Einleitung
Wer sich regelmäßig im Netz aufhält und in diversen Hardware-Foren tummelt, dem sind Sätze wie "der Intel Boxed ist superleise und kühlt ausreichend" oder "Kupfer ist immer besser als Alu" keineswegs fremd. Manches mag den Tatsachen entsprechen, anderes diese beschönigen und so genau weiß man es erst, wenn man es selbst getestet hat. Diesen Schritt ist ComputerBase nun gegangen und wünscht seinen Lesern viel Spaß beim Lesen unserer Eindrücke und Messungen, im ersten Kühler-Review dieser Website.
An dieser Stelle geht unser herzlichster Dank an Blacknoise [1], Caseking [2], Listan [3], LowNoise [4] und OCZ [5] für die Bereitstellung der von uns getesteten CPU-Kühler.
Testsystem

Unsere "CPU" besteht aus reinem Kupfer, ist mit einem 300 W Heizelement bestückt und die Kontaktfläche zum Kühler ist plangefräst und hochglanzpoliert. Der Thermofühler befindet sich 0,8 mm unter dieser Fläche - also sehr dicht am Prüfling. Versorgt wird das Heizelement von einem Ringkern-Stelltrafo, der zwar nicht der Jüngste ist, aber seinen Dienst nach wie vor bestens verrichtet. Spannung und Strom werden mit digitalen Multimetern überwacht.
Testbedingungen
Die Verlustleistung, die die Kühler zu vernichten hatten, haben wir bewusst nicht zu niedrig angesetzt, um die Unterschiede besser verdeutlichen zu können. Schließlich ist bei übertakteten CPUs oftmals von 100 W und mehr die Rede - über den Prescott mögen wir an dieser Stelle nicht spekulieren und auch AMD hat Athlon 64 Prozessoren mit über 100 Watt in Aussicht gestellt. So fiel die Wahl auf eine Kernspannung von 151.0 V, bei welcher unser System den Kühlern eine Verlustleistung von 129.86 W bei einem Strom von 860 mA zur "Vernichtung" bereitstellt.
Die Umgebungstemperatur konnte über den gesamten Testverlauf konstant auf 23°C gehalten werden. Für alle Kühler wurde die gleiche Wärmeleitpaste verwendet, um Vorteilung durch mitgelieferte, bessere Paste zu unterbinden. Bei regelbaren Lüftern wurde ausschließlich mit maximaler Spannung getestet, sowohl bei der Temperatur- als auch bei der Lautheitsmessung.
Die Probanden
Aerocool Extreme
Der Aerocool Extreme kommt in einer schicken, stabilen Kunststoffdose verpackt daher. Dieser Kühler ist sowohl für den Athlon XP als auch für den Pentium 4 geeignet, wobei lediglich die Befestigungsklammern ausgetauscht werden müssen. Leider können beide nicht vollends überzeugen. Beim Athlon umfasst die Klammer zwar alle sechs Sockelnasen, aber die Lasche zum Einrasten wird von dem Lüfterhalter verdeckt, was die Montage unnötig erschwert, während beim P4 die Klammern am Lüfter verschraubt werden, so dass Lüfter und Kühler nicht mehr miteinander fixiert und somit gegeneinander beweglich sind. Wenigstens hätte man die Klammern so ausführen können, dass diese in der Lüfterbefestigung Halt finden. Der Kühlkörper selbst besteht aus einer 5,7 mm starken Kupferplatte mit angelöteten Kühlfins. Die Verarbeitung erscheint auf den ersten Blick solide, offenbart bei genauerem Hinsehen jedoch Schwächen, so z.B. die zwar recht glatte aber nicht sonderlich plane Auflagefläche, oder die unterschiedliche Anzahl der Kühlfins links und rechts von der Nut der Sockel A-Klammer.





Lieferumfang:
- Kühlkörper mit angenieteter Lüfterhalterung
- 80 mm Lüfter, blau beleuchtet mit Tachosignal
- Klammern für Sockel 462 und 478
- Eine Spritze mit 1,0 Gramm Wärmeleitpaste mit (lt. Hersteller) 25 % Silberanteil
- Befestigungsschrauben für Lüfter und Klammern
- Montageanleitung
AVC Z 7
Der AVC wird in einem schlichten, recht dünnen Karton geliefert, der dem Inhalt nur dürftigen Schutz vor mechanischen Einwirkungen bietet. Dieser Kühler ist ausschließlich für den P4 gedacht und wird mittels Klammern am mitgelieferten Retentionmodul - welches wahlweise mit Gegenhalter verschraubt oder auf die herkömmliche Art geclipt wird - befestigt, was problemlos und einfach gelingt. Die Wärmeleitpaste ist auf die absolut plane und nur mit geringen Bearbeitungsspuren versehene Auflagefläche bereits aufgetragen und durch eine Plastikkappe geschützt. Der flache 70 mm Lüfter ist bereits fest mit dem Träger verschraubt, welcher seinerseits an den Kühlkörper geschraubt ist. Dieser besteht aus einem dachförmigen Kupferkörper, auf welchen wiederum Kupferfins aufgelötet sind. Die Verarbeitung ist bis ins Detail sehr ordentlich, so sind z.B. auf den Fins Moosgummistreifen, die ein Dröhnen unterdrücken sollen. Die Stahlplatte, welche als Gegenhalter dienen soll, erachten wir nicht als zwingend notwendig, da das serienmäßige Retentionmodul den Kühler locker hält.






