Einleitung
Das Cooler-Master-Cosmos-Gehäuse wurde auf der CeBIT 2007 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und kann im Nachhinein durchaus als die Attraktion schlechthin auf dem Stand des Herstellers bezeichnet werden. Sein außergewöhnliches Design inklusive dem ungewohnten Anblick der Festplatteneinschübe sorgten für einen steten Nachschub an Schaulustigen auf dem Messestand und auch mit den Gehäusedetails, die die Ausrichtung des Towers auf wassergekühlte Systeme verdeutlichen, wurde Interesse geweckt.
Offenbar war man bei Cooler Master mit den Reaktionen auf den gezeigten Prototypen durchaus zufrieden, denn am Design des Seriengehäuses hat sich seitdem wenig geändert. Mit einem Preis von knapp über 200 Euro bewegt sich das Cosmos deutlich im Bereich der Oberklasse und muss demzufolge auch den entsprechenden Ansprüchen dieser Käuferschicht genügen. Design und Material, die die Exklusivität nach außen hin sichtbar machen, sowie die inneren Werte, die Einfluss auf Temperaturen und Lautstärkepegel der verbauten, meist hochpreisigen und hitzköpfigen Komponenten haben, dürfen sich keine Schwächen erlauben. Wie sich das Cosmos unter all' diesen Gesichtspunkten schlägt, wollen wir im Folgenden klären.
Lieferumfang
Der Paketbote war nach einigen Metern Fußweg sichtlich erleichtert, als er das Paket mit dem Cooler-Master-Aufdruck an fremde Hände übergeben konnte, denn das Paket erwies sich als nochmals deutlich schwerer, als wir es erwartet hatten.
Damit keine Transportschäden auftreten, wird das Cosmos von Styroporformteilen und einer Kunststoffhülle gut geschützt, die Tragegriffe, die Standkufen und die spiegelnden Teile der Front sind zusätzlich mit einer Folie versehen.
Der Grund für das mit 16,9 kg sehr hohe Gewicht des Gehäuses ist der Korpus aus Stahl, der nach außen (insbesondere am Deckel) weitgehend mit Kunststoff verkleidet ist. Nur die Seitenwände und die Frontklappe bestehen aus Aluminium, wobei sich die Gewichtsvorteile durch die großen Materialstärken (drei Millimeter an den Seiten) des Leichtmetalls sehr in Grenzen halten. Wie ein breites Band zieht sich schwarzer Kunststoff (an der Front und rund um das Portkit spiegelnd) rund um das Gehäuse.
Die technischen Daten des Gehäuses lauten:
- Material: Stahl/Aluminium/Kunststoff
- Abmessungen: ca. 598 x 266 x 628 mm (H x B x T)
- Gewicht: etwa 16,9 kg
- fünf 5,25"-Front-Laufwerkschächte
- sechs interne, herausnehmbare Boxen für 3,5"-Festplatten
- vier 120-mm-Lüfter (1250 U/Min, 17 dB(A), optional ein 120-mm-Lüfter für die Festplatten)
- Mainboard-Formfaktoren: ATX, Micro-ATX, Mini-ATX und Extended-ATX
- USB-, Firewire-, Audio- und eSATA-Anschlüsse im Gehäusedeckel
- Staubfilter im Boden für Netzteil und einsaugende Lüfter
Im Paket befindet sich als Zubehör eine ausführliche Anleitung, eine Schnellinstallationsanleitung, einige im Gehäuse festklebbare Kabelbinder sowie eine Aluminiumbox mit diversen Schrauben, Abstandshaltern, weiteren Kabelbindern, einer Verlängerung für das 8-Pin-EPS-Kabel sowie je ein kleiner Schlitz- und Kreuzschlitzschraubendreher. Ein zusätzlicher Lüfter für die Festplatten wäre wünschenswert, aber auch so kann man den Lieferumfang des Cosmos als umfangreich und angemessen bezeichnen.
Ausstattung außen
Der Stahlkorpus des Cosmos ist nach außen größtenteils mit einer Art Kunststoffhülle umgeben, die dem Gehäuse eine Aluminiumoptik verleiht, bei näherer Betrachtung ihr wahres Wesen allerdings nicht verbergen kann. Der Rest der Front besteht hinter der Klappe aus schwarzem Lochblech, die Frontklappe selbst aus gebürstetem Aluminium und einer schwarz spiegelnden Kunststoffblende mit Cooler-Master-Logo. Auf der Rundung, die den Übergang von der Front zum Deckel darstellt, befindet sich ein Cosmos-Schriftzug mit einer stilisierten Galaxie anstelle des ersten „s“. Dahinter ist das Portkit mit den Bedienelementen des Gehäuses in einem Feld aus schwarzem Aluminium eingelassen. Mit von der Partie sind die üblichen beiden Taster für Power und Reset, zwei blaue, recht helle LEDs für den Betriebszustand und die Festplattenaktivität, 4 x USB, 2 x Audio sowie ein FireWire- und ein eSATA-Anschluss



