Einleitung
Im letzten Kühlerreview [1] betrachteten wir mit den 120-mm-Spezialisten drei echte Kühlgiganten, die neben ihrer Hochwertigkeit durch einen professionellen Auftritt glänzten. Auch im heutigen Artikel soll es wieder etwas wuchtiger zugehen, denn mit dem Thermaltake Beetle und dem Asus Star-Ice fanden sich zwei großvolumige Kühlturbinen bei uns ein. Allerdings scheint die angesprochene Kundschaft der beiden Paradiesvögel eine gänzlich andere zu sein: Blinkende LEDs und viel schmückendes Plastik gepaart mit überforderter Heatpipe-Tower-Technologie sprechen wohl eher den senilen Hobby-Schrauber mit chronischer Tollpatschigkeit als den anspruchsvollen Hardware-Enthusiasten an. Ob man den beiden in Deutschland noch nicht erhältlichen Kühlern dennoch eine Chance geben sollte?
Lieferumfänge
Thermaltake Beetle
Die leicht zu öffnende Thermaltake-Blisterverpackung enthält:
- Thermaltake Beetle CPU Cooler
- Befestigungsmaterial
- Potentiometer für Backslot und 3,5"-Einschub
- Montageanleitung (engl.), farbig
- Silikon-Paste
Asus Star-Ice
Die Asus-Blisterverpackung ist nahezu identisch mit dem TT-Pendant:
- Asus Star-Ice CPU Cooler
- Befestigungsmaterial
- Potentiometer für Backslot und 3,5"-Einschub
- Montageanleitung (engl.), schwarz-weiß
- Silikon-Paste und Wärmeleitpad
- Temperatursensor


Vergleicht man beide Beigaben, so stellt sich schon die Frage, ob da nicht voneinander abgeschaut wurde, denn bis auf Details wurden hier fast übereinstimmende Komponenten beigelegt. Thermaltake verzichtet lediglich ganz auf die temperaturabhängige, automatische Lüfterregelung, während Asus eine entsprechenden Fühler mitliefert. Dafür entspricht die bebilderte Anleitung beim Taiwanesen aufgrund eindeutigerer Abbildungen trotz englischer Sprache eher unseren Vorstellungen, als das kleine Schwarz-Weiß-Büchlein des Hardware-Giganten.
Technischer Vergleich
| TT Beetle | Asus Star-Ice |
|---|---|
| 80 x 75 x 127 mm Kupferboden, 39 Aluminium-Lamellen Cu-Heatpipes 3 x Ø 6 mm Multi-Color-LED-Kunststoff-Abdeckung (UV-Rot, Schwarz, Silber) 581 Gramm |
86 x 80 x 120 mm Kupferboden, 39 Kupferlamellen Cu-Heatpipes, 3 x Ø 6 mm UV-LED-Kunststoff-Abdeckung (Transparent, Blau) 868 Gramm |
| 90x90x25-mm-Lüfter 1600 bis 4300 U/min - 20 bis 44.5 dB(A) |
80x80x25-mm-Lüfter 1500 bis 4500 U/min 1000 U/min @ 20°C ~ 4500 U/min @ 50 °C - |
| Sockel A, Sockel 754 / 939 / 940, Sockel 478 / 775, je ohne Begrenzungen | |
Kühler im Detail
Thermaltake Beetle
Der taiwanesische Käfer ist der leichtere der beiden Protagonisten, da er im Gegensatz zum Star-Ice nur auf ein Hybrid-Design baut. Nichtsdestotrotz bewegt er sich mit seinen knapp 600 Gramm und seinem hohen Schwerpunkt außerhalb jeglicher Sockelspezifikationen.



