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Test: Sieben VGA-Passivkühler im Vergleich

von Martin Eckardt

Einleitung

Wenn es im Rechner brummt und dröhnt, macht das Arbeiten schnell keinen Spaß mehr. Zu viel zu intensiver Lärm beeinträchtigt nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern ist auf die Dauer ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Zwar ist es heutzutage mit konventionellen Mitteln leider kaum mehr möglich, seinen Desktop-PC auf die sprichwörtliche Mucksmäuschenstille zu trimmen, dennoch hält der Markt einige interessante Produkte in Kampf gegen die Lärmbelästigung bereit.

Titel
Titel

Im heutigen Vergleichstest haben wir uns sieben Fabrikaten gewidmet, welche, ähnlichen Grundprinzipien folgend, die Grafikkarte als immer stärker aufkommenden Quell des geräuschbedingten Ärgernisses konsequent ruhig stellen wollen. Dies geschieht teilweise lüfterlos, teilweise mit Ventilatoreinsatz. Insgesamt mussten ca. drei Kilogramm Aluminium mit einer effektiven Kühloberfläche von gut 1,2 Quadratmetern und knapp drei Meter Heatpipe-Röhrchen für die Lautlos-Mission herhalten. Welcher Hersteller dabei das Beste aus den Materialien herausgepresst hat und somit am Ende die entscheidende Kühlrippe vorne liegt, wird sich zeigen.

Allgemeines

Kühlerdemontage

Die Demontage des Serienkühlers kann natürlich von Modell zu Modell variieren. Unangetastet bleibt dagegen die Tatsache, dass durch die Modifikation die Gewährleistung des Herstellers erlischt und somit neben der finanziellen Belastung durch den Zusatzkühler auch ein gewisses Verlustrisiko zu tragen ist. Nichtsdestotrotz lohnt ein Umbau zur Super-Silent-Grafikkarte in den meisten Fällen, da die Werkskühler meist sehr laut und die Passiv-Heatpipes aus dem Test allesamt ohne Rückstände zu entfernen sind.

Testkarte: Asus 5900 Ultra
Testkarte: Asus 5900 Ultra
Testkarte: Asus 5900 Ultra
Testkarte: Asus 5900 Ultra

Bei etwas älteren Beschleunigern kann es vorkommen, dass Serienkühler und Grafikchip mit einem klebrigen Wärmeleitpad oder gar Wärmeleitkleber miteinander verbunden wurden. Ist letzteres der Fall, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Grafikkarte gar keine Bohrungen um den Chip aufweist, wie sie für alle hier vorgestellten Modelle von Nöten sind. Sind sie doch vorhanden, kann man den widerspenstigen Kleber unter Umständen durch eine viertelstündige Session der im Gefrierbeutel luftdicht verpackten Grafikkarte spröde und damit ablösbar machen. Hat der Hersteller ein Pad eingesetzt, so empfiehlt es sich, die Grafikkarte im längeren 3D-Lastbetrieb noch einmal ordentlich aufzuheizen, wodurch das Pad etwas weicher und leichter zu bearbeiten wird. Oberste Priorität bei aller Wut auf den störrischen Serienkühler sollte aber natürlich der Sicherheit und Unversehrtheit der elektronischen Bauteile der Grafikkarte zuteil werden.

Bei aktuellen Pixelbeschleunigern hat man meist weniger Probleme: Die Kühlkörper sind größtenteils einfach aufgeschraubt und mit silikonbasierender Wärmeleitpaste versehen, welche sich mit einem fusselfreien Tuch einfach von den Chips entfernen lässt. Zum Entfernen des lästigen Fettfilmes von GPU und BGA-Gehäusen sei zudem der Griff zur Flasche erlaubt - Reinigungsalkohol wohl gemerkt.

ATX, BTX und Desktop

Der von Intel unter Protest der Industrie letztendlich durchgesetzte BTX-Standard wird in den kommenden Monaten und Jahren langsam aber sicher Einzug in die meisten Systeme halten. Vom neuen Formfaktor erhofft man sich vor allem günstigere und effizientere Bauteilkühlung durch gezielte Umstrukturierung der Komponenten auf dem Motherboard und im Gehäuse. Eine grundlegende Neuerung, die für unseren Heatpipe-Vergleich von Relevanz ist, stellt die 180° Drehung des Grafikkartenslots dar. Weil aktuelle Kühllösungen für einen "nach unten" zeigenden Grafikchip konzipiert wurden, könnte sich dieser Wandel negativ auf die Leistungsfähigkeit bestimmter VGA-Cooler auswirken, da das zugrunde liegende Heatpipe-Wärmetransportprinzip mit aufsteigendem Verdampfungsgas und absinkender kondensierter Heatpipeflüssigkeit nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten ins Wanken gerät.

Um eine eventuelle Leistungsverschlechterung beim Wechsel von ATX auf BTX auszutesten, stellen wir unser ATX Testsystem schlicht und einfach auf den Kopf. Zwar ergibt sich durch die effektiv beibehaltene Anordnung der Komponenten somit keine wirkliche BTX-Aufteilung, nichtsdestotrotz kann auf diese Weise der zukünftige Kühlereinsatz simuliert werden. Weiterhin ist aufgrund der identischen Umfelder eine vergleichsweise faire Gegenüberstellung der beiden Grafikkarten-Positionen möglich. Zusätzlich sei noch die liegende Desktop-Ausrichtung untersucht.

Exemplarisch greifen wir uns aus dem Testfeld den BeQuiet Polar-Freezer und den AeroCool VM-101 heraus, da ersterer die Heatpipes seitlich um das Grafikboard herumführt, während sie beim zweiten Modell über die Platine geschwungen werden, wodurch sich die beiden gängigen Varianten repräsentieren lassen.

ATX, BTX oder Desktop: VM-101

 Volllast:
Desktop-Ausrichtung
80
BTX-Ausrichtung
81
ATX-Ausrichtung
81
 Leerlauf:
ATX-Ausrichtung
66
Desktop-Ausrichtung
67
BTX-Ausrichtung
68
Angaben in °C

ATX, BTX oder Desktop: Polar Freezer

 Volllast:
Desktop-Ausrichtung
76
ATX-Ausrichtung
76
BTX-Ausrichtung
79
 Leerlauf:
ATX-Ausrichtung
64
Desktop-Ausrichtung
66
BTX-Ausrichtung
66
Angaben in °C

Zunächst erkennen wir beim AeroCool VM-101 eine ausgeprägte Toleranz hinsichtlich der Ausrichtungsproblematik. Egal in welcher Lage sich die Grafikkarte befindet, die Temperaturwerte liegen immer auf einem Niveau. Etwas anders begegnet uns die Situation beim Polar-Freezer: Im Lastbetrieb scheint sich die umgekehrte Position mit drei Kelvin Differenz zum ATX bzw. zum liegenden Desktop schon leicht bemerkbar zu machen. Wirklich verheerende Leistungseinbrüche stellten sich aber nicht ein, sodass man frohen Mutes in die Zukunft blicken kann.

