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Test: Scythe Ninja 2 CPU-Kühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Mit dem Ninja feierte der japanische Hersteller Scythe einen seiner größten Erfolge. Vor gut drei Jahren löste der damals lüfterlos ausgelieferte Ninja in der ersten Revision die NCU-Passivkühlerserie des Herstellers ab und leitete die Ära der großformatigen Allround-Towerkühler, die sowohl passiv, aktiv als auch semipassiv betrieben werden können, mit ein. Seitdem wurde der Ninja mehrmals neu aufgelegt (B-Revision, Ninja-Mini, Cu-Variante) und hat eine Vielzahl an Liebhabern gefunden. Mittlerweile wurde die Produktion des Kühlers eingestellt, doch Ninja-Freunde dürfen aufatmen. Bereits auf der CeBIT konnte man mit dem Ninja 2 den entsprechenden Nachfolger am Scythe-Stand bewundern. Nun kommt der japanische Neuling in den Handel und darf sich sogleich im Testbericht beweisen.

Lieferumfang

Scythe Ninja 2 Lieferumfang
Scythe Ninja 2 Lieferumfang

Beim Auspacken der neu gestalteten Lieferbox treffen wir auf die üblichen Verdächtigen. Neben dem Ninja-2-Kühlkörper und dem entsprechenden 120-mm-Scythe-Lüfter aus der Slip-Stream-Serie findet man zwei Drahtbügel zur Lüfterbefestigung, das Montagezubehör für AMD und Intel, eine knappe Anleitung mit deutschem Sprachteil und ein Tütchen Wärmeleitpaste. Besonders hervorzuheben ist, dass nach wie vor Montageparts für Intels längst veralteten Sockel 478 mitgeliefert werden, wodurch die Option der (im Vergleich zu den Push-Pins) sichereren Sockelkit-Montage für den Kühler auch auf dem Sockel 775 bereitgestellt wird.

Technische Daten

Kühler im Detail

Dass es sich beim Scythe-Neuling um einen typischen Ninja handelt, fällt sofort ins Auge. Das absolut symmetrische Design gepaart mit einem vergleichsweise großen Lamellenabstand und den sechs charakteristisch eingebundenen U-Heatpipes untermalen das Ninja-Erscheinungsbild. Zum Vorgänger wurden allerdings einige Änderungen vorgenommen.

Scythe Ninja 2 Verpackung
Scythe Ninja 2 Verpackung
Scythe Ninja 2
Scythe Ninja 2

Heatpipe-Kappen als bekanntes Finish
Heatpipe-Kappen als bekanntes Finish
Divergierende Heatpipes als Änderung zum Vorgänger
Divergierende Heatpipes als Änderung zum Vorgänger

Zunächst wurde die Lamellenform etwas abgeändert. Die nahezu quadratischen Aluminiumeinheiten weisen beim Ninja 2 eine um sechs Millimeter vergrößerte Kantenlänge auf. Um die Kühloberfläche noch weiter zu vergrößern, setzt Scythe nun auf 27 Leichtmetalllamellen – beim Ninja waren es nur 23. Folgerichtig sinkt der Lamellenabstand auf gut 3,5 Millimeter, ist aber im Vergleich zur Konkurrenz immer noch als recht üppig anzusehen. Aufgrund der größeren Grundfläche wirkt der Ninja 2 etwas gedrungener als sein Vorgänger, baut in Wirklichkeit aber zwei Millimeter höher.

Bereits beim Ninja Cu [3] haben die Japaner die Heatpipes leicht divergierend nach oben verlaufend eingebunden. Dieses Konzept wird nun auch beim Ninja 2 umgesetzt und soll eine homogene Wärmeverteilung im Radiator gewährleisten.

Vergleich zum alten Ninja A/B
Vergleich zum alten Ninja A/B

Qualitativ liefert Scythe trotz des niedrigen Verkaufspreises wieder eine sehr ansehnliche Vorstellung ab. Die vernickelte, absolut ebene Bodenplatte sowie die traditionellen Heatpipe-Kappen als Finish stehen dafür Pate.

