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Test: Silverstone SG01 und Lian Li PC-V800

von Arne Müller

Einleitung

Sowohl Silverstone [1] als auch Lian Li [2] bedienen hauptsächlich einen Markt, in dem es nicht so sehr auf den Preis, sondern viel mehr auf Qualität, Exklusivität und Design ankommt: den Markt für HTPC-Gehäuse, Hüllen für Wohnzimmer-PCs also. Wir wollen uns im Folgenden von beiden Firmen je ein Gehäuse vornehmen, das nicht zu den klassischen Towern zu zählen ist: das Silverstone SG01 als Cube und das V800 als Desktop-Gehäuse. Beide sind nicht die Top-Modelle im Lineup ihrer Hersteller und werden im Folgenden zeigen müssen, ob sie den Ansprüchen, die vom zahlenden Publikum an einen HTPC gestellt werden, auch gerecht werden. Ob sich die größere Erfahrung, die Lian Li, 1983 gegründet, gegenüber Silverstone, satte 20 Jahre später gegründet, sicherlich hat, auszahlt? Wir werden sehen.

Logo
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Silverstone SG01-Evolution

Lieferumfang

Wie üblich erreichte uns auch dieses Gehäuse sicher mit Schaumstoffelementen gepolstert. Der zugehörige Karton ist bebildert und mit technischen Informationen versehen.

Das Gehäuse ist, typisch für Silverstone, nur in Schwarz oder Silber erhältlich. Der Korpus besteht aus 1,5 mm dickem Aluminium, die Front ist etwas dicker und gebürstet.

Die technischen Daten des Silverstone SG01-Evolution lauten:

Silverstone NT03
Silverstone NT03
Silverstone NT03

An Zubehör lagen dem SG01 nur die üblichen Schrauben und ein dünnes, aber ausführlich bebildertes Handbuch bei. Zusätzlich legte Silverstone uns noch den NT03 mit in den Karton, einen Vollkupfer-Towerkühler für die Sockel 478, 479, 775, 754, 939 und 940 mit zwei 60-mm-Lüftern (3.600 U/Min, 26,9 dB), den wir auch testweise auf das Intel-Testsystem montierten, aber dazu später mehr.

Ausstattung außen

In Sachen Frontdesign hat sich Silverstone auf das Wesentliche beschränkt. Die recht dicke Aluminiumblende mit dem sehr hochwertig wirkenden, gebürsteten Finish weist neben dem obligatorischen „Silverstone“-Schriftzug nur die Bedienelemente mit zwei Tastern und zwei blauen Leuchtdioden, zwei Laufwerkschächte und das Portkit auf. Letztgenanntes umfasst einen FireWire-Port sowie vier USB- und zwei Audioanschlüsse und ist wie die Umrandung der Laufwerke verspiegelt.

Front
Front
Front
Front

Rückseite
Rückseite
Abdeckung der Steckkarten
Abdeckung der Steckkarten

Die Haube des Gehäuses ist beidseitig mit großflächig verteilten Lüftungslöchern versehen und an der Oberseite wurde für zwei 80-mm-Lüfter ebenfalls Material ausgespart. Befestigt wird sie rückwärtig am Gehäuse mit vier Schrauben. Die Rückseite hat nichts zu bieten außer der Besonderheit, dass man zum Befestigen von Erweiterungskarten erst eine Abdeckung entfernen muss, die wiederum mit zwei Schrauben fixiert ist. Die Standfüße sind, wie es sich für ein hochwertiges Gehäuse mit Anspruch auf Wohnzimmer-Tauglichkeit gehört, im Stil von HiFi-Komponenten gefertigt.

Ausstattung innen

Der Innenraum des SG01 ist recht unkonventionell gestaltet. Natürlich bedingt die Konzeption als „Cube“ einige Besonderheiten. Allerdings ist auch einiges anders gestaltet als beim letzten von uns getesteten Gehäuse dieser Art, dem Aspire X-QPack [3]. Als erstes dürfte das große Aluminiumblech auffallen, das als Halterung für zwei 80-mm-Lüfter links an der obligatorischen Mittelstrebe festgeschraubt ist. An dieser ist aber nur hinten ein nach hinten oben blasender Lüfter installiert. Der Einbau eines weiteren zur Versorgung der Grafikkarte mit Frischluft bleibt dem Benutzer überlassen. Hinter der Frontpartie ist kein Lüfter vorgesehen, dort befinden sich nur die Laufwerkkäfige. Im Einzelnen sind dies ein Käfig für 5,25"-Laufwerke und ein darunter quer eingebauter, herausnehmbarer Käfig für zwei Festplatten, der mit einer Rändelschraube befestigt wird und von einem quer durch das Gehäuse blasenden Lüfter belüftet wird. Ein Einschub für eine Kartenlesegerät oder ein Diskettenlaufwerk ist nicht vorgesehen.

