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Test: NZXT Rogue Super Cube

von Martin Eckardt

Einleitung

Es gibt nur wenige Konstanten auf dem schnelllebigen Computermarkt, die dieser Bezeichnung würdig sind; Was heute noch top aktuell ist, gehört morgen bereits zum alten Eisen. Diese rasante Entwicklung ermöglicht zum einen eine weite Verbreitung leistungsfähiger Hardware zu erschwinglichen Preisen bei ständiger Verbesserung der allgemeinen Möglichkeiten, der Ergonomie und der Qualität, sie bringt zum anderen aber auch einen unangenehmen Werteverfall mit sich. Standards kommen und gehen, innerhalb weniger Jahre, manchmal sogar Monate, krempeln die Hersteller die gesamte PC-Infrastruktur um und berauben damit sinnvollen Aufrüstgedanken älterer Computer jegliche Grundlage. Ob DDR1, 2 oder 3, AGP oder PCIe, IDE oder SATA, oder die Sockel-wechsel-dich-Spielchen der Prozessorhersteller – nichts bleibt wie es ist. Nichts? Der Formfaktor, die Grundlage für den Aufbau und die Komponentenanordnung im gesamten PC bis hin zum Gehäuse selbst, hören seit mittlerweile gut einer Dekade auf den Namen „Advanced Technology Extended“, kurz ATX. Ein Fels in der Brandung, der trotz offensichtlicher Schwachpunkte in seinen Facetten über jeden Zweifel erhaben scheint und jeden Angriff verschlimmbesserungswütiger Ingenieure und Entwickler müde lächelnd abblitzen lässt. Mit den Schwächen hat man sich mittlerweile äußerst gut arrangiert, ja fast angefreundet – ein Wechsel zu einem gänzlich neuen Formstandard scheint ohne immensen industriellen Aufwand undenkbar.

NZXT Rogue Super Cube
NZXT Rogue Super Cube

Dabei ist es auch die ungeheure Breite des Angebotes, speziell das PC-Gehäuse betreffend, die trotz des Rentner-Daseins von ATX keine echte Langeweile aufkommen lässt. Dem Kunden stehen zur Verwirklichung des äußerlich individuellen Computers nahezu alle Türen offen. Doch für die Gehäusehersteller macht es die große Bandbreite immer schwieriger, sich mit neuen Produkten von der Masse abheben zu können und den hohen Ansprüchen des versierten Anwenders gerecht zu werden. Speziell das vermeintlich finanzstarke Gamer-Klientel steht bei den Herstellern immer wieder hoch im Kurs, wenn es um das Austüfteln neuer Gehäusekreationen geht. In der Vergangenheit war man hier in erster Linie auf Großraumgehäuse bedacht, schließlich erfordern leistungsfähige Spiele-PCs eine gute Belüftung und ein entsprechendes Platzangebot. Doch auch der geneigte Spieler, eventuell sogar LAN-Party-Gänger, kann sich dem allgemeinen Trend hin zum Kompakt-PC nicht gänzlich verschließen. Doch die kleinformatigen Gehäuse, die der Markt aktuell bereitstellt, vermögen nur selten übergroße Netzteile oder Grafikkarten, wie sie im High-End-Bereich vorkommen, unterzubringen, respektive die leistungsstarke Hardware adäquat und leise zu kühlen.

Nun fühlte sich der amerikanische Hersteller NZXT, bekannt für optisch ausgefallene und durchdachte Gehäuse, dazu berufen, mit einem noch relativ kompakten Cube den Wünschen der Spielergemeinde nachzukommen und präsentiert mit dem „Rogue“ sein Highlight zum neuen Jahr. Das schicke Aluminium-Case bietet dabei fast alles, was in dieser Größenordnung bis dato nicht zu bekommen war. So sind ob des atemberaubenden Platzangebotes übergroße Netzteile oder Grafikkarten kein Problem, der Einsatz von Tower-Prozessorkühlern ist möglich und beachtliche fünf 120-mm-Gehäuselüfteroptionen garantieren erstklassige Belüftungsmöglichkeiten. Ferne gehört ein Tragegurt mit zum Standardlieferumfang des LAN-Party-tauglichen Gehäuses, das im Mittelpunkt unseres heutigen Testartikels steht.