Die Fronttür des Gehäuses ist im Normalzustand rechts am Gehäuse angeschlagen, es besteht aber die Möglichkeit, dies zu ändern. Dazu kann man die Tür mit wenigen Handgriffen aushängen und muss dann einige Kunststoffteile von der einen Seite entfernen und auf der anderen Seite der Tür montieren. Um Vibrationen zu vermeiden, liegt die Tür im geschlossenen Zustand auf zwei Gummipuffern auf – ein Detail, das wir bei vielen anderen Gehäusen mit Tür bisher vermisst haben.



Im Deckel des Gehäuses sind hinten die kiemenartigen Luftauslässe der beiden Lüfter im Deckel zu finden. An den abgeschrägten Kanten sind die runden, über die ganze Länge gebogenen Tragegriffe montiert, die offenbar aus massivem Aluminium bestehen und jeweils mit mehreren Schrauben am Gehäusedeckel fixiert sind. Sie sind nicht nur als Zierrat geeignet, sondern durchaus fähig, das Cosmos samt eingebautem System zu tragen.



Am Gehäuseboden findet man die Pendants der Tragegriffe, hier aber als Standkufen gedacht und dementsprechend über den größten Teil der Länge gerade ausgebildet. Vorne und hinten an der Unterseite findet man jeweils einen herausnehm- und waschbaren Staubfiltereinsatz für das Netzteil bzw. für den Lüfter im Boden.



Neben den üblichen Öffnungen findet man an der Rückseite zwei Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung und daneben zwei kleine Hebel, die zum Lösen der Seitenwände dienen. Die Seitenwände bestehen aus recht dickem Aluminium, sind gebürstet und an der Innenseite mit Schaumstoff gedämmt. An der jeweils hinteren unteren Ecke verfügen beide Seitenwände über einen „Cooler Master“-Aufdruck.
Ausstattung innen
Der Innenraum des Cosmos unterscheidet sich weitgehend von den meisten anderen Gehäusen. Cooler Master ist hier deutlich vom Standardaufbau eines üblichen ATX-Gehäuses abgewichen, hat das Netzteil hinten unten positioniert und den üblichen Festplattenkäfig durch sechs herausnehmbare Aluminiumboxen zur entkoppelten Montage von 3,5"-Festplatten ersetzt. Diese sind jeweils mit einem anklappbaren Griff versehen und können mit einer Rändelschraube fixiert werden.



Direkt über diesen Boxen (in Richtung 5,25"-Schacht) ist optional die Montage eines 120-mm-Lüfters möglich, der für zusätzliche Kühlung der Festplatten sorgen soll. Nach oben blasend montiert, würde dieser Frischluft von unten durch den Staubfilter in den Festplattenraum saugen.
Über den Festplatten befinden sich die fünf Schächte für 5,25"-Geräte, von denen der unterste ab Werk mit verschraubten 3,5"-Einbauwinkeln und einer speziellen, auf 3,5 Zoll modifizierbaren Frontblende auch für Diskettenlaufwerke und Cardreader fit gemacht werden kann. Allerdings kann man auch jeden anderen Schacht damit ausrüsten. Fixiert werden die Laufwerke über einen einfachen Druck auf den dazugehörigen blauen Knopf – mehr ist nicht nötig. Wer will, der kann die Laufwerke zusätzlich auf der gleichen Seite auch noch fest schrauben. Da auf der anderen Seite keine Verschraubung möglich ist, können (wie in vielen anderen Gehäusen auch) einige kurze Lüftersteuerungen leider nicht richtig befestigt werden.