Grundlegend besteht der Kühler aus zwei Teilen: Das innere Lamellengrundgerüst inklusive Dreifachheatpipe und Cu-Bodenplatte bezeichnet den funktionalen Teil, während das schwarz-transparente Kunststoffkleid mit UV-Kappe den spielerisch, optischen Charakter ausmacht. Dabei beruft man sich auf das bewährte "cold-in / hot-out"-Luftleitprinzip, bei dem die Plastikummantelung einen Lufttunnel bildet und somit den gezielten Lufteinsatz des vorne einblasenden Ventilators ermöglicht. Des Weiteren offerieren rückseitige Bohrungen eine Zusatzbestückung mit einem 80-mm-Ventilator.
Der Beetle ist auf keinen Fall dazu geschaffen, im ewigen Dunkel eines Bürorechners zu verkümmern: Er möchte spielen und versucht den Kontakt zu Gleichgesinnten mit rot-violetter Farbgebung zu verstärken. Dabei setzt er notfalls auch auf seine Glühwürmchen-Qualitäten: Zwei blaue LEDs, die bei Bedarf dank Steckverbindung auch stillgelegt werden können, sind in die Seitenabdeckungen integriert und hüllen das UV-sensitive Käfer-Cape in einen sanften Rotschimmer. Zusätzlich befindet sich eine mehrfarbige Leuchteinheit in der mit dem Thermaltake Firmenemblem verzierten, runden Kammer vor dem Lüfter-Rotor, die abwechselnd in den Farben rot, grün, blau und gelb erstrahlt.



Insgesamt acht Schrauben halten zusammen, was vom Benutzer lieber nicht getrennt werden soll. Wem dennoch in den Sinn kommt, seinen Käfer in einer Operation auseinander zu schrauben, der sollte für den Wiederzusammenbau Zeit und Nerven mitbringen und ggf. eine dritte Hand engagieren. Denn das Geflecht aus leicht zerbrechlichen Klick- und Schraubverbindungen, Kabeln und Lamellen ist nur schwer zu bändigen.
Trotzdem lohnt ein Blick ins Innere des TT-Sprosses: So lässt sich zunächst über das Großenverhältnis zwischen Kunststoffmantel und eigentlicher Kühleinheit, die wesentlich kleiner als z.B. beim TT SilentTower oder beim Tower112 ausfällt, schmunzeln. Zum Anderen zeigen sich deutliche Abstriche in der Verarbeitungsgüte der dünnen Leichtmetall-Finnen, welche sonst unter dem Baby-Popo-glatten Kunststoff verborgen geblieben wären.



Nimmt man den TT Beetle unter 12 Volt in Betrieb, wird sofort klar, warum die Menschen seit je her Jagd auf Insekten machen. Das Ohr weiß nicht, was eindringlicher nervt: Die tiefen, hohlen Luftumschlaggeräusche, die entstehen, wenn die vom 90-mm-Lüfter frisch in Bewegung gesetzte Luft sofort auf die eng stehenden Aluminium-Einheiten prallt, oder das hochfrequente Säuseln des Rotors bei real knapp unter 4000 U/min. Spannend wird die Angelegenheit im regulierten 5-Volt-Lauf bei - stark von den vom Hersteller angegebenen Spezifikationen abweichend - gut unter 1000 Umrundungen. Hier wird der tierische Taiwanese zum echten Ohrwurm, denn außer einem angenehm leisen Rotorklicken bei kompletter Umgebungsstille nimmt man fast gar nichts mehr wahr. Allerdings wird neben der Lüfterdrehzahl auch die LED-Leuchtkraft der seitlichen Dioden etwas gedrosselt. Trotzdem beweist der Beetle zumindest im Bereich seines Lautstärkecharakters Alltagstauglichkeit.
Die Lüfterregulierung kann über eines der beiden mitgelieferten Potentiometer entweder im 3,5"-Einschub oder rückseitig per Slotblende erfolgen. Die Verkabelung ist ausreichend lang und muss dank Steckverbindung nicht zwangsläufig zum Einsatz kommen, sodass der Beetle problemlos auch an eine fremden Lüftersteuerung per 3-Pin-Molex angeschlossen werden kann.
Asus Star-Ice
Der Asus Star-Ice wirkt auf den ersten Blick etwas kompakter als der geflügelte TT-Käfer, stellt sich aber im Folgenden mit seinen knapp 900 Gramm als richtiger Pfundskerl heraus, da er im Gegensatz zum Taiwanesen auf eine komplette Kupferausführung vertraut. Mit diesem Kampfgewicht überschreitet er die gängigen Sockelvorgaben um das Doppelte!



Auch der arktische Asus-Kumpane besitzt einen kunststoffumhüllten Fächeraufbau. Dieser ist allerdings etwas eng anliegender und besitzt mit dem durch ein Asus-Logo verfeinertes, leicht bläuliches UV-Plexiglas nur eine Einblickstelle. Um dieses zu beleuchten, hält der Cooler zwei an entsprechender Stelle integrierte Mini-LEDs parat.
Im Gegensatz zum TT-Kühler vertraut man bei Asus auf die Leistungsfähigkeit eines einblasenden 80-mm-Lüfters, der sich, genau wie beim Beetle, im etwaigen Defekt-Fall nur sehr schwer gegen ein handelsübliches Modell austauschen lässt. Allerdings bietet auch der frostige Asus-Kühler die Möglichkeit, einen zweiten Ventilator mit 80 mm Kantenlänge zu montieren.



