Einleitung
Wer beim Prozessorkühlen auf eine Luftkühlung vertraut und keine halben Sachen mag, nicht auf den Preis achten muss oder will und Kompatibilitätsprobleme ausschließen kann, hat sich sicherlich schon mit dem Thermalright IFX-14 befasst. Das Kühlmonster der fernöstlichen Edelschmiede gehört mit seinen wahnwitzigen Abmessungen zu den größten Luftkühlern für Desktop-Systeme und lehrt der Konkurrenz allein durch den Einsatz von vier imposanten 8-mm-Heatpipes das Fürchten. Der zweigeteilte Kühltower offeriert überdies eine Bestückung mit bis zu drei Lüftern – wahlweise im 120-mm- oder im 140-mm-Format. Mit dem zusätzlichen Backside-Kühler „HR-10“, der das Mainboard unter der CPU kühlt, sollen letzte Leistungsreserven aktiviert werden. Da wundert es nur bedingt, dass Thermalright für sein Flaggschiff mit ca. 70 Euro plus Lüfterkosten Preise verlangt, die auf dem Niveau aktueller Mittelklasseprozessoren liegen. ComputerBase testet den IFX-14 in gewohnter Manier und untersucht, ob der Mammutkühler sein Geld wert ist.
Lieferumfang
Geliefert wird der IFX-14-Gigant in der gewohnt ungestalteten Thermalright-Kartonage, sicher verpackt zwischen einer Vielzahl Kunststoff-Schutzlagen. Anbei liegt mit dem HR-10 ein passiver Zusatzkühlkörper, der inklusive Heatpipeverlängerung unter dem Mainboard angebracht werden kann, um die CPU indirekt rückseitig zu kühlen. Weiterhin finden wir ein großes Repertoire an Montageutensilien für AMD AM2 und Intel Sockel 775 sowie die englischsprachige Montageanleitung im Karton vor. Zur Fixierung von zwei Lüftern liegen vier straffe Drahtbügel bei, während eine Spritze Wärmeleitpaste auf Silikonbasis und ein Thermalright-Sticker den Lieferumfang abzurunden wissen.
Technische Daten
- Hybrid-Doppeltowerkühler im 140-mm-Format
- mit zusätzlichem 80-mm-Backside-Kühlkörper „HR-10“
- Material: Kupferbodenplatte und -Heatpipes, Aluminiumlamellen
- komplett vernickelt
- Vierfach-8-mm-Heatpipekonstruktion
- Abmessungen & Gewicht:
- IFX-14 (H/B/T): 161,0 x 146,2 x 124,0 mm, 790 Gramm
- HR-10 (H/B/T): 112,6 x 163,5 x 134,5 mm, 130 Gramm
- Geeignet für maximal drei 120/140-mm-Lüfter
- Lüfterbefestigung per Drahtbügel (für zwei Lüfter mitgeliefert)
- Multiplattformmontage für Intel Sockel 775 oder AMD AM2
- AMD 754 / 939 mit optionalem Bolt-Thru Kit [1]
- Freigabe je nach Lüfter ohne Einschränkungen
- Herstellerhomepage [2]
- Vertrieb und aktuelle Preise (ca. 70 Euro) [3]
Kühler im Detail
Thermalright setzt beim IFX-14 auf ein Dual-Towerdesign, wie es beispielsweise beim Thermaltake Sonic Tower in früheren Jahren achtbare Erfolge feierte. Das Design bietet die Möglichkeit, bis zu drei Lüfter am Kühlkörper anzubringen. Entsprechend robuste Drahtbügelklammern werden zur Fixierung von zwei Ventilatoren mitgeliefert, wobei der Anwender hier zwischen 120-mm- und 140-mm-Modellen wählen kann, während passende Treppenaussparungen an den Kühllamellen die optimale Position des Lüfters sicherstellen. Die aus Sicht der maximalen Leistung ideale Position für einen Single-Lüfter-Betrieb stellt der Sandwich-Modus zwischen den beiden Kühltürmen dar, da hier der Luftstrom direkt mit der größten Kühlfläche in Kontakt steht.



