Vorwort
DDR333 - Sinn oder Unsinn? Im Rahmen unserer KT333-Reviews konnten wir dem Speicher trotz des asynchronem Betriebs durchaus einen positiven Nutzen abgewinnen - Allerdings nur mit sehr gutem Speicher, so unser Fazit. Doch welcher RAM ist sehr gut? Wir haben uns zwölf aktuelle und DDR333 kompatible Module eingeladen und auf Herz und Niere getestet. So gaben sich OCZ [1], Crucial [2], Corsair [3], Mushkin [4], Nanya [5], Kingston [6], Kingmax [7] und Samsung [8] die Ehre und traten an sie zu verteidigen.
Plattform-Philosophie
Ob Glaubenskrieg oder nicht, in einer Eigenschaft unterscheiden sich Intels und AMDs Board-Architekturen eklatant voneinander: Der Speicheranbindung. Während alle Athlon CPUs ab Athlon C mit einem 133MHz FSB (DDR266) arbeiten, konnte die Speicheranbindung zwar auf 166MHz gesteigert werden (der nForce 2 ermöglicht sogar 200MHz), doch der limitierte Front-Side-Bus verhindert auch weiterhin einen wirklichen Praxisnutzen. Nichtsdestotrotz kann auch hier ein guter DDR333 Sinn machen, denn zum einen verhilft der Speicher dem System letztendlich doch zu einem kleinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den alten Varianten. Zum anderen bleibt mit hochwertigem RAM eine Menge Freiraum zum Übertakten des Systems. Bei den Pentium 4 Systemen, die über einen FSB von 400 bzw 533MHz verfügen, kann der Speicher hingegen auch mit der Bandbreite strotzen und so der CPU die benötigten Daten liefern. Um diesem Umstand gerecht zu werden, haben wir den Speicher auf zwei verschiedenen Plattformen zu Höchstleistungen getrieben, um jedem Besitzer die benötigten Informationen für eine Kaufentscheidung zu liefern.
Testfeld
Im Rahmen dieses Tests haben wir uns zwölf verschiedene Speichermodule namenhafter Hersteller näher angesehen. Getestet wurde der XMS3000 von Corsair, der sich in zahlreichen Testberichten einen guten Ruf gemacht hat, Microns erster DDR333 Speicher, wie er im Internet über Crucial zu erwerben ist (kein Engineering Sample) sowie DDR333 ValueRAM von Kingston und Module mit entsprechenden Taktraten von Nanya. Das Testfeld wird durch DDR400 Module von OCZ und Samsung (Engineering Sample) komplettiert. Inzwischen wurde das Testfeld deutlich erweitert. Alles in allem durften sich damit folgende Speicher in unserem Test behaupten:




- 2x 256MB Corsair XMS3000
- 2x 256MB Crucial DDR333
- 2x 256MB Kingston ValueRAM DDR333
- 2x 256MB Nanya DDR333
- 1x 256MB OCZ DDR400
- 2x 256MB Samsung DDR400
Neu:
- 2x 256MB Corsair XMS2700C2
- 2x 256MB Corsair XMS3200C2
- 1x 256MB Kingmax DDR333
- 1x 256MB Mushkin PC3000
- 1x 256MB Mushkin PC3200
- 2x 512MB Nanya DDR333
Insgesamt dürften hiermit alle wichtigen Preisklassen vertreten sein. Da es sich dabei durchgängig um Markenmodule handelt, haben wir uns erlaubt, die SPD-Informationen, die jedes Speichermodul auf einem kleinen EPROM mit sich bringt, auszulesen und auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.
Testsystem
Das Grundgerüst für die Athlon XP Plattform bildet das von uns kürzlich getestete Asus A7V333 mit VIA KT333 Chipsatz. Als Prozessor nutzten wir einen gelockten Athlon XP 1700+ (1466 MHz). Das Mainboard erlaubt bis zu einem Frontside-Bus von 145 MHz einen RAM-Teiler von 4:5, so dass der Arbeitsspeicher in diesem Fall mit ca. 181 MHz betrieben wurde. Der Prozessor lief in diesem Fall mit dem Takt eines Athlon XP2000+ (1667 MHz). Ohne aufwendige Kühlung eine schon beachtliche Leistung. Die Speichertests für die Athlon Plattform waren somit nur bis zu einem Speichertakt von 181 MHz möglich. Allerdings sollte sich hier schon die Spreu vom Weizen trennen.
Für höhere Speichertakte bequemten wir das schon etwas ältere Asus P4S333, das inzwischen in Form des P4S533 einen Nachfolger gefunden hat. Unter Einsatz eines 400 MHz Pentium 4 bietet das Mainboard einen RAM-Teiler von 3:5. Dadurch wird der Speicher bei einem Frontside-Bus von 100 MHz mit 166 MHz betrieben. Dieser Teiler ist bis zu einem Takt unterhalb von 133 MHz verfügbar. So konnten bei einem FSB von 120MHz einen RAM-Takt von 200MHz fahren und alle Module ausreizen. Dadurch durften auch die zwei DDR400 Module unter Beweis stellen, dass sie ihren versprochenen Takt auch wirklich mit einem stabilen Betrieb bedankten. An für sich sollte die Pentium 4 Plattform durch einen 2,53 GHz Pentium 4 gestellt werden. Da dieser allerdings mit einem Frontside-Bus von 133 MHz (533 MHz) betrieben wird, war sogleich der wichtige RAM-Teiler 3:5 verschwunden.
Als Grafikkarte diente in beiden Fällen eine GeForce4 Ti4400 von Asus. Die DIMM-Spannung auf dem A7V333 betrug 2,6 Volt und beim P4S333 2,7 Volt. Im Folgenden die detaillierte Systemauflistung um Fragen vorzubeugen.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,0 GHz (FSB400, Northwood)
- AMD Athlon XP 1700+ (FSB133, Palomino)
- Motherboard
- Intel Plattform: Asus P4S333 [9] (SiS645) - mit einem Modul
- AMD Plattform: Asus A7V333 [10] (KT333) - mit zwei Modulen, wenn vorhanden
- Arbeitsspeicher
- 2x 256MB Corsair XMS3000
- 2x 256MB Crucial DDR333
- 2x 256MB Kingston ValueRAM DDR333
- 2x 256MB Nanya DDR333
- 1x 256MB OCZ DDR400
- 2x 256MB Samsung DDR400
- Grafikkarte
- Asus V8440 (GeForce4 Ti4400)
- Festplatten
- IBM IC35L040 IDE (ATA100)
- Peripherie
- Asus 50x
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.41
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.00.1009 + Intel Application Accelerator 2.2
- AMD Platfform: VIA 4in1 4.40
- Software
- Windows XP Professional
Timing-Übersicht
Da die von uns getesteten Speichermodule verständlicher Weise nicht mit bei jedem Takt mit schnellsten Timings-Stabil betrieben werden konnten, haben wir uns die irrwitzige Aufgabe gestellt und die Module von Corsair mit allen möglichen Timing-Kombinationen bei einem Speichertakt von 166 MHz betrieben. Zwar hören sich Optionen wie 'CAS Latency' oder 'Command Rate' unglaublich technisch und kompliziert an, ihren wirklichen Praxisnutzen kennt jedoch kaum jemand. Unsere Tabelle soll hierüber Aufschluss geben und im Vergleich mit DDR266 zeigen, wie viel Sinn DDR333 mit langsamen Timings macht. Die Tests wurden auf dem Asus A7V333 [9] durchgeführt.