Die Verarbeitungsqualität ist auf durchweg hohem Niveau. Speziell der eigentliche Kupfer-Kern macht eine wesentlich feinere Figur, als es die rustikal verbogenen Alu-Stränge beim Beetle taten. Nichtsdestotrotz begnügt sich der Star-Ice mit exakt demselben Grundaufbau: gleiche Dimensionen, gleiche Lamellenanzahl - lediglich die Materialien und der Kunststoffmantel differieren. Auch die Bodenplatten sind leicht verschieden: Während der Star-Ice noch die für den Sockel A typische Einkerbung bereithält, finden sich beim Käfer zwei schmalere Erhöhungen. Zudem kommen unschöne Bearbeitungsspuren beim TT-Objekt deutlicher zur Geltung, wohingegen der Asus-Frosti leicht besser spiegelt.



Nur sehr wenig Äquivalenz tritt beim Lautstärkevergleich auf: Im 12-Volt-Betrieb bei 4700 U/min saust einem der Star-Ice mit einem höllischen Fiepen um die Ohren, das von rumpelnden Luftumschlägen begleitet wird und sich somit jeglicher realer Einsatzchance entzieht. Wenig anders tritt uns der ungestüme 80-mm-Fan im 5-Volt-Lauf gegenüber. Denn mit einem nervig lauten, mittelfrequenten Rotorsummen katapultiert er sich gnadenlos aus einer eventuellen Alltagsempfehlung. Hinzu kommt, dass die LEDs bei getrimmter Spannungsversorgung kaum noch Leuchtkraft zeigen.
Die einzige Möglichkeit, den Quälgeist zumindest kurzzeitig ruhig zu stellen, besteht darin, den mitgelieferten Temperatursensor anzuschließen und somit die automatische Drehzahlregulierung walten zu lassen. Seltsamer Weise sind dann plötzlich Umrundungen von nur wenig über 1000 pro Minute machbar, während die manuelle 5 -Volt-Regulierung nur etwas unter 2000 U/min einstellen kann. Schade nur, dass die lineare Temperaturregelung viel zu aggressiv eingestellt ist, denn von praktisch nicht erreichbaren 20°C bis 50°C lässt sie den Lüfter von angenehmen 1000 auf wahnwitzige 4500 Umläufe in der Minute beschleunigen. Also: Entweder man stellt einen Kühlschrank neben den PC und verstaut den Temperaturfühler darin oder man findet sich damit ab, dass sich der Asus Star-Ice auf konventionellem Weg - sprich per beigelegter Poti-Steuerung - nicht auf ein erträgliches Maß herunterregeln lässt.
Lautstärkemessungen
Um die subjektiv empfundenen Geräuschkulissen in vergleichbaren Werten zu hinterlegen, kommt ein Voltcraft 320 Schallpegelmessgerät zum Einsatz, das den vom Kühler ausgesendeten Schalldruck in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel nach den bekannten A-Bewertungskurven misst. Da weder Umfang noch Ausstattung gängigen Laborstandards entsprechen, sollen die angegebenen Resultate mehr als vergleichbare Orientierung, weniger als absolut angesehen werden. Alle von uns getätigten Schallpegelmessungen laufen nach dieser, von der DIN abweichenden Anordnung ab:
Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiver Stille betrug 30,6 dB(A).
Schalldruck-Vergleich
Angaben in Dezibel
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Deutlich zu erkennen, dass sich die heutigen Turbinen-Protagonisten im 12-Volt-Modus deutlich rabiater auf die Gehörgänge legen, als die gigantischen Leisetreter aus unseren 120-mm-Vergleichen. Wie beschrieben gelingt es dem Thermaltake Beetle aber zumindest unter 5 Volt, in sehr vorzeigbare Silent-Regionen vorzustoßen, wohingegen der Star-Ice selbst im Minimal-Modus noch ordentlich Krach macht.
Impressionen bei Dunkelheit



