCMark 8 verfügt neuerdings über eine OpenCL-Beschleunigung, sodass der eigentlich als CPU-Test konstruierte Benchmark für einige Testreihen auch die GPU zur Hilfe nehmen kann. Dies beschleunigt die Kaveri-APUs deutlich, während die Haswell-CPUs kaum profitieren. Alle AMD-APUs liegen deutlich vor den Intel-CPUs.

Spielebenchmarks

In das Spielerating fließt Plants vs. Zombies: Garden Warfare unter Verwendung der DirectX- und nicht der Mantle-API ein.

Performancerating - Spiele
Angaben in Prozent
    • AMD A10-7850K
      106,8
    • AMD A10-7850K (65W)
      102,9
    • AMD A10-7850K (DDR3-2.133)
      101,6
    • AMD A10-7800
      100,0
    • AMD A10-7700K
      95,2
    • AMD A8-7600
      94,5
    • AMD A10-7850K (45W)
      92,4
    • AMD A10-7800 (45W)
      89,4
    • Intel Core i5-4670K
      60,4
    • Intel Core i3-4330
      56,0

Der AMD A10-7800 liefert trotz niedrigerer TDP von 65 statt 95 Watt eine dem A10-7850K fast identische Spieleleistung ab. Der Rückstand von sechs Prozent ist zu einem großen Teil auf die Möglichkeit des Einsatzes von DDR3-2.400-Speicher beim A10-7850K anstatt DDR3-2.133 beim A10-7800 verursacht. Auf dem A10-7800 verursacht der Einsatz des schnelleren Speichers einen schwarzen Bildschirm beim Booten. Ist der A10-7850K auch nur mit DDR3-2.133 ausgestattet, beträgt die Differenz nur noch knapp zwei Prozent. Bei verringerter TDP-Einstellung und schnellem Speicher ist der A10-7850K drei Prozent zügiger unterwegs als der A10-7800.

AMD will bei dem A10-7800 vor allem die konfigurierbare TDP von 45 Watt optimiert haben. In Spielen ist davon aber nichts zu bemerken, denn bei einer TDP von 45 Watt ist die neue APU drei Prozent langsamer als der A10-7850K mit 45 Watt. Die Leistung bei der TDP-Reduzierung verringert sich um elf Prozent, beim A10-7850K sind es dagegen minimal geringere zehn Prozent.

Die beiden im Vergleich vertretenen Intel-CPUs sind gegen die Kaveri-APUs in Spielen völlig chancenlos. Der Core i3-4330 liegt 44 Prozent hinter dem A10-7800 zurück. Beim rund 50 Euro teureren Core i5-4670K bleibt ein Rückstand von immer noch 40 Prozent.

Der Augenmerk bei den einzelnen Spieletests liegt auf Plants vs. Zombies: Garden Warfare. Denn das Spiel auf Basis der Frostbite-3-Engine unterstützt die Low-Level-API Mantle, von der die Kaveri-APU deutlich profitiert. Erreicht der A10-7800 unter DirectX 11 nur bedingt spielbare 26,6 Bilder pro Sekunde, erhöht sich die Bildwiederholrate unter Mantle bei ansonsten gleichen Einstellungen deutlich auf 39 FPS. Der Wechsel der API verhilft zu einer Steigerung von 47 Prozent.

GPU-Computing

Beim GPU-Computing hat AMDs Kaveri-APUs aufgrund der GCN-GPU klar die Nase vorn. Sieht Kaveri bei reiner CPU-Beschleunigung kein Land gegen die Haswell-Konkurrenz, dreht sich dieses Ergebnis bei Zuhilfenahme der GPU – die bei Intel in OpenCL-Applikationen mitunter streikt – um. Der AMD A10-7800 ist dann in etwa um den Faktor zwei bis vier schneller als der etwas günstigere Intel Core i3-4330.

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