Einleitung
Thermaltake, ein im Jahre 1999 gegründete Hersteller aus Taiwan, hat sich am Anfang seiner Karriere hauptsächlich mit CPU-Kühlern einen Namen gemacht. Aber schon kurze Zeit später gab es die ersten Xaser Gehäuse, die sich dem allgemeinen Trend, dem so genannten Casemodding, eine bis dato oftmals in eisigen Garagen betriebene Tätigkeit ohne gesellschaftliche Akzeptanz, salonfähig zu machen, annahmen; argwöhnisch betrachtet von den Vorreitern der Szene, die ihre mit viel Schweiß und Kreativität erstellten Unikate durch den „Wald-und-Wiesen“-Modder in Gefahr sahen. Beruhte das Xaser II noch auf dem Chieftec 601 [1], stand für das sehr erfolgreiche Xaser III das Casetek 1018 [2] Pate. Auch beim Xaser V ist man Casetek treu geblieben, doch stellt das neue und hier kaum bekannte Casetek 1020 jetzt die Basis. Warum in der Serie - allem Schulwissen zum Trotz - die Nummer vier ausgelassen wurde, beruht neben der Tatsache, dass die Zahl in Taiwan, wie bei uns in Deutschland die 13, für Unglück steht, auf der maketingswirksamen Floskel, dass aus dem Besten von Xaser II und III eben Xaser fünf geschaffen wurde. So ist das Design den alten Modellen auch auffällig ähnlich und der Blick in das Gehäuse offenbart Bekanntes. Aber wir wollen vorne anfangen, schauen wir uns den Lieferumfang genauer an.


Lieferumfang
Der hohe Karton ist außen ordentlich mit Fotos verziert und macht den Eindruck eines Hochglanzprospektes. In über zwei Jahren Gehäusetests immerhin der zweite Karton, der über Griffmulden verfügt und damit das Handling des nicht gerade leichten Kartons deutlich erleichtert. Nach dem Öffnen lächelt einem die Frontpartie des Xaser V durch den Kunststoffbeutel entgegen; an den Seiten durch Kunststoffformteile geschützt. Das Xaser V "Damier" verfügt über zwei integrierte Lüftersteuerungen, welche die fünf verbauten Gehäuselüfter unter Kontrolle halten. Neben einer ATX-Blende und dem Beutel mit Schrauben gehören zum Lieferumfang eine ausführliche aber leider englische Anleitung, welche die Inbetriebnahme dennoch recht einfach gestaltet. Für die Laufwerke liegen Schienen aus Kunststoff für die werkzeuglose Montage bei. Zusätzlich lag das "Tt Vip Pack", ein Paket aus Mousepad im Schachbrettmuster der "Damier" Serie, einem Bogen mit Aufklebern und einer CD mit Bildschirmhintergründen und Bildschirmschonern, bei. Es folgen die technischen Daten des Xaser V "Damier":
- Abmessungen ca. 580x205x490mm (LxBxH)
- Gewicht ca. 16kg
- fünf externe 5,25" Laufwerkschächte (vier verfügbar)
- zwei externe 3,5" Laufwerkschächte
- drei interne 3,5" Laufwerkschächte
- Portkit (2x Audio, 2x USB2.0, 1x Firewire IEEE1394)
- fünf Gehäuselüfter (3x92mm, 2x80mm)
- zwei Lüftersteuerungen (Hardcano und zwei Drehregler)
Austattung außen
Kleider machen bekanntlich Leute und das Kleid des Xasers ist und bleibt die Frontpartie. Schon zur Ankündigung der Gehäuse auf der ComputerBase polarisierte das neue Antlitz die Leser, wie wir es bei einem Tower noch nicht erlebt hatten und der persönliche Geschmack bleibt bei den Modellen von Thermaltake wohl auch weiterhin wichtigste Kaufentscheidung. Wie schon beim größeren Casetek 1018 besteht die Front aus zwei aufeinanderliegenden Türen. Wird nur die äußere, aus Aluminium gefertigte Tür geöffnet, so hat man Zugriff auf die externen Laufwerke sowie auf die Power- und Resettaster. Öffnet man auch die zweite, aus Kunststoff gefertigte Tür, kann man die 5,25" Laufwerke ein- und ausbauen, den Käfig für die externen 3,5" Laufwerke entnehmen und erhält Zugriff auf den Filter und den vorderen Gehäuselüfter. Auch die Verriegelung für die Seitentür des Gehäuses wird per Kunststoffdrehknopf von hier aus bedient. Die Fronttüren verfügen beide über stabile Metallscharniere und lassen sich abschliessen - sogar einzeln. Die erste 90°-Drehung des Schlüssels im Schloss verschließt nur die innere Tür, eine weitere 90°-Drehung verschliesst auch die äußere. Sind beide Türen geschlossen, bleibt lediglich der Zugriff auf die ganz oben eingebaute, der Hardcano 9 sehr ähnliche Lüftersteuerung und die beiden zusätzlichen Drehregler, erhalten.