Lieferumfang:
- Vormontierter 70 mm Lüfter mit Tachosignal
- Befestigungsklammern für Sockel 478
- Bereits aufgebrachte Wärmeleitpaste
- Retentionmodul
Coolermaster Aero 4 Lite
Der Aero 4 Lite wird in einem stabilen, gepolsterten Karton geliefert und ist ausschließlich für den P4 geeignet. Er ist bereits komplett vormontiert und wird über eine Klammer im Retentionmodul befestigt. Besonders auffällig ist der hier verwendete Radiallüfter, der gegenüber einem sonst üblichen Axiallüfter eine stolze Höhe beansprucht, dafür aber keinen, durch den Antrieb bedingten, Windschatten im Zentrum aufweist. Weiteres Merkmal ist die mit 15 mm enorm dicke Grundplatte des stranggepressten Kühlkörpers, sowie die Möglichkeit der stufenlosen Regelung der Lüfterdrehzahl. Besonders nobel finden wir, dass Coolermaster sowohl ein Slotblech als auch eine 3,5" Blende zur Befestigung des Potentiometers beilegt - beide selbstverständlich vorgestanzt. Die Verarbeitung ist gut, die Auflagefläche weist nur minimale Unebenheiten und praktisch keine Verarbeitungsspuren auf. Ein Austausch des Lüfters gegen ein anderes Modell scheidet aus, da dieser nicht verschraubt, sondern nur mit Kunststoffclips eingerastet ist.




Lieferumfang:
- Komplett vormontierter Kühler
- 70 mm Radiallüfter, regelbar mit Tachosignal
- Bereits aufgetragene Wärmeleitpaste
- 3,5"- und Slotblende für Poti
- Drehknopf und Befestigungsschrauben für Blenden
- Alu-Gehäuseaufkleber des Herstellers
Coolermaster Aero P4
Dieser Lüfter wird von einer Packung aus gefalteter Folie beherbergt, welche aber genug Schutz bietet. Der Aero P4 ist - der Name lässt es bereits erahnen - ebenfalls nur für den P4 geeignet. Auch dieser Kühler wird mit Klammern am Retentionmodul befestigt, allerdings sind diese nicht am Kühler befestigt. Er trägt ebenfalls einen 70 mm Radiallüfter von Coolermaster, der hier allerdings nicht regelbar, dafür aber am Kühlkörper verschraubt ist. Wärmeleitpaste hat Coolermaster auch hier bereits aufgebracht. Die Grundplatte dieses stranggepressten Modells ist 11 mm stark, nicht 100%ig plan, aber sehr glatt mit leichten Verarbeitungsspuren.




Lieferumfang:
- Vormontierter Kühler mit 70 mm Radiallüfter mit Tachosignal
- 3- auf 4-Pin-Adapter
- Bereits aufgebrachte Wärmeleitpaste
- Alu-Gehäuseaufkleber des Herstellers
- Befestigungsklammern
Cooljag JVC 661 A
Der Cooljag wird in einer einfachen Blisterverpackung feilgeboten und ist nur für den P4 geeignet. Der komplett montierte Kühler ist mit einer Befestigungsklammer für das Retentionmodul versehen, der man die etwas fummelige Montage nicht ansieht. Der 70 mm Lüfter ist auf einen Halter aus Stahlblech geschraubt. Die 9,5 mm starke Grundplatte ist absolut plan gefräst, weist aber deutliche Bearbeitungsspuren in Form von halbrunden Rillen mit eher deutlicher Tiefe auf. Die Fins sind "gehobelt", der eigentliche Kühlkörper also nicht wie bei der Verarbeitung von Aluminium üblich stranggepresst.





Lieferumfang:
- Fertiger Kühler mit 70 mm Lüfter mit Tachosignal
- Eine Tüte Silmore Wärmeleitpaste
Heatlane Zen
In Einzelteilen und einem vorbildlich stabilen Karton sauber verpackt, erreichte uns der Heatlane Zen. Dieser für den P4 entworfene Kühler nimmt durch seinen Anspruch, die CPU passiv zu kühlen, in diesem Test eine Sonderstellung ein. Damit erhebt er selbstverständlich keinesfalls den Anspruch, einen unter Volllast betriebenen P4 3,2 EE auf Zimmertemperatur zu kühlen - soviel ist wohl klar. Aber wer z.B. einen HTPC betreibt, oder eine solche Anschaffung plant, kann durchaus eine solche Kühllösung bevorzugen. Als Bausatz richtet sich der Heatlane eher an den erfahrenen Kunden. Es ist sicher nicht ausgesprochen schwierig, die (mit Schrauben) 25 Einzelteile des Kühlers zusammenzubauen, etwas Erfahrung und vor allem Feingefühl schaden aber keinesfalls, da eine Beschädigung der Heatpipe auch das Aus für die Kühlfähigkeit bedeutet. Die Befestigung erfolgt über Schrauben mit einer Platte aus Edelstahl als Gegenhalter, das vorhandene Retentionmodul muss also abgebaut werden. Die maximale Betriebstemperatur darf laut Hersteller 95°C nicht überschreiten.





