Einleitung
Die meisten Anwender kennen Asus als Hersteller für Mainboards, Grafikkarten oder Notebooks. Doch das Portfolio des renommierten Unternehmens scheint fast so weitläufig wie ideenreich zu sein und so gehören sogar Prozessorkühler zur gepflegten Palette der Asus-Produkte. Mit dem Silent-Knight [1] und dem Silent-Square Pro [2] testete ComputerBase auch bereits zwei sehr potente CPU-Kühler mit besonderer Asus-Note.
Im heutigen Test steht mit dem „Triton 79 Amazing“ ein weiterer Asus-Kühler im Rampenlicht, der sich mit einer außerordentlichen Inszenierung das Prädikat „exklusiv“ verdienen will. Lediglich 3200 Exemplare dieses Kühlers werden je das Licht der Welt erblicken und so stellt sich schnell die Frage: Liefert Asus mit dem Triton 79 einen waschechten Kühlerstar, oder lediglich einen Möchtegern-Promi, der bestenfalls fürs Junglecamp taugt. ComputerBase nimmt sich das Asus-Machwerk in gewohnter Manier zur Brust.
Lieferumfang



Der Triton 79 präsentiert sich standesgemäß in pompöser Edelkartonage mit feinster Schaumstoffauskleidung und selbst die Kleinteile werden schmuckartig in einer kleinen Zusatzbox verstaut. Einen solch' erhabenen Auftritt haben wir bei einem Prozessorkühler wahrlich noch nicht erlebt. Dabei fällt der eigentliche Lieferumfang bestehend aus den Montageutensilien samt Anleitung mit deutschem Sprachteil, einer Spritze Wärmeleitpaste und natürlich dem Kühler selbst eher bescheiden aus. Ins Konzept passend liegt dem etwa 50 Euro [3] teuren Luxuskühler außerdem eine Identifikationskarte inklusive einzigartiger Seriennummer bei.
Technische Daten
- Asus Triton 79 Amazing Tower-Kühler
- Kupferboden, Aluminiumlamellen, Komplett-Vernickelung
- Vierfach-U-Heatpipe-Design
- Abmessungen (L x B x H): 126 mm x 114 mm x 146 (H) mm
- Gesamtgewicht: 670 Gramm
- Integrierter, rahmenloser 120-mm-LED-Lüfter
- 4-Pin-PWM-Funktion
- Maximaldrehzahl: 1300 U/min
- Montage: Intel 775 (Push-Pin), AMD 939, AM2(+), Sockel F (2-Punkt-Klammer)
- Vertriebe und Preise [2]
- Produkthomepage [4]
Kühler im Detail



Asus hat sich sichtlich bemüht, seinen Luxuskühler auch optisch etwas von der Masse abzuheben. Dabei vertraut man als Grundlage auf einen vergleichsweise kompakten Toweraufbau im 120-mm-Format mit moderater Bauhöhe von 147 mm und akzeptablem Gewicht von etwa 670 Gramm. Bei den Materialien kommt neben der Heatpipe-Ausstattung der etablierte Hybridmix aus Kupferboden und Aluminiumlamellen zum Einsatz. Um die optische Wertigkeit zu erhöhen, wurde der gesamte Kühlkörper nickelbeschichtet.
Diese Außenhaut erweist sich allerdings als sehr anfällig und quittiert jede Berührung mit den bloßen Fingern umgehend mit unschönen Oxidationserscheinungen. Ebenfalls mehr als ein Schönheitsfehler: Ein ab Werk auf den Lamellenkörper geklebter Seriennummersticker beschädigt beim Ablösen die Vernickelung und hinterlässt unschöne Rückstände am Kühler. Im Umgang mit dem Triton 79 sollte man also Vorsicht walten lassen. Am besten behandelt man den Kühler mit Starallüren stilecht nur mit Samthandschuhen.



Asus setzt beim Kühlerdesign auf das Sandwich-Konzept und verpflanzt den Lüfter mit spezieller Halterung zwischen die zwei Kühltürme. Der rahmenlos eingebettete und ohne größeren Aufwand nicht ausstauschbare 120-mm-Serienventilator verfügt über einen 4-Pin-Anschluss, um ihn per Pulsweiten-Modulation (PWM) vom Mainboard steuern zu lassen. Dabei geht der blau per LED beleuchtete Spross mit einer maximalen Drehzahl von 1300 pro Minute bei leicht raschelnd-klackerndem Geräuschbild deutlich wahrnehmbar zu Werke und lässt sich per manueller Regelung mit 5-Volt-Betriebsspannung bis auf 330 U/min bei weitgehender Silent-Fähigkeit mit Schleifgeräuschen dimmen.
Montagebesonderheiten
Bei der Installation des Kühlers muss nicht viel beachtet werden. Für den Sockel 775 verschraubt der Anwender die beiden Push-Pin-Bügel mit der Kühlerbodenplatte, für die unterstützten AMD-Plattformen ist lediglich die 2-Punkt-Klammer einzulegen. Danach kann der Kühler bereits auf die mit Wärmeleitpaste präparierte CPU aufgesetzt und fixiert werden. Der Ausbau der Hauptplatine ist für diesen Akt nicht zwingend von Nöten, aufgrund der geringen Platzverhältnisse im Gehäuse aber empfehlenswert. Kompatibilitätsbeschränkungen liegen aufgrund des kompakten Kühlerdesigns kaum vor.