Innenansicht rechts
Innenansicht rechts
SG01 mit Testsystem
SG01 mit Testsystem
Innenansicht links
Innenansicht links

Auf dem Gehäuseboden sind die Abstandshalter für das Mainboard fest eingelassen, sodass hier wiederholte Mainboardwechsel zu mangelndem Halt der Schrauben durch abgenutze Gewinde führen können, ohne dass man die Chance hat, diese durch andere Abstandshalter zu ersetzen. An der Rückseite befinden sich die üblichen Öffnungen für Netzteil, ATX-Blende und Erweiterungskarten. Interessant ist, dass Silverstone hier nicht den konventionellen Weg eingeschlagen und die ATX-Blende und die Steckkarten etwas ins Gehäuse eingerückt hat, sondern die Befestigungsleiste für die Steckkarten hinten aus der Gehäuserückwand herausragen lässt. An dieser Stelle befindet sich eine Art Käfig, der vor dem Verschrauben einer Karte entfernt werden muss, aber aufgrund der Verletzungsgefahr durch hervorstehendes Blech gar keine so schlechte Idee ist.

Modding

Das Silverstone SG01 ist sicher kein Gehäuse, dessen Zielgruppe zu einem signifikanten Anteil aus Bastlern besteht, die Modding betreiben - dementsprechend wenig Möglichkeiten zur kreativen Veränderung bietet dieses Gehäuse. Der fehlende Platz im Innenraum und das Nichtvorhandensein wenigstens eines 120 mm-Lüfters, der sich als Montageplatz für einen Radiator angeboten hätte, lassen den Einbau einer internen Wasserkühlung, die dem einen oder anderen Besitzer eines leistungsstarken, aber dennoch leisen Home-Theather-PCs vielleicht vorschwebt, unmöglich erscheinen. Hier kann aber wie immer auf externe Modelle zurückgegriffen werden.

Erfahrungen

Der Einbau der Testsysteme lief (von kleineren Platzproblemen beim Verlegen der überzähligen Netzteilkabeln einmal abgesehen) ohne Probleme ab. Wie in den meisten kleineren Gehäusen müssen auch hier sämtliche Hardwareteile außer dem Festplattenkäfig verschraubt werden – werkzeuglose Montagemöglichkeiten haben hier keinen Platz. Vor dem Einbau eines Mainboards muss der Netzteilkäfig entfernt werden und die Montage einer Erweiterungskarte erfordert den Ausbau des mit drei Schrauben gesicherten Lüfterbleches und die Entfernung der kleinen Abdeckung, die hinten am Gehäuse angebracht ist. All dies führt dazu, dass die Inbetriebnahme eines Rechners in diesem Gehäuse ein wenig länger dauern mag als in vielen anderen. Aber auf echte Probleme sind wir nicht gestoßen.

Innenansicht mit Testsystem
Innenansicht mit Testsystem
Innenansicht rechts
Innenansicht rechts
AMD-Testprozessor
AMD-Testprozessor

Ist der Einbau erstmal geschafft, fällt auf, dass die U-Haube zu Vibrationen neigt, wenn schnell drehende Lüfter installiert sind. Der Einsatzzweck des SG01 als HTPC-Gehäuse legt jedoch ohnehin die Verwendung von langsam drehenden Silent-Lüftern nahe, die meist wenig bis gar keine Vibrationen erzeugen.

Generell ist an der Verarbeitung nicht viel auszusetzen. Eventuell bis auf die Tatsache, dass das Portkit nicht ganz so fest an der Aluminiumfront befestigt ist wie es optimalerweise der Fall sein könnte. Weiterhin sind einige scharfe Kanten vorhanden, sodass man beim Einbau der Komponenten nicht zu leichtfertig vorgehen sollte.