Die Kontrahenten

BeQuiet Polar Freezer

Lieferumfang

BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer

Technik und Daten

Mit dem Polar Freezer hält die Edelschmiede für Silentkomponenten einen echten Leckerbissen in ihren Reihen. Der Passivkühler überzeugt mit der besten Verarbeitungsqualität aller Protagonisten und glänzt mit sanft abgerundeten Lamellenkanten, einer exquisiten Anthrazit-Lackierung und vorbildlicher Passgenauigkeit. Der Lieferumfang ist als komplett zu bezeichnen, nur der Verzicht auf die beliebten Passiv-Speicherkühler trübt den glanzvollen Auftritt.

BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer

Das BeQuiet-Konzept ist weder neu noch ausgefallen evolutionär, dafür aber ausgezeichnet umgesetzt. Zwei große, und im Vergleich entsprechend schwere, Aluminium-Passivkühler können laut Hersteller bis zu 90 Watt abführen. Zwei eng stehend, parallel verlaufende - und somit nicht ganz optimal Wärme verbreitende - fünf Millimeter Superconductor-Heatpipes befördern dabei die Hitze vom größeren Front- auf den kleineren Rückseitenkühler. Die Wärmeaufnahme erfolgt über den nVidia- bzw. ATI-GPU-Block, wobei ersterer eine komplett plane Bodenfläche vorzuweisen hat, während die heatspreaderfreie VPU der Kanadier durch eine kleine und erhabene Kontaktfläche optimale Verbindung zum Polar Freezer aufbauen kann.

BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer

Die Montage gestaltet sich mit ca. 20 bis 25 Minuten als vertretbar zeitaufwendig und unter völligem Aufbrauchen der beigelegten zwei Tütchen Wärmeleitpaste. Als sehr vorbildlich ist die in deutsch und englisch mitgelieferte Montageanleitung zu beschreiben, denn sie lässt auch den unerfahrenen Käufer nicht mit schwammigen Formulierungen im Regen stehen, sondern beschreibt detailliert in Wort und Bild, welche Schritte vorzunehmen sind.

Sehr gut gefallen haben uns zudem die beiden abstandsspezifischen Bohrlöcher-Montagerahmen, die einfach mit den zu verwendenden GPU-Blöcken zu verschrauben sind und zu keinen kniffeligen Wackel-Attacken einladen. Etwas problematischer ist dagegen die Sache mit dem Anpressdruck zu handhaben: Da speziell bei den nVidia-Modellen die Mounting-Holes recht weit auseinander liegen und zur Installation lediglich zwei Schrauben zum Einsatz kommen, besteht die Gefahr, die Grafikplatine beim zu festen Eindrehen der Schrauben leicht zu verbiegen. Daher sollte man auf ein gesundes Mittelmaß achten.

Die Isolierung der Installationsschrauben übernehmen kleine Unterlegscheiben. Auch der nicht berührende, rückseitige GPU-Block ist mit einer dünnen Kunststoffschicht versehen.

BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer
BeQuiet Polar Freezer

Der Polar-Freezer versperrt im gesamten Aufbau einen PCI-Slot. Aufgrund des sehr hohen Gewichtes ist der Grafikkartenausbau bei längerem Transport anzuraten.

Thermaltake Schooner

Lieferumfang
Der geordnet verpackte Blister-Karton ist einfach zu öffnen, wieder verschließbar und enthält:

Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner

Technik und Daten

Nach insgesamt drei Modellen der Giant-Serie, die sich aufgrund ihrer winzigen, aber höllisch lauten Zusatzlüfter kaum als Alternative zur leisen VGA-Kühlung anboten, zeigt sich Thermaltake mit dem Schooner wieder einmal sehr einfallsreich und endlich komplett lautlos. Die Clou beim Schooner: Neben den beiden großen internen Kühlflächen wird per Heatpipe ein weitere Kühlkörper aus dem Gehäuse heraus geleitet und profitiert damit von der meist deutlich kühleren Umgebungstemperatur.

Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner

Mit gut 30 Minuten Aufbauzeit ist der Taiwanese bei weitem kein fix zu montierendes Kerlchen. Dafür tröstet die englische aber gut bebilderte und eindeutige Montageanleitung über diesen Zeitverlust hinweg. Vereinfachend kommt hinzu, dass Thermaltake die Anleitung in drei Sinnabschnitte teilt und jedem Part ein entsprechend gekennzeichnetes Zubehörtütchen zuweist, wodurch der beachtliche Bauteilaufwand dennoch überschaubar gehalten wird. Ebenfalls sehr positiv ist die King-Size-Tube an Silikon-Wärmeleitpaste, welche sicher für mehrere Anwendungen reichen sollte.

Etwas unterdimensioniert erscheinen dagegen teilweise die Befestigungsschräubchen für die großen Kühlplatten und die Haltebügel, denn durch unvorsichtiges und zu festes Andrehen verlieren diese schnell ihren Kopf. Erschwerend kommt hinzu, dass die kleinen Schrauben eigentlich sehr passgenau gefertigte Bohrungen und Abmessungen voraussetzen: Leider gibt's die nicht immer, sodass wir meist nur drei von vier angedachten Schräubchen verwenden konnten. Bis auf diese Tatsachen entspricht das TT-Segelschiffchen aber der qualitativen Oberklasse - sowohl die unbehandelten Kupfer- als auch die eloxierten Aluminiumteile sind von höchster Güte.

Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner

Sowohl ATI- als auch nVidia-Karten werden mit den gleichen Bauteilen bestückt. Ermöglicht wird dies über einen Universalclip für Vorder- und Rückseite, der sich bequem an die vorgegebenen Löcher anpassen kann. Dies ist zwar beim Einbauen etwas wackeliger, als beispielsweise die fixen Lösungen von BeQuiet, spart aber Material und drückt somit unterm Strich auch den Anschaffungspreis. Ansonsten arbeitet der Schooner mit einer übergreifenden Dual-Heatpipe und dem bekannten Prinzip des größeren Front- und des flacheren Rückseiten-Leichtmetallkühlkörpers, wobei letzterer beim Taiwanesen sehr flach gehalten wurde und somit wohl nur sehr bedingt vom kühlenden Hauch des CPU-Lüfters profitieren kann.

Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner
Thermaltake Schooner

Der 25-lamellige, externe Zusatzkühlkörper hat laut Thermaltake in etwa die gleiche effektive Oberfläche wie die rückwärtige Kühleinheit und wird - optisch nicht wirklich ausgeklügelt - einfach oben auf den Passiv-Kühler geschraubt. Leider gibt es bei Karten mit Doppel-Slotblech arge Probleme, da die ausführenden Heatpipes eine sehr große, mittige Öffnung für sich beanspruchen, gängige Doppellösungen aber nur breite Öffnungen im oberen Slotblech-Abschnitt aufweisen. Uns interessierte daher natürlich, was dieser Cu-Stummel wirklich ausmacht, sodass ein Kurztest schnell Aufschluss bringen sollte:

Was bringt der externe Kühlkörper?