Von der Tatsache abgesehen, dass sich bei unserem Star-Ice-Exemplar nur eine Diode zum Leuchten verleiten lassen wollte, hat je nach Auffassung auch im Dunkeln das Thermaltake-Pendant etwas mehr zu bieten. Das dezent hinterlegte Käfer-Outfit sieht einfach ausgeflippter aus, als das eisig-blau strahlende Asus-Firmenlogo. Nichtsdestotrotz hat jeder gute Geschmack irgendwann seine Grenze erreicht, denn das frequentierte Farbwechselspiel beim Beetle steuert nicht gerade zur Konzentrationsfähigkeit am Arbeits-PC bei.
Montage auf Sockel 478
Thermaltake Beetle
- Sockel A: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 754 / 939 / 940: Doppelt-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 478: Per Retention-Modul > Mainboardausbau nicht nötig, aber empfehlenswert (Platzverhältnisse)
- Sockel 775: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
Um Himmelswillen - Thermaltake!? Was ist das denn für eine abendteuerliche Montageform für den Sockel 478? Während alle anderen Plattformen eine recht sichere Verschraubung erfahren, scheinen sich die Taiwanesen bei der Konzeptionierung für den beliebten Pentium 4-Sockel im Vollrausch befunden zu haben.



Das Motherboard muss zwar nicht zwangsläufig ausgebaut werden, da auf das Retention-Modul zurückgegriffen wird - wir empfehlen es aufgrund der beengten Platzverhältnisse dennoch. Nun wird „ganz einfach“ eine lange Metallzunge in die Führung zwischen den Heatpipes eingelegt. Im Anschluss daran werden die beiden Befestigungs-Clips in die Ösen des Retention-Moduls eingefädelt, so dass sich deren zentrale Bohrungen je über den beiden Enden der Metallzunge befinden. Nun werden zwei dicke Sechskantschrauben mit dem beigelegten Imbusschlüssel in diese Bohrungen eingedreht und sollen allein durch den daraus resultierenden Anpressdruck den knapp 600 Gramm schweren Käfer sicher am Sockel halten. Weder die Bodenplatte des Kühlers, noch die sehr kurze Metallzunge verfügen über irgendeine Art der Seitenführung, so dass sich das Provisorium bei ruckartigen Bewegungen im schlimmsten Fall vom Sockel lösen könnte, da der Kühler verrutscht und die Zunge einfach neben den Schrauben hochspringt. Der Benutzer muss bei der müßigen Montage also immer bedacht sein, die richtige Ausrichtung und Positionierung aller Teile ständig zu überprüfen, da es sich um eine sehr wackelige und knapp bemessene Angelegenheit handelt. Unter Umständen hilft es, wenn man die Metallzunge mit etwas Tesa-Klebeband an den Kühlerboden heftet, damit sie nicht immer hin und her wackelt.
Asus Star-Ice
- Sockel A: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 754 / 939 / 940: Doppelt-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 478 / 775: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig



Zwar wird beim Asus-Kühler das Thema Sicherheit größer geschrieben als beim Harakiri-Käfer, doch ohne übertreiben zu wollen, gehört auch die Montage des Star-Ice zu den umständlichsten und kompliziertesten, die uns bisher unterkam. Sie erfordert neben ausreichend Zeit und einer ausgeprägten Selbstbeherrschung eine ordentliche Portion Fantasie beim Enträtseln der beigelegten Montageanleitung.
In unserem Fall der Sockel 478-Montage bedarf es zunächst der Entfernung des serienmäßigen Retention-Modules. Im Folgenden wird die Rückseite des Motherboards mit den doppelt isolierten H-Platten ausgestattet, in welche dann forderseitig die entsprechenden Cu-Bolzen fixiert werden. Nun wird der kleinere H-Steg einseitig mit einer Asus "Z-Platte" verschraubt, in die Vorrichtung auf der Kühlerbodenplatte eingelegt und auf der anderen Seite mit der zweiten "Z-Platte" versehen. Jetzt kann diese wackelige Anordnung auf der mit Wärmeleitpaste benetzten CPU ausgerichtet und schließlich mit dem beigelegten Sechskantschlüssel bis zum Fixpunkt für optimalen Anpressdruck verschraubt werden. Den Applaus nach gelungener Installation gibt's gratis!