Am Boden des Gehäuses befindet sich mittig ein Rahmen mit einem vorinstallierten 120-mm-Lüfter, der mit einem Handgriff herausnehmbar ist und mittels drehbarer Schlitze einen gerichteten Luftzug (ähnlich der Lüftung im Auto) erzeugen kann. Man kann diesen Rahmen auch über den Festplatten einbauen, was allerdings die untersten beiden Laufwerkschächte blockiert. Für einen Lüfter ohne den Rahmen fehlen an dieser Stelle unverständlicherweise die Bohrungen, am Boden des Gehäuses sind diese vorhanden. Weiter hinten befindet sich eine Art Podest für das Netzteil, auf dem dieses – vorzugsweise mit dem Lüfter nach unten Richtung Frischluftzufuhr mit Staubfilter – aufliegt. Damit das Netzteil wirklich frische Luft von außen einsaugt, ist das Podest mit einer Gummischicht versehen, die einen luftdichten Kontakt zwischen Gehäuse und Netzteil gewährleisten soll. Die uns zur Verfügung stehenden Netzteile, ein Be Quiet P4 400W und ein Seasonic S12 500W, waren allerdings beide zu kurz, um komplett aufzuliegen, und zogen somit auch Luft aus dem Innenraum ein.



In Höhe der Erweiterungssteckkarten, die per Rändelschrauben befestigt werden, befindet sich ein Luftkanal aus Kunststoff und Aluminium, der eingesaugte Frischluft aus dem Heck des Cosmos auf die Grafikkarte leiten soll. Dieser wird hinten eingehängt und rastet nach einer Drehbewegung vorne an Bereich der Festplattenboxen ein.
Weiter oben zieht sich auf jeder Seite eine Querstrebe durch das Gehäuse, die einerseits für Stabilität sorgen soll, andererseits aber auch den Ver- und Entriegelungsmechanismus für die Seitenwände beinhaltet. Diese sind an der Innenseite mit einer Schaumstoffeinlage gedämmt, die ihrerseits von einem Rahmen aus Stahl umgeben wird, in den wiederum die Haken der Verriegelung greifen. Dies alles macht neben der Materialstärke die Seitenwände zwar recht schwer. Aber Wände mit höherer Masse tendieren auch zu weniger Vibrationen als solche, die nur aus dünnem Aluminiumblech bestehen. Die Abdichtung der Wände mit Gummi trägt ebenfalls zur Entkoppelung bei und sorgt dafür, dass der Luftstrom von vorne unten nach hinten oben beibehalten und keine Luft an den Seiten eingesogen wird.
Das Mainboard wird auf einem nicht herausnehmbaren Träger montiert, auf dem im Auslieferungszustand ein Papier klebt, das eindeutig zeigt, an welchen Stellen für welchen Mainboard-Formfaktor die Abstandshalter zu montieren sind. Rechts neben dem Mainboardträger finden sich zwei Durchführungen für Kabel, durch die unter anderem die Kabel für das Portkit und für die Festplatten laufen.
Erfahrungen
Der Einbau unserer Testhardware verlief problemlos. Es ist in jeder Hinsicht genug Platz im Cosmos und die Mechanik (beispielsweise der Festplattenboxen, der Tür und der Seitenwände) funktioniert einwandfrei. Allerdings drücken die Kabel leicht gegen die rechte Seitenwand, sodass der Verriegelungsmechanismus nicht vollständig einhakt. Hier muss man den Hebel an der Rückseite selbst ganz herunterdrücken, damit die Wand nicht ungewollt öffnet. Insgesamt gefiel uns der Mechanismus der Türen dennoch sehr gut, auch der zur Fixierung der 5,25"-Geräte ist eine sehr gute Lösung. Bei den Festplatten sind zwar ein paar Handgriffe mehr und auch der Einsatz von Werkzeug notwendig, eine wirksame Entkoppelung der Platten vom Rest des Gehäuses ist aber offenbar nicht auf anderem Wege realisierbar.