Lieferumfang:
- Kühler mit Heatpipe
- Grundplatte aus 5mm starkem Kupfer
- Zwei Edelstahlplatten als Gegenhalter für Heatpipe/Mainboard
- Wärmeleitpaste im Döschen
- Befestigungssatz Schrauben und Muttern
- Montageanleitung
Intel Boxed Alu alt
Dieser Kühler lag einem P4 2,4 B bei und hat schon etliche Betriebsstunden hinter sich. Die typische Befestigung der Kühler von Intel ermöglicht eine denkbar einfache Montage: Kühler in das Retentionmodul einsetzen, Haltenasen einklipsen und die beiden Hebel umlegen. Einfacher geht es nicht, allerdings ist die Demontage wegen der hakeligen Kunststoffclips mitunter mit recht viel Fummelarbeit behaftet. Diese ältere Ausführung trägt noch einen 70 mm Lüfter. Der Boden des stranggepressten Kühlkörpers hat eine Stärke von nur 7 mm, bietet aber eine glatte, sehr ebene Oberfläche.


Lieferumfang:
- Komplett montierter Kühler mit 70 mm Lüfter und Tachosignal
- Bereits aufgebrachtes Wärmeleitpad
Intel Boxed Alu neu
Dieser Intel Boxed gehört zu einem P4 2,66B. Die Unterschiede zum älteren Modell beschränken sich auf feinere Kühlrippen, einen mit 9,5 mm deutlich stärkeren Kühlerboden sowie einen nur 60 mm großen Lüfter. Die Befestigung ist identisch, die Verarbeitung - bis auf den leicht durchgebogenen Boden, der damit keine plane Auflagefläche bietet - ebenfalls.



Lieferumfang:
- Komplett montierter Kühler mit 60 mm Lüfter und Tachosignal
- Bereits aufgebrachtes Wärmeleitpad
Intel Boxed Al-Cu
Dieser Kühler entstammt der Packung eines P4 3,2C. Er ist nicht komplett aus Aluminium gefertigt, sondern verfügt über einen stehenden Kupferkern, der die entstehende Wärme besser abführen soll. Der Kern hat eine absolut plane Auflagefläche, die aber mit 491 mm² deutlich kleiner als der Heatspreader des P4 mit 961 mm² ausfällt. Der Lüfter ist 70 mm groß, statt Wärmeleitpad gab es hier Wärmeleitpaste aus der Tüte.



Lieferumfang:
- Komplett montierter Kühler mit 70 mm Lüfter mit Tachosignal
- Eine kleine Tüte Wärmeleitpaste
Noiseblocker BadBoy S4
Der BadBoy ist in einem stabilen Karton gut geschützt verpackt. Der nur für den P4 geeignete Kühler wird mit recht strammen, am Lüfterhalter verschraubten Klammern am Retentionmodul befestigt, was sich ohne nennenswerten Aufwand bewerkstelligen lässt. Der mitgelieferte 80 mm Lüfter des Typs Noiseblocker S4 wird auf einer am Kühler verschraubten Halterung aus Aluminium befestigt. Für das ebenfalls mitgelieferte Lüftergitter liegen extra Schrauben bei, die allerdings nicht verwendet werden können, da die passenden Bohrungen am Lüfter bereits durch dessen Befestigungsschrauben belegt sind. Lüfter und Gitter müssen also gemeinsam am Kühler verschraubt werden. Ebenfalls im Lieferumfang findet sich ein Potentiometer zur stufenlosen Drehzahlregulierung, eine passende Blende zur Befestigung sucht man hier im Gegensatz zum Coolermaster hingegen vergeblich. Die Basis des Kühlkörpers bildet ein dachförmiger Kupferkörper, der im Zentrum gerade einmal 4 mm stark ist. Daran sind die ebenfalls aus Kupfer gefertigten Kühlfins aufgelötet. Die Auflagefläche ist absolut plan und weist Bearbeitungsspuren von nur geringer Tiefe auf.




Lieferumfang:
- Kühler mit angeschraubter Lüfterhalterung
- 80 mm Lüfter mit Tachosignal
- Passendes Lüftergitter
- Poti zur Drehzahlregulierung
- Drehknopf
- 3-zu-4-Pin-Adapter
- Befestigungsschrauben
- Wärmeleitpaste
OCZ Eliminator 2 P4 Golden
Der komplett in Gold gehaltene Eliminator ist in einem stabilen Karton verpackt und so gut gegen Transportschäden geschützt. Die Befestigung des ausschließlich für den P4 entworfenen Kühlers erfolgt über von AVC gefertigte Klammern am Retentionmodul, welches mittels einer mitgelieferten Grundplatte am Board verschraubt werden kann. Der 70 mm Lüfter von YS Tech ist auf einer angenieteten, hochglanzpolierten Halterung aus Kupfer verschraubt. Die ebenfalls aus Kupfer bestehenden Kühlfins sind auf eine 5,5 mm starke Kupferplatte gelötet. Diese ist im Bereich der CPU plan, aber nicht frei von Bearbeitungsspuren, deren Tiefe jedoch sehr gering ausfällt. Der Kühler ist komplett vernickelt, bei der Beschichtung handelt es sich keineswegs um echtes Gold.