Größeres Lamellenlayout, etwas andere Form
Größeres Lamellenlayout, etwas andere Form
Günstige Lüfterbeigabe – Scythe Slip-Stream
Günstige Lüfterbeigabe – Scythe Slip-Stream

Vernickelte Bodenplatte als Qualitätsmerkmal
Vernickelte Bodenplatte als Qualitätsmerkmal
Lüfteranbringung per Drahtbügel
Lüfteranbringung per Drahtbügel

Als Serienlüfter setzt Scythe auf das „LM“-Modell der Slip-Stream-Serie, die eher zu den Budget-Lüftern der Marke gehört. Dabei dreht der Fan, der mit neun Rotorblättern ausgestattet auf hohen Luftdurchsatz abzielt, mit maximal 1000 U/min, kann per Steuerung in unserem Fall aber bis minimal 500 U/min getrimmt werden. Unschön setzt sich der Slip-Stream dabei durch seine Nebengeräuschkulisse in Szene, die im Abschnitt „Performancevergleich“ etwas näher thematisiert wird. Der Ventilator wird klassisch per Drahtbügel an einer der vier Mantelseiten des Kühlkörpers fixiert.

Montagebesonderheiten

Montageutensilien für AMD und Intel
Montageutensilien für AMD und Intel

Der Scythe Ninja 2 kann auf allen aktuellen Sockeln von AMD (AM2/+) und Intel (775) eingesetzt werden und ist darüber hinaus auch zu älteren Plattformen kompatibel (AMD 939, 754, Intel 478). Für die AMD-Fraktion wird dabei eine Montage per 2-Punkt-Klammersystem vorgesehen, das erfahrungsgemäß eine recht einfache Installation zulässt. Einziges Problem könnte dabei der Handlungsspielraum sein, der einen Motherboardausbau bedingen könnte.

Für Intels Sockel 775 sieht Scythe leider eine Push-Pin-Montage vor. Das entsprechende Modul wird wie im AMD-Falle dabei zunächst mit dem Kühlerboden verschraubt. Danach kann der Ninja 2 aufgesetzt werden. Um den Ausbau der Hauptplatine wird dabei selbst der flinkeste Finger kaum herum kommen, da die Platzverhältnisse angesichts der enormen Kühlergröße stark limitiert sind. Dicht unter den Lamellen verborgen, fällt es zudem enorm schwer, die Push-Pins zu Fixierung des Ninjas herunter zu drücken. Noch schlimmer wird es nur bei der Demontage, bei welcher die Pin-Köpfe leicht angedreht werden müssen – es scheint nahezu unmöglich, dies zu tun, ohne sich Schnittwunden an den Lamellen einzufangen. Die vorgenommenen Aussparungen der unteren drei Lamellen helfen hier nur wenig.

Angeschraubte Push-Pin-Halterhung
Angeschraubte Push-Pin-Halterhung
Wenig Platz, um die Push-Pins zu fixieren oder gar zu lösen
Wenig Platz, um die Push-Pins zu fixieren oder gar zu lösen

Vorsicht bei der Gehäuswahl – mit 152-mm-Bauhöhe ist der Ninja 2 recht hoch
Vorsicht bei der Gehäuswahl – mit 152-mm-Bauhöhe ist der Ninja 2 recht hoch
Leistungsfähigste Lüfterposition, nach hinten blasend
Leistungsfähigste Lüfterposition, nach hinten blasend

Gerne hätten wir den Ninja 2 mit einem Retention-Sockel-Kit [4] ausgestattet gesehen, wie es beim Ninja Cu oder beim Orochi mitgeliefert wird. Bei vergleichbarer, tendenziell sogar leicht besserer Kühlleistung verspricht ein solches Kit eine sicherere, im Endeffekt sogar bequemere Montage im Stile der Sockel-478-Befestigung. So kann diese Möglichkeit Dank des mitgelieferten Haltebügels zumindest als Option eingesetzt werden.

Testsystem

Heiz- und Herzstück unserer aktuellen Kühlertestplattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quad-Core-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.

Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [5] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [6] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschen wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [7] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:

Großräumiges Testgehäuse mit vielen Lüftungsmöglichkeiten: Coolermaster Stacker 830
Großräumiges Testgehäuse mit vielen Lüftungsmöglichkeiten: Coolermaster Stacker 830
Hitzköpfige Infrastruktur: QX6700 Quadcore und Radeon X1900XTX
Hitzköpfige Infrastruktur: QX6700 Quadcore und Radeon X1900XTX

Scythe S-Flex SFF21D – unsere 120-mm-Lüfterreferenz mit 800 U/min
Scythe S-Flex SFF21D – unsere 120-mm-Lüfterreferenz mit 800 U/min
Testnetzteil: Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt
Testnetzteil: Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt

Testverfahren: Wir gönnen dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quad-Core-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [8] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.

Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Lüftergeräusche zum Reinhören: Samsons Q1U macht es möglich
Lüftergeräusche zum Reinhören: Samsons Q1U macht es möglich
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit

Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.

Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.

Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Dieser lässt sich dann einfach per Multiplikation des von uns angegebenen Wertes mit dem jeweiligen Lüfterquerschnitt abschätzen. Dabei ist bei der Ermittlung der Querschnittsfläche darauf zu achten, dass der Rotorbereich nicht mit eingerechnet werden darf.

Performancevergleich

Serienbelüftung

Lautstärkeempfinden Scythe Ninja 2
Modus Prozent Drehzahl Charakter
Hoch 100% 1150 U/min Hoher Luftumschlag, vereinzeltes Klackern (speziell horizontal)
Mittel 60% 760 U/min Niedriger Luftumschlag, durchgängiges Rattern / starkes Klackern horizontal
Minimal 43% 510 U/min Kaum Luftumschlag, durchgängiges Rattern, vereinzeltes Schleifen, Klackern

Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [9]

Zunächst müssen wir einige negative Worte zum verbauten Slip-Stream-Lüfter verlieren. Denn unser Modell, das dem Ninja 2 beigelegt wurde, vermag in puncto Nebengeräuschcharakter überhaupt nicht zu gefallen. Bereits bei voller Drehzahl, laut Spezifikation 1000 U/min, in unserem Fall waren dies sogar knap 1200 U/min, tritt neben den starken Luftumschlagsgeräuschen vereinzeltes Klackern auf. Senkt man die Drehzahl, vermindern sich naturgemäß die hohen Verwirbelungsgeräusche. Dafür gesellt sich ein durchgehendes, leises Hintergrundrattern des Rotors hinzu, während sich das Klackern ebenfalls verstärkt. Dabei ist festzuhalten, dass die starken Störgeräusche vermehrt in horizontaler Lüfterposition auftreten. In vertikaler Einbauform, in der der Lüfter in den meisten Fällen eingesetzt werden dürfte, gibt es unterdessen nur selten Auffälligkeiten. Unterm Strich ist der Slip-Stream-Serienlüfter also nur bedingt geeignet, um Silent-Liebhaber glücklich zu machen.

Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ordnet sich der Ninja 2 im gehobenen Mittelfeld ein. Dabei liegt er zunächst knapp hinter dem Scythe Mugen, der mit gleichem Lüfter ausgeliefert wird. Im Vergleich zur schmaler bauenden Konkurrenz ist auffällig, dass der Ninja 2 mit sinkender Drehzahl tendenziell weniger stark einbricht, also besser mit langsam drehenden Lüftern harmoniert.