Das vorne mittig angebrachte und stilisierte X ist per EL-Technik blau beleuchtbar. Neben der Dauerbeleuchtung steht ebenfalls noch ein Blinkmodus zur Verfügung. Geregelt wird dieser im Inneren des Gehäuses per Kippschalter am Inverter. Auf der Innenseite der äußeren Fronttür befindet sich ebenfalls ein stilisiertes X aus poliertem Aluminium, das den Thermaltake Schriftzug trägt und von hinten mit einer 7-Farben-Flash-LED beleuchtet wird. Der Leuchteffekt ist allerdings nur bei geöffneter Tür und beim Blick von der Seite sichtbar - kein großer Blickfang. Die LED leuchtet übrigens immer, denn sie wird nicht mit der Beleuchtung des Thermaltake Logos geschaltet. Die Power-LED leuchtet derweil im kräftigen Blau, die gelb leuchtende HDD-LED kann man da schon fast als Stilbruch bezeichnen. Die Kabel, die in die vordere Tür führen, sind durch eine geschickte Kabelführung und -befestigung gut gegen Knicken oder andere Beschädigungen geschützt. Die Blenden vor den Laufwerkschächten für die externen Laufwerke sind aus Kunststoff und können nach dem Öffnen der inneren Tür abgeschraubt werden.



Die Seitentür ist, sofern sie nicht verriegelt wurde, zum Aufschieben gedacht - leider kein Aufklappen wie beim Chieftec CS601. Im Kunststoffgriff und weiter unten im Blech sind die Lüftungslöcher für die seitlichen Lüfter angebracht. Auf der Gehäuserückseite ist die Seitentür noch zusätzlich mit zwei Thumbscrews gesichert. Blicken wir nun noch auf das Gehäuse: Oben in der Mitte befindet sich zum einen das Portkit, dessen Klappe durch Drücken geöffnet werden kann. Unsere Meinung zu dieser Position haben wir bereits in anderen Reviews geäußert [3]. Direkt hinter dem Portkit befinden sich noch die Lüftungslöcher für den Dachlüfter, der dem Netzteillüfter beim Entfernen der erwärmten Luft aus dem Gehäuse hilft. Auf der gegenüberliegenden Seite, unter dem Gehäuse, befinden sich die gewohnten ausstellbaren Kunststofffüße, die aber im Inneren über einen Gummiring verfügen, der Vibrationen des Gehäuses wirkungsvoll vom Boden abhält.
Auf der Rückseite sieht man die sieben Slots für Erweiterungskarten sowie die Öffnung für einen Gehäuselüfter. Die Netzteilblende passt leider nur für ATX-Netzteile, redundante ziehen also den kürzeren. Aber wer stellt schon ein Xaser-Gehäuse in den Server-Schrank? Oben rechts befindet sich noch ein Schalter, der das Öffnen der Seitentür dem Mainboard melden kann. Mit entsprechender BIOS- oder Softwareausstattung kann dies dem Nutzer entweder gemeldet werden, oder der Rechner fährt aus Sicherheitsgründen herunter.



Ausstattung innen
Nach dem Öffnen der Seitentür fällt einem zuerst der große, blaue Kunststoffhalter auf, der die beiden seitlichen Lüfter beherbergt. In den Halter sind die vom Casetek 1018 bekannten Verankerungen für lange Steckkarten anzutreffen. Die beiden 90 mm Lüfter sind mit Filtern versehen, die ein Eindringen von Staub weitestgehend verhindern. Die Lüfter sind nicht geschraubt sondern in den Halter eingeklippt. Für den Ein- und Ausbau von Komponenten lässt sich der Halter aufklappen bzw. mit wenigen Handgriffen ganz abnehmen. Oben wird der Blick auf den dort verbauten 80 mm Dachlüfter frei - davor befindet sich das Portkit. Die Kabel des Portkits sind aufgesteckt und lassen sich so leicht abnehmen, falls das Portkit nicht benötigt wird. Die Kabel sind lang genug und mit einem Kabelbinder am Mainboardträger befestigt, so baumeln sie nicht direkt im Weg herum.
