Spieleverkäufe: PC-Spieler greifen mehrheitlich zum Download

Parwez Farsan
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Spieleverkäufe: PC-Spieler greifen mehrheitlich zum Download
Bild: OfficialFR | CC BY 2.0

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat aktuelle Zahlen zum Umsatz mit Spielen und Konsolen-Hardware in Deutschland sowie zur Verteilung der Spiele auf Downloads und physische Medien veröffentlicht. Dabei zeigen sich große Unterschiede im Kaufverhalten von PC- und Konsolenspielern.

PC- und Konsolenspiele zusammengenommen, wurden 2014 insgesamt 32 Prozent der Spiele als Download verkauft – eine Steigerung von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2013, als 21 Prozent der Spielekäufe Downloads waren. Dabei wird für Downloads im Schnitt weniger gezahlt, 76 Prozent kosten weniger als 20 Euro. So erklärt sich auch, dass der Anteil der Downloads am Umsatz mit Spielen nur 19 Prozent beträgt. Zwischen PCs und Konsolen gibt es allerdings erhebliche Unterschiede im Kaufverhalten.

Spiele-Downloads für PCs und Konsolen
  • Anteil am Gesamtabsatz:
    • 2014
      32,0
    • 2013
      21,0
    • 2012
      16,0
    • 2011
      9,0
    • 2010
      7,0
  • Anteil am Gesamtumsatz:
    • 2014
      19,0
    • 2013
      11,0
    • 2012
      9,0
    • 2011
      4,0
    • 2010
      3,0
Einheit: Prozent

Im PC-Bereich wurden im vergangenen Jahr mit 58 Prozent erstmals mehr als die Hälfte der Spiele als Download gekauft. Ein Jahr zuvor waren es noch 37 Prozent. Auch beim Umsatz wurde im letzten Jahr nach 33 Prozent ein Jahr zuvor mit 52 Prozent der größte Teil mit Downloads erzielt.

Ganz anders das Bild auf dem Konsolenmarkt: Lediglich neun Prozent der im letzten Jahr in Deutschland verkauften Spiele waren Downloads. Gegenüber 2013, als es acht Prozent waren, gab es hier kaum eine Steigerung. Ähnlich sieht es beim Umsatz aus, der Anteil stieg im letzten Jahr von drei auf fünf Prozent.

Deutliche Unterschiede gibt es zudem zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2014. In der ersten Jahreshälfte Betrug der Anteil der Downloads für PCs und Konsolen 38 Prozent, im zweiten Halbjahr sank er auf 23 Prozent. Entsprechend fiel auch der Anteil am Umsatz aus: 27 Prozent im ersten Halbjahr, 15 im zweiten. Die Ladenversionen der PC-Spiele werden vor allem bei Blockbuster-Titeln und Sondereditionen bevorzugt. Downloads sind unter anderem bei älteren Spielen und Paketen beliebt.

Gesamtmarkt digitale Spiele 2014
Gesamtmarkt digitale Spiele 2014 (Bild: BIU)

Ein starkes Wachstum wurde auch bei den Umsätzen mit Mikrotransaktionen erzielt. Während der Gesamtumsatz 2014 um 11 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro stieg, legten Mikrotransaktionen innerhalb eines Jahres von 209 auf 477 Millionen Euro zu.

Basis Umsatz- und Verkaufszahlen sind die Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschumg (GfK), die unter anderem auf einer repräsentativen Befragung von 25.000 Konsumenten beruhen.