Sandra Speicherbenchmark
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Zwar fallen die Ergebnisse im reinen 'Bandbreiten-Benchmark' Sandra 2002 nicht außerordentlich unterschiedlich aus. Allerdings erkennt man in diesem Diagramm recht deutlich, welchen vergleichsweise großen Einfluss doch die 1T Command-Rate auf Speicherbandbreite hat. Auch wenn die Unterschiede minimal sind, so werden die ersten 8 Plätze von Timing-Kombinationen belegt, bei den 1T aktiviert wurde. Sogar CAS 2.5 bei sonst schnellsten Timings kann sich hier an das obere Ende des Diagramms schieben. Speicher mit einem Takt von 266 MHz liegt zwar am Ende des Diagramms, allerdings trennen hier den Spitzenreiter (333-2.0-2-2-5-1) und den handelsüblichen 266 Speicher (266-2.0-2-2-5-1) nur etwas mehr als 50 MB/s Datendurchsatz. Dies entspricht einem Leistungsunterschied von gerade einmal 2,5 Prozent. Wesentlich interessanter sind da schon die 3DMark 2001 SE Ergebnisse, der neben der Bandbreite vorallem von schnellen Zugriffen profitiert.
Madonion 3DMark2001SE
Angaben in Punkten
|
Beim 3DMark2001 SE finden sich auf den ersten 16 Plätzen - bis auf zwei Ausreißer mit 2T Command-Rate Timing - Varianten mit 1T wieder. In der Praxis ist dieses Feature damit noch etwas wichtiger als in den theoretischen Sandra Speicherergebnissen. Der letzte Schritt sollte daher das deaktivieren der 1T Command-Rate sein, wenn der Speicher nicht so will, wie es dem Benutzer lieb wäre. Auch hier ist CAS 2.5 nicht allzu weit abgeschlagen, so dass man Speicher, der bei 166 MHz nicht mit CAS 2.0 zum Laufen zu bewegen ist, nicht gleich verdammen sollte. Insbesondere beim 3DMark kann sich der alte DDR266-Speicher gut behaupten. Bevor man also sehr schlechten DDR333-Speicher in den Warenkorb legt, sollte man zwei Mal darüber nachdenken, ob es der alte Speicher nicht noch tut - vorausgesetzt er schafft die schnellsten Timings.
Corsair XMS2700C2 (neu)
Der XMS2700 von Corsair ist der kleine Bruder des XMS3000, der im ersten Teil des Speicher-Rounups als klarer Übertaktungs-Sieger mit ausgezeichneten Timings über die Ziellinie, die 200 MHz-Marke, zog. Bei den „kleinen“ XMS2700 werden bei 166 MHz etwas langsamere Timings garantiert. Laut Corsair ist 2.0-3-3 und aktivierte 1T Command-Rate problemlos möglich. Da der XMS3000 jedoch darüber hinaus auf höheren Takten mit besseren Timings als angegeben betrieben werden konnte, setzen wir in die XMS2700 die gleichen Hoffnungen. Vielleicht sind gar mit dem XMS3000 identische Timings bis zum Ende der Skala für weniger Geld möglich? Mit diesen Gedanken haben wir das XMS2700 in unser Speicher-Roundup aufgenommen.


Uns standen zweimal 256MB der XMS2700 mit garantierter 2.0 CAS Latency (genau CMX256A-2700C2) in der Revision 1.3, erkennbar an dem Aufkleber auf den Speicherriegeln, für unseren Test zur Verfügung. Demnach wurde der Speicher bereits mehrfach überarbeitet, um wirklich das letzte Quäntchen Performance aus ihm heraus zu holen. Es handelt sich abermals um Single Sides Module, wie man an den SPD-Informationen sehr schön erkennen kann.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-2700C2 |
- Corsair CMX256A-2700C2 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-233-700 (CL2.5 upto 167 MHz) (CL2 upto 167MHz)
Das SPD von Corsair ist soweit komplett und lässt, ebenso wie beim XMS3000, nur wenig Ansatz für Kritik. Der Hersteller-Code (7F 7F 9E) verweist korrekt auf Corsair und sogar Intels Spec Einträge sind ebenfalls ansatzweise vorhanden. Dennoch fehlt nach wie vor der Eintrag der Serien-Nummer oder beispielsweise der Fertigungswoche.
Auch die XMS2700 kommen als besonderes Extra mit einem Aluminium Heat-Spreader daher, um die entstehende Abwärme abzuführen. Corsair bietet auf die Module eine lebenslange Garantie. Die Lieferung der Module erfolgt, bei direkter Bestellung bei Corsair, in einer stoßsicheren Plastikhülle.
Kommen wir nun zu den Testergebnissen. Ob die Module die hohen in sie gesteckten Erwartungen werden erfüllen können?
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Die Module starten gut ins Rennen. Ohne Probleme waren die schnellsten Timings bei 166 MHz Speichertakt möglich. Allerdings waren bereits bei 171 MHz Speichertakt Abstriche in den Timings nötig, um das System stabil betreiben zu können. Bei 181 MHz bleibt nur noch die 1T Command-Rate übrig, die man loben könnte. Damit brauchen wir uns wohl keine Weiteren Hoffnungen zu machen, die Leistungen eines teueren XMS3000 für etwas weniger Geld bereits beim XMS2700 zu erhalten.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserem Intel System waren leider von Anfang an nicht die schnellsten Timings möglich, obwohl die DIMM-Spannung höher war und damit die Signalqualität eigentlich besser ist. Trotz aller Probleme konnten wir mit langsamen Timings 200 MHz erreichen, wie der Vergleich auf der vorletzten Seite zeigt, jedoch zu lasten der Performance.