Vorne sind die Laufwerkkäfige und aus dem oberen 5,25"-Laufwerkkäfig ragen die Kabel der Hardcano-Lüftersteuerung heraus. Der externe 3,5"-Laufwerkkäfig kann von vorne entnommen werden, um so die Montage von Floppy und Co. zu erleichtern. Der interne 3,5"-Laufwerkkäfig ist wieder um 90° gedreht, die Laufwerke werden also direkt von der Seite eingeschoben. Für die Laufwerke liegen dem Gehäuse Schienen aus Kunststoff bei, die einfach in die Schraublöcher gesteckt werden. Danach können die Laufwerke in die Käfige geschoben werden und halten Dank der Schienen ausgezeichnet. Gleichzeitig werden die Laufwerke damit vom Metall des Gehäuses entkoppelt. Das verringert die Übertragung von Schwingungen, erschwert aber die Wärmeableitung. Nicht zuletzt deshalb befindet sich beim Xaser V der vordere Gehäuselüfter auch direkt vor dem internen 3,5"-Laufwerkkäfig und die kühle Außenluft streicht direkt über die Festplatten.



Vorne, neben dem Käfig, kommen die Kabel der Frontbeleuchtung und der beiden Drehregler aus der Frontblende zum Vorschein. Der kleine, schwarze Kasten neben dem Käfig ist übrigens der Inverter für die Frontbeleuchtung. Etwas ungünstig angebracht - ebenso wie der heutzutage nicht mehr benötigte Halter für überlange Steckkarten. Beide behindern den Luftfluss durch den Laufwerkkäfig. Sind dann noch "normale" IDE-Flachkabel im Einsatz, staut sich die Luft um die HDDs herum recht schnell. Allerdings sorgen die seitlichen Lüfter für genügend zusätzliche Luftzufuhr für den Rest des Systems.
Kommen wir zu der Hardcano Lüftersteuerung, die im obersten 5,25"-Laufwerkschacht verbaut ist. Zwei mit Spiralschlauch zusammengehaltene Kabelstränge ragen aus ihr heraus in das Gehäuseinnere. Neben den Lüfteranschlüssen sind auch drei Temperaturfühler vorhanden; Wärmeleitpads zum Befestigen liegen bei. Die Hardcano Lüftersteuerung kann bis zu vier Lüfter in der Drehzahl regeln und bis zu drei Drehzahlen und Temperaturen anzeigen. Zusätzlich gibt es eine einstellbare Alarm-Funktion, die bei 50°, 60° oder 70° an den Temperatursensoren einen Alarmton auslöst. Im normalen Betrieb schaltet die Lüftersteuerung auf dem Anzeige-Display alle drei Temperaturen und Drehzahlen fortlaufend durch. Per Knopfdruck lassen sich aber auch gezielt einzelne Werte anzeigen und kontrollieren. Ohne die beiliegende Anleitung ist ein Anschluss der Gehäuselüfter und des CPU-Lüfters an die Steuerungen kaum möglich. Immerhin 15 (!) Kabel wollen angeschlossen werden; der Kabelwust im Inneren des Gehäuses spricht für sich. Hier eine vernünftige Kabelführung zu erreichen, das artet fast zur Sysiphus-Arbeit aus. Zwar handelt es sich bei allen Stromanschlüssen um Y-Kabel oder Doppelstecker, so dass kein Stromanschluss verloren geht. Allerdings benötigt alleine die Hardcano Lüftersteuerung bereits drei (!) Stromanschlüsse und die Frontbeleuchtung sowie die Flash-LED benötigen ebenfalls jeweils einen weitere.
Eine Besonderheit der Hardcano ist die Möglichkeit zur Montage einer 3,5"-Festplatte auf den Haltern der Lüftersteuerung. So kann man die vorhandenen drei Schächte für HDDs um einen erweitern und kommt so auf vier. Allerdings wird man wegen der recht großen Abstände wohl Probleme bekommen, mehr als nur diese HDD an die Datenleitung anzuschließen, sollte es sich um eine PATA-Platte handeln. Wir haben im Test einfach eine S-ATA Festplatte genommen, da diese über ein einzelnes Datenkabel verfügt.