 Volllast:
mit Externkühler
78
ohne Externkühler
82
 Leerlauf:
mit Externkühler
65
ohne Externkühler
70
Angaben in °C

Wir waren sehr positiv überrascht, dass der unkonventionelle Außenkühler doch eine ordentliche Steigerung hervorrufen konnte und somit nicht nur in die Kategorie "Marketing-Gag" fällt. Insgesamt versperrt auch der Schooner den ersten Nachfolgesteckplatz und macht keine Anstalten, sich um die Grafikspeicherkühlung zu kümmern.

AeroCool VM-101

Lieferumfang
Störrisch und nur mit Gewalt zu öffnen: Die Kunststoff-Packung mit folgendem Inhalt:

AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101

Technik und Daten

Schon beim Auspacken der Blisterverpackung merkt man dem AeroCool VM-101 seine Ausnahmestellung an. Durch die zusätzlich geschweißt versiegelten Verpackungsränder entpuppt sich schon das Öffnen als echte Zerreisprobe; einige blutig eingeschnittene Finger und eine Zorro-ähnliche Bearbeitung mit dem Cutter-Messer später und man sollte diese Hürde gemeistert haben.

Beim VM-101 wurden die beiden Heatpipes schon ab Werk mit dem Passiv-Kühlkörper verbunden, sodass sich der Käufer mit nur wenigen Bauteilen auseinandersetzen muss. Zudem verzichtet das Modell auf eine doppelte Kühlfläche und überlässt dem vergleichsweise großen, aber sehr leichten Aluminium-Kühlkörper, welcher sich im Übrigen unbehandelt und damit recht fettfinger-anfällig zeigt, die gesamte Kühlarbeit.

AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101

An der Verarbeitung des AeroCool-Sprosses gibt es kaum etwas zu mäkeln. Die Bauteile sind sehr sauber und passgenau ausgearbeitet, die Heatpipes an den entsprechenden Stellen ordentlich abgeflacht und die matt-schwarz beschichteten Kühlblöcke zeigen ebenfalls keine Unzulänglichkeiten.

Die AeroCool-Montage ist aufgrund der geringen Bauteilanzahl die Übersichtlichste des gesamten Testfeldes und begnügt sich mit einem Bruchteil an Wärmeleitpasteneinsatz. Etwa zehn bis 15 Minuten sollte man für den Aufbau einrechnen. Schneller ginge es wohl noch, wenn der englische Quick-Install-Guide [7] nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern die einzusetzenden Bauteile ohne Rätsel benennen würde. Hinzu kommt, dass die Anleitung wohl noch mit einem früheren Modellstatus erstellt wurde, sodass Abbildung und Original nicht immer übereinstimmen, was natürlich Fragen aufwirft. Ansonsten überwinden aber auch Ungeübte den Arretierungsakt problemlos.

AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101

Um die verschiedenen Lochabstände für ATI- und nVidia-Platinenbohrungen zu überwinden, verwendet man zwei herstellerspezifische, unterschiedlich lange Bügel, welche in die Längsrinnen des Aluminium-GPU-Blocks eingeschoben werden. Aufgrund dieser Variabilität ist der Aufbau während der Montage etwas wackelig, sitzt aber nach der rückseitigen Verschraubung bombenfest. Unschön ist allerdings, dass die Enden der durchgehenden Schrauben auf der Board-Unterseite ohne Abdeckung herausschauen. Für ausreichende Isolierung sollen kleine Gummi-Ringe sorgen.

AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101
AeroCool Video-Magic 101

Die Hitze wird beim Video-Magic-101 vom GPU-Block aufgenommen und über die eingelassenen, divergierenden 6-Millimeter-Superconductor-Heatpipes auf die Grafikkartenrückseite befördert, wo sich insgesamt 30 aufgesteckte Leichtmetall-Lamellen zu einem Passivkühlkörper mit optisch etwas seltsam gestaltetem Profil formiert haben. Mit diesem Rucksack-Prinzip erreicht der Hersteller einen vollwertigen Kühlkörper mit großer Fläche und eine theoretisch optimale Ausrichtung auf Zusatzkühlung durch den CPU- oder Gehäuselüfter. Außerdem wird durch das dünne Design-Front-Blech kein PCI-Steckplatz versperrt. Inwieweit dieses Blech, auch im Hinblick auf das unverborgene Schraubenkopf-Sixpack, gefällt, ist eine andere Frage.

Speicherkühlung wird derweil leider wiederum klein geschrieben: So bleibt im Ernstfall auch hier nur der Zusatzkauf von passenden RAM-Frischhaltern. Vorsicht sei bei deren Auswahl geboten, da der Abstand auf der Rückseite zwischen Platine und Aluminium-Kühler nur ca. neun Millimeter beträgt.

Zalman ZM80D-HP


Lieferumfang
Auch der ZM80D-HP kann sich der ungeliebten, da sperrigen und kaum wieder verschließbaren Blisterverpackung nicht erwehren:

Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP

Technik und Daten

Zalman, einstiger Platzhirsch im Passiv-VGA-Segment und für viele immer noch der Inbegriff einer ausgeklügelten Lautlos-Lösung, sieht sich nun einer ganzen Meute aufstrebender Kühlkonzepte gegenüber gestellt, die ihm die sonnige Position streitig machen. Und in der Tat scheinen die Vorzeichen für eine Wachablösung recht günstig zu stehen, vergleicht man allein die zierlich-schmalen Aluminiumkühlflächen des Koreaners mit den Monstern von BeQuiet, NorthQ und Thermaltake.

Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP

Die Verarbeitung beim ZM80 mit blau eloxierter Leichtmetallstruktur und vergoldeten 5-Millimeter-Heatpipes ist gewohnt ausgezeichnet, jedoch fallen die im Vergleich zu den konkurrierenden Protagonisten sehr spitzen Lamellenkanten unschön auf. Dafür schmückt sich der Silent-Spezialist mit einem vollkommenen Lieferumfang: Nebst Schraubendreher und koreanisch-englischem Montage-Magazin erfreut sich der Käufer an acht BGA-Ramkühlern, die in ihren Dimensionen an die jeweilige Platinenposition angepasst daherkommen.

Nicht mehr ganz standesgemäß erscheint uns dagegen der sehr hohe Fummel-Faktor beim Montageakt. Unzählige kleine Schräubchen, Muttern, Ringe und "Nipple" wollen fach- und sachgerecht unter extensiver Wärmeleitpasten-Verwendung zusammengeführt werden. Da muss man trotz vorbildlich bebilderter, zeitweise aber etwas überladener Anleitung mindestens 25 bis 30 Minuten einplanen, bis der „Zali“ ordentlich sitzt.

Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP

Besonders wackelig sind dabei die variierbaren Haltearme, welche vorder- wie rückseitig mit einem winzigen Schraube-Mutter-System in den Schienen der nVdia oder ATI spezifischen GPU-Teile auf die vorhandenen Platinenbohrungen ausgerichtet werden wollen. Tadellos dagegen die Isolierungen per Kunststofffolie am "schwebenden Heckteil" sowie per Gummi-Ringen an den Montagelöchern.

