ComputerBase

Test: Fünf High-End VGA-Kühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Bereits im März widmete sich die ComputerBase in einem ausführlichen Testvergleich [1] sieben aktuellen Grafikkartenkühlern. Damals wurde das Hauptaugenmerk auf den komplett passiven Betrieb der Pixelbeschleuniger unter wuchtigen Aluminium-, Kupfer- und Heatpipekonstruktionen gelegt. Heute beschäftigen wir uns dagegen mit den etwas filigraneren Zeitgenossen, die konstant belüftet den hitzewallenden Grafikchips der aktuelleren Generationen auf den Pelz rücken.

Logo
Logo

Dabei setzt sich das Testfeld aus einer gewohnt bunten Mischung zusammen: Neben den Qualitätskühlern aus dem Hause Zalman, den VF-700 Modellen in kupferner sowie in aluminium-kupferner Ausführung, dem Platzhirsch und Publikumsliebling Arctic-Cooling VGA-Silencer und dem Graphic Freezer Lichtspektakel-Moddingpendant von Revoltec kämpft auch der kaum erhältliche Glacialtech-Geheimtipp NorthPole1000 um die Kühlkrone. Welcher Hersteller mit seiner Entwicklung unterm Strich den besten Kompromiss landen konnte und sich in den entscheidenden Disziplinen Lautstärke und Leistungsfähigkeit durchsetzen kann, wird der Bericht aufzeigen.

AC VGA-Silencer NV5 Rev. 2

Die Lieferung erfolgt in einer übersichtlichen Blisterverpackung:

AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5

Merkmale

Arctic-Cooling setzt bei seinen VGA-Coolern auf ein optimal auf die diversen Referenz-Platinen abgestimmtes Konzept und verzichtet auf ein multifunktional montierbares Kühlsystem, nachdem man mit den ersten drei Revisionen der VGA-Silencer-Serie dabei auf sehr große Kompatibilitätsprobleme in Verbindung mit unzufriedenen Kunden gestoßen ist. Nun stehen dem geneigten Silent-Liebhaber nicht weniger als elf verschiedene Silencer-Ausführungen für ATi- und nVidia-Beschleuniger zur Wahl, deren jeweiliger Einsatzort dank vorbildlicher Homepage-Dokumentation problemlos ermittelt werden kann:

Kompatibilitätsliste nVidia
Kompatibilitätsliste nVidia
Kompatibilitätsliste ATI
Kompatibilitätsliste ATI

Dabei gilt allerdings penibel darauf zu achten, dass die entsprechend auszustattende Grafikkarte auch dem jeweiligen Referenzlayout des Chipherstellers entspricht. Schon geringe Abweichungen in der Bauteil- oder Kühleranordnung können das komplexe Silencer-Konzept ins Wanken bringen. Weitere Informationen zur Kompatibilität der jeweiligen Modelle finden sich in ausführlicher Form auf der Schweizer Homepage [3] - leider aber ohne gepflegte Liste bekannter Problemfälle.

Blickpunkt Kühler

Der Aufbau des aktuellen VGA-Silencers, wir haben uns stellvertretend für den NV5, welcher für die GeForce 6800 GT und Ultra Varianten konzipiert wurde, entschieden, weicht stark vom herkömmlichen Design eines Chipsatzkühlers ab. Das Stichwort lautet „Direct Heat Exhaust System“, denn die erwärmte Luft wird nicht nur im Gehäuse verwirbelt, sondern mit Hilfe eines Kunststoffkanals durch die Öffnungen des zweiten Slotblechs direkt nach außen geleitet - das senkt die Gehäuseerwärmung und erfreut auch die anderen Komponenten auf längere Sicht.

AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5

Die Wärmeaufnahme wird über eine großflächige, ca. 3,5 mm mächtige Kupferbodenplatte realisiert, deren Verlauf neben den eigentlichen Grafikchip auch die acht BGA-Speichergehäuse der Platine passgenau bedeckt. Letztere erfahren den direkten Kontakt über entsprechend angeordnete, minimalklebende Weichgummiwärmeleiter zum Höhenausgleich und zur effizienteren Wärmeübertragung. Prinzipiell gehört der mittlerweile übliche GDDR3 allerdings eher zu den genügsameren Wärmeabgebern, sodass eine Zusatzkühlung nicht unbedingt von Nöten ist - anders als der auf älteren Beschleunigern anzutreffende DDR2, welcher sich sehr hitzköpfig und anfällig gegen thermische Beschädigungen zeigt. Zum Wärmeaustausch stehen 35 aufgelötete Aluminiumlamellen stramm im Wind des seitlich einblasenden 72-mm-Ventilators. Dieser erinnert mit seinem kreiskegelförmigen Rotordesign und den lang gezogenen Schwungblättern stark an die bekannten Verax-Formate, welche aufgrund ihres „sanften“ Umgangs mit der Luft niedrigere Geräuschemissionen bei gleicher Drehzahl aufweisen als ihre herkömmlichen axialen Kollegen.

AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5

Die Verarbeitung ist insgesamt sehr ordentlich gelungen, auch wenn nicht zu den hochwertigsten Materialien gegriffen wurde - betrachtet man sich allerdings den popularitätssteigernden Preis von deutlich unter 20 Euro [4], so kann man der Silencer-Reihe schon ein Schnäppchen-Prädikat ausstellen.

Montage

AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5

Hat man sich das passende Modell aus der Arcitic-Cooling Palette anhand der obigen Tabellen herausgepickt, stellt das Anbringen des neues Arbeitsgerätes nur noch ein kleineres Übel dar. Die in die Bodenplatte des Kühlers eingelassenen Bolzen korrespondieren tadellos mit den spezifischen Bohrungen der Grafikplatine. Einfach die Schutzfolie der RAM-Kühlflächen abziehen, die GPU hauchdünn mit Wärmeleitpaste benetzen und den Silencer aufsetzen. Rückseitig das gut isolierte Druckkreuz festschrauben und die vorbildlich ummantelte 2-Pin-Stromversorgung des Lüfters, welche allerdings das Geschwindigkeitsregulieren etwas erschwert und ohne Drehzahlsignal ausgestattet ist, mit dem entsprechenden Platinenanschluss verbinden - fertig. Einer erklärenden Anleitung bedarf es diesem Prozedere eigentlich nicht, dennoch liegt natürlich eine bebilderte Version in deutscher Sprache bei.

AC VGA Silencer NV5
AC VGA Silencer NV5

Um dem „Direct Heat Exhaust System“ optimale Arbeitsbedingungen zu gewähren, muss das zweite Slotblech entweder frei gelassen, oder gegen das mitgelieferte Pendant ausgetauscht werden. Aufgrund der enorm ausladenden Größe des Kühlkörpers kommt es bei AGP/PCIe-Ports mit Einklicksicherung zu argen Problemen beim Versuch, den Hebel bei der Grafikkartendemontage wieder zu lösen. Auch macht der Schweizer in ungünstigen Fällen gleich zwei PCI-Steckplätzen den Gar aus; bei der Verwendung langer, großer Zusatzkarten, beispielsweise einer Soundkarte à la Creative Audigy, schleift der Lüfter leicht am PCB - das darf natürlich nicht sein.

Revoltec Graphic-Freezer

Die Lieferung erfolgt in einer übersichtlichen Blisterverpackung:

Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer

Merkmale


Der Listan-Abkömmling Revoltec widmet sich mit dem Graphic-Freezer einer Klientel des etwas betonteren Auftritts und versucht den Spagat zwischen offensiver optischer Auslegung und hoher Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig geringer Lautstärke. Dabei bedient man sich wie gehabt einem asiatischen Grundmodell [6] und gestaltet dies entsprechend der poppigen Firmencharakteristik um. Wie wir es bereits vom BeQuiet Polar-Freezer, dem Sieger unseres großen Passiv-VGA-Cooler-Vergleiches [7], her kennen, spendiert auch das Schwesterunternehmen eine hervorragende Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache. Ein Blick auf die dort abgedruckte Kompatibilitätsliste verrät: Der Graphic-Freezer fühlt sich auf allen aktuellen ATi- und nVidia-Referenzbeschleunigern wohl - allerdings nicht auf der beliebten GeForce 6600 GT AGP.

Revoltec Kompatibilitätsliste
Revoltec Kompatibilitätsliste

Natürlich gilt auch hier wieder die Einschränkung: Weicht die Platine vom Referenzlayout der beiden Chip-Giganten ab, so kann eine Montierbarkeit nur per „try and error“ erkundet werden. In den meisten Fällen gehen wir aber von einer problemlosen Verwendbarkeit aus.

Blickpunkt Kühler

Der Kühler selbst mutet beim ersten Blick- und Handkontakt etwas ungewöhnlich an, denn knubbel-artig sticht ein kupferner Kreiszylinderkern mit ca. 37 mm Durchmesser als wärmeaufnehmendes Kontaktmedium zur GPU aus dem eigentlichen Kühlerlayout hervor. Weshalb man dabei nur eine so kleine Auflagefläche gewählt hat, bleibt wohl ein Rätsel, denn auf älteren GPUs mit Heatspreader wird Performance verschenkt und aktuelle Grafikprozessoren ohne sichernden Aluminium-Wärmeverteiler bangen um ihre Core-Ecken, da der umliegende Schutz-Spacer nicht von der Auflage erreicht wird. Immerhin wird durch dieses Hochsitz-Design eine ausgezeichnete Kompatibilität gewährt, da alle relevanten elektronischen Bauteile der Platine inkl. vorhandener Speicher-Kühler überbaut werden.

Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer

Der eigentliche Kühler beginnt dann in knapp 12 mm Höhe mit einer fast halbrunden Kupferplatte, welche unterseitig die verschiedenen benötigten Montagebohrungen mustergültig beschriftet aufweist und oberseitig die Edelmetalllamellen beherbergt. Letztere sind eigentlich lange, hauchdünne Kupferbleche, die ziehharmonikaartig gefaltet und auf die Grundplatte gelötet wurden - aus Sicht der Wärmeübertragung ergeben sich so natürlich deutliche Defizite gegenüber den aus einem Stück geschnittenen Kühlkörpern, aus Sicht der preislichen Gestaltung bleibt man allerdings mit knapp 25 Euro [8] Anschaffungskosten konkurrenzfähig. Obendrein liefert man ein qualitativ durchweg hochwertig erscheinendes Modding-Produkt, das durch die transparent-blaue Acryl-Haube den gewohnten Revoltec-Tribal-Stil erfährt.

Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer

Die Ventilation wird über einen kleinen 60 mm Lüfter realisiert, der transparent beflügelt und mit zwei blauen LEDs bestückt daherkommt. Wie gewöhnlich zapfen diese den Strom permanent über die etwa 17 cm kurze 3-Pin-Leitung des Lüfters und verlieren daher deutlich an Leuchtkraft im Unterspannungsbetrieb.

Das Angebot abrundend, legt die Zubehörschmiede noch acht Mini-Aluminiumblöcke für den Grafikkartenspeicher bei, welche mit den bereits zurechtgeschnittenen Wärmeleitpads auf den gesäuberten BGA-Gehäusen fixiert werden können. Werden mehr als diese acht benötigt, muss man zu den einzeln erhältlichen Konkurrenzmodellen greifen - ein Nachrüstpack kostet dabei um die fünf Euro.

Montage

Die Montage des rund 320 Gramm schweren Kupferboliden gestaltet sich aufgrund seiner Multifunktionalität etwas umfassender als beim Silencer, da anhand der oben aufgeführten Tabelle zunächst die passenden Arretierungslöcher auf der Graphic-Freezer-Unterseite und der entsprechende Montageclip aus dem Lieferumfang ausgewählt werden müssen. Ist dies geschehen, isoliert man die beiden zu verwendenden Mounting-Holes der Grafikplatine und die GPU-Rückseite mit den beiliegenden, selbstklebenden Pads, um Kurzschlussgefahr vorzubeugen. Die Wiederverwendbarkeit des Freezers auf anderen Beschleunigern ist aufgrund dieser an der Grafikkarte anzuklebenden Isolierungen natürlich etwas gemindert - hier hätten es auch lose Parts getan, welche allein durch den Druck der Kühlerkomponenten an Ort und Stelle gehalten werden.

Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer

Weiterhin müssen Abstandhalter angebracht werden, um die große Distanz des Aufnahmezylinders zu überbrücken. Dann kann die rückwärtige Klammer per Schraubfixierung abwechselnd befestigt werden. Leider hat der unerfahrene Benutzer keinen Anhaltspunkt, wann er mit dem Eindrehen der Schrauben aufhören soll, denn einen Fixpunkt für optimalen Anpressdruck gibt es nicht. Wir können nur empfehlen, sehr behutsam vorzugehen und das Verkanten des Kühlers tunlichst zu vermeiden, denn runde Ecken mögen die meisten schutzlosen Grafikprozessoren nicht!

Revoltec Graphic-Freezer
Revoltec Graphic-Freezer

Das Anbringen der RAM-Kühler ersparen wir uns aus den genannten Gründen der geringen Wärmeentwicklung des GDDR3 über die kurze Testphase. Die passiven Speicherelemente können ihre optimale Kühlleistung ohnehin nicht entfalten, da der vom Lüfter aufgebaute Luftstrom ob der ungewöhnlichen Graphic-Freezer-Bauweise über sie hinweg weht anstatt sie mit zu kühlen.

Zalman VF-700 Al-Cu & Cu

Die Lieferung erfolgt in einer übersichtlichen Blisterverpackung:

Zalman VF-700
Zalman VF-700

Merkmale

Für viele Anwender gehört die CNPS7000er-Serie zu den sympathischsten und leistungsfähigsten Prozessorkühlern aller Zeiten. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis der koreanische Silent-Spezialist sein bewährtes, fächerlayoutbasierendes „Computer Noise Prevention System“, kurz CNPS, auch auf die hitzewallenden Grafikprozessoren losjagt. Seit Anfang diesen Jahres ist es endlich soweit: Der VF-700 war geboren und entzückt seither wie kaum ein anderer Grafikkartenkühler die lärmgeplagte Fangemeinde und kommt in den gewohnten Versionen als vollkupferne sowie als hybride Al-Cu-Ausführung zum Preis von 25,90 Euro [10] respektive 22,90 Euro [11] daher.

Dabei strotzt der Koreaner nur so vor Arbeitswillen und ist theoretisch zu allen ATi und nVidia-Beschleunigern, die kaum verbreitete PCX-Serie der Kalifornier ausgenommen, kompatibel. In der Praxis gestaltet sich dies etwas anders, sodass hier und da doch mehr oder weniger drastische Kompatibilitätsvorfälle auftauchen können. Doch Zalman wäre nicht Zalman, wenn sie für diese Grenzfälle nicht eine sorgsam gepflegte Liste [8] online bereit stellen würden - ein Luxus an Kundenfreundlichkeit, von dem die anderen Vergleichskandidaten nur träumen können.

