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Test: Coolermaster Wavemaster

von Ralph Burmester

Einleitung

Lange hat es gedauert, jetzt ist es endlich soweit - der erste Test eines Aluminium Gehäuses auf ComputerBase. Sicherlich gibt es auch Alu-Versionen der bekannten und bereits von uns getesteten Gehäuse CS-601 von Chieftec oder des Casetek 1018, das sich dann aber Casetek 1019 nennt. Allerdings liegt der Unterschied dann nur in der Außenhaut, die Ausstattung bleibt die gleiche, so dass ein solcher Test recht kurz ausfallen würde. Daher haben wir uns entschieden, die zwar teuren, aber "echten" Aluminium Gehäuse auf Herz und Nieren zu prüfen.

Erster Testkandidat in dieser Reihe ist das Coolermaster Wavemaster TAC-T01, das vor allem durch seine indirekt beleuchtete geschwungene Frontpartie auffällt und erstmals zur Vorstellung des Athlon 64 FX-51 seitens AMD groß in Erscheinung trat. Etwa dreimal so teuer wie ein handelsüblicher Midi-Tower kann man gespannt sein, ob das Gehäuse das hält, was das Design verspricht.

Coolermaster Wavemaster
Coolermaster Wavemaster
Coolermaster Wavemaster

Lieferumfang

Im schick bedruckten Karton, den selbst der Paketzusteller wohl erstaunlich leicht fand, wurde das Coolermaster Wavemaster an uns geliefert. Bei näherer Betrachtung fällt der Grund für die leichte Handhabung auf: das erste Gehäuse, dessen Karton über Griffmulden verfügt. Das wünschen wir uns eigentlich bei jedem Gehäuse, vor allem bei schweren, voll gedämmten Modellen, die nicht nur gute 8,0 kg wie das Wavemaster wiegen, sondern schnell das doppelte Gewicht auf die Waage bringen. Im Inneren des Kartons ist das Aluminiumgehäuse gut durch Kunststoffbeutel und Styroporformteile gegen Beschädigungen durch äußere Einflüsse geschützt. Zum Gehäuse selbst gehören drei bereits eingebaute Coolermaster 80mm Lüfter, je eine Netzteilblende für redundante und für ATX-Netzteile, eine dreiseitige Anleitung, eine Übersicht über die Anschlußbelegung der Kabel des Portkits sowie die übliche I/O-Blende und ein Satz Schrauben. Das Gehäuse besteht komplett aus fein gebürstetem Aluminium, nur die Unterseite ist grob gebürstet.

Hier noch die nackten technischen Daten des Coolermaster Wavemaster:

Front
Front
Tür geöffnet
Tür geöffnet
Lieferumfang
Lieferumfang

Ausstattung außen

Beginnen wir bei der ungewohnt geformten Frontpartie des Wavemasters. Die Fronttür vor den Einbauschächten wird im Gegensatz zu Chieftec und Casetek Gehäusen links geöffnet und läßt sich etwa 120° weit öffnen. Schön für diejenigen, die den Tower rechts von sich stehen haben, so ist sofort der Zugriff auf die Laufwerke gewährleistet, ohne dass die Tür im Wege ist. Steht der Tower links, ist dieser Vorteil in das Gegenteil verkehrt. Die Aluminiumtür, deren Haltestifte in kleinen Kunststoffbuchsen lagern, läßt sich nur mit Werkzeugeinsatz ausbauen, dazu muss die oben am Gehäuse befindliche Alu-Platte abgeschraubt werden. Wer allerdings keine Laufwerke mit Alu-Blenden besitzt, sollte die Tür tunlichst geschlossen halten, denn wie auch unsere Bilder zeigen, bedeutet Beige einen echten Stilbruch gegenüber dem Aluminium des Gehäuses. Damit die Tür nicht von alleine aufgeht, wird sie von einem kleinen Magneten festgehalten.

Tür mit Magnet
Tür mit Magnet
Beige und Alu? Nein, Danke
Beige und Alu? Nein, Danke

Neben den vier Einbauschächten für die 5,25"-Laufwerke steht nur ein Einbauschacht für externe 3,5"-Laufwerke zur Verfügung, da der entsprechende Diskettentyp aber immer seltener wird, stellt dies keinen Verlust dar. Die Blenden vor den Einbauschächten sind verschraubt und können erst nach dem Abbau der beiden Seitenwände des Towers demontiert werden. Durch dieses Verschrauben wird dem Gehäuse eine höhere Stabililität verliehen.