Weiterhin lobenswert mit Blick auf optimale Kühlleistungen erscheint der Heatipe-Einsatz: Da ein groß- und ein kleingeschwungenes Conductor-Rohr verwendet wird, kann eine effektivere Wärmeverteilung auf der Rückseite erwartet werden als bei den Modellen mit paralleler Pipe-Führung.

Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP
Zalman ZM80D-HP

Mit dem OP1 steht dem Zalman-Käufer noch eine Zusatzoption ins Haus: Wer sich für bessere Leistungsdaten nicht an ästhetischen Fehltritten stört, kann sich mit diesem weit überstehenden 80-mm-Ventilator seinen ZM80D-HP ventilieren oder ggf. eine ähnliche aktive Eigenkonstruktion in den oberen Längsrinnen fixieren. In Anbetracht des dann doch beachtlichen Set-Preises hält der Markt aber wesentlich attraktivere und effizientere Lösungen bereit. Dennoch wird eine Zusatzbelüftung herstellerseitig bei potenteren Grafikchips ab GeForce FX5800U angeraten.

NorthQ NQ-3800


Lieferumfang
Das Zalman-Äquivalent mit nahezu gleicher Ausstattung:

NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800

Technik und Daten

Dass sich die fernöstlichen Produktionsstätten des dänischen Newcomers NorthQ bei eigenen Produkten gerne an den etablierten koreanischen Zalman-Vorbildern orientieren, konnten wir schon beim 120-mm-CPU-Cooler-Vergleich [12] des 3312 Giant UFO mit dem CNPS 7700-Cu beobachten. Und so verwundert es auch nicht, mit der 3800-Single-Heatpipe-Passiv-VGA-Lösung erneut einen sehr zalman-ähnlichen Protagonisten in den Händen zu halten. Nichtsdestotrotz entzückt das NQ-Modell mit dem günstigsten Anschaffungspreis.

NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800

Qualitativ steht die schlichte Konstruktion seinem Original allerdings in nichts nach und verzichtet sogar auf die unschöne Scharfkantigkeit der Lamellenoberflächen. Dafür fallen die silber-glänzend behandelten Aluminium-Kühlflächen etwas kleiner als beim Koreaner aus. Auffällig zudem, dass bei beiden hier vorgestellten Produkten des nordeuropäischen Zubehör-Spezialisten vergleichsweise kurze Heatipes eingesetzt werden: Im Bild unten rechts ist zu sehen, wie wenig Überstand bei etwas längeren Grafikboards vorherrscht: Die Röhrchen der Konkurrenz sind im Schnitt ca. 30 mm pro Seite länger.

NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800

Der Aufbau des 3800 erfolgt äquivalent zum ZM80D-HP und ist somit genauso zeitaufwendig und fummelig. Einzige Material und Kosten sparende Differenz: Für nVidia- sowie ATI-Grafikkarten liegen keine unterschiedlichen GPU-Blöcke bei; die verschiedenen Bohrloch-Abstände werden einfach über die flexiblen Haltearme ausgeglichen. Damit ergibt sich auch beim Budget-NorthQ das Problem mit der erschwerten Ausrichtung beim Montieren, da die Bügel sehr wackelig sind und der GPU-Part dazu neigt, auf der Wärmeleitpaste schwimmend zu verrutschen.

Weiterhin gilt es, wie beim Zalman, darauf zu achten, dass Vorder- und Rückseitenbauteile in etwa gleichen Positionierungen liegen, so dass die kleinen Querverbindungsbleche optimal eingeschoben werden können. Erfreulich: Aufgrund der baulichen Übereinstimmungen können sowohl die Zalman BGA-Cooler als auch der OP1-Zusatzlüfter installiert werden.

NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800
NorthQ NQ-3800

Kleine Nachlässigkeiten zeigen sich derweil beim Thema Isolierung: Während die Arretierungsschrauben mit vorbildlichen Gummi-Ringen abgesichert werden, fehlt beim rückseitigen GPU-Element die beim Zalman noch vorhandene Isolier-Folie. Zwar sollte dieses Element eigentlich keine Berührung mit der Grafikplatine erfahren, der nur einen Millimeter geringe Abstand zwischen Metallpart und Board bereitet aber dennoch leichte Kopfschmerzen. Die Rücksprache mit dem Hersteller ergab erfreulicher Weise sofortige Einsicht und Nachbesserungsbestreben. Schon die Lieferungen ab Ende Februar sollten diese Isolierschicht aufweisen, sodass die am Markt befindlichen Modelle alle über eine zufriedenstellende Kurzschlussprotektion verfügen sollten.

NorthQ 3801 Triple Power


Lieferumfang
Kompakte Bilderverpackung mit folgendem Inhalt:

NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801

Technik und Daten

Maximal kitzeln wird NorthQ die etablierte Konkurrenz mit der günstigen 3800er-Single-Heatpipe auf leistungsschwächeren Beschleunigern. Für richtig Wirbel könnte dagegen der große 3801-Bruder sorgen, der nebst Dual-Conductor auf großflächige Kühleinheiten und serienmäßig optionale Zusatzventilation setzt, dabei aber den finanziellen Rahmen der Widersacher einhält. Die Qualität des Gebotenen entzückt mit allerhöchster Finesse, wenngleich auf eine überdeckende Lackierung verzichtet wird und sich stattdessen einheitliche Bürstspuren über die Aluminium-Flächen erstrecken.

NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801

Der 3801 setzt zunächst auf eine sehr tiefgängige Lamellen-Struktur mit angenehm großen Abständen bei beiden Kühlflächen, so dass sich auch im komplett passiven Betrieb keine störenden Luftpolster zwischen den Rippen bilden können. Um rückseitigen Kollisionen mit hoch bauenden North-Bridge-Kühlern aus dem Weg zu gehen, wurde der hintere Kühlkörper etwas verkleinert.

Zur leichtgängigen Montage liegen dem 3801 drei verschiedene Installations-Clip-Paare bei, welche je nach gegebenen Bohrlochabständen gewählt werden müssen. Die Tatsache, dass hier keine variablen Bügel zum Einsatz kommen, senkt den Kniffel-Faktor beim Arretierungsakt erheblich, sodass sich trotz der mitunter etwas schwer nachvollziehbaren Anleitung die Montagezeit bei verträglichen 20 bis 25 Minuten einpendelt.

NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801

Ein heikles Thema beim großen Dänen ist erneut die Isolierung: Während das Rückseiten-GPU-Stück idealer Weise mit einem Wärmeleitpad auf die Platine gepresst wird und somit die Hitzeabfuhr fördert, verzichtete der Hersteller ursprünglich auf eine Kontaktsperre bei den Arretierungsschrauben. Das obere Bild zeigt die von uns zur Sicherheit eingefügten Unterlegscheiben, wie sie bei allen anderen Vertretern so oder in ähnlicher Form vorhanden sind.

