3/4 Welchen Speicher für Skylake? : DDR3-1.333 und DDR4-3.000 trennen wenige Prozent

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Testergebnisse

Wie ComputerBase Prozessoren testet, kann in diesem Artikel detailliert nachgeschlagen werden. Für alle der folgenden Tests kam ein Core i7-6700K zum Einsatz.

Benchmarks mit diskreter Grafik

In der ersten Runde stellen sich die insgesamt 16 Kombinationen aus Speicher und Mainboard den theoretischen Tests. Dort sind Unterschiede beim Speicher schnell zu sehen, haben Programme wie SiSoft Sandra 2015, Aida 64 und auch der Euler3d-CFD-Benchmark in integrierten Tests doch einen Schwerpunkt auf Speicher gelegt.

In der zweiten Runde folgen typische Tests aus dem Alltag. Mit dabei sind zwei Pack-Programme (ein integrierter und ein realer Pack-Test), Rendering-Anwendungen und das Video-Konvertierungs-Tool Handbrake. Die drei Spiele The Witcher 3, Total War: Attila und Sid Meier's Civilization: Beyond Earth runden den Alltags-Tests ab.

Theoretische Tests

Die synthetischen Benchmarks zeigen die Vorteile, die schneller Speicher vornehmlich in der Theorie liefern kann. DDR4-3.000 ist dem Aida-Speichertest zufolge doppelt so schnell wie altbackener DDR3-1.333-Speicher, doch der Alltag sieht ganz anders aus.

Einen besonderen Blick ist schneller DDR3-Speicher wert. Dank guten Timings, bei denen DDR3-Speicher denen von DDR4 nach wie vor überlegen ist, liegt selbst in den theoretischen Tests DDR3-2.133 mit DDR4-2.400 auf Augenhöhe, während DDR3-1.866 und DDR4-2.133 gleichauf liegen. DDR3-1.600 als bisheriger Standardspeicher verliert jedoch schnell 7 bis 8 Prozent, DDR3-1.333 läuft in theoretischen Tests deutlich hinterher.

Der Blick auf das Timing-Experiment bei DDR4-2.400 zeigt, dass Timings in theoretischen Tests für Unterschiede sorgen können. Das Modulpaar mit schnellen Timings von 15-15-15-35-1T gewinnt gegenüber 16-16-16-39-2T auf der gleichen Platine je nach Test bis zu fünf Prozent.

Mit einem Blick auf die Mainboards zeigt sich: Die Platinen von Asus sind bei DDR4 oder DDR3 sehr schnell, die Biostar-Platine mit beiden Speichermöglichkeiten steht dem jedoch kaum nach. Das 500 Euro teure Gigabyte-Flaggschiff hingegen mag viele der Speichertests nicht besonders und liegt leicht zurück.

Alltagsanwendungen und Spiele

Am Ende sind es jedoch nicht die theoretischen Tests, die interessieren, sondern der Alltag. Hier schiebt sich das Feld erwartungsgemäß deutlich zusammen, nur mit einem Wimpernschlag kann sich DDR4-3.000 gegenüber schnellem DDR3-2.133 behaupten. Zwischen der schnellsten und der langsamten Konstellation liegen nur noch sechs Prozent.

Der Blick in die Einzelwertungen zeigt: Während sich schnellerer Speicher beim realen Packen in WinRAR sauber nach Takt aufreiht, verschwimmt das Bild bei der Video-Umwandlungen mit Handbrake. Bei Spielen zeigt sich The Witcher 3 komplett unbeeindruckt vom Speicher, Total War Attila reagiert in riesigen Schlachten positiv auf schnelleren Speicher – das gilt auch für den letzten Ableger der Civilization-Reihe.

Bei den Mainboards bestätigt sich das Bild: Die Gigabyte-Platine hängt bei gleichem Speicherstandard wie die Mitbewerber leicht zurück. Das Mainboard hat mitunter mehr Einfluss als zwei, drei oder gar vier Sprünge in die nächst höhere Speichergeschwindigkeit.

Benchmarks mit integrierter Grafik

Obwohl die in den Skylake-Prozessoren integrierte Grafikeinheit nicht einen derart schnellen Speicher wie AMDs APU-Familie rund um die aktuellen Kaveri benötigt, lässt sich mit schnellerem Speicher auch bei Intel die GPU-Leistung ein Stück verbessern.

Die Zugewinne fallen bei Verwendung eines Intel Core i7-6700K und der integrierten HD 530 mit neuem DDR4-Speicher im Mittel über sieben Mainstream-Spiele, die in normalen Einstellungen auch für integrierte Grafikeinheiten geeignet sind, leicht höher aus als bei klassischen Anwendungen und Spielen mit diskreter Grafik. An die Unterschiede in den theoretischen Tests kommen sie aber nicht heran.

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