Trotz seiner beachtlichen Größe und der robusten Erscheinung weißt der vollvernickelte Kühler beachtliche Detailarbeiten auf. So ist die Formgebung der jeweils 54 Lamellen pro Turm, die im gewohnt knappen Lamellenabstand von einem Millimeter mit den vier enorm leistungsfähigen 8-mm-Heatpipes verlötet wurden, an eine Flammenoptik angelehnt. Fluch und Segen gleichermaßen stellt sogleich auch die Bodenplatte dar: Thermalright setzt auf eine minimal konvex gewölbte Prozessorauflage, um der konkaven Form der meisten aktuellen CPU-Heatspreader entgegen zu kommen und die Leistung zu steigern. Auf ebenen Prozessor-Heatspreadern kann es durch diese Bauart jedoch Leistungseinbußen geben. Hier hätte Thermalright wohl lieber auf die gewohnt plane Bodenbeschaffenheit setzen sollen.



Eine neue Idee steckt hinter dem mitgelieferten HR-10-Zusatzkühler. Dieser wird, den Kontakt über ein recht dickes Wärmeleitpad herstellend, rückseitig unter der Prozessorposition befestigt und soll die dortige CPU-Abwärme ableiten. Zwei platt gepresste, zum Mainboard über eine dünne Kunststoffschicht isolierte Heatpipes führen die thermische Energie zum kleinen 80-mm-Kühlkörper, der Dank dieser Verlängerung leicht über den oberen Mainboardrand heraus ragt.



Fraglich bleibt, wie sinnvoll die HR-10-Beigabe wirklich ist. Schließlich hebt sie den Verkaufspreis des Kühlers deutlich an, hat aber nur für einen geringen Anteil der Käufer einen wirklichen Nutzen, denn vom Mittelpunkt des Prozessorsockels aus müssen im Gehäuse nach oben hin noch mindestens zwölf Zentimeter Freiraum sein, der nicht durch das Netzteil, den Mainboardschlitten oder ähnliche Bauteile beeinträchtigt wird. Nur die wenigsten Gehäuse-Mainboard-Kombinationen können diesen Platz bereitstellen. Selbst in unserem großräumigen Coolermaster Stacker 830 gibt es keine Möglichkeit, den Zusatzkühlkörper unterzubringen, sodass wir auf einen entsprechenden Test verzichten müssen. Schlimmer noch: Zehn bis fünfzehn Euro des Kaufpreises wären sinnfrei ausgegeben – als optionales Zubehör wäre der Rückseitenkühler daher wohl eindeutig besser aufgehoben.
Montagebesonderheiten
Die Montage des IFX-14 ist aufwändig und leider zeigt sich der Kühler alles andere als uneingeschränkt kompatibel, wie wir auf unserer eigenen Plattform feststellen mussten. Unabhängig davon kommt man sowohl beim AM2 als auch beim Sockel 775 auf jeden Fall nicht um einen Mainboardausbau herum, um die massive Rückplatte inklusive der passenden Gewindemuttern mainboardrückseitig anzubringen und daran die sockelspezifischen Querhalterungen zu verschrauben. Auch der HR-10 wird in diesem Arbeitsschritt, mit dem mitgelieferten Wärmeleitpad versehen, eingesetzt und fixiert – zumindest in der Theorie. Denn auf unserem System war dem Zusatzkühlkörpers leider das Netzteil im Weg.
Neben dieser wohl nicht all zu seltenen Inkompatibilität des HR-10 kollidierte in unserem Fall auch eine der beiden Querhalterungen mit einem Spannungswandler-Kühler unseres Mainboards. Dieses Problem ließ sich allerdings recht schnell durch das Wegbrechen und Verbiegen entsprechender Kühlrippen am Spannungswandlerkühlkörper beheben (siehe Bild in der Mitte). Ist das Befestigungsmodul endlich angebracht, kann der IFX-14 auf der mit Wärmeleitpaste benetzte CPU positioniert und mit Hilfe eines langen Schraubendrehers und den Federschrauben alternierend fixiert werden – den mitgelieferten Schraubenschlüssel benötigt man dazu in der Regel nicht.



Final lassen sich noch die Lüfter an gewünschter Stelle anbringen und das Konstrukt zurück ins Gehäuse verfrachten. Wenn man Glück hat, passt alles. Wenn man Pech hat, trifft man entweder auf die beschriebene Inkompatibilität mit dem HR-10-Zusatzkühler, oder man kann aufgrund der enormen Bauhöhe des Kühlers von 161 mm (bei der Verwendung von 120-mm-Lüftern, bei 140-mm-Modellen ragt der Lüfter noch etwas über den Kühlkörper) sein Gehäuse nicht mehr schließen.