Corsair XMS3000C2
Mit dem Aufkommen von DDR333 hat sich Corsair schnell mit seinen ausgezeichneten XMS3000 Modulen ins Rampenlicht befördern können. Bei einem Speichertakt von 166 MHz werden die schnellsten 2.0-2-2 Timings bei 1T Command-Rate garantiert. Damit kann keiner der sonstigen Testkandidaten auftrumpfen. Bei einem Speichertakt von 185 MHz (Äquivalent zu DDR366 - 3 GByte/s Speicherbandbreite) garantiert Corsair 2-3-3-T1 bei einem, und 2.5-3-3-T1 bei zwei Modulen. Um dies garantieren zu können, testet Corsair alle Module auf verschiedenen Chipsätzen mit verschiedenen Mainboards. Beim Kauf eines Corsair Moduls kann man sich laut Hersteller seiner Qualitäten also sicher sein.
Bevor wir zum eigentlichen Test kommen, werfen wir noch kurz einen Blick auf das SPD unserer XMS3000 Module. Im Folgenden werden nur die für uns interessanten Informationen aufgelistet.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-3000C2 |
- Corsair CMX256A-3000C2 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-233-700 (CL2.5 upto 167 MHz) (CL2 upto 167MHz)
Das SPD von Corsair ist soweit komplett und lässt nur wenig Ansatz für Kritik. Der Hersteller-Code (7F 7F 9E) verweist korrekt auf Corsair und sogar Intels Spec Einträge sind ansatzweise vorhanden. Die Konkurrenz verzichtet auf diese Einträge gänzlich. Dafür fehlen bei Corsair unter anderem die Angaben zur Herstellungswoche.
Ebenfalls ist im SPD sehr schön zu erkennen, dass es sich bei den XMS3000 um Single Sided Module handelt (No. Module Rows), so dass selbst Chipsätze, die nur vier Bänke ansprechen könne, mit vier Modulen arbeiten können.
Als besonderes Extra kommt der XMS3000 Speicher mit einem Aluminium Heat-Spreader daher, um die entstehende Abwärme abzuführen. Corsair bietet auf die Module eine lebenslange Garantie. Die Lieferung der Module erfolgte in einer stoßsicheren Plastikhülle.
Der Erste Eindruck konnte uns mehr als überzeugen, doch wie sieht es nun mit der Leistung des Speichers aus? Lassen wir den Worten Taten folgen.
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserer AMD-Plattform hat der Speicher keine Mühe bei einem Takt von 166 MHz mit den schnellsten Timings betrieben zu werden. Selbst bei einem Takt von 145 MHz (Speicher ca. 181 MHz) ließ sich der XMS3000 noch vollkommen stabil mit den schnellsten Timings betreiben, so dass nur noch die Pentium 4 Plattform bleibt, um den Speicher aus der Reserve zu locken.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Ohne viel vorweg zu nehmen, kann gesagt werden, dass der Speicher von Corair als einziger in der Lage war, auf unserer Pentium 4 Plattform bei 166 MHz mit einem ActivePreCharge Zyklus von 4 zu arbeiten. Bis zu einem Speichertakt von 188 MHz (113MHz - Teiler 3/5) war es möglich, den Speicher mit den schnellsten Timings zu fahren. Der Hersteller hat also wahrlich nicht zu viel versprochen, ja eher bescheiden kalkuliert. Durch das Anheben der DIMM-Spannung war sogar ein noch höherer Takt bei schnellsten Timings möglich. Allerdings sind 2,9 Volt (Standard 2,6) alles andere als gesund für den RAM. Ein Speichertakt von 200 MHz war bei immer noch guten Timings ohne Probleme möglich. Das Limit des XMS3000 konnten wir damit im Rahmen unseres Tests leider nicht erreichen, da hier der Pentium 4 nicht mehr weiter wollte.
Corsair XMS3200C2 (neu)
Vor kurzem erst vorgestellt und nun schon bei uns im Test. Die neuen XMS3200, bei denen bei 200 MHz doch sage und schreibe CL2 garantiert wird, bei 166 MHz sind dann selbstverständlich auch die schnellsten Timings ohne Probleme möglich. Da bereits der von uns gestesteten XMS3000 diese Timings bei den genannten Taktfrequenzen erreichen konnte, waren wir skeptisch. Sollte es sich gar um XMS3000 handeln, die einfach etwas mehr Gewinn abwerfen sollen? Unser Test wird zeigen, ob der neue XMS3200 wirklich mehr leistet als der bisherige Sieger des Speicher-Roundups.


Für den Test standen uns zwei 256MB XMS3200 der Revision 1.1 (CMX256A-3200C2) zur Verfügung. Es handelt sich abermals um Single Sided Module, die mit einem schönen Aluminium Heat-Spreader und lebenslanger Garantie bei uns eintrafen. An dem SPD gibt es hierbei abermals nichts auszusetzen.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-3200C2 |
- Corsair CMX256A-3200C2 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-233-700 (CL2.5 upto 167 MHz) (CL2 upto 167MHz)
Alles in allem ist das SPD des Corsair XMS3200 als gut zu bezeichnen. Alle wichtigen Werte sind vorhanden, allerdings ist der Speicher laut dem Wert für Cycle Time High CAS eigentlich nur für 166 MHz zugelassen. Auch der Eintrag der Serien-Nummer oder beispielsweise der Fertigungswoche bleibt leer. Ob der Speicher damit halten kann, was er verspricht? Lange Rede kurzer Sinn, kommen wir gleich zu unseren Testergebnissen.
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Besser kann man gar nicht mehr in unseren Test starten. Von Anfang bis zum Ende waren die schnellsten Timings möglich. Damit haben wir in diesem Test einen Gleichstand mit den XMS3000, die sich ebenfalls derart gut präsentieren konnte. Unser Pentium 4 System muss die Entscheidung bringen.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf den ersten Blick sollte auffallen, dass beim XMS3000 zum Start etwas bessere Timings möglich waren. Auch konnte dieser Speicher bis 188 MHz mit diesen ausgezeichneten Werten betrieben werden, der neue lief nur mit 178 MHz stabil bei diesen Timings. Allerdings beginnt der XMS3200C2 ab hier seine Aufholjagd, legt bei 192 MHz noch einen kurzen Zwischenstopp ein und erreicht die 200 MHz mit besseren Timings als der XMS3000 und bricht damit den bis dahin präsenten Rekord im 3DMark2001 SE. Corsair hat sich also nicht ausgeruht und konnte die eigenen Speichermodule nochmals verbessern. Wird der XMS3200C2 insgesamt die Spitzenposition übernehmen können? Der Vergleich auf der vorletzten Seite wird entscheiden.
Crucial DDR333
Als einer der ersten Hersteller konnte Crucial DDR333 Module liefern, die ausnahmslos der JEDEC Norm entsprachen. Da es für die JEDEC offiziell nur DDR333B (quasi Güteklasse B), mit anderen Worten DDR333 Speicher mit den langsamen Timings 2.5-3-3, gibt, ist es nicht verwunderlich, dass die Module von Micron, die über Crucial direkt bezogen werden können, nicht mit schärferen Timings auf den Aufdrucken prahlen. Die Module erreichten uns in einer gepolsterten Verpackung und waren ihrerseits in einer Anti-Statik-Folie verstaut.



