Einleitung
Mit dem Ninja feierte der japanische Hersteller Scythe einen seiner größten Erfolge. Vor gut drei Jahren löste der damals lüfterlos ausgelieferte Ninja in der ersten Revision die NCU-Passivkühlerserie des Herstellers ab und leitete die Ära der großformatigen Allround-Towerkühler, die sowohl passiv, aktiv als auch semipassiv betrieben werden können, mit ein. Seitdem wurde der Ninja mehrmals neu aufgelegt (B-Revision, Ninja-Mini, Cu-Variante) und hat eine Vielzahl an Liebhabern gefunden. Mittlerweile wurde die Produktion des Kühlers eingestellt, doch Ninja-Freunde dürfen aufatmen. Bereits auf der CeBIT konnte man mit dem Ninja 2 den entsprechenden Nachfolger am Scythe-Stand bewundern. Nun kommt der japanische Neuling in den Handel und darf sich sogleich im Testbericht beweisen.
Lieferumfang
Beim Auspacken der neu gestalteten Lieferbox treffen wir auf die üblichen Verdächtigen. Neben dem Ninja-2-Kühlkörper und dem entsprechenden 120-mm-Scythe-Lüfter aus der Slip-Stream-Serie findet man zwei Drahtbügel zur Lüfterbefestigung, das Montagezubehör für AMD und Intel, eine knappe Anleitung mit deutschem Sprachteil und ein Tütchen Wärmeleitpaste. Besonders hervorzuheben ist, dass nach wie vor Montageparts für Intels längst veralteten Sockel 478 mitgeliefert werden, wodurch die Option der (im Vergleich zu den Push-Pins) sichereren Sockelkit-Montage für den Kühler auch auf dem Sockel 775 bereitgestellt wird.
Technische Daten
- Hybridkühler im 120-mm-Layout
- Kupferboden, 27 Aluminiumlamellen
- Vernickelte Wärmeaufnahme
- Sechsfach-U-Layout mit 6-mm-Heatpipes
- Maße ohne Lüfter: (L) 116 x (B) 116 x (H) 152 mm
- Lamellenabstand: ca. 3,5 mm
- Gewicht: 705 g (ohne Lüfter), 820 g (mit Lüfter)
- 120-mm-Scythe-Slip-Stream-Lüfter (SY1225SL12LM)
- Drehzahl: 1000 U/min
- Luftdurchsatz: 93,5 m³/h
- Anschluss: 3-Pin ohne PWM
- Kompatibel zu
- AMD Sockel 939 / 940 / 754 / AM2 per Klammer
- Intel Sockel 478 und 775 per Retentionmodul und Klammer
- Herstellerhomepage [1]
- Vertrieb und Preis [2] (ca. 30 Euro)
Kühler im Detail
Dass es sich beim Scythe-Neuling um einen typischen Ninja handelt, fällt sofort ins Auge. Das absolut symmetrische Design gepaart mit einem vergleichsweise großen Lamellenabstand und den sechs charakteristisch eingebundenen U-Heatpipes untermalen das Ninja-Erscheinungsbild. Zum Vorgänger wurden allerdings einige Änderungen vorgenommen.
Zunächst wurde die Lamellenform etwas abgeändert. Die nahezu quadratischen Aluminiumeinheiten weisen beim Ninja 2 eine um sechs Millimeter vergrößerte Kantenlänge auf. Um die Kühloberfläche noch weiter zu vergrößern, setzt Scythe nun auf 27 Leichtmetalllamellen – beim Ninja waren es nur 23. Folgerichtig sinkt der Lamellenabstand auf gut 3,5 Millimeter, ist aber im Vergleich zur Konkurrenz immer noch als recht üppig anzusehen. Aufgrund der größeren Grundfläche wirkt der Ninja 2 etwas gedrungener als sein Vorgänger, baut in Wirklichkeit aber zwei Millimeter höher.
Bereits beim Ninja Cu [3] haben die Japaner die Heatpipes leicht divergierend nach oben verlaufend eingebunden. Dieses Konzept wird nun auch beim Ninja 2 umgesetzt und soll eine homogene Wärmeverteilung im Radiator gewährleisten.
Qualitativ liefert Scythe trotz des niedrigen Verkaufspreises wieder eine sehr ansehnliche Vorstellung ab. Die vernickelte, absolut ebene Bodenplatte sowie die traditionellen Heatpipe-Kappen als Finish stehen dafür Pate.