Der beigelegte NT03-Kühler von Silverstone macht einen hochwertigen Eindruck, allerdings sind die Lüfter im ungeregelten Betrieb sehr laut – hier kommt man kaum um eine Steuerung herum. Weiterhin führte der Einsatz auf der doch recht hitzköpfigen Pentium-D-820-CPU dazu, dass zwar die CPU selbst ganz gut, die Spannungswandler auf dem Mainboard jedoch fast gar nicht mehr gekühlt wurden. Somit wurden diese extrem heiß und verursachten sowohl Systeminstabilitäten als auch ein Anschmoren der Schaumstoffpolsterung der Kühler-Backplate. Dieses Problem ist aber wahrscheinlich nicht spezifisch für den NT03, sondern eher ein generelles Problem bei der Verwendung von Towerkühlern auf unserem Intel-Mainboard, das leider über keinerlei Kühlkörper auf den Spannungswandlern verfügt.

Lian Li PC-V800 B

Lieferumfang

Das V800, eines der wenigen Desktop-Gehäuse von Lian Li, traf wie erwartet sicher mit Schaumstoff gepolstert ein.

Wie das Gehäuse von Silverstone ist auch das Lian Li V800 nur in Silber (V800) oder Schwarz (V800B) erhältlich.

Beim Zubehör zeigt sich Lian Li etwas spendabler als Silverstone: Dem V800B liegen Schrauben, ein kleiner Schraubendreher, ein Adapter von einem 4-Pin-Stromanschluss auf 2x 3-Pin und ein A4-Blatt als Anleitung bei.

Ausstattung außen

Schon von außen unterscheidet sich das Lian Li V800 wesentlich von anderen Desktop-Gehäusen: Die vier Ecken des Gehäuses sind abgerundet, während die meisten anderen Gehäuse hier auf klare Linien setzen. Weiterhin sticht das Gehäuse dadurch hervor, dass praktisch der gesamte Frontbereich, der nicht gerade von Laufwerkschächten und Bedienelementen belegt ist, durchlöchert ist, was zwar für ein doch recht gewöhnungsbedürftiges Design sorgt, aber der Belüftung sicherlich dienlich ist.

Lian Li V800
Lian Li V800
Lian Li V800
Lian Li V800
Front
Front

Mehr als die Taster und LEDs, das Portkit, ein Lian-Li-Logo und die Laufwerkschächte hat die Front allerdings auch nicht zu bieten. Das Gehäuse ist generell sehr schlicht gehalten und verzichtet weitgehend auf unnötige Details. Die Rückseite ist ähnlich unscheinbar, allerdings fällt hier auf, dass statt einer Öffnung für das Netzteil – dieses wird direkt hinter der Front verbaut – nur zwei 60-mm-Lüfter und eine Buchse für das Stromkabel vorhanden sind. Auch hinten sind direkt vorm Festplattenkäfig einige Lüftungslöcher vorhanden.

Lian Li V800
Lian Li V800
Rückseite
Rückseite

Sowohl Boden als auch der mit einem vergitterten 80-mm-Lüfter versehene Deckel des Gehäuses sind abnehmbar und mit jeweils einer Rändelschraube gesichert. Von oben ist natürlich die Hardware zugänglich, der abnehmbare Boden hingegen bietet nur die Möglichkeit, den vorderen Festplattenkäfig auszubauen, was jedoch im Folgenden wichtig sein wird.

Ausstattung innen

Im Inneren setzen sich die Ungewöhnlichkeiten fort. Die Position des Netzteils ist hier sicherlich am hervorstechendsten, denn es wird direkt hinter der Front verbaut und kann Kühlluft von unten durch Lüftungslöcher ansaugen und direkt durch die Front nach außen blasen. Dadurch trägt es allerdings in keiner Weise zur Belüftung der restlichen Hardware bei. Rechts daneben sitzen die Käfige für die 5,25"-Laufwerke, von denen der oberste mit einer Kappe für optische Laufwerke und der unterste mit einem 3,5"-Einbaurahmen samt Diskettenlaufwerksblende ausgestattet ist. Die beiden Käfige für Festplatten sitzen an der rechten Seite des Gehäuses, der vordere ist herausnehmbar und durch Schrauben gesichert.