Bei den DDR333 Speicher von Crucial handelt es sich um Double Sided Module, so dass hier ein Einsatz von in der Regel maximal drei Modulen (die dann sechs Bänke belegen) in Frage kommt. Diesen Sachverhalt bestätigt auch das SPD, das in Ausschnitten folgende Daten enthält:
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Row: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width : | 42ns |
| Manufacturer Code: | 2C |
| Part No.: | 16VDDT3264AG-335B1 |
- Micron 16VDDT3264AG-335B1 37119793 256MB 16x(16Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Auch bei Micron sind die SPD Einträge, wie sollte es auch anders sein, ohne grobe Mängel. Allerdings fehlen hier die Intel Spec Einträge. Die Fertigungswoche und die Seriennummer werden dagegen korrekt angegeben. Der Herstellercode (2C) verweist korrekterweise auf Micron, da Crucial bekanntlich nur das Label ist, unter dem Micron seine eigenen Module unter's Volk bringt.
AMD - Crucial - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Crucial - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Wir haben es versucht, doch der Speicher lies sich einfach nicht stabil mit CAS 2.0 betreiben, so dass wir auf die schnellsten CAS 2.5 Timings ausgewichen sind. Da Crucial selbst nie mehr als diese CAS 2.5 versprochen hat, ist dies nicht weiter tragisch. Mit diesen Einstellungen läuft der Speicher dafür vollkommen stabil und vor allem schnell, wie sich im Ergebnisvergleich am Ende des Artikels noch zeigen wird. Bis zu einem Speichertakt von ca. 172 MHz war es möglich, den Speicher mit den für ihn schnellsten Timings zu betreiben. Darüber hinaus gewannen Instabilitäten auf dem Athlon-System die Überhand, so dass wir 181 MHz Speichertakt nur mit den langsamsten Timings erreichen konnten.
Intel - Crucial - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Crucial - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auch bei auf dem Pentium 4 System war es uns nicht möglich, den Speicher mit CAS 2.0 zum Betrieb zu bewegen. Dennoch mag der Crucial-Speicher unser Pentium 4 weitaus lieber. Die höhere DIMM-Spannung von 2,7 Volt beflügelt den Speicher zu Höchstleistungen. So konnten wir die schnellsten Timings nicht nur bis 181 MHz fahren. Sogar 191 MHz waren bei noch guten und für den Speicher sensationelle 200 MHz bei den schlechtesten Timings möglich. Alle Achtung, so gut sah es doch am Anfang nun wirklich nicht aus.
Kingston DDR333
Der Speicherhersteller Kingston beliefert in der Regel eher den Servermarkt. Hier zählt Stabilität über alles und dennoch möchte man mit dem Kingston ValueRAM in niedrigere, für Endkunden interessante Preisklassen vorstoßen. Da das Unternehmen eigentlich nicht die Overclocker ansprechen möchte, hält man sich Erwartungsgemäß an der Vorgaben der JEDEC und garantiert nicht mehr als CAS 2.5 für den eigenen Arbeitsspeicher. Die Entwicklung der Speicherchips hat man Winbond überlassen. Kingston liefert lediglich das Platinen-Layout.



So wie die Module von Corsair kam der ValueRAM in einer stoßfesten Plastikhülle, die ebenfalls einer umfangreichen Anleitung Unterschlupf gewährte. Auch Kingston bietet auf seinen Arbeitsspeicher eine lebenslange Garantie und tut es damit Corsair gleich.
Die Module von Kingston sind Single Sided, was die bereits angesprochenen Vorteile mit sich bringt. Das SPD lieferte folgende, verwertbare Informationen:
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 98 |
| Part No.: | K |
- Kingston 4210F800 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Es war eigentlich schon fast nicht anders zu erwarten. Die SPD Informationen sind soweit in Ordnung. Die Seriennummer ist ebenso wie die Fertigungswoche vorhanden. Die Intel Spec-Einträge fehlen und die Part No. wirkt einfach nur falsch. Es ist unwahrscheinlich, dass das Bauteil einfach nur die Bezeichnung „K“ trägt.
AMD - Kingston - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Kingston - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Wie man sieht, war Kingston bei den Timing-Angaben eher zurückhaltend. Der Speicher erlaubt einen stabilen Betrieb bei CAS2.0. Auch der Kingston-Speicher kann bei schnellen Timings mit einem Takt von 181 MHz betrieben werden.
Intel - Kingston - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Kingston - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Ganz so gut wie auf dem Athlon-System fühlt sich der Kingston bei unserer Pentium 4 Plattform nicht. Hier mussten wir von Anfang an mit etwas langsameren Timings fahren, CAS2.0 war dennoch möglich, sogar bis 183 MHz. Mit den Absolut langsamsten Timings, die man nicht einmal auf jedem Mainboard auswählen kann, erreichte der Speicher einen Takt von 200 MHz stabil.
Kingmax DDR333 512 MB (neu)
Mit dem aufkommen von DDR333-Speicher konnte der französische Speicherhersteller schnell von sich reden machen. Konnte man doch als einziger Hersteller Chips im TinyBGA-Package verbauen. Speicherchips im BGA-Package (Ball Grid Array) kommen auch bei modernen nVidia GeForce4 Ti Grafikkarten zum Einsatz. Sie ermöglichen deutlich höhere Taktraten im Vergleich zu TSOP-Speicher (Thin-Small Outline Package), da sie direkt auf die Platine gelötet werden und somit die Wärme besser an das PCB abgeben können. Weiterhin besitzen sie mehr Kontakte und Masse-Leitungen, was derartigen Chips zu einer besseren Signalstabilität verhilft. Dadurch wiederum werden höhere Taktraten möglich.
Während der Speicher auf nVidia GeForce4 Ti 4600 durch 2,8ns BGA-Module realisiert wird, die einen Takt von über 700 MHz (DDR) unterstützen, qualifizieren sich bereits RAM-Riegel, auf denen 6ns Chips verbaut werden, für einen Takt von 333 MHz. Sind es 5ns, sollten theoretisch sogar 400 MHz DDR ohne Probleme drin sein.