Wenn man die beiden länglichen Öffnungen rechts neben dem Mainboardträger für die Kabel nutzt, erhält man ohne weiteres einen recht aufgeräumten Innenraum, der sich durch den Einsatz der mitgelieferten Kabelbinder noch perfektionieren lässt. Direkt hinter dem Mainboard kann man leider keine Kabel verstauen, da in diesem Falle eine Querstrebe das Schließen der rechten Wand verhindern würde. Vermisst haben wir auch etwas Platz zwischen Fronttür und Laufwerksblenden, da viele Lüftersteuerungen mit ihren hervorstehenden Bedienelementen (wie unsere Zalman ZM-MFC1) nicht vernünftig verbaut werden können. Die vorhandenen vier oder fünf Millimeter reichen gerade einmal für solche Lüftersteuerungen, die ausschließlich Tasten und keine Drehregler aufweisen.
Kritik müssen wir auch an den Lüftern üben, die allesamt über durchgeschleifte Vier-Pin-Anschlusse verfügen. So kann man sie zwar ohne weiteres ans Netzteil, aber nicht ohne Adapter (zwecks Regelung und Drehzahlüberwachung) an das Mainboard oder an eine Lüftersteuerung anschließen. Darüber hinaus gehören die Lüfter mit 1200 U/Min zwar nicht zu den langsamsten Vertretern ihrer Zunft, laufen mit fünf Volt Spannung aber trotzdem nicht mehr an. Insgesamt sind die Lüfter dennoch brauchbar. Sie weisen keine wahrnehmbaren Lagergeräusche auf und sind heruntergeregelt sehr leise, sorgen bei zwölf Volt jedoch für anständigen Durchzug.
Modding und Wasserkühlung
Allzu viele sinnvolle Möglichkeiten der Modifikation bietet das Cosmos nicht, dafür ist der Aufbau im Detail zu sehr durchdacht. Will man beispielsweise ein Fenster in die Seitenwand einbauen, entfällt die Dämmung. Nur der Deckel des Gehäuses bietet etwas Platz – z. B. für ein Display oder für andere Bedienelemente. Da die blauen 3-mm-LEDs durchaus das Potenzial haben, im Dunkeln ein unangenehmes Flackern im Raum zu erzeugen, ist es denkbar, diese durch weniger helle auszutauschen.
Wofür das Cooler Master Cosmos allerdings geradezu überdeutlich prädestiniert ist, ist der Einbau einer Wasserkühlung. Dabei bietet das Gehäuse ohne weitere Bastelei Platz für einen bis zu etwa 4,5 cm dicken Radiator im Deckel sowie weitere Radiatoren bei den anderen Lüftern im Heck und im Boden. Im Deckel wurde genug Platz gelassen, um die meisten erhältlichen Wärmetauscher für zwei 120-mm-Lüfter unterzubringen. Lediglich unser betagter EVO 240 von Aqua Computer, der mit 5 cm zu den dicksten erhältlichen Radiatoren zählt, ragt etwas über das Mainboard und macht das Anschließen des EPS-Stromversorgungskabels auf unserem testweise verbauten Asus P5B Deluxe zu einer knappen Angelegenheit. Mit den heute meist dünneren Radiatoren gibt es hier kaum Konfliktpotenzial. Da im Deckel theoretisch auch 140-mm-Lüfter montiert werden können, kann nur ein 120-mm-Lüfter tatsächlich auch mit dem Radiator verbunden werden, da der zweite mit etwa 2,5 cm Abstand zu weit von den normalen Befestigungslöchern entfernt ist. Es gibt zwar Prototypen von Wärmetauschern für zwei 140-mm-Ventilatoren, allerdings hat es von diesen offenbar noch kein Modell auf den Markt geschafft.