Blickpunkt Kühler

In Anlehnung an das extrem erfolgreiche Prozessorkühlkonzept verpflanzt Zalman das berühmte Fächerdesign mit dem VF700 auch auf den Grafikchip. Abweichend von den Ausführungen auf der CPU ist es dabei aufgrund der gebotenen Platzverhältnisse nicht möglich, eine symmetrische Lamellen-Schalenformgebung zu realisieren, sodass der VF700 einen charakteristischen, einzigartigen Auftritt erfährt, der je nach Geschmack etwas unharmonisch wirken kann.

Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700

Im unteren, boardnahen Bereich wurden die Lamellen sehr kurz gehalten und stehen folglich entsprechend eng gestaffelt. Dagegen weiten sich die hauchdünnen Kupfer- respektive Aluminiumausläufer im oberen Teil im großen Radius aus und versprechen durch die vergleichsweise weiten Zwischenräume, wie angepriesen, gute Zusatzbelüftung der Grafikplatinen-Bauteile. Die Fertigung erfolgt analog zur Hauptprozessor-Kühlserie, indem die Lamellen zentral mit sehr hohem Kraftaufwand zusammengepresst und darauffolgend entsprechend auseinander gebogen werden. Der Arretierungsbügel mit den vorgesehenen Montagebohrungen ist in einer kleinen Kerbe eingelegt und wird von der aufgeschraubten Metall-Befestigungsplatte des Ventilators sicher gehalten.

Deutlich sichtbar sind resultierend aus der Fertigung noch die originalen Fächerverläufe unter dem leicht nach oben versetzt positionierten Zalman 80mm Lüfter. Die Qualität des Gebotenen ist gewohnt perfektionsnahe und absolut tadellos: Das Kupfer blitzt und glänzt im satten Rotbraun, die Auflageplatte ist spiegelnd glatt wie ein frisch geölter Baby-Popo und jede einzelne Lamelle trägt als Gütemerkmal das eingestanzte Zalman-Emblem. Das gesamte Konzept überzeugt mit durchdachter und erfahrener Problemlösung und gefällt im funktionellen Detail, wie beispielsweise der Kunststoff-Lüfterkabelführung, die wirkungsvoll verhindert, dass der Leitungsstrang im Betrieb in den Drehbereich der Rotorblätter gelangt. Ebenfalls klasse: Der mitgelieferte Spannungsadapter ermöglicht die Nutzung gleich vierer 3-Pin Anschlüsse, wobei je zwei mal 12 und 5 Volt ausgegeben werden.

Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700

Mit selbstklebenden Wärmeleitpads ausgestattet, komplettieren acht blau anodisierte BGA-Speicherkühler das koreanische VF700-Set und verleihen dem Aufbau einen netten Farbtupfer. Dabei hätten diese Passivblöcke ruhig etwas größer ausfallen dürfen, wenngleich natürlich je nach Grafikboard-Layout und Speicherplatzierung gewährleistet sein muss, dass die obere Lamellenfront des GPU-Kühlers über sie hinweg zeigen kann.

Montage

Das Arretierungssystem des VF700 besteht aus mehreren Kleinteilen, die erfreulicherweise zum Teil mit zusätzlichen Ersatz ergänzt wurden. Entspricht die Grafikkarte den Kompatibilitätsvorgaben [8], so sollte die Montage problemlos innerhalb weniger Minuten vollbracht sein. Hierzu müssen lediglich die Mounting-Holes der Grafikkarte mit den dafür vorgesehenen Bolzen gemäß beiliegender Anleitung oder Flash-Animation [12] versehen werden. Die Isolation der Metallbauteile gegenüber der Boardelektronik erfolgt funktionell über kleine Gummi-Ringe. Im Folgenden wird die Rückverstrebung angeschraubt, der Kühlkörper vorsichtig aufgesetzt und abwechselnd bis zum Fixpunkt angezogen.

Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700
Zalman VF-700

Platz- oder Kollisionsprobleme traten trotz hoher, chipnaher Kondensatoren keine auf, sodass diese nahezu auszuschließen sind. Deutlich zu erkennen ist allerdings, dass etwas größere Speicherkühler ebenfalls anstandslos unterm Kühlkörper abgetaucht wären, wobei deren Mitbelüftung - zumindest auf der Vorderseite - durch den darüber arbeitenden 80-mm-Ventilator nahezu optimal sein dürfte.

Zalman VF-700
Zalman VF-700

Die Kupfer-Variante wiegt ca. 270 Gramm, das Hybrid-Modell gar nur 180 Gramm - somit gehören die Zalmänner zu den Fliegengewichten des heutigen Vergleiches und belasten durch die hängende Position im klassischen ATX-System Slot und Grafikkarte nur wenig. Im Hinblick auf größtenteils unbewegte Rechner sind geschürte Ängste also fehl am Platz. Obligatorisch erscheint hingegen die Tatsache, dass durch die Bauhöhe von ca. 3 cm ein PCI-Steckplatz verdeckt wird.

Glacialtech NorthPole1000

Lieferung erfolgt im gut gesicherten Karton, der gleichzeitig die Anleitung aufgedruckt trägt.


Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000

Merkmale

NorthPole Passivkühlblock

GT-F1 Dual-Lüfter Karte

GlacialTech rundet mit dem NorthPole 1000 unsere Übersicht an ventilierten Grafikkartenkühlern ab und wagt es dabei gehörig aus der Reihe zu tanzen. Das sehr eigenwillige Kühlkonzept außen vor gelassen, überzeugt der sportlich blau-metallic glänzende Bolide nicht gerade mit überschwänglicher Verfügbarkeit. In unseren Gefilden lässt er sich lediglich vereinzelt bei Ebay-Auktionen ergattern - offiziell vertreibende Onlineshops sind sehr rar gesät. Des weiteren stellt er sich hinsichtlich der Montagekompatibilität recht zimperlich an - nur die oben aufgeführten ATi- und nVidia-Beschleunigerserien sind in ihren jeweiligen Referenzen als montierbar angegeben.

Blickpunkt Kühler

Der GlacialTech NorthPole setzt unkonventioneller Weise auf die Separierung von Kühl- und Belüftungseinheit, sodass der Aufbau bei weitem nicht die Kompaktheit der besprochenen Konkurrenzprodukte erreichen kann. Basis der optisch sehr ansprechenden Kühlcombo ist ein Passiv-Aluminiumkörper, der die Wärme über zwei querliegende 4-mm-Heatpipes auf die seitlichen Flügel-Ausläufer übertragen soll. Diese beiden Zusatzpassivelemente sind dabei ca. 12 mm höhergestellt, um elektronische Bauteile auf dem Grafikboard zu übergehen.

Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000

Erste Hoffnungen, man könnte mit diesen seitlichen Kühlblöcken eventuell die BGA-RAMs passiv kühlen, zerschlugen sich rasch. Leider lässt GlacialTech die entsprechende Betrachtung der Speicher sogar gänzlich außen vor, sodass man hier zu entsprechenden Produkten anderer Hersteller greifen muss. Wir hätten uns bei diesem Preis die Beilage kleiner, optisch passender, passiver Speicherkühlblöcke sehr gewünscht.

Leistungsschwachen und niedrig getakteten Einsteigerkarten könnte man mit dem NorthPole denkbarer Weise durchaus komplett lüfterlos begegnen. Für hitzeintensive Mittelklasse- und Top-Level-Beschleuniger ist die Verwendung der Fan-Card allerdings ein absolutes Muss. Diese ist in ihrer Dimensionierung und Luftstromerzeugung nahezu optimal auf die Kühlzonen des Passiv-Bereiches ausgerichtet, sodass sich wohlgefällige Kühlresultate erahnen lassen.

Sehr gut gefallen hat uns die Beilage von Thumb-Screws anstatt herkömmlicher Kreuz-Schrauben, sodass eine Montage ohne jeglichen Werkzeugeinsatz möglich ist. Die rückseitige Isolierung bei der Verschraubung mit der Grafikplatine übernehmen kleine Gummi-Ringe.

Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000

Ausgesprochen robust und stabil mutet die Dual-Fan-Card an. Hier werkeln zwei transparente GlacialTech 80 x 15 mm Lüfter im harmonischen Synchronflug und können wahlweise über den 4- oder 3-Pin-Anschluss mit Strom gespeist werden. Als etwas heikel erachten wir die Fixierung der gut 300 Gramm schweren Karte über die einfache Slotblech-Verschraubung. Bei stehendem Gehäuse hängt so das „Kartenhinterteil“ etwas herunter - beim energischen Transport könnte sogar die komplette Konstruktion gelöst werden und enorme Schäden anrichten. Sicherer wäre auf jeden Fall eine kontaktlose Einschubmöglichkeit in einen PCI-Steckplatz oder eine Zweitfixierung am Kühlkörper.

Montage

Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000

Gehört man zu den glücklichen Besitzern von Beschleunigern der Radeon 9800 oder X800 respektive der GeForce 5700, 5800 oder 5900 Serie - einschließlich Karten mit äquivalenten Layout und Bohrabständen - so gestaltet sich die NorthPole-Montage als echte Wonne. Der Zentralkühlkörper des arktischen Sprosses besitzt unterseitig eine Vielzahl von Bohrlöchern, von denen zwei diagonal-gegenüberliegende (ATi) oder vier chipumschließende (nVidia) mit den Platinenbohrungen übereinstimmen müssen. Ist dies gegeben, wird der Passivkühlkörper einfach auf den mit Wärmeleitpaste bestrichenen Chip gesetzt, ausgerichtet und rückseitig mit den Thumb-Screws verschraubt. Zur verstärkenden Fixierung sollte allerdings ein Schraubendreher zur Hilfe genommen werden.

Glacialtech NorthPole 1000
Glacialtech NorthPole 1000

Unter Umständen kollidieren die flügelauslaufenden Seitenkühlkörper knapp mit hochstehenden Kondensatoren wie in unserem Fall der Asus X800 XT. Hier hilft ein sanftes Aufbiegen des entsprechenden Ausläufers ohne die Heatpipes zu beschädigen.

Imposant erscheint der Komplettaufbau beim finalen Einsatz ins System. Man sollte berücksichtigen, dass durch den eindrucksvollen „Wopper“ gleich zwei PCI-Steckplätze beschlagnahmt werden, was nicht jeder potentielle Käufer verschmerzen kann und will.