Insgesamt stellt die Kompatibilität beim lüfterlos knapp 800 Gramm und mit Ventilatoren und Zusatzkühler weit über ein Kilogramm schweren IFX-14 also ein recht heikles Thema dar, über das sich der Kaufinteressent unbedingt informieren sollte. Eine kleine Hilfe kann da die Thermalright-Homepage [4] oder natürlich unser Forum [5] bieten.
Testsystem
Nach über einem Jahr weitgehend unverändert gestalteter Kühlertests ist es an der Zeit, gewisse Anpassungen an der Herangehensweise und der Greifbarkeit der Tests vorzunehmen. Im Fokus steht dabei zunächst das gänzlich neu gestaltete Testsystem, das die überaus zuverlässige, hitzköpfige Pentium-XE-840-Plattform ablöst. Heiz- und Herzstück der neuen, aktuellen Plattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ebenfalls ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quadcore-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.
Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [6] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [7] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschten wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [8] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:
- Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (4 x 2,66 GHz, 130 Watt TDP)
- XFX nForce 680I SLI (ISH9)
- 2x 512 MB Corsair CM2X512A-5400UL CL3
- Asus Radeon X1900XTX [gekühlt mit Arctic-Cooling Accelero S1 & Turbo-Module @ 5 Volt]
- Be-Quiet Straight-Power 600 Watt [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min]
- Coolermaster Stacker Gehäuse [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min Gehäuselüfter]
- Seagate Barracuda V 120 GByte SATA
- Raumtemperatur 23°C
- Arctic-Cooling MX-2 Wärmeleitpaste




Auch beim Testverfahren gibt es einige Veränderungen mit Blick auf die performante Vierkern-Rechenkunst. So gönnen wir dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quadcore-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [9] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.
Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.


Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.
Performancevergleich
Um die Performance des IFX-14 einordnen zu können, testen wir ihn (aus Kompatibilitätsgründen leider nur ohne HR-10-Zusatzkühler) mit unseren in Leistung und Lautstärke verschiedenen drei 120-mm-Lüfterkombinationen. 140-mm-Lüfter sind zwar ebenfalls am IFX-14 einsetzbar, der Markt hält in diesem Format allerdings kaum sinnvolle Optionen parat, weswegen wir auf einen Einsatz verzichten. Wir testen die jeden Lüfter im Einzelbetrieb im Sandwich-Modus, der Lüfter wird also zentral zwischen den beiden Kühltowern des IFX-14 montiert. Zusätzlich überprüfen wir mit dem Scythe S-Flex die Performance mit Doppelbelüftung im Dual-Fan-Modus, wobei ein Fan zentral, der andere über den RAM-Bänken nach hinten blasend, seitlich am Kühlkörper angebracht wurde. Als Referenzen stehen uns folgende drei Lüfter zur Verfügung:
Thermalright setzt sich mit dem IFX-14 in unseren Charts auch ohne Zusatzkühlkörper, von dem wir eine weitere Leistungssteigerung von etwa zwei Kelvin erwarten, mitunter deutlich vor der Konkurrenz fest. Dabei ist allerdings auffällig, dass der Thermalright-Riese seinen Vorsprung erst mit sinkenden Lüfterdrehzahlen signifikant auszubauen weiß. Bei entsprechend lauter Powerbelüftung fällt der Abstand zum Mitbewerb noch recht gering aus, mit dem leisen und langsamen Scythe S-Flex hingegen umso höher. Interessant, da sehr potent, dürfte für einige Anwender auch der Dual-Lüfterbetrieb sein – bei geringem Lautstärkezuwachs kann man hier je nach Setup noch einmal zwei bis vier Kelvin gewinnen.