Eckdaten

Lieferumfang

Rogue Gamer-Cube in schwarz
Rogue Gamer-Cube in schwarz
Lieferumfang inklusive Tragegurt
Lieferumfang inklusive Tragegurt

Geliefert wird das schicke Rogue, das in drei verschiedenen Farbkombinationen [2] (Schwarz – Blau, Schwarz – Rot, Silber – Blau) zu erstehen ist, in einer ansprechend gestalteten, sicheren Kartonage. Mit von der Partie ist, wie bereits erwähnt, ein passender Tragegurt, um das gesamte Gehäuse nebst Inhalt komfortabel zur nächsten LAN-Party zu verfrachten. Weiterhin finden sich recht kurz gefasste Anleitungen in englischer sowie französischer Sprache und vorbildlich beschriftete Schrauben-/Zubehörtütchen im Karton. Ein kleiner, schwarz lackierter und ebenfalls beigelegter Stahlrahmen kann darüber hinaus eingesetzt werden, um überlange Netzteile etwas nach hinten herausstehend zu montieren.

Ausstattung außen

Das NZXT Rogue ist kein gewöhnlicher Mini-Cube. Seine Abmessungen sind im Vergleich zu den am Markt vertretenen Produkten ähnlicher Gesinnung deutlich höher, weshalb der NZXT-Spross im Hinblick auf das effektiv vorhandene Stauvolumen herkömmlichen Midi- respektive Full-ATX-Towern kaum nachsteht. Dabei besteht das mit knapp 10 Kilogramm Leergewicht recht schwere Gehäuse bis auf den stählernen Innenrahmen vornehmlich aus Aluminium. Die matte Lackierung ist von hoher Qualität, im Falle der schwarzen Varianten aber enorm fettfingeranfällig. Zum gelegentlichen Putzen sollte sich hier der penible Anwender nicht zu schade sein.

Außenansicht des Cubes
Außenansicht des Cubes
Frontapplikationen: Audio, USB und eSATA
Frontapplikationen: Audio, USB und eSATA
Türscharnier ermöglicht 180°-Öffnung
Türscharnier ermöglicht 180°-Öffnung
Haube mit Durchblick: Separat abnehmbarer Gehäusedeckel mit Plexiglasfenster
Haube mit Durchblick: Separat abnehmbarer Gehäusedeckel mit Plexiglasfenster
Seitenteile mit Kühlrippenstruktur und doppelter Lüfteraufnahme
Seitenteile mit Kühlrippenstruktur und doppelter Lüfteraufnahme
Vorinstalliert: Staubfilter sowie 120-mm-Seitenlüfter
Vorinstalliert: Staubfilter sowie 120-mm-Seitenlüfter

Die Frontansicht ist sehr zurückhaltend gestaltet. Eine um 180° schwenkbare Leichtmetalltür, deren Scharniere leider etwas unsicher verschraubt sind, verdeckt die externen Laufwerke und hält etwa 15 mm Abstand zum bündigen Gehäuseabschluss, um beispielsweise heraus ragende Lüftersteuerungen nicht zu behindern. Die Tür schlägt mit Magnethalterung an und ist bei Bedarf abschließbar. Hinter ihr verbergen sich auch der Power- sowie der Resetknopf, während die weiteren Frontapplikationen für Mikrofon, Line-Out, USB (2 x) und eSATA seitlich angeordnet ohne Türöffnung zu erreichen sind. Die Status-LED für die Festplatte befindet sich rechts neben der Tür. Zur optischen Aufwertung zieren zwei LED-beleuchtete Plexiglaseinlässe die Vorderansicht des Rogue.

Saubere Front ohne große Schnörkel
Saubere Front ohne große Schnörkel

Der Gehäusemantel ist dreigeteilt. Für schnelle Eingriffe ins Gehäuseinnere muss lediglich der dünnwandige Deckel abgelöst werden, der obendrein mit einem 200-x-150-mm-Plexiglas-Sichtfenster ausgestattet ist. Die beiden gleichartigen Aluminium-Seitenteile sind unterdessen sehr massiv gestaltet und tragen zur Verwindungssteifigkeit des Cubes bei. Sie weisen äußerlich eine längskühlrippenartige Struktur auf und sind mit jeweils zwei 120-mm-Lüfterpositionen versehen, von denen serienmäßig je eine besetzt ist. Angebrachte Staubfilter an beiden einlassenden Positionen verhindern eine unnötige Verschmutzung des Innenraumes. Als verbesserungswürdig schätzen wir die Seitenteilbefestigung ein: Hier setzt der Hersteller auf jeweils zwei kleine, versenkte Kreuzschlitzschrauben, deren Kopfstruktur leider sehr leicht überdreht werden kann. In unserem Fall war dieses unschöne Szenario aufgrund der ab Werk enorm fest angezogenen Schrauben beinahe vorprogrammiert.