Vergleich mit Serienbelüftung

Kühlercombo
[Lüfter]
Drehzahl
[U/min]
v(Luft)
[km/h]
Last-Temp.
Kerne* [°C]
Lärm
[dB(A)]
Test
[Datum]
Zerotherm Nirvana NV120
120mm: Serie
2450 (12V) 18,4 61,25 45,7 08.11.07 [10]
Zalman CNPS 9700
110mm: Serie
2250 (12V) n.a. 62,25 49,9 15.09.06 [11]
Enzotech Ultra-X
120mm: ADDA Serie
2200 (12V) n.a. 62,75 52,3 01.11.07 [12]
Noctua NH-U12P
120mm: Noctua NF-P12
1320 (12V) 9,7 63,25 35,6 01.02.08 [13]
Xigmatek HDT-SD964
92mm: ADDA AD0912HX
2640 (12V) 15,9 64,0 44,4 07.03.08 [14]
Zerotherm FZ120
120mm: PWM-Serie
1600 (12V) 12,5 65,0 38,8 15.05.08 [15]
EKL Gletscherspalte
120mm: Alpenföhnserie
1250 (12V) 11,5 66,5 37,7 25.03.08 [16]
Enzotech Ultra-X
120mm: ADDA Serie
1100 (5V) n.a. 66,5 35,5 01.11.07 [11]
OCZ Vendetta 2
120mm: Serie AD1212DX
1350 (12V) 11,9 67,0 36,0 07.05.08 [17]
Zerotherm Nirvana NV120
120mm: Serie
1030 (5V) 7,3 67,25 32,0 08.11.07 [9]
EKL Zugspitze
120x38mm: Serie
1680 (12V) 14,7 67,25 39,2 25.03.08 [15]
Scythe Mugen
120mm: Slip-Stream
1290 (12V) 11,6 68,0 37,7 12.09.07 [18]
EKL Groß-Clock'ner
120mm: YS-Tech KM121225LS
1110 (12V) 8,6 68,25 32,5 25.03.08 [15]
Xigmatek Red Scorpion
120mm: Xigmatek Serie LED
1280 (12V) 9,2 68,75 32,7 07.03.08 [13]
Scythe Ninja 2
120mm: Slip-Stream
1150 (12V) 10,2 68,75 35,0 05.06.08
Zerotherm FZ120
120mm: PWM-Serie
1000 7,4 69,0 31,3 15.05.08 [14]
Zalman CNPS 9700
110mm: Serie
1250 (5V) n.a. 69,25 33,3 15.09.06 [10]
Zalman CNPS 9500
92mm: Serie
2250 (12V) n.a. 69,5 47,1 16.09.05 [19]
Scythe Ninja CU
120mm: Scythe Slip Stream
750 (12V) 5,0 70,75 <30,4 30.11.07 [2]
Scythe Orochi
140mm: Scythe SY1425SL12L
460 (12V) 3,0 71,0 <30,4 28.02.08 [20]
Scythe Zipang
140mm: Scythe DFS132512L
950 (12V) 6,1 71,75 31,9 10.02.08 [21]
Asus Triton 79 Amazing
120mm: Serie
1170 (12V) 6,8 71,75 35,2 10.04.08 [22]
OCZ Vendetta 2
120mm: Serie AD1212DX
840 (9V) 6,4 72,5 31,1 07.05.08 [16]
Scythe Ninja 2
120mm: Slip-Stream
760 (5V) 6,3 73,0 30,6 05.06.08
EKL Gletscherspalte
120mm: Alpenföhnserie
720 (5V) 6,1 73,0 31,4 25.03.08 [15]
Scythe Mugen
120mm: Slip-Stream
770 (5V) 6,3 73,5 31,0 12.09.07 [17]
Xigmatek HDT-SD964
92mm: ADDA AD0912HX
1170 (7V) n.a. 74,0 32,4 07.03.08 [13]
Noctua NH-U12P
120mm: Noctua NF-P12
550 (5V) 3,5 74,25 <30,4 01.02.08 [12]
Xigmatek HDT-D1284
120mm: AD1212DX
1240 (12V) 9,4 74,25 33,0 07.03.08 [13]
Zalman CNPS 9500
92mm: Serie
1400 (5V) n.a. 75,75 32,9 16.09.05 [18]
Scythe Orochi
140mm: Scythe SY1425SL12L
220 (5V) 0,5 77,0 <30,4 28.02.08 [19]
Asus Triton 79 Amazing
120mm: Serie
780 (8V) 5,0 77,75 31,9 10.04.08 [21]
Scythe Ninja CU
120mm: Scythe Slip Stream
440 (5V) 2,1 79,75 <30,4 30.11.07 [2]
EKL Groß-Clock'ner
120mm: YS-Tech KM121225LS
530 (5V) 3,3 80,75 <30,4 25.03.08 [15]
OCZ Vendetta 2
120mm: Serie AD1212DX
540 (7V) 3,5 82,25 <30,4 07.05.08 [16]
Zerotherm FZ120
120mm: PWM-Serie
500 2,7 84,5 <30,4 15.05.08 [14]
Xigmatek Red Scorpion
120mm: Xigmatek Serie LED
480 (5V) 2,7 84,5 30,7 07.03.08 [13]
Scythe Zipang
140mm: Scythe DFS132512L
450 (5V) 2,0 87,75 <30,4 10.02.08 [20]
Asus Triton 79 Amazing
120mm: Serie
330 (5V) 1,0 >100
Absturz
<30,4 10.04.08 [21]
Xigmatek HDT-SD964
92mm: ADDA AD0912HX
420 (5V) 1,6 >100
Absturz
<30,4 07.03.08 [13]
EKL Zugspitze
120x38mm: Serie
315 (5V) 1,5 >100
Absturz
<30,4 25.03.08 [15]

* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.