Auf unserem Kingmax DDR333 Modul, das uns freundlicherweise von OC-Wear.de [11] zur Verfügung gestellt wurde, kommen glücklicherweise 5ns Chips zum Einsatz, die unter normalen Umständen die Grenzen unseres Tests erreichen sollten. Doch werfen wir vorerst einen Blick auf das SPD des Kingmax Riegels.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 20ns |
| Min. RowA to RowA: | 15ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 20ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 45s |
| Manufacturer Code: | 25 |
| Part No.: | MPMB62D-68KX3-MAA |
- Tristar MPMB62D-68KX3-MAA 256MB 16x(16Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-750 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Wie man sehen kann, handelt es sich um ein Double Sided Modul, dessen Hersteller laut JEDEC-Liste Tristar ist. Bleibt die Frage, was Kingmax mit Tristar zu schaffen hat. Auf diese Frage können wir euch leider keine Antwort geben. Die Werte für "Row Precharge", "RowA to RowA", "RAS to CAS Delay" und "RAS Pulse Width" fallen im Vergleich zur Konkurrenz deutlich größer und damit schlechter aus. Der Hersteller Code, so wie die Modul-Bezeichnung wurden korrekt im SPD hinterlegt, die Serien-Nummer fehlt.
AMD - Kingmax - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Kingmax - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Die Kingmax starten mit den besten Timings gut ins Rennen. Eine Erhöhung der Taktrate führte jedoch nur mit langsameren Timings zum Erfolg. Mit immer noch guten Timings erreicht das Modul von Kingmax die Grenze der AthlonXP Testplattform.
Intel - Kingmax - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Kingmax - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserem Intel-System fühlt sich der Kingmax ganz und gar nicht wohl. An der höheren DIMM-Spannung kann es eigentlich nicht liegen, da diese einen eher positiven Effekt hat. Bei 166 MHz waren durchschnittliche Timings möglich. Mit 193 MHz können wir die Grenze des stabil Machbaren beim Kingmax-Modul angeben, obwohl die Chips eigentlich zu mehr berufen wären (5ns).
Mushkin PC3000 (neu)
Mit dem PC3000 Speicher hat Mushkin Module im Programm, die ebenso wie die XMS3000 von Corsair in keine RAM-Spezifikation eingeordnet werden können. Während PC2700 (DDR333) inzwischen von der JEDEC verabschiedet wurde und PC3200 (DDR400) von diversen Chipsätzen unterstützt wird, hängt PC3000 mit einem Speichertakt von 183 MHz eher in der Luft und ist damit ein fürs Overclocking geschaffener Standard. Mushkin garantiert für ihr 256MB PC3000 Modul bei diesem Takt jedoch nur die langsamsten Timings.


Unser Mushkin PC3000 Modul mit einer Kapazität von 256 MB wurde uns freundlicherweise von OC-Wear.de [10] für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Es handelt es hierbei um Single Sided RAM, was das SPD verdeutlicht.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42s |
| Manufacturer Code: | 7F 32 |
| Part No.: |
- Enhanced Memory Systems 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Generell muss sich das PC3000 Modul die gleiche Kritik wie der PC3200 Speicher von Mushkin gefallen lassen. Die SPD Einträge sind teils fehlerhaft und teilweise unvollständig. Zumindest der Hersteller-Code ist jedoch korrekt. Beim Spec Info String gibt sich das Modul ebenfalls als PC2700 Speicher aus, obwohl laut Aufkleber eigentlich mehr unter der Haube stecken müsste. Dies erweckt abermals den Eindruck, dass Mushkin sehr gute PC2700 Module, die im Test mit höheren Taktraten betrieben werden konnten, unter anderem Label verkauft. Vielleicht möchte man jedoch nur auf Nummer sicher gehen und betitelt deshalb die Module dementsprechend. Schließlich existiert nur bis PC2700 ein offizieller Standard.
AMD - Mushkin - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Mushkin - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf der AMD Plattform war mit dem PC3000 ein guter Start möglich. Die schnellsten Timings stellten kein Problem dar. Ab 173 MHz mussten wir die Timings leicht lockern. Die Testgrenze auf dieser Plattform wurde mit durchschnittlichen Timings erreicht.
Intel - Mushkin - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Mushkin - Speicher
Angaben in Punkten
|
Auch der PC3000 verträgt sich mit dem Intel System nicht so gut. Die schnellsten Timings waren hier nicht von Anfang an möglich. Bei einem Speichertakt von 183 MHz war entgegen der Spezifikationen sogar noch CAS 2.0 möglich. Einen höheren Takt konnte man mit diesen Timings jedoch nicht erreichen. Mit schlechten Timings waren 193 MHz möglich. Es spielte hierbei keine Rolle, ob mit 1T oder 2T Command Rate getestet wurde. Höhere Timings waren nicht mehr möglich. Der Mushkin PC3200 kam hier mit schärferen Timings etwas weiter und konnte sogar noch mit 200 MHz stabil betrieben werden.
Mushkin PC3200 (neu)
Die Module von Mushkin, oder besser gesagt von Enhanced Memory Systems, haben seit langem den Ruf, etwas ganz besonderes zu sein. Insbesondere dann, wenn es darum geht, hohe Taktraten zu erreichen. Der Mushkin PC3200 bzw. DDR400 Speicher dieses Tests wurde uns freundlicherweise von OC-Wear.de [12] zur Verfügung gestellt, wo er für ca. 140 Euro erworben werden kann.
Da es sich nur um ein 256MB Modul handelt, hatte das Modul kleine Vorteile im Betrieb mit der schnellsten Command-Rate (1T).



Ob der Speicher daraus nutzen ziehen kann, werden wir bei den Benchmarks sehen. Vorerst werfen wir einen Blick ins SPD des Arbeitsspeichers.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 32 |
| Part No.: |
- Enhanced Memory Systems 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 1 67MHz) (CL2 upto 133MHz)
Wie man an dem SPD auf den ersten Blick erkennen kann, handelt es sich um Single Sided Module, was sehr erfreulich ist. Die Speicherchips selbst sind wie bei den Riegeln von Corsair abwechselnd auf beide Seiten verteilt. Doch die SPD-Settings verrieten uns noch mehr. So handelt es sich bei dem Mushkin PC3200 Speicher laut SPD eindeutig nicht um Module, die für diesen hohen Takt entwickelt wurden. Diesen Eindruck erweckt zum einen der Eintrag für „Cycle Time High CAS“, der mit 6ns zwar die DDR333 Spezifikationen erfüllt, aber von den für DDR400 benötigten 5ns ein ganzes Stück entfernt ist. Der Spec Info-Eintrag untermauert unseren Verdacht endgültig. Laut diesem Textinfo soll der Speicher noch nicht einmal mit CAS 2.0 bei dem DDR333-Takt stabil laufen. Hat hier der Hersteller einfach nur geschlampt, oder handelt es sich wirklich nur um PC2700 Module, die mit einem schön aussehenden PC3200-Aufgekleber „aufgewertet“ wurden?