Beleuchtung muss sein: Plexiglas-Applikationen mit LED-Unterlegung
Beleuchtung muss sein: Plexiglas-Applikationen mit LED-Unterlegung

Rückseitig bietet das Rogue wenig Überraschungen. Eine Schar an angebrachten Daumenschrauben suggeriert eine einfache Demontage der wichtigsten Bauelemente. So wird der Halterahmen für das Netzteil über vier der so genannten Thumb-Screws gesichert, gleiches gilt für den herausziehbaren Mainboardschlitten, der sicherlich als erleichterndes Feature im alltäglichen Umgang mit einem kompakten Computergehäuse gesehen werden kann. Bei genauer Betrachtung der Heckpartie fällt zudem auf, dass das Netzteil über den Steckkarten positioniert wurde. Üblicherweise verpflanzen die meisten Hersteller das Netzteil bei ihren Cubes direkt über die CPU-Sockelposition, wodurch die Auswahl an möglichen Prozessorkühlern enorm eingeschränkt wird. Beim NZXT-Rogue thront dort stattdessen ein weiterer 120-mm-Lüfter mit LED-Beleuchtung, um die erwärmte Luft in CPU-Nähe abzusaugen.

Immer wieder hilfreich, vor allem bei Platzmangel: Der Mainboardschlitten
Immer wieder hilfreich, vor allem bei Platzmangel: Der Mainboardschlitten
Cleverer Seitentausch: Netzteilposition über den Steckkarten, Lüfter auf CPU-Höhe
Cleverer Seitentausch: Netzteilposition über den Steckkarten, Lüfter auf CPU-Höhe
Absolut rutschfester Stand mit Hilfe der Gummifüße
Absolut rutschfester Stand mit Hilfe der Gummifüße

Einen sicheren Stand gewährleisten vier längliche Gummifüße, die speziell auf Laminatböden unwahrscheinliche Haftungseigenschaften aufzeigen.

Ausstattung innen

Das Rogue-Gamercube bietet im Innenraum ein ähnlich komfortables Platzangebot, wie man es von großen Towern gewohnt ist. Zwei externe 5,25"-, ein externer 3,5"- und vier interne 3,5"-Einschübe bieten dem Anwender im Allgemeinen genügend Erweiterungsmöglichkeiten. Netzteile und Grafikkarten können in allen gängigen Ausführungen des Marktes montiert werden. Überdies sind je nach Sockelposition (abhängig vom Mainboard) auch hochbauende Towerkühler zu verwenden. Beste Vorzeichen also für eine leistungsstarke Systemzusammenstellung mit Gaming-Charakter, bliebe da nicht die Einschränkung des Mainboards: Das Rogue lässt nur dein Einbau von Micro-ATX-Platinen zu und disqualifiziert sich damit dann doch für einen Großteil der angestrebten Zielgruppe.

Dramaverdächtig: Zu fest angezogene Schrauben verhindern leichtes Abnehmen von Front und Seitenteilen
Dramaverdächtig: Zu fest angezogene Schrauben verhindern leichtes Abnehmen von Front und Seitenteilen
Abstandhalter, Scharnierverschraubung und LED-Fassung der Frontrückseite
Abstandhalter, Scharnierverschraubung und LED-Fassung der Frontrückseite
Blick auf die Laufwerkeinschübe bei entfernter Front
Blick auf die Laufwerkeinschübe bei entfernter Front
Festplatten werden senkrecht installiert, waagerecht steht ein externer Einschub zur Verfügung
Festplatten werden senkrecht installiert, waagerecht steht ein externer Einschub zur Verfügung
Fieser Herstellerstreich: Diese Mini-Schrauben zur Seitenteilfixierung sind ab Werk viel zu fest angezogen
Fieser Herstellerstreich: Diese Mini-Schrauben zur Seitenteilfixierung sind ab Werk viel zu fest angezogen
Kompakter Eindruck bei eingebauten Komponenten
Kompakter Eindruck bei eingebauten Komponenten

Probleme unerwarteter Natur ergaben sich auch beim Einbau der externen Laufwerke. Um deren Aluminium-Frontblenden demontieren zu können, muss üblicherweise die gesamte Frontpartie des Gehäuses abgenommen werden. Diese ist wiederum mit Hilfe vier kleiner, von Haus aus sehr fest angezogener und überdies etwas schlecht erreichbarer Schrauben fixiert worden, welche sich in unserem Fall nur nach langwieriger Bearbeitung lösen wollten. Hier wäre, genau wie bei den Seitenteilen, ein cleverer und robuster Schnellverschluss eindeutig die sinnvollere und sicherere Variante gewesen.