Referenzbelüftung

Als ein wichtiges Kriterium für den Vergleich der Leistungsfähigkeit eines Kühlkörpers gilt die gegenüberstellende Messung mit gleichen Lüftern. Für 120-mm-Kühler und solche, die dazu kompatibel sind, setzen wir nach wie vor auf die tabellarisch näher charakterisierten drei Lüfterexemplare der verschiedenen Leistungsklassen.

Scythe S-Flex Papst F2GLL Sharkoon Power
120-mm-Referenzlüfter mit niedriger Drehzahl: Scythe S-Flex SFF21D mit ~ 750 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit niedriger Drehzahl: Scythe S-Flex SFF21D mit ~ 750 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit mittlerer Drehzahl: Papst F2GLL mit ~ 1140 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit mittlerer Drehzahl: Papst F2GLL mit ~ 1140 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit hoher Drehzahl: Sharkoon Power mit ~ 2100 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit hoher Drehzahl: Sharkoon Power mit ~ 2100 U/min
750 U/min (12 Volt) 1150 U/min (12 Volt) 2100 U/min (12 Volt)
v(max)Luft = 4,7 km/h v(max)Luft = 8,1 km/h v(max)Luft = 17,3 km/h
unhörbar minimal wahrnehmbar aufdringlich laut
< 30,4 dB(A) 31,5 dB(A) 49,3 dB(A)
mp3-Hörprobe mp3-Hörprobe mp3-Hörprobe
Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [8] Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [8] Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [8]

Kühlercharts mit Referenzlüftern

Unser Vergleich mit identischen Lüftern unterstreicht das eben gezeigte Bild. Der Ninja 2 liegt auf Niveau des Mugen, bei hohem Luftdurchsatz eher hinter ihm, bei niedrigem Luftdurchsatz eher vor ihm. Zum Ninja Cu ist die Lücke allerdings noch recht deutlich, während die Leistungssteigerung zum alten Ninja A/B moderat ausfällt.

Kühlervergleich mit gleichen Lüftern

 Silent: Scythe S-Flex:
Scythe Orochi
68,75
Thermalright IFX-14
69,00
Scythe Ninja Cu
70,75
Noctua NH-U12P
71,25
EKL Groß-Clock'ner
71,75
Thermalright Ultra-120 eXtr.
72,25
Xigmatek HDT-S1283
72,50
OCZ Vendetta 2
72,50
Scythe Ninja 2
72,50
EKL Gletscherspalte
72,75
Zerotherm FZ120
72,75
Scythe Ninja Rev. A/B
73,00
Scythe Mugen
73,50
Xigmatek Red Scorpion
73,50
Scythe Zipang
74,00
Enzotech Ultra-X
74,25
Coolermaster Hyper Z600
74,25
Scythe Andy Samurai
74,75
Xigmatek HDT-D1284
76,50
Silverstone Nitrogen NT06
78,75
EKL Zugspitze
79,50
 Normal: Papst F2GLL:
Thermalright IFX-14
65,50
Scythe Orochi
65,75
Noctua NH-U12P
66,75
Thermalright Ultra-120 eXtr.
67,00
EKL Groß-Clock'ner
67,00
Xigmatek HDT-S1283
67,25
OCZ Vendetta 2
67,25
Scythe Ninja Cu
67,75
Xigmatek Red Scorpion
68,00
Zerotherm FZ120
68,00
Scythe Mugen
68,50
Scythe Ninja 2
68,50
EKL Gletscherspalte
68,75
Coolermaster Hyper Z600
69,00
Scythe Zipang
69,25
Scythe Ninja Rev. A/B
69,50
Enzotech Ultra-X
69,50
Scythe Andy Samurai
71,75
EKL Zugspitze
72,25
Xigmatek HDT-D1284
73,50
Silverstone Nitrogen NT06
74,75
 Power: Sharkoon Power:
Scythe Orochi
62,00
Thermalright IFX-14
62,25
Noctua NH-U12P
62,25
Thermalright Ultra-120 eXtr.
62,50
EKL Groß-Clock'ner
62,75
OCZ Vendetta 2
62,75
Xigmatek HDT-S1283
63,00
Scythe Ninja Cu
63,25
Zerotherm FZ120
63,25
Coolermaster Hyper Z600
63,25
Scythe Mugen
63,75
Xigmatek Red Scorpion
64,00
Scythe Ninja 2
65,25
EKL Gletscherspalte
65,75
Scythe Ninja Rev. A/B
66,00
Scythe Andy Samurai
66,25
Enzotech Ultra-X
66,50
Scythe Zipang
67,00
Silverstone Nitrogen NT06
68,50
Xigmatek HDT-D1284
71,50
EKL Zugspitze
71,50
Angaben in °C

Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.