Lieferumfang:
- Komplett montierter Kühler mit 70 mm Lüfter mit Tachosignal
- Retentionmodul
- Kunststoffplatte als Gegenhalter
- Schrauben
- Wärmeleitpaste
Thermalright SLK 947 U
Der SLK erreichte uns gut verpackt in einem stabilen Karton, einen Lüfter sucht man allerdings vergeblich - er muss in dieser Version extra erworben werden. Er ist sowohl für den P4 als auch für den Athlon XP geeignet. Befestigt wird er mittels Schrauben und Federn. Oder im Falle des P4 alternativ mittels Klammern am Retentionmodul. In diesem Fall ist der Einsatz eines 92 mm Lüfters nicht möglich, da sich Klammern und die Drahtbügel zur Befestigung des Lüfters gegenseitig in die Quere kommen. Überhaupt sind diese in verschiedenen Größen mitgelieferten Drahtbügel keinesfalls der Weisheit letzter Schluss, da die Handhabung recht hakelig ist und diese vor der Montage des Kühlers auf der CPU montiert werden sollten. Ganz anders die Rahmen, mit dem der Kühler befestigt wird: Dieser besteht aus solidem Druckguss und ist äußerst stabil. Die Platte zum gegenhalten ist aus Stahlblech gefertigt und mit einem Stück Gummi versehen, welches genau unter der CPU für den nötigen Anpressdruck sorgt. Der Kühler selbst besteht aus einem dachförmigen Grundkörper aus Kupfer, auf dem die ebenfalls kupfernen Kühlfins aufgelötet sind. Diese sind so gestanzt, dass sie Lüfter verschiedener Größen Halt geben können. Das funktioniert zwar ganz gut, aber ein zusätzlicher Rahmen oder Halter wie bei der Konkurrenz ist deutlich stabiler und einfacher zu handhaben. Die Verarbeitung ist - von den billigen Drahtbügeln abgesehen - durchweg als tadellos einzustufen. So ist auch die Kontaktfläche zur CPU absolut eben und glatt, Bearbeitungsspuren sind nur minimal erkennbar.



Lieferumfang:
- Kühlkörper
- Platte zum Gegenhalten und passende Isolierfolie
- Schrauben, Federn und Unterlegscheiben
- Drahtbügel für verschiedene Lüftergrößen
- Befestigungsklammern
Thermalright SP 94
Der SP 94 ist in einem stabilen Karton mit Schaumstoffpolster vorbildlich verpackt und wie beim SLK 947 muss der geneigte Kaufinteressent den Lüfter zusätzlich erwerben. Er ist nur für den P4 geeignet und wird über eine Stahlplatte als Gegenhalter direkt mit dem Mainboard verschraubt. Das Retentionmodul muss also abgebaut werden. Die Befestigung des Kühlers selbst ist in die massive, gestanzte Kupfergrundplatte integriert und wird mittels Schrauben und Federn gehalten. Diese Befestigung ist wirklich bombenfest, allerdings muss zum Ein- oder Umbau stets das Mainboard ausgebaut werden. Bei der Montage fällt negativ auf, dass die Befestigungsschrauben teilweise von den äußeren Heatpipes überdeckt werden und das Ansetzen eines Schraubendrehers so unnötig erschwert wird. Auch hier finden die ärgerlichen, hakeligen Drahtbügel zur Befestigung des Lüfters Verwendung, und auch hier müssen diese vor der Montage des Kühlers montiert werden, da die Befestigungsschrauben im montierten Zustand im Weg sind. Zum Wechsel auf einen Lüfter anderer Größe muss der Kühler abgebaut werden.
Als Besonderheit wartet der SP 94 mit drei integrierten Heatpipes auf, die die Wärme der CPU schneller abtransportieren sollen, als dies durch massives Kupfer möglich ist. Dazu nehmen sie die Wärme unmittelbar über der CPU auf, und transportieren sie in das obere Drittel der Kühlfins, die ebenfalls aus Kupfer gefertigt sind und die gleichen Eigenschaften zur Aufnahme des Lüfters aufweisen, wie schon der SLK 947. Die 6,3 mm starke Grundplatte, Heatpipe und Kühlfins sind miteinander verlötet. Die Kontaktfläche ist glatt, weist keine sichtbaren Bearbeitungsspuren auf, ist aber leider nicht absolut plan, sondern minimal gewölbt.