Auch in diesem Fall haben wir unsere Bedenken an den Hersteller herangetragen und stießen erneut auf Einsicht: "Die neuen NQ 3801 Päckchen wurden mit den Isolationsscheiben versehen. Der NQ 3801 wird hier derzeit kaum verkauft, d.h. diese Scheiben werden in praktisch jedem in Deutschland zu erwerbenden Paket stecken." Wir sind daher zuversichtlich, dass der Kunde mit einem einwandfreien Produkt beglückt wird.

Aus optischen Gründen etwas zweifelhaft, aufgrund des Gesamtgewichtes von mehr als einem Pfund aber vertretbar, ist die zusätzlich montierbare 2nd-Slot-Halterung, die das hängende System etwas stabilisieren soll. Damit diese Zusatzblende trotz abweichenden GPU-Positionen immer bündig abschließt, sind die großen Leichtmetall-Kühlflächen variabel per Schraub-Schlitz anstatt einfachem Loch auf den Grafikchip-Blöcken verschiebbar.

NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801
NorthQ NQ-3801

Der nordeuropäische Newcomer schickt sein Spitzenprodukt mit zwei vergleichsweise sehr kurzen 5-Millimeter-Superconductor-Pipes ins Rennen, die parallel geführt, aber mit diagonalem Anstellwinkel installiert, die Grafik-Prozessor-Wärme auf die Rückseite übertragen sollen. Die zusätzliche Anbringung von Speicherkühlblöcken könnte sich dagegen - wie vielerorts erlebt - auch hier sehr schwierig gestalten: Vorderseitig sind gut 16 mm Freiraum; Rückseitig aber nur knappe sechs Millimeter.

Serienmäßig liegen der Dual-Heatpipe noch drei 50-mm-Ventilatoren bei, welche allesamt über ein zusammengeführtes 4-Pin-Molex mit Strom gespeist werden. Etwas aufwendig und nicht sehr elegant gelöst entpuppt sich das Anbringen der kleinen Lüfter, da jeweils vier Schräubchen in die oberen Metallrinnen der Passiv-Aluminium-Blöcke gebohrt werden wollen.

Cooler Master CoolViva


Lieferumfang
Kompakte Bilderverpackung mit folgendem Inhalt:

Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva

Technik und Daten

Auch Cooler Master wollte im Vergleich nicht fehlen und übersandte uns ein Exemplar des CoolViva, die in einer leicht zu öffnenden Plastikverpackung daher kommt. Mit nur wenig über 20 EUR Anschaffungspreis liegt das Modell in der unteren Kategorie und stellt somit unter Umständen eine Alternative zu den lautlosen Spitzen-Kühlern dar.

Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva

Schon beim Schälen des Kühlers aus seiner Verpackung wird klar: Hier wurde nicht auf optimalen Passiv-Betrieb konzipiert. Zwei identische, blau eloxierte Aluminium-Kühlkörper verleihen der Gesamtkonstruktion zwar einen prägenden, optischen Auftritt, doch stellt sich angesichts des maximal sechs Millimeter hohen, konkaven Lamellenverlaufs die Frage nach der möglichen Performance. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass lediglich auf eine einzige Heatpipe mit sechs Millimeter Durchmesser gesetzt wurde.

Der Hersteller gibt dennoch an, "die meisten Grafikkarten mit Referenzlayout" kühlen zu können. Dies ist allerdings nur in Verbindung mit dem aufgesteckten 60 x 60 x 10 mm-Ventilator realisierbar, welcher sich trotz 2500 Umdrehungen pro Minute für den Silent-Betrieb eignen soll. Aufgrund der gleichen Kühlkörper wäre zudem ein beidseitiges Aufstecken entsprechender Ventilatoren denkbar.

Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva

Cooler Master setzt bei der Montage auf einen Universal-Clip für ATI- und nVidia-Referenzen. Dabei kann der benötigte Lochabstand über winzige Schräubchen entsprechend angepasst werden. Eine Isolierung erfolgt lediglich rückseitig per Gummi-Ring an den Arretierungsschrauben und per Kunststofffolie am schwebenden Trägerteil. Für das Anbringen des Kühlers sollte man etwa 15 bis 20 Minuten einplanen, wobei das brauchbar maschinell übersetzte Handbuch bedingt durch die winzigen Schwarz-Weiß-Illustrationen nicht jeder aufkommenden Frage gerecht wird.

Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva
Cooler-Master CoolViva

Der sichere Halt der Kühlkörper wird durch vier, respektive sechs Schrauben vorder- und rückseitig gewährt. Insgesamt ergibt sich trotz diagonal umlaufender Single-Heatpipe und verstellbarer Montage-Bügel keinerlei Instabilität der Konstruktion. Das Gewicht fällt mit knapp unter 500 Gramm für den Gesamtaufbau angesichts der vergleichsweise zurückhaltenden Kühlkörper allerdings recht üppig aus.

(In)kompatibilitäten

Grundsätzlichen geben nahezu alle vertretenen Hersteller an, ihre Kühler seien auf den gängigen Modellen der ATI und nVidia Bauserien montierbar, denn prinzipiell verfügen alle aktuelleren Beschleuniger über die benötigten Montagebohrungen mit entweder 55-mm-Abstand bei den Kanadiern oder 78-mm beim kalifornischen Referenzlayout. Diesem Umstand werden alle Passiv-Kühler per fixen oder variierbaren Montage-Clip gerecht.

6800 GT

Etwas kritischer verhält sich die Angelegenheit bei den neuen GeForce-Boards der 6800 GT/Ultra-Reihe. Diese besitzen zwar ebenfalls Bohrlöcher um den Grafikchip, doch ist der Abstand geringfügig kleiner, sodass nur die Kühler mit verstellbarer Arretiervorrichtung in Frage kämen, sofern kein optimal abgestimmter Bügel beiliegt. Weiterhin spielt der Bohrloch-Durchmesser auf nVidia-Grafikkarten eine entscheidende Rolle: Während wir bei nahezu allen älteren Grafikplatinen 3-Millimeter-Löcher vorfinden konnten, besitzen die 6800er-Karten nur zwei Millimeter Durchmesser. Unglücklicherweise setzen fast alle Hersteller auf Montage-Schrauben, die dicker sind als diese Bohrungen, sodass ein Anbringen mit den beigefügten Materialen unmöglich ist. Fast alle? Ja, dann lediglich NorthQ setzt mit der 3081 auf wesentlich dünnere Montagestifte, wie sie im Übrigen auch beim Zalman VF-700 oder beim GlacialTech NorthPole 1000 zum Einsatz kommen, und sichert sich so in Kombination mit einem entsprechend angepassten Installations-Bügelpaar die übergreifende Kompatibilität zu allen Layouts.