Auch ein bequemes Montagesystem für Brenner, Festplatte und Co. sucht man vergebens. Hier muss der Anwender auf herkömmliche Weise den Schraubendreher bemühen. Löblich sind unterdessen die leicht entkoppelnden Gummierungen an den senkrechten Festplatteneinschüben zu erwähnen. Sie reduzieren die Weitergabe mechanischer Schwingungen von den Magnetspeichern an das Gehäuse.

Fluch und Segen: Lange Kabel bei ausgezogenem Mainboardschlitten
Fluch und Segen: Lange Kabel bei ausgezogenem Mainboardschlitten

Das Einsetzen des Mainboards wird mit Hilfe des angesprochenen Schlittens deutlich erleichtert. Auch gelegentliche Modifikationen der Systemkonstellation werden mit Hilfe des Schlittens aus der Raumenge des Gehäuseinneren nach Außen verlagert. Schade nur, dass Prozessorkühler mit einer Bauhöhe von über 75 mm nicht in den Fahrtgenuss kommen können, da sie beim Ausziehen ansonsten mit der Rückwand kollidieren würden. Seltsam weiterhin: Die Kabel für die Frontapplikationen sind lang genug, um auch bei ausgezogenem Schlitten mit dem Mainboard verbunden zu werden, die beiden Kabel für Power- und Resetknopf sind dies allerdings nicht. Hier wurde die Idee also nicht konsequent umgesetzt.

Viel Platz rechts und links des Micro-ATX-Mainboards: Hier wäre wohl auch Full-ATX drin gewesen
Viel Platz rechts und links des Micro-ATX-Mainboards: Hier wäre wohl auch Full-ATX drin gewesen
Pluspunkt bei dieser Bauform: Towerkühler sind möglich, sofern sie nicht zu breit sind und mit dem Netzteil kollidieren
Pluspunkt bei dieser Bauform: Towerkühler sind möglich, sofern sie nicht zu breit sind und mit dem Netzteil kollidieren
Rückansicht bei eingebauter Hardware
Rückansicht bei eingebauter Hardware

Das Netzteil sollte aufgrund der Anatomie des Gehäuses zum Schluss eingebaut werden. Überlange oder modulare Netzteile sind, wie erwähnt, mit Hilfe des mitgelieferten Metallrahmens etwas nach hinten aus dem Gehäuse herausragend zu montieren. Bei Netzteilen gewöhnlicher Baulänge reicht die Installation mit dem bündig abschließenden Rahmen, der am Netzteilgehäuse verschraubt wird, während das Gesamtpaket dann ins Gehäuse eingeschoben und per Daumenschrauben fixiert wird. Unglücklich wiederum: Steht beispielsweise das Bodenlüftergitter über die herkömmliche Netzteilsilhouette über, lässt sich der Rahmen samt PSU aufgrund der knapp bemessenen Aussparung nicht mehr ins Gehäuse einschieben. In diesem Fall hilft nur der Netzteileinbau von innen oder das Entfernen des Lüftergitters.

Raumkonzept bietet gute Kühlmöglichkeiten, hat aber noch Platzreserven
Raumkonzept bietet gute Kühlmöglichkeiten, hat aber noch Platzreserven

Die gesamte Raumaufteilung bringt also neue Möglichkeiten mit sich. Ein Blick auf das obige Bild zeigt aber auch, dass durchaus noch Optimierungspotential vorhanden ist, schließlich ist der gesamte Frontraum unter den Laufwerken ungenutzt bzw. dient als Kabelstellplatz. Auch seitlich neben dem Mainboard sind beidseitig noch gut vier Zentimeter ungenutzt, sodass man angesichts des vorhandenen Angebotes durchaus auch größere Mainboards im Full-ATX-Format hätte unterbringen können. Ein Raumwunder, wie man eingangs vielleicht hoffen konnte, stellt die NZXT-Schöpfung also nicht unbedingt dar.

Erfahrungen

Qualität

NZXT hat sich bei der qualitativen Umsetzung sehr große Mühe gegeben, augenscheinlich auf hohe Güte zu setzen. Entsprechend des Preises von knapp 150 Euro suggeriert der Aluminiumcube Hochwertiges und Vollendetes. Scharfe Kanten oder Grate sucht man zwar vergebens, bei genauerem Hinsehen ergeben sich allerdings Mängel, die angesichts des Preises nur unter Protest zu akzeptieren sind. Abseits des gebürsteten Leichtmetalls, der hohen Robustheit und der schicken Linienführung sind es im Speziellen die vielen Schraub-Lösungen, die nicht gefallen wollen. Für die Frontpartie, aber vor allem für die Seitenteile und die Laufwerke hätte man sich Mechanismen gewünscht, die weniger verschleißanfällig sind und einen höheren Komfort bieten.