Lautstärkebetrachtung

Die Messung des von den Kühlern abgegebenen Schalldruckes erfolgt mit einem Voltcraft 320 Schallpegelmessgerät in einem Abstand von 50 cm und einer Höhe von 50 cm vom Objekt. Im Betrieb sind dabei nur der zu testende Kühler inklusive Passiv-Netzteil. Das Messgerät beurteilt den Schalldruck nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel. Dabei entsprechen weder Ausrüstung noch Messbedingungen gängigen Laborstandards, weshalb die Messungen lediglich als vergleichende Orientierung gelten sollten. Die Grundlautstärke des Messraumes in der Nacht bei subjektiv empfundener Stille betrug 30,1 dB(A). Alle Messergebnisse über diesem Pegel sind mehr oder weniger deutlich wahrnehmbar.

Lautstärke

 12 Volt:
GlacialTech NorthPole 1000
30,9
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
34,7
Revoltec Graphic-Freezer
36,1
Zalman VF-700 Al/Cu
39,6
Zalman VF-700 Cu
39,7
 5 Volt:
GlacialTech NorthPole 1000
30,1
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
30,3
Revoltec Graphic-Freezer
30,4
Zalman VF-700 Cu
30,5
Zalman VF-700 Al/Cu
30,6
Angaben in Dezibel

Bereits bei voller Drehzahl entpuppt sich die GlacialTech-Fancard trotz dualer Belüftung als absolut silent-tauglich und trumpft mit einer kaum wahrnehmbaren Geräuschentwicklung bei lediglich leisem Umlaufsäuseln auf. Bei getrimmter Drehzahl ist der abgegebene Lärmpegel messbar wie gefühlt nicht mehr von der Grundlautstärke zu unterscheiden. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn die Lüfter zeigen Anlaufprobleme bei fünf Volt, laufen allerdings - einmal in Schwung gekommen - auch bei dieser Drehzahl problemlos.

Der VGA-Silencer von Arctic-Cooling wird vom Schallpegelmessgerät als ebenfalls sehr leise eingestuft. Subjektiv offenbaren sich aufgrund des brummigen Untertons und des tiefen Frequenzbereichs allerdings störendere, intensivere Empfindungen. Ein Luftumschlag ist aufgrund des ausgefeilten Lüfterdesigns sowohl im maximalen als auch im minimalen Umlaufbereich nicht zu vernehmen. Allerdings ist auch im niedrigen Drehbereich der tief sonore Rotorton präsent.

Im Gegensatz dazu emittiert der Graphic-Freezer von Revoltec einen deutlich weicheren, höheren und weniger eindringlichen Betriebslaut, der je nach persönlichen Empfinden als deutlich angenehmer wahrgenommen werden kann. Allerdings dominieren hier sehr ausgeprägte Luftumschläge, die als Nebenprodukt der intensiven Luftverwirbelungen um den kleinen Ventilator entstehen. Auch der Revoltec-Leuchtkühler besitzt deutliche Probleme mit niedrigen Anlaufspannungen im 5-Volt-Bereich.

Im subjektiven Geräuschtest macht der VF700 eine zalman-typisch gute Figur, wenngleich absolute No-Noise-Freunde angesichts von minimal knapp 1300 Umdrehungen pro Minute und einem ganz leichten, sehr angenehm rauschigen Summgeräusch im 5-Volt-Lauf geringfügig zu knausern haben könnten. „Normal-Gesinnte“ werden mit dem Silent-Mode des Lüfters aber wunschlos glücklich, der zwar übergreifend nicht so leise erscheint, wie der spannungs-äquivalente Betrieb mit dem GlacialTech Northpole1000, aber doch spürbar wohltuender als der des Arctic Silencers. Der Sprung auf 12 Volt bei gut 2600 Umläufen empfiehlt sich aus Gründen der Geräuschemission nicht, da sich der forsche, mittelfrequentierte Rotorton gepaart mit dem ausgeprägten Luftumschlag recht deutlich aus einem leisen System heraussticht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Probanden - spätestens im getrimmten Betrieb - für ein leises System geeignet sind.

Testbedingungen

Bei sommerlichen 30°C Raumtemperatur lässt es sich nicht nur herrlich saunieren, sondern auch prima Kühler testen. Wir prüfen jeden der Boliden im an die extremen äußeren Bedingungen angepasst entlüfteten Midi-System - sofern kompatibel - auf einer GeForce 6800 GT von Inno3D sowie auf einer Radeon X800 XT von Asus. Beide Karten repräsentieren aktuelle Spitzenbräter der am Markt vertretenen Grafikkartenschar und sind serienmäßig mit recht lauten Referenz-Single-Slot-Kühllösungen ausgestattet, die ein angenehmes Arbeiten auf die Dauer deutlich erschweren.