Bohrungen (grün: 3-mm-Bohrungen auf FX5900 Ultra, rot: 2-mm-Bohrungen auf 6800 GT)
Bohrungen (grün: 3-mm-Bohrungen auf FX5900 Ultra, rot: 2-mm-Bohrungen auf 6800 GT)

Zur Verdeutlichung, das ganze in Kurzfassung zum GeForce 6800er Referenzdesign:

Der Grund für diese Schar an Inkompatibilitäten dürfte weniger die Tatsache sein, dass die Hersteller einen Schutzmechanismus gegen den Einsatz auf zu hitzköpfigen Karten gesucht haben, als vielmehr, dass die meisten Kühler schon vor den betroffenen GeForce-Karten konzipiert wurden. Im Zweifelsfall sollte man sich seine eigene Grafikkarte also ruhig etwas genauer betrachten um herauszufinden, welche Art der Bohrungen auf der Platine vorhanden sind.

GPU-Parts
GPU-Parts

6600 GT

Ähnlich kritisches Kompatibilitätsverhalten der Kontrahenten mussten wir beim Versuch, die Kühler auf einem Vertreter der beliebten GeForce 6600 GT-AGP-Karten zu montieren, beobachten. Aufgrund des durch den Bridge-Chip verursachten, ungewöhnlichen Board-Layouts erhielt die nach oben gerückte GPU lediglich zwei seitliche Bohrlöcher, die im Abstand von 78 mm fast auf einer Linie parallel zur Platinenkante verlaufen. Daraus resultiert, dass wir lediglich die AeroCool Video-Magic mit ihrem variierbaren und vor allem vergleichsweise langarmigen Haltebügeln auf der 6600 GT von Inno3D installieren konnten.

Inno3D 6600GT
Inno3D 6600GT
Inno3D 6600GT

Das ist extrem schade, da diese Karten aufgrund ihres attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses große Resonanz erhalten und durch ihre positiven thermischen Eigenschaften eigentlich optimal zum Lautlosbetrieb geeignet wären. So bleibt dem geneigten 6600 GT-Besitzer lediglich die Option auf den AeroCool-Spross, so dass wir auf eine vergleichende Messung verzichten müssen.

Lautstärkebetrachtungen

Logischer Weise ist eine Beurteilung der Lautstärke bei komplett passiven Kühllösungen wenig sinnvoll. Mit dem NorthQ 3801 und der Cooler Master CoolViva befinden sich aber auch zwei Protagonisten im Vergleich, die sich eine aktive Option offen halten. Dabei bleibt zu sagen, dass sowohl das kleine Lüfter-Terzett des Dänen, als auch der 60-mm-Spross von Cooler Master mit subjektiv sehr akzeptablen Geräuschkulissen überzeugen. Während das NorthQ-Modell leider keine Drehzahlüberwachungsfunktion bereithält und aufgrund des vierpoligen Anschlusses eine manuelle bzw. automatische Spannungstrimmung erschwert, lesen wir bei der CoolViva deutlich wahrnehmbare 2500 Umläufe unter 12 Volt und kaum zu vernehmende 950 Umläufe im gedrosselten 5-V-Betrieb ab, müssen aber gleich einwerfen, dass der 60-mm-Rotor mit angelegter Minimal-Spannung mitunter Anlaufschwierigkeiten aufweisen kann.

Messanordnung
Messanordnung

Um eine objektive Einordnung der Kühler zur Konkurrenz durchführen zu können, setzen wir auf das Voltcraft 320 Schallpegelmessgerät, das den vom Lüfter abgegebenen Schalldruck nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel ausgibt. Dabei entsprechen weder Ausrüstung noch Messbedingungen gängigen Laborstandards, weshalb die Messungen lediglich als vergleichende Orientierung gelten sollten. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille betrug 30,6 dB(A), die zugrunde liegende Anordnung kann der obigen Abbildung entnommen werden.

Lautstärkemessung bei 5 und 12 Volt

 12 Volt:
NQ 3801 Dual-HP
31,3
GlacialTech NorthPole 1000
31,7
CM CoolViva VHC-L61
33,8
AC NV Silencer 3
35,4
AC ATI Silencer 3
36,9
Zalman VF-700-Cu
41,1
 5 Volt:
NQ 3801 Dual-HP
0,0
Hinweis: nicht messbar
GlacialTech NorthPole 1000
0,0
Hinweis: nicht messbar
CM CoolViva VHC-L61
30,9
Zalman VF-700-Cu
30,9
AC ATI Silencer 3
31,6
AC NV Silencer 3
31,7
Angaben in Dezibel

Beide Modelle entzücken uns mit ihrer ausgesprochenen Silent-Fähigkeit. Speziell beim NorthQ-Noise-Level war dies angesichts der drei verwendeten Mini-Lüfter so nicht zu erwarten. Im Vergleich wirft er erst mit voller Drehzahl eine kaum hörbare Kulisse in den Raum, die sich mit minimaler Spannung sogar unserem messbaren Rahmen entzieht. Die CoolViva hebt sich zwar noch etwas von der Grundlautstärke ab, ist aber praktisch bei unter 1000 Umläufen pro Minute nicht mehr zu vernehmen; bei vollem Drehzahlumfang wird sie in den meisten Systemen ebenfalls nicht auffallen.

Testverfahren

Wir testen alle Teilnehmer zunächst im kompletten Passiv-Betrieb, wobei lediglich der CPU-Kühler und das Netzteil als gehäuseventilierende Faktoren zur Debatte stehen. Der Gedanke, das komplette System mit Lautlos-Komponenten auszustatten (NCU-2000 für die CPU plus Passiv-NT), musste aufgrund überhitzender Komponenten schnell wieder verworfen werden, sodass ein Zalman CNPS 7700-Cu bei 5-Volt mit knapp unter 1000 U/Min in Kombination mit einem 80/92-mm-Antec-Smart-Blue-Power-Supply als Kompromiss gewählt wurden.

In der zweiten Betrachtung interessierte uns das Verhalten im belüfteten Gehäuse, sodass wir im Midi-Tower mit dem Noiseblocker SX1 einen sehr leisen, ausblasenden 120-mm-Lüfter rückwandig installierten, welcher mit leicht über 1000 Umdrehungen in der Minute zu Werke geht.

Unser Testprocedere sieht für jeden VGA-Kühler eine allgemeine Aufwärmzeit von zwei Stunden vor, wobei auslastende 3D-Applikationen Gehäuse und Kühlhardware auf Arbeitstemperatur aufheizen sollen. Im Anschluss folgt ein viermaliger Durchlauf der 3DMark03-Gametests, während derer die Chip-Temperaturen protokolliert werden. Nach einer halbstündigen Abkühlphase zur Ermittlung der Leerlaufwerte wird das Verfahren zur Bestätigung der Ergebnisse wiederholt. Im Folgenden wird der gleiche Ablaufplan bei zugeschaltetem SX1-Gehäuselüfter abgearbeitet.