Der untere Teil der Frontblende besteht im rechten Teil aus einem Steg, der von hinten durch zwei blaue LED beleuchtet wird. Diese blaue Beleuchtung stellt gleichzeitig auch die "Power on" Kontrollleuchte dar. Hinter dem Steg wird über viele kleine Bohrungen im Gehäuse Frischluft durch die zwei innen montierten Lüfter angesaugt. Links sind der Power-Button und der Reset-Knopf angebracht, letzterer lässt sich auch mit dem Finger drücken, so dass kein Hilfsmittel nötig ist. Ansonsten fällt an der Front die geschwungene oder gewellte Form auf, die es in dieser Art bisher nicht gab. Ein nettes Design-Element, das dem Tower auf den ersten Blick einen sehr hohen Wiedererkennungswert beschert.

Detail Frontblende
Detail Frontblende
Beleuchtung, Lüftungsöffnungen
Beleuchtung, Lüftungsöffnungen
Frontbeleuchtung im Einsatz
Frontbeleuchtung im Einsatz

Werfen wir nun einen Blick unter das Gehäuse. Der untere Halter der Frontpartie ist festgenietet und kann nicht einfach so entfernt werden. Die Füsse des Gehäuses ähneln denen von HiFi-Komponenten. Sie haben einen goldfarbenen Ring, der einen weichen Kunststoff umspannt, dadurch werden Schwingungen des Gehäuses nicht an den Boden weiter gegeben. Das typische Brummen einiger Gehäuse entfällt damit und der Geräuschpegel wird verringert.

Auf der Rückseite stehen sieben Slots für Erweiterungskarten zur Verfügung, dazu ein 80mm Gehäuselüfter und im oberen Bereich wird die Blende samt Netzteil befestigt. Hätte Coolermaster den Lüfter anders platziert, wäre auf der Rückseite auch Platz für zwei seiner Art gewesen, so wird mehr Luft durch die vorne angebrachten Lüfter in das Gehäuse gedrückt, als hinten raus geblasen wird. Die große Zahl an Thumbscrews fällt auf. Allerdings hängt dieser Umstand mit dem Mainboardschlitten zusammen, auf den wir später aber noch genauer eingehen werden.

Gehäusefuß
Gehäusefuß
Rückseite
Rückseite
Netzteilkäfig
Netzteilkäfig

Oben auf dem Gehäuse findet man die Klappe, die das Portkit versteckt. Die Klappe ist mit einer Feder versehen und so bleibt die Klappe offen stehen. Unter der Klappe finden sich zwei Audio-Anschlüsse sowie ein Firewire-Port und zwei USB2.0-Ports.

Ausstattung innen

Schauen wir uns nun das Innenleben des Gehäuses einmal genauer an. Vorne ist ein von oben bis unten durchgehender Laufwerkkäfig eingebaut, der an den Enden vernietet ist und so auch der Stabilität des Gehäuses dient. Immerhin passen bis zu zehn Laufwerke in diesen Käfig; kein alltäglicher Wert. Vor den internen 3,5"-Laufwerkschächten sind übereinander zwei der 80 mm Gehäuselüfter installiert, die so die dort verbauten Festplatten direkt mit frischer Außenluft versorgen. Angeschlossen werden die Lüfter über vierpolige Adapterkabel, so werden keine Anschlüsse vom Netzteil oder Mainboard blockiert. Allerdings entfällt damit sowohl das Auslesen der Drehzahl - was bei diesen Lüftermodellen jedoch sowieso nicht möglich ist - als auch die Möglichkeit der Regelung per Lüftersteuerung. Alle drei Gehäuselüfter sind mit Schutzgittern ausgestattet, was Verletzungen während des Betriebs fast ausschließt. Lediglich der hintere Lüfter ist mit Drehzahlmesser und 3-Pin-Anschluss versehen, so dass er direkt auf dem Mainboard angeschlossen werden kann. Alle Lüfter sind mit Gleitlagern ausgerüstet, weitere Daten liegen leider nicht vor. Ebenfalls per 4-Pin-Adapterkabel werden die beiden LED für die Frontbeleuchtung angeschlossen. Wie bei den Gehäuselüftern geht aber so kein Stromanschluss verloren, lediglich die Kabelordnung im Gehäuse wird eingeschränkt.