Super-Silent-Konfiguration [< 31 dB(A)]
| Kühlercombo [Lüfter] |
Drehzahl [U/min] |
Last-Temp. Kerne* [°C] |
Schalldruck [dB(A)] |
|---|---|---|---|
| Thermalright IFX-14 [2 x 120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
2x 750 | 65,5 | 30,6 |
| Thermalright IFX-14 [120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
750 | 69,0 | 30,4 |
| Thermalright Ultra-120 eXtr. [120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
750 | 72,25 | 30,4 |
| Xigmatek HDT-S1283 [120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
750 | 72,5 | 30,4 |
| Scythe Mugen Kühlkörper [120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
750 | 73,5 | 30,4 |
| Thermalright Ultra-120 [120-mm-Scythe S-Flex SFF21D] |
750 | 75,75 | 30,4 |
| Scythe Katana 2 [100-mm Serienlüfter] |
830 | 90,5 | 30,4 |
Leise bis mittellaute Konfiguration [< 40 dB(A)]
| Kühlercombo [Lüfter] |
Drehzahl [U/min] |
Last-Temp. Kerne* [°C] |
Schalldruck [dB(A)] |
|---|---|---|---|
| Thermalright IFX-14 [120-mm-Papst F2GLL] |
1150 | 65,5 | 31,7 |
| Thermalright Ultra-120 eXtr. [120-mm-Papst F2GLL] |
1150 | 67,0 | 31,6 |
| Xigmatek HDT-S1283 [120-mm-Papst F2GLL] |
1150 | 67,25 | 31,2 |
| Scythe Mugen Kühlkörper [120-mm-Papst F2GLL] |
1150 | 68,5 | 31,4 |
| Zalman CNPS 9700 LED [110-mm-Serienlüfter] |
1250 | 69,25 | 33,3 |
| Thermalright Ultra-120 [120-mm-Papst F2GLL] |
1150 | 70,75 | 31,6 |
| Zalman CNPS 9500 LED [92-mm-Serienlüfter] |
1400 | 75,75 | 32,9 |
| Scythe Katana 2 [100-mm Serienlüfter] |
1550 | 78,5 | 34,6 |
Powerkonfiguration [> 40 dB(A)]
| Kühlercombo [Lüfter] |
Drehzahl [U/min] |
Last-Temp. Kerne* [°C] |
Schalldruck [dB(A)] |
|---|---|---|---|
| Thermalright IFX-14 [120-mm-Sharkoon Power] |
2100 | 62,25 | 49,4 |
| Zalman CNPS 9700 LED [110-mm-Serienlüfter] |
2250 | 62,25 | 49,9 |
| Thermalright Ultra-120 eXtr. [120-mm-Sharkoon Power] |
2100 | 62,5 | 49,2 |
| Xigmatek HDT-S1283 [120-mm-Sharkoon Power] |
2100 | 63,0 | 48,8 |
| Scythe Mugen Kühlkörper [120-mm-Sharkoon Power] |
2100 | 63,75 | 49,0 |
| Thermalright Ultra-120 [120-mm-Sharkoon Power] |
2100 | 66,25 | 49,2 |
| Zalman CNPS 9500 LED [92-mm-Serienlüfter] |
2250 | 69,5 | 47,1 |
* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
Fazit
Thermalright hält mit dem IFX-14 einen wahnwitzigen Prozessorkühler in den eigenen Reihen, der sich mit seiner überragenden Performance unangefochten die Krone im Luftkühlsegment sichert, aufgrund seiner Dual-Tower-Bauweise vielzählige Möglichkeiten der Belüftung bereitstellt und dem versierten Anwender somit einen idealen Kühlpartner für ein leises und dennoch leistungsstarkes Kühlen in die Hände gibt. Nichtsdestotrotz polarisiert der extravagante Kühlriese dank einiger negativer Charakterzüge.
Bedingt gehört die aufwändige Montage dazu, bei der man zwar auf eine sichere Verschraubung setzt, aufgrund der ausladenden Abmessungen des Kühlers und der Retentionvorrichtung vor Inkompatibilitäten aber nicht gefeit ist. Ärgerlich ist insbesondere, wenn sich der teure, beigelegte HR-10-Zusatzkühlkörper aufgrund der gegebenen Platz- oder Bauteilverhältnisse nicht montieren lässt. Diesen hätte man bei Thermalright wohl lieber auf die Optionsliste gesetzt. Ebenfalls kritikwürdig stellt sich die leicht gewölbte Bodenplatte des ansonsten tadellos verarbeiteten Hybrid-Boliden dar, die einigen Plattformen zwar eine leicht erhöhte Leistung schenkt, andere aber mit teils deutlichen Performanceeinbußen bestraft. Das Feature der konvexen Bodenplattenform gilt es also ebenfalls zu überdenken.
Abschließend spielt natürlich auch der finanzielle Aspekt eine maßgebliche Rolle. Mit einem Anschaffungspreis von knapp 70 Euro zuzüglich Lüfterkosten ist der IFX-14 gut doppelt so teuer wie die Konkurrenz von Scythe oder Xigmatek. Wer hier also auf das letzte Quentchen Leistung verzichten kann, sollte das Geld für den Thermalright-Riesen lieber sparen oder in leistungssteigernde Hardware investieren. Wer dennoch zugreifen will, kann den schicken Edelriesen beispielsweise bei Caseking [7] bestellen und darf sich über einen der kompromisslosesten Prozessorkühler aller Zeiten freuen.