Innenraum
Innenraum
vorderer Innenraum
vorderer Innenraum

vorderer Innenraum
vorderer Innenraum
hinterer Innenraum
hinterer Innenraum

An der Rückseite finden sich die üblichen Öffnungen für das Mainboard und die Erweiterungskarten, zwei 60-mm-Lüfter und eine Buchse für das Kaltgerätekabel, die über ein quer durch das Gehäuse laufendes Kabel die Versorgung des Netzteils mit Netzspannung sicherstellt.

Modding

Durch die Belüftungslöcher, die überall am Gehäuse vorhanden sind, sind beleuchtete Teile im Rechner auf jeden Fall zu sehen. Die teilweise recht hellen Kontrollleuchten auf manchen Mainboards scheinen jedoch ebenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Front, was bei einem Wohnzimmer-PC oft unerwünscht ist. Der Deckel des V800 bietet sich zum Einbau eines Fensters an, wenn der geneigte Käufer seine Hardware zur Schau stellen will.

Der Einbau einer Wasserkühlung gestaltet sich wie in den meisten anderen Desktop-Gehäusen problematisch, allerdings wäre bei der Verwendung eines MicroATX-Mainboards genug Platz für Pumpe und Ausgleichsbehälter vorhanden. Einen Radiator könnte man an der linken Seite des Gehäuses unterbringen, wodurch allerdings die Verwendung in einem HiFi-Rack nicht mehr möglich wäre. Die wesentlich elegantere und angebrachtere Lösung wäre hier sicherlich die Verwendung einer externen Wasserkühlung [4].

Erfahrungen

Ähnlich wie beim Silverstone SG01 ist auch beim Lian Li V800 beim Einbau der Hardwarekomponenten eine gewisse Reihenfolge zu beachten. Beginnen sollte man mit den optischen Laufwerken, denn nach dem Einbau des Netzteils kann man diese nicht mehr verschrauben. Um die Laufwerke auch auf der rechten Seite zu fixieren, bleibt nur der Ausbau des vorderen Festplattenkäfigs und die Verwendung von leider nicht mitgelieferten Rändelschrauben – Schraubendreher können hier aufgrund der Platzverhältnisse nicht verwendet werden. Anschließend sollten die Festplatten als einzige mehr oder weniger werkzeuglos montierbare Teile und das Netzteil verbaut werden und erst danach das Mainboard. Wird das Netzteil nach dem Board montiert, kann es zu Schwierigkeiten kommen, da das Netzteil unter dem Schließmechanismus für den Gehäusedeckel hindurch zur Front geschoben werden muss und dabei eventuell Teile des Mainboards im Weg sein oder beschädigt werden können. Diese Reihenfolge ist auch beim Ausbau der Komponenten zu beachten, sodass zum bloßen Austausch eines optischen Laufwerks leider die Demontage des Netzteils und eventuell auch des Mainboards nötig ist.

Lian Li V800
Lian Li V800
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem
V800 mit Testsystem

Die Verarbeitungsqualität des V800 ist, wie von Lian Li gewohnt, sehr gut. Außen und innen machen Materialien und Verarbeitung einen sehr guten Eindruck. Positiv fiel auch auf, dass zumindest Steckkarten und Festplatten ohne Werkzeug zu montieren sind – in den meisten gleichgearteten Gehäusen ist das nicht möglich.

Testsystem

AMD-Testsystem
AMD-Testsystem
Das AMD-Testsystem:

Intel-Testsystem
Intel-Testsystem
Das Intel-Testsystem:

Beide Systeme:

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System den 3DMark03 als Dauerschleife ausführte. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel.

Messungen

Kommen wir nun zu den Messergebnissen:

Lautstärke

 Silverstone SG01 AMD silent:
Vorne
35,1
Hinten
36,2
Oben
34,6
Links
35,6
Rechts
37,0
 Silverstone SG01 AMD normal:
Vorne
46,3
Hinten
48,3
Oben
46,3
Links
49,0
Rechts
50,7
 Lian Li PC-V800 AMD silent:
Vorne
36,0
Hinten
34,9
Oben
34,2
Links
34,4
Rechts
35,3
 Lian Li PC-V800 AMD normal:
Vorne
43,3
Hinten
43,3
Oben
45,1
Links
42,7
Rechts
43,0
Angaben in Dezibel

Während beide Gehäuse im heruntergeregelten Betrieb sehr leise sind, neigt das Silverstone SG-01 im ungeregelten Betrieb stärker zu Vibrationen als das V800. Bei letzterem ist allerdings der Lüfter im Deckel ungeregelt recht laut. Subjektiv erschien uns das V800 unangenehmer, auch wenn die Messwerte dies so nicht widerspiegeln. Als Wohnzimmer-PC sollte aber bei beiden Gehäusen für eine gute Lüfterregelung, entweder über das Mainboard oder eine extra einzubauende Steuerung, gesorgt werden, da sonst beide Gehäuse zu laut sind.