Die Slotblenden sind alle gesteckt und lassen sich schnell wieder einbauen. Die Steckkarten werden nicht festgeschraubt sondern per Kunststoffschieber befestigt. Dieser Bajonettverschluss war bereits beim Casetek 1018 zum Einsatz gekommen und funktioniert immer noch nicht mit Steckkarten, deren PCB höher ist als das Slotblech selber, was bei praktisch jeder aktuellen Erweiterungskarte der Fall ist. Unverständlich! Beim An- und Abstecken der Anschlusskabel an diese Karten muss die Karte von innen im Gehäuse festgehalten werden.



Modding
Das hier getestete Xaser V "Damier" ist auch mit Window-Seitenteil erhältlich. Allerdings erfüllt es so nicht die EMV-Vorschriften und das Gehäuse darf dann nur für Showzwecke genutzt werden. Wir haben auf diese Vorschriften bereits bei den Acryl- und Plexiglasgehäusen [4] hingewiesen. Die üppige Lüfterausstattung bietet Overclockern eine gute Basis, die zusätzlichen Temperaturfühler bieten dazu gute Überwachungsmöglichkeiten um Schäden an der Hardware zu vermeiden. Mit Licht ist das Xaser V gut ausgestattet, die einfach gesteckten LEDs lassen sich schnell gegen andere Modelle tauschen. Wer es leiser mag, der wird nach Dämmmatten greifen. Allerdings gibt es noch kein passend zugeschnittenes Set. Für eine Wasserkühlung wird es recht eng werden im Inneren und aufgrund des Portkits im Dach wird es sicher nicht einfacher.
Erfahrungen
Hauptmanko ist der riesige Kabelwust im Inneren des Xaser V, der auf die vielen Gehäuselüfter und auf die Hardcano Lüftersteuerung zurück zu führen ist. Der Versuch, die Kabel per Spiralschlauch zu bändigen, ist eine gute Idee, leider liegen dem Gehäuse nur zwei kleine Kabelbinder bei, mit denen man in keiner Weise Herr der Kabel wird. Der eigentliche Einbau der Laufwerke und anderer Komponenten in das Gehäuse bereitete hingegen keinerlei Probleme. Einzig und allein das Blech vor dem untersten 5,25"-Laufwerkschacht ließ sich nur unter Einsatz einer Kombizange und einiger Kraft aus dem Gehäuse brechen. Die anderen Bleche konnten einfach per Schraubendreher und leichtem Drehen heraus gelöst werden. Leider lassen sich die Bleche nicht wieder verwenden, um die Stabilität zusätzlich zu erhöhen. Ärgerlich ist auch die Steckkartenbefestigung, die selbst bei Standardkarten nicht immer funktioniert.


Unser Testmodell hatte mit dem Testsystem noch eine kleine nervende Macke in Form eines rhythmischen Brummens, das wohl von den HDDs herrührt. Denn egal auf welcher Geschwindigkeit die Lüfter liefen, das Brummen blieb. Durch die etwa fünf Sekunden dauernde Schwingung fiel das Brummen unangenehm auf. Etwas seltsam, hatten wir doch gedacht, dass die Festplatten eigentlich relativ gut durch die Kunststoffschienen entkoppelt sind.
Die Verarbeitungsqualität bietet keinen Anlass zur Beanstandung. Alle Materialien sind sehr gut verarbeitet und selbst der herausnehmbare Käfig für die externen 3,5"-Laufwerke funktioniert gut. Die Luftfilter vor den Lüftern sind eine sehr gute Idee. Sie schützen das Innere des Rechners gut gegen das Eindringen von Staub. Die Reinigung der Filter stellt kein Problem dar, lassen sie sich doch sehr einfach und ohne Einsatz von Werkzeug entnehmen.
Durch den um 90° gedrehten Rahmen der Festplatten kann es mit den IDE- und Stromkabeln schon mal etwas eng zugehen. Der Einsatz des S-ATA Adapters ist ausgeschlossen und die IBM HDD musste zwangsweise in den Käfig für die externen 3,5" Laufwerke ausweichen.