Testgrafikkarten: X800XT PE und 6800 GT
Testgrafikkarten: X800XT PE und 6800 GT
X800 XT PE von Asus
X800 XT PE von Asus
6800 GT von Inno3D
6800 GT von Inno3D

Nach dem sorgfältigen Einbau von Kühler und Karte wird das System für eine Stunde im Normalbetrieb, d.h. mit einer Kombination aus Leerlauf- und Lastphasen, aufgewärmt. Daran schließt sich ein viermaliger Durchlauf der 3DMark03 Gametests als simulierte Maximalauslastung an, in dessen Folge eine 15-minütige Abkühlphase zur Ermittlung der Leerlauftemperaturen dient. Während dieser Prozedur wird der Chip-Temperaturverlauf mit dem Rivatuner dokumentiert - die jeweiligen Spitzen dienen uns als Vergleichspunkte. Alle Tests auf der gleichen Karte wurden auch am selben Tag durchgeführt, um Ungenauigkeiten zu minimieren.

Temperaturwerte

Temperaturvergleich auf Radeon X800 XT PE

 12 Volt Volllast:
Zalman VF-700 Cu
65
Zalman VF-700 Al/Cu
66
GlacialTech NorthPole 1000
70
Revoltec Graphic-Freezer
72
 12 Volt Leerlauf:
Zalman VF-700 Cu
42
Zalman VF-700 Al/Cu
43
GlacialTech NorthPole 1000
44
Revoltec Graphic-Freezer
45
 5 Volt Volllast:
Zalman VF-700 Cu
71
Zalman VF-700 Al/Cu
72
GlacialTech NorthPole 1000
81
Revoltec Graphic-Freezer
86
 5 Volt Leerlauf:
Zalman VF-700 Cu
44
Zalman VF-700 Al/Cu
44
GlacialTech NorthPole 1000
50
Revoltec Graphic-Freezer
50
Angaben in °C

Im Test auf der ATi-Karte setzen sich die beiden Zalmänner recht dominant auf den vordersten Positionen fest. Dabei ist vor allem der geringe Einbruch trotz signifikanter Senkung der Lüfterdrehzahl beeindruckend, während die Konkurrenz im 5-Volt-Lauf doch deutlich nachlässt. Sehr gut schlägt sich insgesamt auch der NorthPole1000, welcher ja mit voller Drehzahl schon so leise agiert, wie der VF-700 im gedrosselten Modus. Sowohl die beiden koreanischen Modelle, als auch der GlacialTech-Spross kühlen also in etwa auf einem Niveau, während sich der Revoltec Graphic-Freezer abgeschlagen die rote Laterne ergattert - dennoch aber vom kritischen Bereich fern bleibt.

Temperaturvergleich auf GeForce 6800GT

 12 Volt Volllast:
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
70
Zalman VF-700 Cu
72
Zalman VF-700 Al/Cu
75
Revoltec Graphic-Freezer
78
 12 Volt Leerlauf:
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
55
Zalman VF-700 Cu
56
Zalman VF-700 Al/Cu
57
Revoltec Graphic-Freezer
59
 5 Volt Volllast:
Zalman VF-700 Cu
77
Zalman VF-700 Al/Cu
79
Revoltec Graphic-Freezer
91
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
92
 5 Volt Leerlauf:
Zalman VF-700 Cu
58
Zalman VF-700 Al/Cu
59
AC VGA-Silencer NV5 Rev.2
69
Revoltec Graphic-Freezer
69
Angaben in °C

Auf der 6800 GT muss der VF-700 Cu bei maximaler Drehzahl seinen Platz an der Sonne dagegen für den VGA-Silencer frei machen, welcher dabei obendrein auch noch etwas leiser zuwerke geht. Im geregelten Betrieb geht dem Schweizer Triebwerk aber ordentlich die Puste aus, sodass sich der Silencer zusammen mit dem Revoltec-Pendant um die letzte Position streiten muss. Die VF-700 halten dagegen souverän ihre hohe Performance in fast beängstigender Konstanz. Dabei liegt das hybride Modell stets nur marginal hinter seiner vollkupfernen Schwester.

Fazit

Wieder geht ein Test mit einem breit gefächerten Testfeld zu Ende und hinterlässt erfreulicherweise ausdrücklich positive Erfahrungen mit den Probanden. Insgesamt hat doch keiner der angetretenen aktiven Modelle trotz verschärfter Bedingungen wirklich versagt, sodass letztendlich jeder seinen eigenen Geschmack und Geldbeutel auf der Suche nach einem neuen Grafikkartenkühler entscheiden lassen kann. Nichts desto trotz zeigen die einzelnen Modelle hier und da natürlich auch einige unschöne Charakterzüge, die je nach persönlichem Verständnis von einem „perfekten Kühler“ als störend oder unpassend empfunden werden können und daher in geraffter Form noch einmal einzeln erwähnt werden wollen.

AC VGA-Silencer NV5

Preis-HammerDie Schweizer Entwicklung hat ihren Status als durchweg sehr beliebtes Produkt auch im Vergleich verteidigen können. Wer sich für den Silencer entscheidet, erhält ein durchdacht angepasstes Kühlkonzept für Chip und Speicher mit herausragender Leistung bei angenehmer Geräuschkulisse zum absolut fairen Preis. Hat man sich einmal durch die Kompatibilitätslisten des Herstellers gewuselt, wird man mit einer sehr einfachen Montage belohnt. Dennoch trägt der Silencer ein kleinwenig den Titel als Einweg-Produkt, denn mit dem Kauf einer neuen Grafikkarte muss auch der spezialisierte VGA-Kühler weichen - bei der ausgeprägten Aufrüstlaune einiger Enthusiasten könnte dies ein recht kurzes Gastspiel werden.