Für die Pumpe ist zwar auch am Boden genug Platz, wir halten jedoch die Montage einer Laing-Pumpe im 5,25"-Schacht für optimal. Die Schlauchdurchführungen machen die Montage eines Ausgleichsbehälters extern am Heck problemlos möglich.
Testsystem
Das Testsystem im Einzelnen:
- AMD Athlon 64 X2 4800+ mit Boxed-Kühler
- Gigabyte GA-K8N51PVMT-9
- 2 x 512 MB Corsair DDR400
- Leadtek WinFast PX6600GT
- 2 x 80 GB Hitachi Deskstar 7K250
- Lite-On LTD-163D DVD-ROM
- Be Quiet P4 Blackline 400W
- Zalman ZM-MFC1 Lüftersteuerung
Die Temperaturen wurden gemessen, während das System den 3DMark03 als Dauerschleife ausführte. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel.
Zusätzlich wurde zur Demonstration eines wassergekühlten Systems folgendes System eingebaut:
- Intel Core 2 Duo E6420
- Asus P5B Deluxe
- 4 x 1 GB G.Skill DDR2-800
- ATi Radeon X1900XT
- 2 x Samsung SP2504C
- Samsung S183A DVD-RAM
- Seasonic S12 500W
- Zalman ZM-MFC1 Lüftersteuerung
- Aqua Computer EVO 240
- Alphacool Eheim 600 Station
Als Referenzen wurden verschiedene bisher getestete Gehäuse verwendet.
Messungen
Kommen wir nun zu den Messergebnissen:
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Kurzum, das Cooler Master Cosmos ist neben dem hier nicht aufgeführten Antec P180 das leiseste Gehäuse, das wir bisher getestet haben. Die mit 1250 U/Min bei 12 Volt sehr gut dimensionierten und bei 5 Volt dementsprechend sehr leisen Lüfter, die Dämmung der Seitenwände und die Vermeidung eines direkten Schallaustritts zeigen ihre Wirkung deutlich. Ganz besonders hat uns gefallen, dass die Festplatten auch beim Zugriff fast nicht mehr wahrnehmbar waren.
Systemtemperaturen
Angaben in °C
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Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten, überragend gute Lautstärkeergebnisse gehen meistens mit einer suboptimalen Kühlleistung Hand in Hand. Und dies ist im besonderen Maße auch beim Cosmos der Fall. Es muss sich in allen Messungen einem der Konkurrenten geschlagen geben. Auch das nur unwesentlich lautere, aber viel günstigere NZXT Zero hat da deutlich die Nase vorn. Trotzdem bewegen sich sämtliche Temperaturen noch deutlich im grünen Bereich.
Fazit
Ein Urteil über das Cooler Master Cosmos zu fällen, fällt nicht leicht. Das Gehäuse fällt durch eine hervorragende Leistung bei der Lärmdämmung, aber auch durch ein unangenehm hohes Gewicht auf. Die Kühlleistung liegt im Mittelfeld, die Voraussetzungen für eine Wasserkühlung sind aber nahezu optimal. Kurz gesagt: Der geneigte Käufer muss selbst entscheiden, was ihm wichtig ist und was ihn nur weniger interessiert.
Das Design kann als außergewöhnlich bezeichnet werden, die Meinungen klaffen aber gerade bei ausgefallenen Gestaltungselementen wie den ins Auge fallenden Tragegriffen naturgemäß weit auseinander. Platz genug ist für nahezu alle erdenklichen Hardwarekombinationen ausreichend vorhanden, E-ATX-Boards finden hier genauso Platz wie GeForce-8800-Karten im SLI-Verbund, überlange Netzteile oder ein größerer RAID-5-Festplattenverbund.
Wer eine Wasserkühlung plant oder besitzt und großen Wert auf Stille legt, ist mit dem Cosmos sehr gut bedient. Wer das letzte Quäntchen Leistung aus seiner Hardware kitzeln möchte und dafür optimale Temperaturen benötigt, findet wahrscheinlich bessere Gehäuse. Darüber hinaus ist das Cosmos aufgrund des hohen Gewichtes nicht gerade die optimal Lösung für ein System, das oft bewegt werden soll.
Richtig falsch machen kann man mit dem Cosmos allerdings nichts, da das Gehäuse keine gravierenden Schwächen zeigt. Aufgrund des Gewichtes und insbesondere in Anbetracht des enorm hohen Preises von über 200 Euro möchten wir jedoch keine allgemeine Kaufempfehlung aussprechen – der geneigte Käufer sollte bei diesem Gehäuse Vor- und Nachteile selbst gründlich abwägen.
Das Cooler Master Cosmos ist ab Ende August beispielsweise für 209 Euro bei Caseking [1] erhältlich.