Die SPD-Einträge lassen einige Wünschen offen. Zwar ist der Hersteller-Code korrekt und verweist auf Enhanced Memory Systems, die übrigen Einträge wie beispielsweise Revision Code, Manufacture Date oder Serial Number wurden einfach nur mit Daten gefüllt, die nicht stimmen. Doch diese Informationen nur am Rande. Was ist der Speicher nun im Stande zu leisten?
AMD - Mushkin - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Mushkin - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserem AMD-Testsystem hat der Speicher von Mushkin keinerlei Probleme. Nach unserer Einstiegsfrequenz für den Speicher konnten wir den Takt mit den schnellsten Timings bis auf 145 MHz, die obere Grenze für unseren Athlon XP auf dem Asus A7V333, treiben.
Intel - Mushkin - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Mushkin - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auch auf unserem Intel-System startet der Mushkin-Speicher ebenfalls nicht schlecht ins Rennen. Allerdings konnten wir hier die schnellsten Timings nur bis zu einem Takt von 107 / 179 MHz stabil fahren. Bis 115 / 192 MHz macht der PC3200 Riegel eine gute Figur, kann sich jedoch nicht mit dem Corsair XMS 3000 messen. Einen Speichertakt von 200 MHz konnten wir mit dem Modul nur mit sehr langsamen Timings und 2T Command Rate erreichen. Dass es besser geht, beweisen die Module von Corsair, die ebenfalls bei OC-Wear.de [11] für 10 Euro mehr zu erwerben sind. Doch Timings sind nicht alles. Der Vergleich auf der vorletzten Seite wird endgültig Klarheit schaffen.
Nanya DDR333
Speicherchips von Nanya wurden bisher vornehmlich von Billigherstellern für ihre Noname Speicher-Platinen missbraucht (Auch wenn Module wie der Apacer DDR266 als positive Ausnahmen zu werten sind). Dies hat den Chips zu Unrecht einen schlechten Ruf verschafft. Unser Nanya-Modul ist ein Original-Nanya. So wurde auch die Speicher-Platine von diesem Hersteller entworfen und zusammengelötet.



Die zwei Module erreichten uns in einer gepolsterten Verpackung, waren selbst jedoch nicht extra in einer Anti-Statik-Folie untergebracht. Auch Nanya traut den eigenen Modulen wie Kingston und Crucial bei 166 MHz nicht mehr als CAS2.5 zu. Mit den Timings 2.5-3-3 hält man sich voll an die Spezifikationen. Nur Corsair garantiert darüber hinaus CAS2.0 bis zu einer bestimmten Frequenz, doch selbst hier ist das SPD voll JEDEC-konform programmiert.
Wie sieht es mit dem SPD von Nanya aus? Werfen wir einen Blick auf die interessanten Werte.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 7F 0B 00 00 00 00 |
| Part No.: | NT256D64S8HA0G-6 |
- NT256D64S8HA0G-6 0400011B 256MB 16x(16Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Das SPD von Nanya ist tadellos. Es bestätigt auch das offensichtliche: die Speicherriegel sind Double Sided. Neben der Fertigungswoche sind auch die Serien-Nummer und der Herstellercode korrekt eingetragen, so dass wir keinen Anlass zur Kritik finden. Wie sieht es mit der Performance aus?
AMD - Nanya - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Nanya - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Neben dem Corsair Modul erlaubt auch der Speicher von Nanya die schnellsten Timings bei 166 MHz. Allerdings arbeitet er bei diesen Timings nur bis 169 MHz Speichertakt stabil. Bei höheren Taktraten mussten wir die Timings dagegen deutlich zurücknehmen. Bei 181 MHz waren wir gezwungen, die Command Rate auf 2T herab zu setzen. Vielleicht wird der Speicher mit unserem Pentium 4 System glücklicher?
Intel - Nanya - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Nanya - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auch hier starten die Nanya Module gut ins Rennen. Die schnellsten Timings bei einem Takt von 166 machen Hoffnung auf mehr. Zwar konnten wir hier bis zu einem Takt von 183 MHz noch gute Timings fahren, eine Takterhöhung war jedoch selbst bei langsamsten Timings nicht mehr möglich. Schade eigentlich. Damit eignen sich die Module nicht wirklich zum Overclocking. Für den normalen Einsatz sind sie dagegen nahezu prädestiniert.
Nanya DDR333 512MB (neu)
Auch wenn 512 MB Arbeitspeicher momentan als Standard gelten, kann es durchaus sein, dass zukünftige Applikationen nach mehr verlangen. Mit 2x256MB hätte man bereits zwei der wertvollen DIMM-Steckpläte belegt. Mit einem 512MB Modul wäre noch viel Platz für zukünftige Erweiterungen. Doch DDR333 Speicher in dieser Größe ist derzeit noch rar, wohingegen man bei 256MB Riegeln inzwischen die Qual der Wahl hat.
Nanya war so freundlich uns zwei 512 MB Module ihres neuen DDR333 Speicher für einen Test zur Verfügung zu stellen, der mit insgesamt sechzehn 32 MBit Chips (6ns) ausgestattet ist. Die 16 Chips sind auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt. Werfen wir einen kurzen Blick ins SPD.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 2 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42s |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 7F 0B |
| Part No.: | NT512D64S8HABG-6 |
- NT512D64S8HABG-6 AA000109 512MB 16x(32Mx8) DDR-SDRAM PC2700U-2533-700 (CL2.5 upto 167MHz) (CL2 upto 133MHz)
Die SPD Einträge von Nanya gehen in Ordnung. Sowohl der Hersteller-Code, als auch Modul-Bezeichnung sowie die Seriennummer sind vorhanden und korrekt. Es gibt somit keinen Anlass zu berechtigter Kritik.
Der Fairness halber haben wir nur ein 512MB Modul durch unseren Benchmark-Parcours gejagt. Als Vergleichswerte haben wir noch die erreichten Taktraten und Benchmarkergebnisse der zwei 256MB Module von Nanya in die Diagramme einfließen lassen.
AMD - Nanya - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Nanya - 3DMark
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Auf dem AMD System macht das 512 MB Modul eine gute Figur, wenngleich es grundsätzlich etwas schlechter als zwei 256 MB Riegel abschneidet. Bei den Timings startet er gut ins Rennen. Man muss allerdings früh einen Gang zurück schalten, um höhere Taktraten zu erreichen. Einen Takt von 181 MHz konnten wir nur mit langsamen 2T Command erreichen.
Intel - Nanya - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Nanya - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Beim Intel-System gerät das große Nanya-Modul leicht ins Straucheln. Die schnellsten Timings waren bereits bei 166 MHz nicht mehr stabil. Es genügte jedoch das Hochsetzen von ActivePrecharge, um den Testlauf erfolgreich zu absolvieren. Auch im weiteren Verlauf hatte das 512 MB Modul erhebliche Probleme mit höheren Taktraten, so dass es sich der Konkurrenz aus eigenem Hause geschlagen gebe muss.