Lieferumfang:
- Kühlkörper
- Drahtbügel zur Befestigung verschieden großer Lüfter
- Stahlplatte als Gegenhalter
- Wärmeleitpaste
- Schrauben, Federn, Muttern und Unterlegscheiben
Zalman CNPS 7000 Al-Cu
Der Zalman ist in einem großzügig dimensionierten Karton optimal geschützt verpackt und durch verschiedene Anbausätze sowohl für den P4 als auch für den Athlon XP geeignet. Die Befestigung erfolgt auf dem P4 über Aluminiumprofile, die im Retentionmodul Halt finden und auf die die am Kühler fest verbaute Halteklammer aufgeschraubt wird. Die Montage geht so problemlos und einfach von statten und der Kühler sitzt anschließend absolut fest. Der Aufbau dieses Kühlers ist so ungewöhnlich wie sein Anblick: 49 Aluminium- und 19 Kupferbleche sind in der Mitte bombenfest zusammengepresst und verschraubt, die Enden der Bleche dann zu einem Fächer auseinander gebogen. Die Auflagefläche wurde anschließend plangefräst. In der Mitte dieser Konstruktion thront der fest eingebaute 92 mm Lüfter, der über keinen eigenen Rahmen verfügt. Zalman legt dem CNPS 7000 Al-Cu eine ihrer hauseigenen Lüftersteuerungen bei, mittels welcher die Lüfterdrehzahl stufenlos geregelt werden kann. Diese ist aber nur mit einem recht kurzen Anschlusskabel und einem winzigen Drehknopf versehen, so dass an eine von außen jederzeit zugängliche Regelung nicht zu denken ist.
Der Zalman ist insgesamt einwandfrei verarbeitet, die Auflagefläche ist absolut plan und die Bearbeitungsspuren weisen nur eine minimale Rautiefe auf. Ob die asymmetrische Aufteilung der Aluminiumrippen - 24 auf der einen, 25 auf der anderen Seite - gewollt ist, oder ob es sich um einen Fertigungsfehler handelt, können wir nicht beurteilen. Bedingt durch seinen ungewöhnlichen Aufbau ist er etwas empfindlich gegen mechanische Beschädigung, durch unachtsame Handhabung ist schnell mal eine Rippe verbogen.




Lieferumfang:
- Komplett montierter Kühler mit 92 mm Lüfter mit Tachosignal
- Stufenlose Lüftersteuerung
- Aluminiumprofile zur Befestigung auf Sockel A und Sockel 478
- Schrauben und Isolierscheiben
- Wärmeleitpaste
- Gehäuseaufkleber
Global Win CAK 5-88 TL
In letzter Minute erreichte uns der Global Win CAK 5-88 TL. Er ist in einem kleinen Karton sauber und sicher verpackt. Er besteht aus einem Vollkupferkühler mit gehobelten Fins, einem Aluminiumträger für den Lüfter und verschiedenen Klammern, die ihn sowohl für den P4 als auch für den Sockel A geeignet machen. Der 80 mm Lüfter ist mehrfarbig beleuchtet, temperaturgeregelt und auf einem Lüfteradapter montiert. Der zur Regelung notwendige Fühler für die Erfassung der Temperatur ist in direkter Nähe des Kühlerbodens angebracht. Die Montage geht relativ unkompliziert von statten, indem die beiliegenden Auflagewinkel an die 5 mm starke Grundplatte geschraubt und die Klammern ins Retentionmodul eingehakt werden. Die Demontage dagegen ist nicht so einfach, hier wird ein Schraubendreher benötigt um die Klammern zu lösen, da diese keine Lasche besitzen, die man mit den Fingern greifen kann. Die Verarbeitung ist rundum solide, die Auflagefläche ist absolut plan und trägt gut sichtbare, aber sehr feine Bearbeitungsspuren.