Messungen
Um nicht nur die Verarbeitungsqualität zu beurteilen, wollen wir auch die Lautstärke der Gehäuse aufzeigen; immer im Vergleich zum voll gedämmten Chieftec CS-601 [5]. Im Chieftec kommt eine Lüftersteuerung von Zalman [6] zum Einsatz, welche die beiden hinteren Gehäuselüfter und den CPU-Lüfter (Zalman CNPS7000A-Cu) auf niedrigster Stufe hält. Vorne sind keine Lüfter verbaut. Daher werden die Platten nur durch die einströmende Luft gekühlt. Das Netzteil ist das Zalman ZM 300 [7] mit 300 Watt Leistung. Die Lautstärke wird im Abstand von 40cm gemessen, genau wie bei unserem großen Lüftertest [8]. Voll bestückt wiegt das komplett gedämmte CS-601 gute 25 kg.
Wir sind uns im Klaren darüber, dass ein direkter Vergleich der Tower mit einem gedämmten System nicht fair ausfallen kann, weshalb die hier erzielten Ergebnisse nur in Ausnahmefällen in das endgültige Fazit einfließen. Wir wollen vielmehr den Vergleich von Temperatur und Lautstärke zwischen den verschiedensten Gehäusen aufzeigen.
- Prozessor
- Motherboard
- EPoX 4PDA2+ [10]
- Grafikkarte
- Festplatten:
- IBM 305020 mit HighPoint RocketHead100 P-ATA/S-ATA Adapter
- IBM 307030
- 2x IBM IC35L060AVV207-0 im RAID 0 Verbund
- Seagate Barracuda S-ATA [12]
- Peripherie
- LG GSA4040B DVD-Brenner [13]
- ASUS CRW-4012A CD-Brenner [14]
- PIONEER DVD-ROM DVD-105
Damit wurden folgende Messwerte abgelesen:
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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System Temperaturen
Angaben in °C
|
Wir haben auf Grund der verbauten Lüftersteuerung im Xaser V "Damier" je zwei Messungen durchgeführt: Einmal mit allen Lüftern auf höchster Stufe und einmal mit allen Lüftern auf der niedrigsten Stufe. Im Diagramm sind die Werte als "normal" und "leise" gekennzeichnet.
Laufen die Lüfter auf höchster Stufe, macht das "Damier" fast soviel Krach wie das Silverstone, benötigt aber immerhin fünf Gehäuselüfter dazu, was für die verbauten Modelle spricht. Auch liegt die Förderleistung deutlich über der eines einzelnen 120 mm Lüfters. Die Temperaturen sind entsprechend niedrig und können sich sehen lassen. Werden die Lüfter inklusive des CPU-Lüfters auf die niedrigste Stufe geregelt, erreicht der Xaser V "Damier" fast das sehr leise Niveau des gedämmten CS-601 und ist deutlich leiser als das Coolermaster Wavemaster - alle Achtung. Die Temperaturen sind immer noch gut, auch wenn die CPU-Temperatur recht hoch bleibt. Der direkte Luftfluss des CS-601 oder des Wavemasters wirkt hier offenbar deutlich effektiver als das beim Xaser V der Fall ist.
Fazit
Über Geschmack lässt sich streiten und die Frontpartie des Xaser V "Damier" verdeutlicht diese These ein weiteres Mal eindrucksvoll. Dahinter steckt jedoch ein äußerst solides und exzellent verarbeitetes Gehäuse, das sich nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken braucht. Die fünf Gehäuselüfter, die austauschbaren Filter, die beiden Lüftersteuerungen, das Portkit und die zehn Laufwerkschächte sprechen für sich. Nachteil ist der enorme Kabelverbau durch die Lüfter, die Lüftersteuerungen und die Frontbeleuchtung, sowie die leider unverständlich schlechte Steckkartenbefestigung. Trotz der Lüftersteuerungen stehen vier Schächte für 5,25" Laufwerke zur Verfügung und mit etwas Geschick bekommt man auch fünf Festplatten unter. Damit gibt es ausreichend Platz auch für umfangreiche Systeme. Der Preis ist zwar nicht zu verachten aber noch im Rahmen. Wer es gerne ein wenig bunt und beleuchtet hat, für den ist das Xaser V "Damier" auf jeden Fall einen Blick wert und ein würdiger Nachfolger des Xaser III.
Das Xaser V "Damier" ist bei Caseking [15] in der getesteten Version für 159,90 Euro erhältlich.