OCZ DDR400
Die Module von OCZ (Overclockers Zone) richten sich direkt an die exzessiven Übertakter. Kein Wunder, dass man bei OCZ für diese Zwecke massive Kupferkühler auf die Speicherchips klebt, um die Abwärme schnellst möglich abzuleiten. Der Hersteller garantiert bei den Modulen einen Speichertakt von 200 MHz und verlangt für diese, leider nur in den USA erhältlichen, Riegel einen entsprechenden Preis.


Das eine Modul von OCZ erreichte uns in einem gepolsterten Karton und war seinerseits in einer Plastikhülle sicher untergebracht. Bevor wir mit dem verheißungsvollen Test beginnen, werfen wir noch schnell einen Blick auf das SPD des Speichers.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | - |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 5.0ns -> 200MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | - |
| Part No.: | - |
- 256MB 8x(32Mx8) DDR-SDRAM PC3200U-2544-600 (CL2.5 upto 200MHz) (CL2 upto 133MHz)
Waren die SPDs der Konkurrenz bisher tadellos, so gibt es bei den OCZ Modulen schon etwas mehr zu bemängeln. So fehlt zum Beispiel der Herstellercode, der in diesem Fall auf den Namen der Speicherchips verweisen sollten, da OCZ selbst noch keinen Hex-Wert zugesprochen bekomme hat. Weiterhin fehlt das Herstellungsdatum, die Serien- und Bauteilnummer sowie korrekte Intel Spec. Einträge. Damit ist das SPD von OCZ das schlechteste unserer Testkandidaten. Doch davon sollte die Leistung des Singel Sides Modules eigentlich nicht beeinträchtigt werden. Da wir von OCZ nur ein Modul erhalten haben, wurden alle Tests mit einem Riegel durchgeführt. Dadurch sollten sich eigentlich Timingvorteile ergeben.
AMD - OCZ - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - OCZ - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Schon bei unserer Einstiegsfrequenz 166 MHz konnten wir das Modul mit den schärfsten Timings nicht zum stabilen Betrieb überreden. Bei einer Takterhöhung von 1 MHz mussten wir für höhere Taktraten unsere Timings bereits nach unten korrigieren. Auf den Weg zur 200 MHz Marke erwies sich das Modul damit als äußerst bockig. Die 181 MHz auf der Athlon Plattform waren gar nur mit den langsamsten Timings möglich. Großes Raunen machte in unserer Redaktion die Runde. So schafft das Modul ganz sicher nicht den vom Hersteller propagandierten Takt. Wird es auf unserer zweiten Testplattform runder laufen?
Intel - OCZ- Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - OCZ - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Ein Blick genügt, um zu erkennen, dass sich der OCZ DDR400 Speicher auch hier merklich abquält. Vergleichsweise früh mussten wir auf die absolut langsamsten Timings ausweichen. Mit diesen erreichten wir dafür allerdings einen Speichertakt von 200 MHz, den Corsair beispielsweise mit deutlich besseren Timings bewältigen konnte.
Samsung DDR400
Das letzte Speichermodul in unserem Vergleichstest stammt von Samsung und ist neben dem Modul von OCZ bereits für einen Speichertakt von 200 MHz ausgelegt. Schon seit längerer Zeit gehört Samsung zu einer festen Größe im Speichermarkt. Auch unsere Rambus-Testplattformen sind mit Speicher von Samsung bestückt. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat man bei dem Samsung DDR400 auf Speicherkühler verzichtet.


Die Module erreichten uns gut geschützt in einer gepolsterten Verpackung, in der jedes Modul ein eigenes Schubfach für sich in Beschlag nehmen kann. Wie man bereits auf den ersten Blick erkennen kann, handelt es sich um Double Sided Speicher. Doch reden wir nicht lange um den heißen Brei herum und kommen gleich zu den ausgelesenen SPD-Werten.
| Eintrag | Wert |
|---|---|
| No. Module Rows: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 5.0ns -> 200MHz |
| Access Time High CAS: | 0.60ns |
| Min. Row Precharge: | 20ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 20ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 45ns |
| Manufacturer Code: | CE |
| Part No.: | M3 68L3313DTL-CB4 |
- Samsung M3 68L3313DTL-CB4 289A1600 256MB 16x(16Mx8) DDR-SDRAM PC3200U-244-600 (CL2 upto 200MHz)
Nach dem Ausrutscher beim OCZ-Speicher können wir auch beim uns vorliegenden Samsung-Modul Entwarnung geben. Alle wichtigen Werte sind vorhanden. Interessanter Weise fallen die Angaben der Mindestangaben für Row Precharge, RAS to CAS Delay sowie RAS Pulse Width leicht höher als bei der Konkurrenz aus, obwohl der Speicher eigentlich für höhere Taktraten ausgelegt wurde. Samsung ist übrigens überaus optimistisch und will selbst bei 200 MHz noch CAS2.0 garantierten. Ob das wirklich zu schaffen ist? Lassen wir unsere Testergebnisse sprechen.
AMD - Samsung - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Samsung - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Der Speicher von Samsung beginnt auch gut, allerdings sind bereits zu Anfang nicht die schärfsten Timings stabil möglich. Dafür sind mit diesen Timings aber gleich hohe Taktraten bis 180 MHz möglich. Eine kleine Timing-Änderung erlaubt das sinnvolle Maximum mit unserem Asus A7V333.
Intel - Samsung - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Samsung - 3DMark
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Bei unserem Pentium 4 System startete der Samsung Speicher etwas schlechter ins Rennen: Active Precarge musste auf 6 angehoben werden. Mit diesen Timings konnten wir allerdings konstant bis 181 MHz stabil fahren. Bis 191 MHz war CAS Latency 2.0 stabil möglich. Die gewünschten 200 MHz konnten wir nur mit langsamen Timings erreichen. Samsung hat hier wohl etwas zu viel in den SPD-Einträgen versprochen.
Vergleich
Kommen wir nun zum finalen Vergleich der sechs Speichermodule. Wir haben uns hierbei jeweils die Ergebnisse beim Einstiegstakt (166 MHz) sowie beim maximal möglichen Speichertakt heraus gesucht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man hierbei auf die 3DMark 2001 SE Ergebnisse legen, da sich die Sandra Bandbreitenergebnisse teilweise nur geringfügig unterscheiden und schliesslich mehr theoretisch als praxisbezogen sind.
