Intel NUC mit Core i7 im Test: Mit 28-Watt-CPU und Iris zur 4K-HEVC-Wiedergabe

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Volker Rißka
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Die Installation

Intels NUCs kommen traditionell nur mit dem Gehäuse samt verbauter Platine in den Handel, dies gilt auch für das neue Flaggschiff der Familie. Der Käufer muss sich deshalb DDR3-Arbeitsspeicher vom Standard SODIMM mit 1.600 MHz bei 1,35 Volt selbst im Handel besorgen, vornehmlich in Form von zwei Modulen. Die Preise beginnen für Module mit Kapazitäten von 4 GByte bei rund 25 Euro. Neu ist bei der 2015er-NUC-Generation die Nutzung des M.2-Steckplatzes für Massenspeicher, in diesem Fall mit vier PCI-Express-Lanes. Diese SSDs gibt es in den Längen von 42, 60 und 80 mm zu Preisen ab knapp 40 Cent pro Gigabyte. Alle drei Größen passen auch im NUC.

M.2-Slot mit schneller SSD bestückt
M.2-Slot mit schneller SSD bestückt

Sind die Hardware-Einkäufe abgeschlossen, macht der NUC mit Core i7-5557U dank aktuellster Intel-Plattform keine Probleme bei der Installation und in Windows 8.1. Nach der Windows-Installation sollte beim Grafiktreiber für die neue Iris 6100 wie üblich noch einmal selbst Hand angelegt werden, dieser steht jedoch direkt bei Intel oder Download-Archiv von ComputerBase zur Verfügung. Intel hat sich in diesem Bereich mehr Updates als in der Vergangenheit verschrieben, in diesem Jahr gab es deshalb auch bereits mehrfach verbesserte Treiber.

Auch beim neuen WLAN-Modul nach neuestem M.2-Standard sowie dem verbauten Infrarot-Empfänger ist noch einmal persönliche Aufmerksamkeit erforderlich. Für aktualisierte Programme, Treiber und Tools bietet die Hersteller-Webseite eine umfangreiche Auswahl, sodass dem normalen Windows-Einsatz keine Probleme im Weg stehen.

Intel Core i7-5557U mit Iris 6100 im NUC
Intel Core i7-5557U mit Iris 6100 im NUC

OpenELEC (Kodi) im Einsatz

Als alternatives Betriebssystem für den Einsatz als Media-Center wird auch für den schnellsten NUC auf das bekannten OpenELEC zurückgegriffen. Diesbezüglich gibt es keine Unterschiede zu den bisher getesteten Mini-PCs. Für den ComputerBase-Test kommt OpenELEC in Form der Version 5.0.8 von Ende März 2015 zum Einsatz.

Intel NUC in OpenELEC 5.0.8
Intel NUC in OpenELEC 5.0.8
Broadwell-GT3 als Grafiklösung erkannt
Broadwell-GT3 als Grafiklösung erkannt

Die Medienwiedergabe macht im Betrieb erwartungsgemäß keinerlei Probleme. Der Tagesschau-Livestream funktioniert problemlos und auch ein Full-HD-Video wird vom Mini-PC anstandslos wiedergegeben. Die Leistungsaufnahme des gesamten Systems liegt beim Livestream bei 11 bis 12 Watt, bei CPU-Temperaturen von nur rund 50 Grad bleibt der Lüfter zudem nahezu unhörbar. Liegt keine Last an, taktet das System sauber herunter, die Temperaturen vom Chip fallen auf deutlich unter 40 Grad.