Aufgrund des hohen Gewichtes und des extrem ungünstigen Schwerpunktes sei eine extensive Rechnerbewegung genau wie beim TT-Beetle nicht angeraten.
Temperaturmessungen
Unsere Testplattform sowie unser Testprozedere für die Temperaturmessungen bleiben im Vergleich zu den vergangenen Kühlertests unangetastet, so dass wir uns eine komparative Gegenüberstellung der Messwerte aufgrund nahezu identischer Bedingungen erlauben, dessen Gültigkeit ein erneuter Stichproben-Testlauf mit dem Zalman CNPS7700-Cu rechtfertigte.
- P4 Prescott 2,8 GHz @ 3,22 GHz (Vc: 1,42V)
- Abit IC7 ( Intel 875P ) Sockel 478
- Yeong-Yang Midi-Tower YY-5601 - geschlossen - keine Belüftung (rückseitige 120-mm-Öffnung, abgedichtet)
- Antec SmartBlue 350W-Netzteil mit 92-mm-Bodenventilator
- Raumtemperatur: ca. 23°C
- Windows XP Prof.
- Silikon-Wärmeleitpaste
Unser Testverfahren spricht jedem Kühler eine allgemeine Aufwärmphase von mindestens 120 Minuten zu, welche mit allerlei auslastenden Applikationen (3DMark, Aquamark, Toaster etc.) gespickt ist. In deren Anschluss beginnt die Messphase per Motherboard-Monitor 5 in einem 30-minütigen Betrieb des Tweakers4u [2]-Toasters V2.2, welcher (in zwei Instanzen laufend) die einhundertprozentige Auslastung des auf 3,22 GHz getakteten HT-Prescotts sicher stellt. In den folgenden 15 Minuten wird die Leerlauftemperatur ermittelt. Es werden je die höchsten bzw. niedrigsten erreichten Temperaturwerte erfasst. Um verfälschten Darstellung aus dem Weg zu gehen, werden die Messungen bei voller Lüfterdrehzahl stets nach jenen der getrimmten Lüftermodi angesetzt.
Leistungsübersicht
Angaben in °C
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Erschreckend: Trotz nahezu optimaler Unterstützung durch den saugenden 92-mm-Netzteillüfter sind beide Kühler mit den von uns an sie gestellten Aufgaben völlig überfordert - zumindest bei verträglichen Lautstärken im 5-Volt-Lauf. Ansonsten reihen sie sich angesichts der sehr hohen Umdrehungszahlen im Mittelfeld unserer Gegenüberstellung ein. Vor allem der Star-Ice zeigt trotz höheren Drehzahlen und Vollkupferlayout deutliche Probleme, Anschluss zu halten. Dagegen müssen CPUs mit Käfer-Kühler im unteren Drehbereich um ihr Leben bangen - hier dringt fast kein Lüftchen mehr zwischen den Alu-Lamellen hindurch.
Empfehlungen
Beide Hersteller haben sich bei diesen Paradiesvögeln wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Ohne großartig ausschmückende Worte zu suchen, sind beide Protagonisten in keiner Weise zu empfehlen. Vermag der Thermaltake Beetle vielleicht noch optisch zu gefallen, so sollte doch die unsaubere Lamellenverarbeitung und die verantwortungslos gefährliche Sockel 478-Montage zu denken geben. Auch Asus hat sich mit dem Ausflug ins Kühlersegment keinen Gefallen getan: Zwar stimmt die dargebotene Qualität einigermaßen. Doch stundenlange, komplizierte Montageakte und zweideutige Anweisungen im Handbuch schrecken auch hier ab.
Erschwerend kommt hinzu, dass beide Kühler ihre eigentliche Hauptaufgabe, nämlich das Frischhalten der werkelnden Silizium-Schaltungen, nur sehr stiefmütterlich erfüllen. Denn reguliert man die Lüfter auf ein erträgliches Maß, so wird schnell die thermische Schmerzgrenze gängiger, leistungsfähiger Chips erreicht und sogar überschritten. Versucht man dagegen die maximale Leistungsfähigkeit der Spielgefährden auszureizen, muss man sich mit Alltags-untauglichen Lärmbelästigungen abfinden.
Fazit: Der Asus-Cooler ist weder „Star“ noch „Ice“ und Thermaltake beweist, dass der PC kein Platz für Ungeziefer darstellt. Wir raten daher eindeutig Abstand von den hier gezeigten Kühlern zu nehmen, egal zu welchem Preis sie letztendlich angeboten werden.