Testsystem

Temperaturvergleiche

VGA-Heatpipes mit NB SX1 Casefan

 Volllast:
Polar Freezer
69
NQ 3801 Dual-HP
70
Schooner
72
ZM80D-HP
74
VM-101
77
NQ 3800
78
CM CoolViva VHC-L61
82
 Leerlauf:
Polar Freezer
57
NQ 3801 Dual-HP
58
Schooner
59
ZM80D-HP
60
VM-101
61
NQ 3800
64
CM CoolViva VHC-L61
67
Angaben in °C

VGA-Heatpipes komplett passiv

 Volllast:
Polar Freezer
76
NQ 3801 Dual-HP
78
Schooner
78
ZM80D-HP
79
VM-101
81
NQ 3800
86
CM CoolViva VHC-L61
90
 Leerlauf:
Polar Freezer
64
Schooner
65
NQ 3801 Dual-HP
66
VM-101
66
ZM80D-HP
67
NQ 3800
73
CM CoolViva VHC-L61
77
Angaben in °C

Zunächst freute uns, dass ein völlig passiver, stabiler Betrieb der Karte mehr oder weniger möglich war. Die im unteren Diagramm hinterlegten Temperaturen zeigen, dass es trotz lüfterlosem Betrieb noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Protagonisten gibt, welche sich mitunter schon bei der Vorbetrachtung durch die Kühlergrößen und -layouts abzeichneten. Die Führungsposition konnte sich in unserem Vergleich der Polar-Freezer schnappen, während sich der Thermaltake Schooner und der NorthQ 3801 knapp dahinter duellieren. Der koreanische Altmeister aus dem Hause Zalman hält gerade noch den Anschluss und schafft es, den etwas enttäuschenden AeroCool VM-101 hinter sich zu halten. Die Single-Heatpipes von NorthQ und Cooler Master geraten dagegen im völlig passiven Modus an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Bei hinzu geschaltetem 120-mm-Gehäuselüfter - wir wählten mit dem SX1 aus dem Hause Noiseblocker einen sehr leisen Lüfter mit ca. 1100 U/min - verschiebt sich das Gesamtbild um etwa acht Kelvin.

VGA-Heatpipes Aktiv-Betrieb - 12 Volt

 Volllast:
Zalman VF-700-Cu
58
NQ 3801 Dual-HP
61
CM CoolViva VHC-L61
71
 Leerlauf:
Zalman VF-700-Cu
49
NQ 3801 Dual-HP
53
CM CoolViva VHC-L61
61
Angaben in °C

VGA-Heatpipes Aktiv-Betrieb - 5 Volt

 Volllast:
Zalman VF-700-Cu
63
NQ 3801 Dual-HP
73
CM CoolViva VHC-L61
85
 Leerlauf:
Zalman VF-700-Cu
52
NQ 3801 Dual-HP
61
CM CoolViva VHC-L61
75
Angaben in °C

Als Referenz für den aktiven Betrieb unserer beiden ventilierten Gefährten von NorthQ und Cooler Master dient der Zalman VF-700-Cu, der wohl das derzeit beste Leistungsverhalten aller belüfteten VGA-Kühler an den Tag legt und selbst im maximal gedrosselten Bereich kaum an Performance einbüßen muss. Bei maximaler Drehzahl seiner drei 50-mm-Rotoren trumpft das dänische Fabrikat eindrucksvoll auf, denn bei geringerer Lautstärke liegt es nur knapp hinter dem Koreaner. Die Cool Viva hat dagegen erneut etwas Schwierigkeiten Anschluss zu finden, liefert aber bei niedriger Lärmemission trotzdem noch akzeptable Werte. Im 5-Volt-Betrieb brechen beide VGA-Heatpipes überdimensional ein, denn das von den Lüftern erzeugte laue Lüftchen kann sich bei dieser großen Kühlkörperoberfläche nicht mehr entscheidend in Szene setzen.

Härtetest mit GeForce 6800 GT

 Volllast:
Zalman VF-700-Cu [12V]
69
NorthQ 3801 [12V]
71
Zalman VF-700-Cu [5V]
73
NorthQ 3801 [5V]
79
NorthQ 3801 passiv
90
 Leerlauf:
Zalman VF-700-Cu [12V]
55
Zalman VF-700-Cu [5V]
58
NorthQ 3801 [12V]
59
NorthQ 3801 [5V]
66
NorthQ 3801 passiv
70
Angaben in °C

Zu guter letzt folgt die Überprüfung, wie sich der NorthQ 3801 auf aktuellen Spitzen-Beschleunigern behaupten kann. Der absolute Passiv-Betrieb ist dabei trotz stabilem Testsetup nicht mehr zu empfehlen, da hier schon ein kritischer Bereich angekratzt wird. In den entsprechenden Modi ventiliert, zeigt sich dagegen das gleiche Verhalten zum VF-700-Cu wie auf der FX 5900 Ultra, allerdings mit deutlicher Gesamtverschiebung in den hitzköpfigeren Bereich.

Finale Einschätzungen

Eines vorab: Ein High-End-System mit erschwinglichen Mitteln komplett passiv zu kühlen, ist derzeit nicht möglich. Dies scheitert allerdings vorrangig an den Wärmeverlusten aktueller Prozessoren, welche trotz NCU-2005, Fanless 103 oder TT Sonic ohne Abstriche in ihrer Performance nicht komplett lautlos zu kühlen sind. Bei den Grafikkarten dagegen, das hat der Vergleich gezeigt, kann gegebenenfalls auf den Einsatz belüfteter Kühlung verzichtet werden - in den meisten Fällen halten sich die VGA-Heatpipes allerdings nur Dank Luftstrom vom CPU-Lüfter über Wasser.

Somit bleibt die kritische Frage nach der grundlegenden Berechtigung der hier aufgezeigten No-Noise-Lösungen, stellen sie doch - ähnlich wie die aktuellen Passiv-CPU-Kühler - lediglich eine Umpositionierung der aktiven Belüftung dar. Die Kühlleistungen im 0-dB(A)-Modus berechtigen jedenfalls nicht zum Jubelschrei. Speziell auf leistungsfähigeren Beschleunigern stoßen die Lautlos-Lösungen schnell an ihre Grenzen, so dass eine Zusatzbelüftung unabdingbar wird. Ein weiterer Streitpunkt stellt die Montierbarkeit dar: Solange keine exotischen Platinen-Layouts ins Kalkül gezogen werden, gibt es soweit wenig Probleme. Weicht das Board-Design allerdings vom Standard ab, so katapultieren sich die meisten Heatpipe-Vertreter ins Abseits. Erschwerend kommt hinzu, dass alle Modelle mit einer extrem zeitintensiven, fummeligen Montage zu kämpfen haben, die unter exzessivem Einsatz schmieriger, klebriger Wärmeleitpaste keinen Spaß bereitet. Für Liebhaber von LAN und Co. stellt sich zudem das Problem der Gewichtsbelastung ein.

Und so ist man unterm Strich im Allgemeinen sicher mit einem sehr leisen, leichten, bequem montierbaren und enorm leistungsstarken Komplett-VGA-Kühler wie dem Zalman VF-700 (im 5-Volt-Modus) besser beraten, zumal keine signifikanten preislichen Differenzen bestehen. Spezielle Anwendungsgebiete sind allerdings unter Anderem im lautstärkebedachten Ein-Lüfter-System oder auch im wassergekühlten PC, der auf ein liquide VGA-Wärmeabfuhr verzichtet, zu suchen.