Lieferumfang:
- Fertig montierter Kühler mit beleuchtetem 80 mm Lüfter mit Tachosignal
- Passendes Schutzgitter
- Befestigungsklammern für P4 und Athlon XP
- Wärmeleitpaste
- Gehäuseaufkleber
- Montageanleitung
Messungen
Gewicht
Der Einfluss des Gewichts eines Kühlers wird in unseren Augen zumindest in Bezug auf den P4 oftmals ziemlich überschätzt. Das Retentionmodul muss einem Anpressdruck von bis zu 35 Kg standhalten, da sollte es mit so einem Kühlerchen locker fertig werden - egal ob er 250 oder 750 Gramm wiegt. Sicher mögen andere Arten der Befestigung noch ein wenig mehr Stabilität aufweisen, als wirklich notwendig muss dies nicht angesehen werden. Die mechanische Belastbarkeit eines Mainboards wird offensichtlich von zahlreichen Experten und solchen, die es werden wollen, massiv unterschätzt.
Vorenthalten wollen wir unseren Lesern diese Eigenschaft aber keineswegs. Das Gewicht wurde mit einer handelsüblichen, digitalen Küchenwaage ermittelt.
Gewicht
Angaben in Gramm
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Da die Kühler von Thermaltake ab Werk ohne Lüfter ausgeliefert werden, müssen hierfür je nach Lüfter zwischen 66 (Noiseblocker S4) und 105 g (Papst 3412) hinzu addiert werden. Der Heatlane Zen kommt als Passivkühler selbstverständlich ohne Lüfter aus.
Kühlleistung
Zunächst haben wir die Temperatur mit den serienmäßig mitgelieferten Lüftern ermittelt. Hierzu musste jeder Kühler über mindestens 15 Minuten die Eingangs erwähnte Leistung von etwa 130 W verkraften. Die ohne Lüfter ausgelieferten Thermaltake-Kühler haben wir mit jeweils sechs verschiedenen Lüftern gemessen. Dem Heatlane Zen haben wir diese Prüfung erspart, für derartige Verlustleistungen ist er schlicht nicht konstruiert.
Temperatur mit Serienlüfter
Angaben in °C
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Erstaunlich, wie gut die beiden Kühler von Thermaltake selbst derart hohe Verlustleistungen vernichten können. Aber wirklich aussagekräftig für die Qualität des Kühlkörpers ist dieses Diagramm trotz der Spanne von 67 bis 104°C nicht so recht, da unterschiedliche Lüfter mit unterschiedlichen Geräuschpegeln zum Einsatz kommen.
Einheitslüfter
Um die Qualität der Kühlkörper selbst besser vergleichen zu können, haben wir eine weitere Messung mit einem identischen Lüfter durchgeführt. Die Wahl fiel hierbei auf den CoolerMaster Radiallüfter, da dieser mit seiner Grundfläche von 70 x 70 mm auf praktisch alle Kühlkörper passt.
Einzig die Intel und der Zalman bereiteten hier Schwierigkeiten, da die Intel sich ohne den Serienlüfter nicht befestigen lassen und der Zalman durch seine Form keinen optimalen Auf- bzw. Einbau eines Fremdlüfters erlaubt. Der rahmenlose 92er Zalman-Lüfter strömt die Kühlrippen des Kühlkörpers völlig anders an, daher ist dem Ergebnis des Zalman keine allzu hohe Bedeutung beizumessen. Auf eine Messung der Intel Boxed haben wir aufgrund der Probleme mit der Befestigung verzichten müssen.
Temperatur mit Einheitslüfter
Angaben in °C
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Während sich bei den Top-Kühlern keinerlei Überraschung bietet, erstaunt der aus Vollkupfer gefertigte AVC als Schlusslicht. Er muss die reinen Aluminiumkühler teils deutlich ziehen lassen.
Passiv gekühlt
Um dem Heatlane seine Kühlfähigkeiten zu entlocken, haben wir ihn mit einer Verlustleistung von 35 W beaufschlagt, was unserer Ansicht nach in etwa der Verlustleistung eines Pentium III 1000 unter Last, oder eines P4 2,4 bei normalem Gebrauch (Surfen, Office usw.) entspricht. Zum Vergleich haben wir auch den Thermalright SLK 947 ohne Lüfter antreten lassen und auch den Zalman seines Lüfters beraubt. Den SP 94 haben wir hier nicht herangezogen, da wir mangels Dokumentation nicht wissen, wie dessen Heatpipes auf Temperaturen jenseits der 100°C reagieren. Um uns ein Bild von einem "passiven Billigkühler" machen zu können, haben wir auch den Cooljag ohne Lüfter betrieben.
Lüfterlos
Angaben in °C
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Offensichtlich funktioniert die Heatpipe ausgezeichnet, die mit Lüfter besten Kühler im Test können ohne einen solchen nicht annähernd so gut kühlen, wie der Heatlane. Andererseits sind diesem Kühler kaum leistungsfressende CPUs wie P4 >2,6 oder Athlon XP >2000+ zumutbar. Ein Desktopsystem mit einem Pentium M oder P4 M wäre da schon eher denkbar. An dieser Stelle fällt auch auf, dass der im vorherigen Abschnitt erwähnte Nachteil des Zalman aufgrund der für ihn ungeeigneten Anströmung hier tatsächlich in Erscheinung tritt. Rein passiv betrieben kann er sogar den SLK 947 U knapp schlagen. Den Cooljag haben wir bei noch steigender Temperatur bei Erreichen der 150°C-Schwelle erlöst.
Lärmemission
Leise Rechner sind im Vormarsch, da sollte auch der CPU-Kühler entsprechend ruhig zu Werke gehen. Gemessen wurde (sofern vorhanden) mit Original-Lüfter unter maximaler Drehzahl mit dem Schallpegelmessgerät, welches wir auch schon in anderen Reviews eingesetzt haben. Der SP 94 ist hier nicht aufgeführt, da wir für ihn die selben Lüfter wie für den SLK 947 verwendet haben. Da kein Lüfter vorhanden ist, kommt der Heatlane Zen logischerweise geräuschlos daher.