Kühlung

Die Kühlmöglichkeiten des Gehäuses sind hervorragend und in dieser Bauformklasse einzigartig. Allein als Gehäuselüfter sind bis zu fünf 120-mm-Lüfter einzurichten. Der erzeugte Luftstrom führt dabei quer durch das Gehäuse und überstreift alle wichtigen Komponenten. Überdies ist die Verwendung beliebter Tower-Prozessorkühler möglich, wodurch sich neben leistungsstarken Umsetzungen auch interessante Semi-Passivkühlungs-Konzepte ergeben. Mit etwas Geschick und der richtigen Komponentenwahl ist auch die Verwendung einer Wasserkühlung denkbar. Der rückseitige Lüfter lässt hier einen externen Single-Radiator zu, an den Seitenteilen würden sich sogar Dual-Radiatoren befestigen lassen. Für den Großteil der Anwender sollten aber die ausgezeichneten Belüftungsoptionen ausreichen, um die verbauten Hardware adäquat zu kühlen.

Lautstärke

Aufgrund des potenten Kühlkonzeptes würde man grundsätzlich eine höhere Grundlautstärke erwarten. Beim Rogue ist dies aber kein Muss, denn trotz der Lüfter weist das dickwandige, schwere Aluminiumgehäuse einen überaus hohen schallschluckenden Charakter auf. Darüber hinaus sind die verbauten 120-mm-Lüfter von sehr genügsamer Natur. Wir schätzen, dass sie im 12-Volt-Betrieb mit etwa 500 bis 700 U/min zu Werke gehen, was für vorverbaute Standardlüfter beinahe sensationell erscheint. Für das Gros der Anwender sind sie daher nahezu ideale Zeitgenossen, lediglich der penible Silent-Freak wird sich vermutlich an den leichten Schleifgeräuschen der Lüfterlager stören.

Als weitere erwähnenswerte Maßnahme zur Geräuschreduzieren müssen abschließend die vielen im Gehäuse angebrachten Gummierungen zur Virbrationsdämpfung genannt werden. So findet man sie beispielsweise an den Festplattenaufhängungen oder an den Berührungspunkten der Seitenteile mit dem Gehäuserahmen.

Mit Tragehilfe zur nächsten LAN-Party – kein Zuckerschlecken bei über neun Kilogramm Leergewicht
Mit Tragehilfe zur nächsten LAN-Party – kein Zuckerschlecken bei über neun Kilogramm Leergewicht
Blick durch das Sichtfenster im Gehäusedeckel
Blick durch das Sichtfenster im Gehäusedeckel
Rote Beleuchtung bei Dunkelheit
Rote Beleuchtung bei Dunkelheit

Fazit

Das NZXT Rogue ist ein außergewöhnliches Gehäuse, das Akzente zu setzen weiß. Es stellt zwar keine wirkliche Alternative zum herkömmlichen Mini-Cube dar, denn dazu ist das Rogue einfach einen Tick zu groß geraten. Dafür bietet die Bauform, abseits der schnöden Tower-Konzepte, die Möglichkeit, ein potentes Hochleistungssystem in eine etwas andere Form zu pressen, ohne dabei Abstriche in Sachen Kühlleistung oder Lautstärke machen zu müssen. Einziges KO-Kriterium, das dem Rogue sein eigenes Konzept aushebelt, ist die Beschränkung auf Micro-ATX-Mainboards. Vom Platzangebot wäre die Einbindung des vollen ATX-Formates kein Mammutakt gewesen, so aber werden sich viele Gamer und Enthusiasten nach einer alternativen Gehäuselösung umschauen müssen, denn nur wenige der Micro-ATX-Mainboards entsprechen den Ansprüchen dieser Klientel.

Somit bleibt neben allen genannten Verbesserungsvorschlägen nur der wehmütige Blick auf ein Gehäuse, das durchaus das Zeug zum Publikumsliebling gehabt hätte. So lohnt sich der Blick auf das NZXT zwar auch, doch es bedarf schon gründlicherer Überlegung, ob man die 150 Euro für den Rogue Super Cube, erhältlich im Online-Shop von Caseking [3], ausgeben möchte.

URL-Liste:

  1. http://www.caseking.de/
  2. http://www.computerbase.de/news/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/september/nzxt_rogue_gamer-cube-gehaeuse/
  3. http://www.caseking.de
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