Innenleben
Innenleben
Innenleben, rechts
Innenleben, rechts

Vordere Gehäuselüfter
Vordere Gehäuselüfter
Rückseite innen
Rückseite innen

Kommen wir jetzt zum Mainboard-Schlitten, einer Austattungsvariante, die nur wenige Gehäuse bieten - sieht man einmal von Server-Gehäusen ab. Auf der Gehäuserückseite müssen vier Thumbscrews gelöst werden, dann kann die Rückwand mit dem Mainboardträger aus dem Gehäuse gezogen werden. Allerdings haben die Ingenieure hier etwas gespart, denn der Mainboardträger wird oben und unten direkt durch eine Aluminiumschiene gehalten. Beim Schieben oder Ziehen schleift so Alu auf Alu, schnell ist das Ganze dann verklemmt und muß mit leichter Kraftanstrengung wieder zum Funktionieren gebracht werden. Eine Kunststoffschiene an der Unterseite würde hier den Ein- und Ausbau deutllich erleichtern - von der Schwingsdämpfung des Mainboards gegenüber dem Gehäuse ganz zu schweigen. Ist der Schlitten erst einmal aus dem Gehäuse gezogen, wird die Montage des Mainboards zum Kinderspiel und auch die Montage von wehrhaften CPU-Kühlern gelingt Dank fehlender Gehäuseteile rundherum sehr leicht.

Mainboardschlitten
Mainboardschlitten
Detail: eingepresste Muttern
Detail: eingepresste Muttern

Die Slotblenden für die Erweiterungskarten sind allesamt gesteckt und per Thumbscrew befestigt, hier wird kein Werkzeug für die Montage benötigt. Die Öffnung für die I/O-Blende ist sehr genau gearbeitet und hält diese gut an ihrer Position. Eine Etage höher sitzt der Netzteilkäfig, der mit dem Gehäuse vernietet ist. Zur Montage des Netzteils wird die passende Blende angeschraubt, bevor beides zusammen eingebaut wird. Zur Befestigung der Blende am Gehäuse werden hier ebenfalls Thumbscrews eingesetzt. Bei so vielen Thumbscrews stellt sich die Sicherheitsfrage "Wie schütze ich mich gegen Diebstahl?", auf die wir leider mit "Gar nicht!" antworten müssen. Das Wavemaster ist wohl ein reines Gehäuse für die eigenen vier Wände, wo man normalerweise ja weiß, wer einen besucht. Die Schraublöcher bestehen im übrigen aus in das Aluminium gepressten Muttern, so dass man sich über das Festschrauben mit den Stahlschrauben keine Sorgen machen muss. Nur die Erweiterungskarten bzw. Slotblenden werden direkt in das Aluminium geschraubt, hier sprechen wohl technische Gründe (Materialstärke) gegen die eingepressten Muttern.

Noch ein paar Worte zum Portkit, das zwischen Netzteil- und Laufwerkkäfig Platz findet. Die Stecker sind leider nicht beschriftet. Lediglich beim Firewire-Anschluss gibt es keine Probleme, da dieser als normaler Stecker ausgeführt und somit ohne passende Firewire-Steckkarte im PC gar nicht einsetzbar ist. Allerdings ist das Kabel so lang, das es durch eine offene Slotblende nach außen geführt werden kann, um dort z.B. an den Firewire-Port einer Soundblaster Audigy angeschlossen werden zu können. Die USB Kabel sind einmal vier- und einmal fünf-polig und sollten so auf vielen Mainboards funktionieren. Stimmt allerdings die Pinbelegung nicht, ist Basteln angesagt, um die Belegung der Stecker passend zu machen. Hier mangelt es aber mehr am fehlenden Standard als am mangelnden Verständnis der Ingenieure bei Coolermaster.

Der qualitätive Gesamteindruck des Gehäuses ist gut bis sehr gut. Bei Aluminum bietet sich an, zwecks Langlebigkeit des äußeren Erscheinungsbildes, stets mit Samthandschuhen vorzugehen. An der Stabilität des Wavemaster lässt sich nichts bemängeln, das leichte Gewicht tut hier keinen Abbruch.

Modding

Bei solch einem Gehäuse verbietet sich Modding fast von selbst, auch wenn die interessante Frontbeleuchtung dann doch die Finger jucken lässt. Die ebenfalls gesteckte HDD-LED lässt sich schnell gegen ein anderes Modell austauschen, da sie noch halbwegs zugänglich ist. Eine Dämmung würde dem Gehäuse sicher gut tun, allerdings sind recht viele Öffnungen vorhanden, durch die der Schall aus dem Inneren nach Außen dringen kann. Wer passendes Werkzeug sein eigen nennt, kann sich am Einbau einer Wasserkühlung versuchen. Durch den starren Käfig vorne und das Portkit oben ist der Platz dafür allerdings äußerst begrenzt. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und wer sich nicht scheut, dremelt auch an einem fast 200 Euro teuren Aluminiumgehäuse herum.