Lautheit
Angaben in Dezibel
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Bis zum Papst 3412 N/2GL kann von wirklich leiser Kühlung die Rede sein, über 42 dB sind die Lüfter deutlich wahrnehmbar und ab etwa 47 dB erachten wir das Geräuschniveau als zu hoch, zumindest bei offenem Gehäuse. Der Noiseblocker S4 trägt den Aufdruck "Ultra Silent Fan" - damit kann nur die Geräuschentwicklung im stromlosen Zustand gemeint sein, denn einen wirklichen ulta-silent wünscht man sich bei dem derbe lauten Lüfter sehnlichst herbei. Dies mag wohl auch der Grund sein, warum Noiseblocker ihm ein Poti zur Drehzahlregulierung beifügt. Messen können wir aber nur den Maximalpegel, da sich alle Lüfter theoretisch drosseln ließen, um die Geräuschentwicklung zu reduzieren. Ein echter Vergleich bleibt eben nur bei 12 V Betriebsspannung und da bietet der S4 immerhin beachtliche Reserven in puncto Kühleistung, wie dem geneigten Leser sicher nicht entgangen ist. Auch der Coolermaster Aero light ist regelbar, aber auch für ihn und den Zalman gelten die gleichen Regeln. Einzig der Zalman bleibt bei Höchstdrehzahl noch im Bereich des Erträglichen.
Lüfterdrehzahlen
Drehzahl und Geräuschpegel stehen nicht unbedingt in einem festen Verhältnis zueinander, lassen aber neben dem von uns gemessenen Pegel auch die Tonlage erahnen. So wird ein hochfrequentes, schrilles Pfeifen sicher als unangenehmer empfunden als ein sanfter, mittlerer Ton. Auch hier haben wir wieder aufgrund der identischen Lüfter nur den SLK 947 aufgeführt.
Lüfterdrehzahl
Angaben in Umdrehungen pro Minute (UPM)
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Die Drehzahlen muss man wohl nicht näher analysieren.
Preise
Neben Kühlleistung und Geräuschpegel ist sicher der Preis der relevanteste Entscheidungsgrund zum Kauf eines CPU-Kühlers.
Preise
Angaben in Euro
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Die beiden Thermalright werden zwar ab Werk ohne Lüfter geliefert, aber praktisch alle Händler legen einen Lüfter bei. So ist bei diesen Preisen von Caseking [6] bereits ein 80 mm YS-Tech enthalten. Erwartungsgemäß liegen die Heatpipes preislich deutlich vorn.
Fazit
Nun wollen wir abschließend ein paar Worte darüber verlieren, wie sich die Kühler in unserem Praxistest in unseren Augen geschlagen haben. Eine kleine Prise Subjektivität gehört halt zu jedem Review. Zugegeben, Temperaturen jenseits der 100°C werden in der Praxis mit echten CPUs nicht erreichbar sein, da alle zur Zeit verfügbaren Modelle bei diesen Temperaturen längst defekt wären. Aber die von uns gewählte Verlustleistung trennt die Spreu vom Weizen wesentlich deutlicher, als dies mit einer echten CPU eben möglich gewesen wäre. Zum Vergleich haben wir einen Coolermaster Aero 4 lite und einen SLK 947 U mit Papst 8412 N/2GL auf einem P4 2,4B @ 2,79 unter Volllast mit Seti@home [7] getestet: 46°C mit dem Coolermaster und 44°C mit dem SLK/Papst sind vernachlässigbar kühl, bei 130 W hatten wir noch 85 bzw. 80°C ermittelt.
Die Stärke des Aerocool Extreme liegt vor allem in der optischen Wirkung des blau illuminierten Lüfters. Die Verarbeitung kann nicht vollends überzeugen, dagegen gelingt dies seiner Leistung. Die gemessen an der Konkurrenz verhaltene Lautstärke bringt ihm zusätzliche Sympathie entgegen, aber leider kann er mit leisem Lüfter keine nennenswert niedrigen Temperaturen sicherstellen. Er ist wahrlich kein Fehlkauf, aber eine besondere Empfehlung verfehlt er schon aufgrund seiner schlechten Handhabung, wozu auch die unbefriedigende Befestigung im Retentionmodul ihren Teil beiträgt.
AVC Z7 nennt sich ein ordentlich verarbeiteter Kühler, dessen erster optischer Eindruck seine unterdurchschnittlichen, technischen Qualitäten geschickt zu verbergen vermag. Sehr laut und kühlt schlecht ist hier leider eine treffende Zusammenfassung. Sein mit 20 EUR sehr niedriger Preis und die ausschließliche Verwendung von Kupfer für den Kühlblock können ihn nicht retten.
Der Coolermaster Aero 4 Lite ist ein einfacher, für seine Bauart durchaus brauchbarer Kühler. Der Lüfter ist regelbar, Befestigungselemente für das Poti im Lieferumfang enthalten. Der unübliche Radiallüfter lässt sich damit stufenlos zwischen "schön leise" und "extra laut" regeln. Der Preis liegt mit 28 EUR in angemessener Höhe.
Der Coolermaster Aero P4, wie er laut Lieferschein heißt, besitzt einen etwas anderen Kühlkörper, als der 4 Lite. Zudem ist sein Lüfter nicht regelbar, dafür aber deutlich leiser als sein Bruder. Sauber verarbeitet, insgesamt nicht schlecht, aber auch nicht hervorstechend und mit 36 EUR nicht eben geschenkt.
Der Cooljag JVC 661 ist mit einem Preis von 17 EUR neben den Intel boxed der preisgünstigste Kühler im Feld. Seine Verarbeitung ist eher durchschnittlich, die Leistung gering und die Lautstärke hoch. Von einer Empfehlung ist er sehr weit entfernt.
