Quartalszahlen: Apple verkauft 231 Millionen iPhones in einem Jahr

Jan-Frederik Timm
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Quartalszahlen: Apple verkauft 231 Millionen iPhones in einem Jahr

Apple hat im vergangenen Quartal abermals Umsatz, Gewinn und Marge gegenüber dem Vorjahresquartal steigern können. Mit 51,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und 11,1 Milliarden US-Dollar Gewinn wurde das Vorjahresergebnis um 22 respektive 31 Prozent übertroffen. Im gesamten Fiskaljahr wurden 231 Millionen iPhones verkauft.

Nie zuvor hat Apple dabei mehr iPhones in einem 4. Quartal des Fiskaljahres abgesetzt. Mit einem Anteil von 63 Prozent am Konzernumsatz baut das iPhone seine Stellung als wichtigstes Produkt im Portfolio weiter aus. Steigende Durchschnittspreise sorgten für einen Umsatzwachstum der Sparte um 35 Prozent bei 22 Prozent mehr abgesetzten Einheiten.

Allzeitverkaufsrekord für den Mac

Einen neuen Allzeitverkaufsrekord konnte die Sparte Mac für sich verbuchen: 5,7 Millionen stationäre und mobile Rechner konnten abgesetzt werden. Umsatz und Stückzahl stiegen in dieser Sparte proportional.

Das iPad hat mit 9,9 Millionen abgesetzten Geräten erstmals seit Jahren die magische Grenze von 10 Millionen verkauften Einheiten unterschritten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen weiteren Rückgang um 20 Prozent, gegenüber dem Ergebnis von vor zwei Jahren sank die Stückzahl gar um 42 Prozent. Mit dem iPad Pro versucht Apple dem Segment zum Jahresende neuen Auftrieb zu verleihen.

Produkt Q1
2013
Q2
2013
Q3
2013
Q4
2013
Q1
2014
Q2
2014
Q3
2014
Q4
2014
Q1
2015
Q2
2015
Q3
2015
Q4
2015
ggü.
Vorjahr
iPhone 47,8 37,4 31,2 33,8 51,0 43,7 35,2 39,3 74,5 61,2 47,5 48,0 + 22 %
iPad 22,9 19,5 14,6 14,1 26,0 16,4 13,3 12,3 21,4 12,6 10,9 9,9 – 20 %
Mac 4,1 4,0 3,8 4,6 4,8 4,1 4,4 5,5 5,5 4,6 4,8 5,7 + 3 %
iPod 12,7 5,6 4,6 3,5 6,0 2,8 2,9 2,6
Absatz nach Produktgruppen in Mio. Einheiten

Keine Stückzahlen für Apple Watch

Stückzahlen schuldig bleibt Apple auch weiterhin bei den Produktreihen Apple Watch, Apple TV und mittlerweile auch iPod, die sich zusammen mit Produkten der Marke Beats und eigenem sowie lizenzierten Zubehör in der Sparte „sonstige Produkte“ wiederfinden. Der Umsatz der gesamten Sparte konnte gegenüber dem Vorjahr um 61 Prozent auf jetzt drei Milliarden US-Dollar angehoben werden. In der Telefonkonferenz im Anschluss an die Bekanntgabe der Quartalszahlen gab Apple an, die Verkaufszahlen der Apple Watch würden von Quartal zu Quartal weiter steigen und über den eigenen Erwartungen liegen. Bei den Dienstleistungen wie iTunes, Apple Music, iCloud, Apple Pay und Apple Care belief sich das Wachstum auf zehn Prozent auf nunmehr 5,1 Milliarden US-Dollar. Insbesondere aufgrund fallender Kosten stieg die Marge nach Abzug variabler Kosten deutlich von 38,0 auf 39,9 Prozent.

China überholt Europa

Apple, über Jahrzehnte fest auf dem US-Markt verankert, erwirtschaftet mittlerweile 62 Prozent des Umsatzes im Ausland. In China konnte der Konzern gegenüber dem Vorjahr um 99 Prozent höhere Umsätze verbuchen, damit hat China Europa als zweitgrößten Absatzmarkt für Apple überholt. Umsatztreiber war auch hier das iPhone, dessen Verkaufszahlen sogar um 120 Prozent stiegen.

Apple: Umsätze und Gewinne seit Q1/2000
-1.00019.25039.50059.75080.000Millionen US-Dollar Q1/2000Q3/2000Q1/2001Q3/2001Q1/2002Q3/2002Q1/2003Q3/2003Q1/2004Q3/2004Q1/2005Q3/2005Q1/2006Q3/2006Q1/2007Q3/2007Q1/2008Q3/2008Q1/2009Q3/2009Q1/2010Q3/2010Q1/2011Q3/2011Q1/2012Q3/2012Q1/2013Q3/2013Q1/2014Q3/2014Q1/2015Q3/2015

Laut Apple liegt der Anteil der iPhone-Käufer, die zuvor ein Smartphone mit Android besaßen, bei mittlerweile 30 Prozent. Nie zuvor habe die Quote so hoch gelegen. iOS 9 schickt sich derweil an, die am weitesten verbreitete Software von Apple aller Zeiten zu werden.

205 Milliarden US-Dollar Kassenstand

Apple hat innerhalb der letzten drei Monate 17 Milliarden US-Dollar durch Dividendenzahlungen oder den Rückkauf eigener Aktien an Investoren ausgeschüttet. Insgesamt hat der Konzern mittlerweile 143 Milliarden der anvisierten 200 Milliarden US-Dollar ausgezahlt. Die Bargeldreserven des Konzerns steigen trotzdem weiter: 205 Milliarden US-Dollar wog die Kasse zum Quartalsende am 26. September.