Erfahrungen

Natürlich haben wir das Coolermaster Wavemaster auch mit einem System bestückt und in Betrieb genommen, was jedoch erst einmal gar nicht so einfach war. Zum Einsatz kamen fünf Festplatten, drei optische Laufwerke und ein Floppylaufwerk. Positiv fällt der große Freiraum zwischen den Festplatten auf, so kann die Frischluft gut an der ganzen HDD vorbei streichen. Das ist bei den 5,25"-Laufwerken nicht der Fall, denn diese liegen direkt übereinander. Vor allem hat Coolermaster im oberen Käfigbereich komplett auf die kleinen Hilfsschienen zum Ablegen der Laufwerke verzichtet. Ohne Schraubendreher mit magnetischer Spitze oder großem Geschick gestaltet sich der Einbau der optischen Laufwerke so unnötig schwierig.

Prompt trat dann auch beim Einbau eines Pioneer DVD-105 DVD-ROM ein ungewöhnliches Problem auf: Im untersten Laufwerkschacht stösst das Gerät mit seiner Rückseite an den Mainboardschlitten und verhindert so einen mit der Frontblende bündigen Einbau. Einen Schacht höher hat sich das Problem fast erledigt, mit leichtem Druck ließ sich der Einbau durchführen. Aber auch der ASUS-Brenner ließ sich im untersten Schacht nur widerwillig festschrauben - scheinbar passen die Langlöcher nicht genau auf die Laufwerkslöcher.

Laufwerk zu lang
Laufwerk zu lang
Unten passt das nicht
Unten passt das nicht

Ebenfalls quasi unmöglich wurde der Einsatz des HighPoint S-ATA-Adapters an einer der oberen Festplatten. Da das Mainboard sehr nahe an den Laufwerken sitzt, sind hier die Kabel des IDE-Anschlusses dem Adapter im Weg und selbiger musste leicht schräg eingebaut werden, was sicherlich keine Dauerlösung darstellt.

Die Kabelführung lässt auch einiges zu wünschen übrig, vor allem durch die beiden Adapterkabel für Frontbeleuchtung und die vorderen Gehäuselüfter wird es reichlich eng am Boden des Gehäuses. Gerade der Einbau des Netzteils und das Durchführen der Kabel durch den Netzteilkäfig ist nicht ohne. Trotz dieser engen Platzverhältnisse liegen die Temperaturen des Systems durchweg im grünen Bereich - im Gegensatz zum Geräuschpegel. Die eingebauten Lüfter liefen auf 12 Volt Nennspannung und sind damit natürlich alles andere als leise. Loben muß man die Gehäusefüße, die trotz der hohen Last durch das verbaute System die auftretenden Schwingungen sehr gut vom Fußboden abhalten. Immerhin hat das Gehäuse mit Inhalt stolze 17 kg auf die Waage gestemmt. Noch kurz zu den Seitenwänden: das untere Ende der Seitenwände ist umgefalzt und aufeinander geklebt. Da sich hier auch die Halter befinden, die in das Gehäuse einhaken und die Seitenwand festhalten, sollte man die Seitenwände nicht allzu weit nach außen klappen, so lange sie noch am Gehäuse eingehakt sind. Denn die rechte Seitenwand weist bereits Lücken auf, an denen der Kleber wohl nicht mehr hält.

Seitenwand
Seitenwand
System eingebaut
System eingebaut

S-ATA Adapter passt nicht
S-ATA Adapter passt nicht
Platzmangel
Platzmangel

Messungen

Um nicht nur die Verarbeitungsqualität zu beurteilen, werden wir auch die Lautstärke der Gehäuse aufzeigen, immer im Vergleich zum voll gedämmten Chieftec CS-601 [1]. Im Chieftec kommt eine Lüftersteuerung von Zalman [2] zum Einsatz, welche die beiden hinteren Gehäuselüfter und den CPU-Lüfter (Zalman CNPS7000A-Cu) auf niedrigster Gangart hält. Vorne sind keine Lüfter verbaut, daher werden die Platten nur durch die einströmende Luft gekühlt. Das Netzteil ist das Zalman ZM 300 [3] mit 300 Watt Leistung. Die Lautstärke wird im Abstand von 40cm gemessen, genau wie bei unserem großen Lüftertest [4], an verschiedenen Punkten rund um das Gehäuse. Voll bestückt wiegt das voll gedämmte CS-601 gute 25kg.