Vergleich - Speicher - Nicht Übertaktet
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Vergleich - 3DMark - Nicht Übertaktet
Angaben in Punkten
|
Der Nanya-Speicher macht unter allen Modulen bei 166 MHz die beste Figur. Aus drei von vier Tests gehen die Module als Sieger hervor. Die Module von Corsair finden sich hier im oberen Mittelfeld wieder und belegen bei 3DMark 2001 SE den zweiten bzw. dritten Platz. Da die Nanya-Module jedoch schon bei einem Speichertakt von 183 MHz ausgestiegen sind, ergibt sich im folgenden Diagramm eine andere Reihenfolge.
Update: Auch das DDR400 Modul von Mushkin verkauft sich in diesem Test sehr gut. Einmal ist sogar der erste Platz drin. allerdings sind die Riegel von Nanya nach wie vor an der Spitze. Auch die weiteren neuen Testkandidaten ändern nicht viel an Situation.
Vergleich - Speicher - Maximum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Vergleich - 3DMark Maximum
Angaben in Punkten
|
Der Corsair-Speicher erreichte von allen getesteten Modulen bis zum Ende hin die besten Timings. Diese verhelfen ihm zu einer Topplatzierung in einem Großteil der Tests. Überraschend gut schneiden ebenfalls die Riegel von Crucial ab, die auf unser Pentium 4 Plattform hinter Corsair den zweiten Platz im 3DMark 2001 SE belegen können. Der Speicher von OCZ (Nur 256MB) enttäuscht hingegen. Auch die Module von Samsung sollten aufgrund ihrer Spezifikationen eigentlich besser abschneiden.
Update: Auch wenn die Timings des DDR400 Mushkin alles andere als gut sind, kann er bei 200 MHz dennoch gut abschneiden. Allerdings fährt man mit dem Corsair XMS3000 nach wie vor besser, auch wenn die besseren Timings nicht voll und ganz in mehr Leistung umgesetzt werden können. Erst der XMS3200CL2 kann die Ergebnisse seines Vorgängers noch einmal deutlich toppen. Vor allem die Ergebnisse im 3DMark2001 SE sind durch die besseren Timings, die bei 200MHz möglich waren, vergleichsweise deutlich höher.
| Produkt | Preis |
|---|---|
| Corsair XMS2700C2 256MB | 129€ |
| Corsair XMS3000C2 256MB | 156€ |
| Corsair XMS3200C2 256MB | 160€ |
| Crucial DDR333 CL2.5 256MB | 119€ |
| Mushkin PC3000 CL2.5 256MB (Neu) | 119€ (OC-Wear) |
| Mushkin PC3200 CL2.5 256MB (Neu) | 129€ (OC-Wear) |
| Nanya DDR333 CL2.5 256MB | 85€ |
| Nanya DDR333 CL2.5 512MB (Neu) | 129€ |
| Kingston DDR333 CL2.5 256MB | 86€ |
| Kingmax DDR333 CL2.5 256MB (Neu) | 120€ (OC-Wear) |
| OCZ DDR400 256MB | 108$ US |
| Samsung DDR400 256MB | k.A. |
Dass Qualität nicht unbedingt immer seinen Preis haben muss, beweisen die Module von Nanya, die zum Teil schon für 85€ über die Ladentheke wandern und dem Besitzer zwar nicht die besten Übertaktungsmöglichkeiten aber den schnellsten Speicher bei 166MHz bieten. Der am besten zu reizende Corsair Speicher liegt hier preislich gesehen schon zwei Klassen höher und auch der Speicher von Crucial läßt sich seine 200MHz großzügig bezahlen. Wer sich für die Fabrikate aus dem Haus Kingston entscheidet, sollte bei der Shop-Suche besonders aufmerksam sein. Die Module werden laut Geizhals.at für 86€ bis 130€ im Handel geführt. Der Speicher von OCZ ist hingegen auch weiterhin nur in den USA erhältlich und nach unserem Review diesen Aufwand nicht wert. Über die Samsung DDR400 Module liegen derzeit noch keine Informationen vor. Da es sich hierbei allerdings um ein Vorserien-Sample gehandelt hat, ist dies nicht weiter verwunderlich.
Fazit
Keines der von uns getesteten Marken-Module hat während unseres Tests versagt. Einen stabilen Betrieb bei 166 MHz boten alle Speicherriegel, wenngleich nur Corsair und Nanya einen Betrieb mit den schärfsten Timings erlaubten und somit dem Standard DDR333 einen Sinn geben. Denn wie unsere Tests des VIA Apollo KT333 gezeigt haben, kann sich der Chipsatz nur mit den schnellsten Speicher-Einstellungen gegenüber seinem Vorgänger KT266A in Verbindung mit gutem DDR266 absetzen. Die Bezeichung DDR400 Speicher hätten fünf von sechs Modulen in unserem Test verdient; CAS 2.0 bot bei diesem Takt jedoch nur noch der Corsair XMS3000, der uns auch insgesamt am wenigsten Probleme bereitete. Diese Leistung hat jedoch ihren Preis. Für wen Performance alles ist und Geld keine Rolle spielt, der erhält mit den neuen XMS3200C2 (auf das C2 kommt es an) die schnellsten und leistungsfähigsten Speichermodule, die momentan erhältlich sind. Wer sein System eher selten übertaktet und bei 166 MHz die schnellsten Timings fahren möchte, dem seien original Nanya DDR333 Riegel ans Herz gelegt. Bei Standard-Timings waren diese unangefochten die schnellsten.
Eins zeigt unser Test mit seinen inzwischen zahlreichen Erweiterungen sehr eindrucksvoll, obwohl viele der getesteten Module niemals dafür ausgelegt wurden, erreichen sie mit mehr oder weniger schlechten Timings die 200 MHz Grenze. Insgesamt konnten 8 von 12 Modulen bei diesem Takt bestehen. Damit ist das Angebot an High-End-Speicher groß genug. Bleibt nur die Frage, wann nun die ersten Chipsätze erscheinen, die diesen Takt stabil unterstützen. Kandidaten hierfür sind der nForce2, der KT400 sowie der bereits erhältliche SiS645DX (z.B. auf dem P4S533) oder dessen Nachfolger, der SiS648.
Nichtsdestotrotz sollte man sich Fragen, ob die Investition in neuen Speicher zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist. Die Athlon XP Plattform profitiert durch den auf 133MHz limitierten Front Side Bus nur geringfügig von DDR333 und beim Pentium 4 tauchen bereits erste Dual Channel Chipsätze auf (Granite Bay), die mit zwei PC266 Modulen eine Bandbreite von 4,2 GB/s erreichen, von der selbst DDR400 Speicher (3,2 GB/s) noch ein ganzes Stück entfernt ist. Der ambitionierte 'Overclocker' hingegen sollte in unserem Review den richtigen Speicher für die Gegenwart und Zukunft gefunden haben.
Ein Großteil der Module ist beispielsweise im Online-Shop von OC-Wear [10] zu beziehen.
Für Fragen [13] ist wie immer das Forum zuständig.