Die Ausrichtung des Kühlers sollte aus Leistungsgründen so gewählt werden, dass der Lüfter zur Gehäuserückwand bläst, sofern dort ein Gehäuselüfter arbeitet. In seltenen Fällen ist auch die Blasrichtung zum Netzteil hin empfehlenswert.
Testsystem
Heiz- und Herzstück unserer aktuellen Kühlertestplattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quad-Core-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.
Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [5] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [6] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschen wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [7] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:
- Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (4 x 2,66 GHz, 130 Watt TDP)
- XFX nForce 680I SLI (ISH9)
- 2x 512 MB Corsair CM2X512A-5400UL CL3
- Asus Radeon X1900XTX [gekühlt mit Arctic-Cooling Accelero S1 & Turbo-Module @ 5 Volt]
- Be-Quiet Straight-Power 600 Watt [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min]
- Coolermaster Stacker Gehäuse [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min Gehäuselüfter]
- Seagate Barracuda V 120 GByte SATA
- Raumtemperatur 23°C
- Arctic-Cooling MX-2 Wärmeleitpaste




Testverfahren: Wir gönnen dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quad-Core-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [8] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.
Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Dieser lässt sich dann einfach per Multiplikation des von uns angegebenen Wertes mit dem jeweiligen Lüfterquerschnitt abschätzen. Dabei ist bei der Ermittlung der Querschnittsfläche darauf zu achten, dass der Rotorbereich nicht mit eingerechnet werden darf.
Performancevergleich
| Modus | Spannung | Drehzahl | Charakter |
|---|---|---|---|
| Hoch | 12 Volt | 1170 U/min | Hoher Luftumschlag, minimales Schleifen |
| Mittel | ~ 8 Volt | 780 U/min | Kaum Luftumschlag, vereinzeltes Klackern |
| Niedrig | 5 Volt | 330 U/min | Kein Luftumschlag, deutliches Schleifen |
Beim Leistungscheck des Triton 79 bleibt uns aufgrund der Kühlerbauweise nur der Vergleich mit Serienbelüftung, da ein Lüfterwechsel beim Asus-Spross nicht vorgesehen ist. Zum Einordnen der Lautstärken verweisen wir an dieser Stelle wieder auf unsere mp3-Hörproben der Kühlercombos, mit deren Hilfe man die Charaktere der einzelnen Lüfter sicher besser auffassen kann.
Hinsichtlich der Kühlleistung ordnet sich der Asus-Edelkühler im Mittelfeld der Gegenüberstellung ein. Angesichts der Bauweise und des moderaten Materialeinsatzes ist dies sicher keine Überraschung. In Anlehnung an die dargebotene Lautstärke ist das Leistungsbild sogar als ordentlich anzusehen. Im automatisch gesteuerten PWM-Modus kann beim Einsatz einer thermisch zurückhaltenden Mittelklasse-CPU von einer überwiegend geringen, angenehmen Lautstärke ausgegangen werden. Bei manueller Drehzahleinstellung sollte man dagegen die Temperaturen des Prozessors im Auge behalten, denn aufgrund der engen Lamellenanordnung harmoniert die Sandwich-Konstruktion mit geringeren Luftgeschwindigkeiten nicht mehr ganz so gut, wie dies bei höheren Lüftergeschwindigkeiten der Fall ist.
Vergleich mit Serienbelüftung [12 Volt / 5 Volt]
| Kühlercombo [Lüfter] |
Drehzahl [U/min] |
v(Luft) [km/h] |
Last-Temp. Kerne* [°C] |
Lärm [dB(A)] |
Test [Datum] |
|---|---|---|---|---|---|
| ZEROtherm Nirvana NV120 120mm: Serie |
2450 (12V) | 18,4 | 61,25 | 45,7 | 08.11.07 [10] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie |
2250 (12V) | n.a. | 62,25 | 49,9 | 15.09.06 [11] |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie |
2200 (12V) | n.a. | 62,75 | 52,3 | 01.11.07 [12] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 |
1320 (12V) | 9,7 | 63,25 | 35,6 | 01.02.08 [13] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
2640 (12V) | 15,9 | 64,0 | 44,4 | 07.03.08 [14] |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie |
1250 (12V) | 11,5 | 66,5 | 37,7 | 25.03.08 |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie |
1100 (5V) | n.a. | 66,5 | 35,5 | 01.11.07 [11] |
| ZEROtherm Nirvana NV120 120mm: Serie |
1030 (5V) | 7,3 | 67,25 | 32,0 | 08.11.07 [9] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie |
1680 (12V) | 14,7 | 67,25 | 39,2 | 25.03.08 |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS |
1110 (12V) | 8,6 | 68,25 | 32,5 | 25.03.08 |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED |
1280 (12V) | 9,2 | 68,75 | 32,7 | 07.03.08 [13] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie |
1250 (5V) | n.a. | 69,25 | 33,3 | 15.09.06 [10] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie |
2250 (12V) | n.a. | 69,5 | 47,1 | 16.09.05 [15] |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream |
750 (12V) | 5,0 | 70,75 | <30,4 | 30.11.07 [16] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L |
460 (12V) | 3,0 | 71,0 | <30,4 | 28.02.08 [17] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L |
950 (12V) | 6,1 | 71,75 | 31,9 | 10.02.08 [18] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
1170 (12V) | 6,8 | 71,75 | 35,2 | 10.04.08 |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie |
720 (5V) | 6,1 | 73,0 | 31,4 | 25.03.08 |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
1170 (7V) | n.a. | 74,0 | 32,4 | 07.03.08 [13] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 |
550 (5V) | 3,5 | 74,25 | <30,4 | 01.02.08 [12] |
| Xigmatek HDT-D1284 120mm: AD1212DX |
1240 (12V) | 9,4 | 74,25 | 33,0 | 07.03.08 [13] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie |
1400 (5V) | n.a. | 75,75 | 32,9 | 16.09.05 [14] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L |
220 (5V) | 0,5 | 77,0 | <30,4 | 28.02.08 [16] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
780 (8V) | 5,0 | 77,75 | 31,9 | 10.04.08 |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream |
440 (5V) | 2,1 | 79,75 | <30,4 | 30.11.07 [15] |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS |
530 (5V) | 3,3 | 80,75 | <30,4 | 25.03.08 |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED |
480 (5V) | 2,7 | 84,5 | 30,7 | 07.03.08 [13] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L |
450 (5V) | 2,0 | 87,75 | <30,4 | 10.02.08 [17] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
330 (5V) | 1,0 | >100 Absturz |
<30,4 | 10.04.08 |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
420 (5V) | 1,6 | >100 Absturz |
<30,4 | 07.03.08 [13] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie |
315 (5V) | 1,5 | >100 Absturz |
<30,4 | 25.03.08 |
* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
Fazit
Mit dem Triton 79 Amazing erweitert Asus seine Produktpalette um einen ordentlichen Towerkühler, der viel Wert auf seinen imposanten, edlen Auftritt legt. Die gezeigte Kühlleistung kann erwartungsgemäß dem Luxusanspruch nicht gänzlich gerecht werden, ist aber durchaus auf ordentlichem Niveau angesiedelt. Lobenswert sind überdies die Bemühungen nach einem leisen Betriebsgeräusch zu erwähnen, das dank PWM-Unterstützung und breitem Drehzahlspektrum weitgehend realisiert werden kann.
Die qualitative Anmutung ist fast durchweg sehr hoch, wird aber enorm durch die berührungssensible Oberflächengestaltung getrübt. Bei der Montage beschränkt sich Asus derweil auf Standardlösungen und fährt gut damit.
Urteilt man abschließend ausschließlich nach rationalen Gesichtspunkten, so ist der Triton 79 Amazing trotz des exklusiven Charakters seinen Anschaffungspreis von über 50 Euro [2] sicherlich nicht wert. Asus-Liebhaber finden in ihm aber durchaus eine Möglichkeit, ihrer Markenzuneigung weiteren Ausdruck zu verleihen und dürfen, den Preis-Leistungs-Aspekt außer Acht gelassen, ruhigen Gewissens zugreifen. Für alle anderen Anwender hält der Markt bessere und günstigere Alternativen bereit.
Weitere Empfehlungen
- Noctua NH-U12P [12] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- EKL Groß-Clock'ner [19] (hohe Leistung, leiser Lüfter, recht günstig)
- Xigmatek HDT-S1283 [20] (hohe Leistung, günstig, leicht, einfache Montage)
- Scythe Mugen [21] (hohe Leistung, günstig, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Scythe Ninja Cu [15] (hohe Leistung, exklusiv, hohe Qualität, Semi-Passiv-Betrieb möglich, teuer)
- ZEROtherm Nirvana NV120 [9] (hohe Leistung, gute Verarbeitung, etwas laut)
- Scythe Orochi [16] (sehr hohe Leistung als Tower oder Top-Flow, Passiv-Betrieb möglich, sehr leise, sehr groß, etwas teuer)
- Enzotech Ultra-X [11] (hohe Leistung als Top-Flow-Kühler, sichere Montage, etwas laut, teuer)
- EKL Gletscherspalte [18] (hohe Leistung im Sandwich-Top-Flow-Format, günstig, leise)