Der Global Win CAK 5-88 TL erreichte uns buchstäblich in letzter Minute. Die Saubere Verarbeitung überzeugt auf Anhieb, der bunt beleuchtete Lüfter sieht ganz niedlich aus. Gar nicht niedlich dagegen ist seine Geräuschentwicklung und auch die Kühlleistung kann im Vergleich zur Konkurrenz in keiner Weise zufrieden stellen. Er ist zwar sehr laut, aber dafür kühlt er halt schlechter - dieses Fazit kam uns sofort in den Sinn und kann auch so stehen bleiben, zumal 36 EUR kein Sonderangebot sind.
Der Heatlane Zen ist der einzige Passivkühler im Testfeld und kann keine hohen Leistungen abführen. Aber das Angebot an CPU-Kühlern seiner Art ist denkbar dürftig und somit steht er in gewisser Weise konkurrenzlos da - zumindest in unserem Test. Für Systeme, von denen keine große Leistung gefordert wird, ist er eine durchaus denkbare Alternative. So ist z.B. neben dem Fernseher jeder Lüfter definitiv einer zuviel. Er muss verschraubt werden, sitzt dann aber bombenfest. Der Preis ist mit etwa 75 EUR recht deftig gestaltet. Die Angabe, dass der Kühler einen Pentium 4 bis 2,8 GHz im Zaum halten kann, können wir wenn überhaupt nur unter dem Einsatz von Gehäuselüftern mit ordentlich "Durchzug" nachvollziehen. In unserem "unbewegten" Testaufbau, in dem der Kühler bei 'nur' 35 Watt an die 77°C erreichte, wäre eine Belastung mit über 70 Watt nicht glimpflich verlaufen.
Fazit (Fortsetzung)
Die Kühler von Intel, die den Boxed-CPUs beiliegen, können erwartungsgemäß nicht mit der Konkurrenz mithalten, sind aber dafür fast kostenlos, wenn man berücksichtigt, dass Intels P4 tray kaum günstiger ist als der Boxed. Diese Kühler erkaufen sich akzeptable Kühlleistungen durch den Einsatz recht lauter Lüfter, wobei der älteste der drei getesteten Modelle noch den leisesten Lüfter trägt. Als Ersatz-, Not- oder Übergangslösung sind sie aber bestens geeignet. Auch auf 5 oder 7V gedrosselt sind sie dauerhaft erträglich, dann muss man sich aber mit deutlich erhöhten Temperaturen zufrieden geben.
Noiseblocker hat mit dem BadBoy ebenfalls einen hervorragend gefertigten Kühler im Programm, der eine recht hohe Kühlleistung erreicht, sich allerdings von den Topmodellen klar geschlagen geben muss. Ein Regler für den Lüfter ist im Lieferumfang enthalten. Die Montage gestaltet sich denkbar einfach, es gibt insgesamt an dem "Bösen Buben" nichts auszusetzen. Für einen Award ist der Preis im Verhältnis zur Leistung allerdings geringfügig zu hoch.
Der OCZ Eliminator ist der schwerste Kühler im Feld, aber Gewicht allein macht nicht glücklich. Die golden schimmernde Beschichtung ist schick anzuschauen, man sieht allerdings auch jeden Fingerabdruck deutlich darauf. Leistung und Geräusch liegen auf dem Niveau des besten Intel Boxed. Die Handhabung ist einfach geraten, aber insgesamt stellt der Kühler allenfalls optisch einen Leckerbissen dar.
Thermalright hat mit dem Modell SP 94 einen Vollkupfer-Kühler mit Heatpipes im Programm, mit dessen vorzüglicher Kühlleistung man die niedrigsten Temperaturen im Testfeld erreichen kann, einen entsprechenden Lüfter vorausgesetzt. Anders herum kann man mit sehr leisen Lüftern immer noch wenig besorgniserregende Temperaturen erreichen. Der SP 94 bietet hier die beste Leistung, ist aber recht teuer und muss verschraubt werden. Für viele ist dies ein positives Merkmal, für Leute wie uns, die oft die CPU oder den Kühler wechseln, ist das eher lästig. Lästig erscheinen uns auch die labilen Drahtbügel, welche die Lüfter halten sollen. Nichts desto trotz hat der leistungsstärkste Kühler im Testfeld allemal einen Award verdient.
Mit dem SLK 947 U hat Thermalright noch ein zweites "heißes Eisen" im Feuer. Ebenfalls aus Vollkupfer gefertigt und mit extrem hoher Kühlleistung gesegnet kann der SLK praktisch rundum überzeugen, von den gleichen, ärgerlichen Drahtbügeln, die auch den SP 94 "zieren", einmal abgesehen. Dass diese nicht beliebig mit den beiliegenden Klammern kombinierbar sind, trübt den Eindruck noch ein wenig mehr. Der SLK kann sowohl mit dem Mainboard verschraubt, als auch mittels Klammern am Retentionmodul befestigt werden - wir bevorzugen letzteres. Aufgrund seiner Leistungsfähigkeit bleibt auch dieses Modell nicht von einem Award verschont.

Zalman hat mit dem CNPS 7000 Al-Cu für gerade einmal 30 EUR ein echtes Schnäppchen im Programm. Seine Kühlleistung ist enorm - passiv kann er sogar den SLK 947 schlagen - und sein Aufbau durchdacht wie auch ungewöhnlich. Die Befestigung ist einfach in der Handhabung und trotzdem äußerst stabil. Die serienmäßige Möglichkeit der stufenlosen Regelung des Lüfters ist ebenfalls positiv, wenn auch Noiseblocker und vor allem Coolermaster an dieser Stelle weitergedacht haben und hier eine Regelung von außen her deutlich einfacher ist. Seine etwas labilen Rippen, die einen vorsichtigen Umgang erfordern, können das praktisch durchweg positive Gesamtbild nicht trüben.
Die meisten Kühler sind unter anderem in den folgenden Shops (alphabetische Reihenfolge) erhältlich:
- Blacknoise [8]
- Caseking [1]
- Listan [2]
- LowNoise [3]
- oc-wear [9]