Dennoch darf man mit dem Gebotenen durchaus zufrieden sein, sofern man nicht auf ein Super-Silent-System mit High-End Komponenten aus ist, denn im unteren Drehbereich schwachbrüstelt der exotische Ventilator doch spürbar. Für knapp 18 Euro [14] erhält man in der Summe einen guten Grafikkarten-Kühler, der das Gros der GeForce 6800 GT / Ultra Besitzer befriedigen wird. Ähnliches gilt für VGA-Silencer der übrigen Pxelbeschleuniger [15] aus dem Hause ATi und nVidia.

Revoltec Graphic-Freezer

Dass optisches Geplänkel nicht alles ist, unterstreicht der Graphic-Freezer von Revoltec, denn der Kühler ist auch noch anständig leise und akzeptabel leistungsstark. Dennoch bleibt für den aufgetakelten Kupferspross nur der letzte Platz in unserem Vergleich. Das Design offenbart kritisch betrachtet doch einige Schwächen in der Effizienz und Zusatzkühlung. Auch die herstellerübergreifende Montage gelingt trotz vorbildlicher Dokumentation nicht optimal. Wer sich allerdings für den poppigen Stil des Freezers begeistern kann, darf beherzt zuschlagen und wird - solange der Lüfter nicht zu stark getrimmt wird - auch mit der Performance zufrieden sein. Daher geht auch der Preis von ca. 25 Euro [16] für das komplett ausgestatte Gesamtpaket in Ordnung.

Zalman VF-700

Hardware-HammerMit den VF-700-Schwestern dürfen wir eindeutig neue Referenzen im Grafikkühlsektor bejubeln. Die koreanische Fächerentwicklung macht in allen Disziplinen eine exquisite Figur und leistet sich keine Schwächen. Die Kühlleistung ist erstklassig und sagenhaft konstant bei getrimmter Drehzahl, die Montage piekfein, die Qualität fulminant, die Dokumentation ausgezeichnet und die Kompatibilität übergreifend. Wer zum Zalman greift, tut sich und seiner Grafikkarte etwas Gutes und wird mit einem rundum-glücklich-Paket inklusive Speicherkühler und Spannungsadapter belohnt. Dabei macht es leistungsmäßig kaum einen Unterschied, ob man sich für die vollkupferne oder die aluminium-kupferne Ausführung entscheidet - beide machen zum Preis von 25,90 Euro [17] respektive 22,90 Euro [18] enorm viel Spaß und können bedenkenlos dauerhaft mit niedrigster Drehzahl betrieben werden.

Glacialtech NorthPole1000

GlacialTech offeriert mit dem NorthPole 1000 nicht unbedingt ein ästhetisch wert-, aber leistungsmäßig durchaus wirkungsvolles Produkt an. Neben kleinen Unstimmigkeiten wie der etwas unsicheren Montage der Fan-Card oder dem Fehlen von Passiv-Speicherkühlern wurden wir doch durchweg positiv entzückt. Einschlägigster Kaufgrund für den NorthPole dürfte wohl die fabelhafte Lärmcharakteristik sein, die allen hier gezeigten Kontrahenten weit überlegen ist. Weiterhin gefällt die ansprechende Verarbeitungsqualität sowie die einfache Montage per Thumb-Screws. Als sehr schade erweist sich dagegen das knappe Kompatibilitätsfenster, sodass aktuelle GeForce-Grafikkarten leider nicht in den arktischen Genuss kommen und als unterstützt angepriesene Beschleuniger aufgrund des wuchtig ausladenden Kühlkörpers unter Umständen eventuell ebenfalls nicht verwendet werden können.

Auch die Verfügbarkeit stellt beim NorthPole 1000 ein nicht unerhebliches Problem dar: Uns ist aktuell kein Vertrieb für den Kühler in Deutschland bekannt, sodass Kaufinteressenten nur der Abstecher zum Onlineangebot von Ebay angeraten werden kann.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_sieben_vga-passivkuehler_vergleich/
  2. http://www.arctic-cooling.com/vga2.php?idx=40
  3. http://www.arctic-cooling.com/vga1.php
  4. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=2128
  5. http://www.revoltec.de/produkte/rs020.htm
  6. http://www.jetart.com.tw/style/content/CN-02c/product_detail.asp?lang=2&customer_id=1153&name_id=17678&rid=3191&id=16279
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_sieben_vga-passivkuehler_vergleich/
  8. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=2714
  9. http://www.zalman.co.kr/eng/product/view.asp?idx=149&code=013
  10. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=32_120_602&products_id=2603
  11. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=32_120_602&products_id=2602
  12. http://www.zalman.co.kr/upload/product/VF700.swf
  13. http://www.glacialtech.com/pdf/northpole1000.pdf
  14. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=2128&ref=35
  15. http://www.caseking.de/shop/catalog/default.php?cPath=32_120_602&ref=35
  16. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=2714&ref=35
  17. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=32_120_602&products_id=2603&ref=35
  18. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=32_120_602&products_id=2602&ref=35
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