Systemtemperaturen

 Silverstone SG01 AMD silent:
CPU
67
Mainboard
50
Festplatte 1
35
Festplatte 2
33
GPU
76
GPU-Umgebung
51
 Silverstone SG01 AMD normal:
CPU
63
Mainboard
46
Festplatte 1
31
Festplatte 2
29
GPU
76
GPU-Umgebung
48
 Silverstone SG01 Intel silent:
CPU
82
Mainboard
49
Festplatte 1
38
Festplatte 2
37
GPU
90
GPU-Umgebung
58
 Silverstone SG01 Intel normal:
CPU
80
Mainboard
48
Festplatte 1
34
Festplatte 2
32
GPU
82
GPU-Umgebung
55
 Lian Li PC-V800 AMD silent:
CPU
52
Mainboard
41
Festplatte 1
45
Festplatte 2
49
GPU
91
GPU-Umgebung
60
 Lian Li PC-V800 AMD normal:
CPU
50
Mainboard
41
Festplatte 1
47
Festplatte 2
40
GPU
87
GPU-Umgebung
55
 Lian Li PC-V800 Intel silent:
CPU
72
Mainboard
53
Festplatte 1
46
Festplatte 2
48
GPU
94
GPU-Umgebung
60
 Lian Li PC-V800 Intel normal:
CPU
69
Mainboard
51
Festplatte 1
43
Festplatte 2
46
GPU
93
GPU-Umgebung
50
Angaben in °C

Das Kühlkonzept des SG-01 konnte uns eher überzeugen als das des V800. Durch den Lüfter im Deckel wird in letzterem zwar die CPU recht gut gekühlt. Alle anderen Komponenten und ganz besonders die Festplatten, deren Lebensdauer unter hohen Temperaturen signifikant leidet, hatten jedoch mit Temperaturen weit über dem Niveau anderer Gehäuse zu kämpfen. Im SG-01 wurde zwar die CPU etwas wärmer als im V800, dafür waren die Festplatten und auch die Grafikkarte verhältnismäßig gut gekühlt. Bei der CPU können die Ergebnisse sicherlich verbessert werden, wenn der CPU-Lüfter in die gleiche Richtung bläst wie der absaugende Netzteillüfter und nicht entgegengesetzt, wie es bei den Boxed-Kühlern von AMD und Intel leider der Fall ist, wenn man diese nicht modifiziert. Eventuell kann auch der Einsatz eines lüfterlosen Heatpipe-Kühlers wie des Thermalright XP-120 im Zusammenspiel mit einem Netzteil mit 120-mm-Lüfter zu guten Ergebnissen führen.

Fazit

Zwei unterschiedliche Konzepte, der gleiche Einsatzzweck – sowohl das Silverstone SG01 als Vertreter der Cube-Gehäuse als auch das Lian Li V800 als eher klassischer Desktop haben ihre Vor- und Nachteile. Während das V800 etwas mehr Platz bietet – sogar Full-ATX-Mainboards finden hier Platz – und sich von den Abmessungen her in HiFi-Racks besonders wohlfühlt, bietet das Silverstone SG01 das deutlich bessere Kühlkonzept und den einfacheren Einbau der Hardware. Was wichtiger ist, muss der geneigte Käufer selbst entscheiden. Die Verarbeitung ist bei beiden Gehäusen recht gut (wenn auch beim SG01 nicht ganz perfekt) und dem Preis angemessen.

Silverstone SG01
Silverstone SG01

Die beiden Gehäuse Silverstone SG01 [5] und Lian Li V800 [6] sind beispielsweise bei Caseking für etwa 130 beziehungsweise 140 Euro erhältlich.

URL-Liste:

  1. http://www.silverstonetek.de
  2. http://www.lian-li.com
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_aspire_x-qpack/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_drei_kuehlergiganten/
  5. http://www.caseking.de/shop/catalog/default.php?cPath=29_398_934&ref=35
  6. http://www.caseking.de/shop/catalog/default.php?cPath=29_88_787&ref=35
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