Sicher nicht immer ein fairer Vergleich bei der Lautstärke, was aber nützt das schönste Gehäuse, wenn man es nicht sichtbar platzieren kann, weil der entstehende Lärm zu groß ist. Dafür ist das voll gedämmte Gehäuse bei den Temperaturen bestimmt nicht der Vorreiter.

Damit wurden folgende Messwerte abgelesen:

System Temperaturen

 Coolermaster Wavemaster:
Festplatte
31
Mainboard
32
CPU
35
 Chieftec CS-601 gedämmt:
Mainboard
33
CPU
38
Festplatte
47
Angaben in °C

Lautstärke

 Coolermaster Wavemaster:
rechts
48,0
vorne oben
48,1
links
48,1
hinten oben
48,6
vorne unten
49,1
hinten unten
49,8
 Chieftec CS-601 gedämmt:
rechts
39,9
links
40,0
vorne oben
40,1
vorne unten
40,9
hinten oben
43,0
hinten unten
43,5
Angaben in Dezibel

Selbst am lautesten Messpunkt hinten unten auf Höhe der AGP-Grafikkarte ist das gedämmte CS-601 noch über 6 Dezibel leiser, genau der Wert, der zwischen nervend und erträglich entscheidet. Dafür gehen bei den Temperaturen die guten Noten komplett an das Wavemaster, auf Grund der vorne sitzenden zwei Gehäuselüfter kein Wunder. Die Messungen wurden bei 21°C Raumtemperatur durchgeführt.

Fazit

Das Coolermaster Wavemaster TAC-T01 sieht nicht nur gut aus, sondern weist eine sehr gute Qualität bei Material und Verarbeitung auf. Auch wenn man durch das Aluminium nach dem Einbau eines Systems schwarze Finger bekommt und das Aluminium viele Fingerabdrücke aufweist, kann man das Wavemaster als voll alltagstauglich bezeichnen. Steht das System unter dem Schreibtisch, ist zwar nichts mehr davon zu sehen, aber die Lautstärke bleibt im erträglichen Rahmen. Findige Besitzer werden sicherlich die vorhandenen Lüfter gegen Silentmodelle austauschen, dann passt der Tower auch prima ins Wohnzimmer. Der Innenraum ist etwas beengt - wer umfangreiche Systeme einbaut, wird auf leicht Probleme stoßen, wie es auch bei uns passierte. Dass Aluminium ein empfindliches Material ist, sollte jedem vor dem Kauf klar sein. Schnell sind Kratzer oder schlimmeres passiert. Für LAN-Partys daher völlig ungeeignet, vor allem lässt sich das Gehäuseinnere in keinster Weise gegen Langfinger schützen.

Bleibt immer noch der hohe Preis, der sicher viele Interessenten abschrecken wird. Denn außer dem besonderen Aussehen und dem geringen Gewicht bringt das Coolermaster Wavemaster zu wenig Exklusivitäten mit. Nur wegen dem Mainboardschlitten, den ein "normaler" User recht selten brauchen wird, rechtfertigt sich der etwa dreifache Aufschlag zum Stahlblech-Gehäuse nicht. Trotzdem kann es nicht schaden, bei einem anstehenden Neukauf auch das Wavemaster TAC-T01 als Vertreter der immer etwas teureren Alu-Liga in die engere Wahl zu nehmen und einmal bei Caseking.de [11] vorbei schauen, wo der Tower für 189 € erhältlich ist.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/cs601_blacknoise_evolution_eq_platinum_daemmmatten/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/peripherie/zalman_zmmfc1_lueftercontroller/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/haertetest_netzteil_roundup/5/#zalman_zm_300_a_apf
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/32_lueftern_fluegel/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/pentium_4_fsb_533_mhz/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/intel_i865pe_i865g_fsb800_support/6/#epox_4pda2
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/3x_geforce4_ti_inno3d/2/#tornado_gf4_ti4200_128mb
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/seagate_barracuda_sata_120gb/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/lg_gsa4040b_super_multi_dvdbrenner/
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/asus_crw4012a/
  11. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=29_90&products_id=734&ref=35
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