Wer sich also für einen der hier gezeigten Vertreter begeistern möchte, sollte die nun folgenden Einzel-Einschätzungen betrachten, bei denen sich drei Vertreter besonders in Szene setzen konnten und somit als „glückliche Sieger“ aus dem Vergleich gehen:

Testsieger

Podest
Podest

Gold: BeQuiet Polar Freezer
Das einheimische Silent-Produkt aus der Listan-Edelschmiede lieferte den besten Gesamteindruck aller Protagonisten. Besonders stachen dabei die exquisite Verarbeitungsqualität aller Teilkomponenten, die absolut vorbildliche Montagebeschreibung per Installations-Guide in Kombination mit einer vergleichsweise problemlos zu bewerkstelligenden Arretierung und nicht zuletzt die beste Leistungsfähigkeit im Lüfterlos-Betrieb hervor. Leichte Abstriche sind dagegen hinsichtlich der übergreifenden Kompatibilität zu machen, welcher BeQuiet sich allerdings schon anzunehmen versprach, so dass die verdiente Empfehlung ohne Nebengeschmack ausgesprochen werden darf.

Silber an Dänemark: NorthQ 3801
Ein gelungener Einstieg für den dänischen Newcomer. In den Kühlleistungen musste er sich nur knapp dem Polar-Freezer geschlagen geben, hinsichtlich qualitativer und konstruktionstechnischer Umsetzungen gibt es dagegen kaum Abstriche. Das Problem mit der Isolierung ist für die am Markt erhältlichen Exemplare gelöst, sodass NorthQ mit dem 3801 eine vorzügliche Alternative zum Testsieger bereit stellt. Verstärkt wird die Empfehlung durch die Beilage der optional einsetzbaren und silent-tauglichen 50-mm-Lüfter und die vorhandene Kompatibilität zur GeForce 6800 GT/Ultra-Serie. Im aktiven Betrieb lehrt der 3801 sogar dem Zalman VF-700 das Fürchten, so dass hier ohne Mehrpreis beherzt zugegriffen werden darf.

Knapper Dritter: Bronze an Taiwan Thermaltake segelt mit dem Schooner mit einer guten Vorstellung noch auf das Sieger-Podest. Leistungsmäßig dem NorthQ 3801 ebenbürtig, ist es letztendlich die komplettere Ausstattung, welche den Dänen davon ziehen lässt. Nichtsdestotrotz ist Thermaltake seit längerem wieder ein echtes Top-Produkt geglückt, das trotz leichter Mängel in der Konstruktion (speziell die vielen kleinen Schräubchen sind defektanfällig) eine ausgewogene Performance bei überzeugender Verarbeitung abliefert. Thermaltakes Ideenreichtum darf also einmal mehr belohnt werden, wenngleich die Information hinsichtlich ausbleibender Kompatibilitäten auf der Produktwebseite verbessert werden müsste.

Weitere Plätze


Altmeister Zalman nur noch Mittelmaß
Zumindest im Passiv-Segment müssen die Koreaner ihre Spitzenplatzierung räumen. Letztendlich fehlt es an Kühlleistung im Vergleich zu den Testsiegern und an qualitativer Güte (die Zalman-Lamellen sind die scharfkantigsten). Die Montage zählt mit ihren unzähligen Klein- und Kleinstbauteilen zu den aufwändigsten und auch die Kompatibilität ist nicht mehr up-to-date. Dafür ist der Lieferumfang mit acht Speicherkühlern als erfreulich-komplett zu bezeichnen. Leider bleibt dies der einzige Punkt, in welchem der ZM80D-HP Vorzeige-Objekt bleibt, sodass aufgrund besserer Alternativen nur noch eine bedingte Empfehlung ausgesprochen werden kann.

Enttäuschung: Fauler Zauber bei AeroCool?

Die Video-Magic von AeroCool zählt eindeutig zu den Enttäuschungen des Tests. Dabei ist der Ansatz mit vollwertigem Rucksack-Kühlkörper zunächst sehr interessant, scheint aber in unserem Low-Noise-Setup letztendlich wenig Fuß fassen zu können. Objektiv nützt eine passive Grafik-Kühlung allerdings nur wenig, wenn sie zum "Überleben" einen bärenstarken Prozessorlüfter benötigt. Gerne hätten wir dem VM-101 eine Empfehlung ausgesprochen, denn die einfachste und überschaubarste Montage aller Protagonisten sprechen genau so für den sympathischen AeroCool wie die Kompatibilität zur beliebten GeForce-6600-GT-Reihe. Insgesamt behalten wir uns allerdings eine finale Wertung vor, da die Möglichkeit eines Heatpipe-Defekts durchaus gegeben sein könnte.

Passiv: Nein! Aber aktiv eine CoolViva
Das Kühl-Pendant aus dem Hause Cooler Master kämpft in der Passiv-Gegenüberstellung mit stumpfen Klingen. Der Kühler ist, anders als der NorthQ 3801, eindeutig auf den harmonischen Betrieb mit zugeschaltetem 60-mm-Ventilator ausgelegt. Lüfterlos gerät die CoolViva aufgrund ihrer geringen Kühlfläche und der Single-Heatpipe auf flotteren Beschleunigern schnell an ihre Grenzen. Dennoch sollte man das Modell nicht abschreiben, denn preislich bewegt sich der CM-Spross in einem attraktiven Rahmen deutlich unter der Konkurrenz. Die vergleichsweise simple Montage gepaart mit der guten Verarbeitungsqualität bilden somit insgesamt eine solide Grundlage für kompromissbereite Silent-Freunde, die ohnehin nicht auf ein belüftetes System verzichten wollen.

Kopie zum Schnäppchen-Preis: NQ-3800
Für den kleinen Dänen gelten im Prinzip ähnliche Einschätzungen wie für seinen Zalman Konstruktions-Paten. Allerdings setzt NorthQ hier auf lediglich eine Heatpipe bei kleiner effektiver Kühlfläche, was sich deutlich in der Leistungscharakteristik niederschlägt. Insgesamt erhält man aber einen enorm preiswerten VGA-Kühler, der auf leistungsschwächeren Beschleunigern durchaus passiv zum Einsatz kommen kann. Die knifflige, fummelige Montage steht allerdings auch hier unschön im Raum.

URL-Liste:

  1. http://www.be-quiet.de/
  2. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=33_239&products_id=2201&ref=35
  3. http://www.thermaltake.com/
  4. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=33_239&products_id=2625&ref=35
  5. http://www.aerocool.de/
  6. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=33_239&products_id=1861&ref=35
  7. http://www.aerocool.com.tw/aerocool-files-v3/cooler/vga/vm-manual.htm
  8. http://www.zalman.co.kr/
  9. http://www.silentshop.de/
  10. http://www.northq.com/
  11. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=33_239&products_id=2752&ref=35
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_120-mm-kuehler_vergleich/
  13. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=33_239&products_id=2753&ref=35
  14. http://www.cooler-master.com/
  15. http://www.silentshop.de/index.html?kuehler_vga-kuehler_coolermaster.htm
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