Fazit

Im Großen und Ganzen liefert Scythe mit dem Ninja 2 eine ordentliche Nachfolge zum beliebten Urprodukt. Mit etwas geringerem Lamellenabstand und noch größerer Grundform konnte die Aktivleistung zum Ninja 1 minimal gesteigert werden und liegt etwa auf Höhe des Mugen. Um die Ninja-Cu-Schwester zu gefährden, reicht es allerdings nicht ganz. Dabei harmoniert der Ninja 2 vor allem mit langsam drehenden, also leisen Lüftern.

Leider hat man es bei Scythe versäumt, grundlegende Schwächen des Ninjas aus dem Weg zu räumen. Eine dieser Schwächen ist der mitgelieferte Lüfter, der nicht dem hohen Qualitätsbild des Kühlers entspricht und sich für leise Systeme aufgrund seiner enormen Nebengeräusche (speziell bei horizontaler Ausrichtung) kaum geeignet präsentiert. Gerade bei den günstigen Slip-Stream-Lüftern scheint die Serienstreuung recht groß zu sein – immerhin sind uns bereits baugleiche Lüfter ohne diese negative Nebengeräuschcharakteristik untergekommen. Ob der Kunde letztendlich ein gutes oder schlechtes Lüftermodell erwirbt, bleibt in diesem Preissegment daher leider etwas Glückssache.

Leichte Verbesserung zum Oldie – der Scythe Ninja 2
Leichte Verbesserung zum Oldie – der Scythe Ninja 2

Ein weiterer Punkt ist die Montage auf Intels Sockel 775. Entgegen der Kundenwünsche setzt man hier weiterhin auf Push-Pins, mit denen der Ninja 2 aufgrund seiner Größe nur unter enormen Anstrengungen montiert werden kann. Die Demontage gestaltet sich unterdessen noch widriger und geht mit hoher Verletzungsgefahr für Mensch und Hardware einher. Besser hätte man hier wieder auf das sichere Montagekit im Sockel-478-Stil gesetzt, wie es beim ersten Ninja der Fall war und auch beim Orochi und sogar beim Ninja Cu umgesetzt wurde. So bleibt das Montagekit nur eine Option, die mit weiteren Kosten verbunden ist.

Abseits davon erhält der Kunde mit dem Ninja 2 einen Prozessorkühler der gehobenen Leistungsklasse, der vor allem durch seinen günstigen Preis zu gefallen weiß. In Kürze wird der Ninja 2 mit Lüfter für unter 30 Euro erhältlich sein. Wer am alten Ninja Gefallen fand, wird sich auch mit dem Ninja 2 wunderbar anfreunden können und darf zugreifen.

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URL-Liste:

  1. http://www.scythe-eu.com
  2. http://www.computerbase.de/preisvergleich/?fs=Scythe+Ninja+2&x=0&y=0&in=
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_scythe_ninja_cu_prozessorkuehler/
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a214672.html
  5. http://www.be-quiet.net/
  6. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=30_164&products_id=4823
  7. http://www.caseking.de
  8. http://www.withopf.com/tools/cputempwatch/
  9. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks/cpu-kuehler_hoerproben/
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_zerotherm_nirvana_nv120/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2006/test_zalman_cnps_9700_led/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_enzotech_ultra-x/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_cpu-kuehler_nh-u12p/
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_xigmatek_red_scorpion_hdt-sd964_hdt-d1284/
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_zerotherm_fz120_prozessorkuehler/
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_gross-clockner_zugspitze_gletscherspalte/
  17. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_ocz_vendetta_2_cpu-kuehler/
  18. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_scythe_mugen/
  19. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2005/test_zalman_cnps9500_led/
  20. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_scythe_orochi_cpu-kuehler-riese/
  21. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_scythe_zipang
  22. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_asus_triton_79_amazing_cpu-kuehler/
  23. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_xigmatek_hdt-s1283/
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