Als Serienlüfter setzt Scythe auf das „LM“-Modell der Slip-Stream-Serie, die eher zu den Budget-Lüftern der Marke gehört. Dabei dreht der Fan, der mit neun Rotorblättern ausgestattet auf hohen Luftdurchsatz abzielt, mit maximal 1000 U/min, kann per Steuerung in unserem Fall aber bis minimal 500 U/min getrimmt werden. Unschön setzt sich der Slip-Stream dabei durch seine Nebengeräuschkulisse in Szene, die im Abschnitt „Performancevergleich“ etwas näher thematisiert wird. Der Ventilator wird klassisch per Drahtbügel an einer der vier Mantelseiten des Kühlkörpers fixiert.
Montagebesonderheiten
Der Scythe Ninja 2 kann auf allen aktuellen Sockeln von AMD (AM2/+) und Intel (775) eingesetzt werden und ist darüber hinaus auch zu älteren Plattformen kompatibel (AMD 939, 754, Intel 478). Für die AMD-Fraktion wird dabei eine Montage per 2-Punkt-Klammersystem vorgesehen, das erfahrungsgemäß eine recht einfache Installation zulässt. Einziges Problem könnte dabei der Handlungsspielraum sein, der einen Motherboardausbau bedingen könnte.
Für Intels Sockel 775 sieht Scythe leider eine Push-Pin-Montage vor. Das entsprechende Modul wird wie im AMD-Falle dabei zunächst mit dem Kühlerboden verschraubt. Danach kann der Ninja 2 aufgesetzt werden. Um den Ausbau der Hauptplatine wird dabei selbst der flinkeste Finger kaum herum kommen, da die Platzverhältnisse angesichts der enormen Kühlergröße stark limitiert sind. Dicht unter den Lamellen verborgen, fällt es zudem enorm schwer, die Push-Pins zu Fixierung des Ninjas herunter zu drücken. Noch schlimmer wird es nur bei der Demontage, bei welcher die Pin-Köpfe leicht angedreht werden müssen – es scheint nahezu unmöglich, dies zu tun, ohne sich Schnittwunden an den Lamellen einzufangen. Die vorgenommenen Aussparungen der unteren drei Lamellen helfen hier nur wenig.
Gerne hätten wir den Ninja 2 mit einem Retention-Sockel-Kit [4] ausgestattet gesehen, wie es beim Ninja Cu oder beim Orochi mitgeliefert wird. Bei vergleichbarer, tendenziell sogar leicht besserer Kühlleistung verspricht ein solches Kit eine sicherere, im Endeffekt sogar bequemere Montage im Stile der Sockel-478-Befestigung. So kann diese Möglichkeit Dank des mitgelieferten Haltebügels zumindest als Option eingesetzt werden.
Testsystem
Heiz- und Herzstück unserer aktuellen Kühlertestplattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quad-Core-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.
Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [5] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [6] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschen wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [7] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:
- Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (4 x 2,66 GHz, 130 Watt TDP)
- XFX nForce 680I SLI (ISH9)
- 2x 512 MB Corsair CM2X512A-5400UL CL3
- Asus Radeon X1900XTX [gekühlt mit Arctic-Cooling Accelero S1 & Turbo-Module @ 5 Volt]
- Be-Quiet Straight-Power 600 Watt [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min]
- Coolermaster Stacker Gehäuse [mit Scythe S-Flex SFF21D bei 800 U/min Gehäuselüfter]
- Seagate Barracuda V 120 GByte SATA
- Raumtemperatur 23°C
- Arctic-Cooling MX-2 Wärmeleitpaste
Testverfahren: Wir gönnen dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quad-Core-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [8] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.
Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.
Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Dieser lässt sich dann einfach per Multiplikation des von uns angegebenen Wertes mit dem jeweiligen Lüfterquerschnitt abschätzen. Dabei ist bei der Ermittlung der Querschnittsfläche darauf zu achten, dass der Rotorbereich nicht mit eingerechnet werden darf.
Performancevergleich
Serienbelüftung
| Modus | Prozent | Drehzahl | Charakter |
|---|---|---|---|
| Hoch | 100% | 1150 U/min | Hoher Luftumschlag, vereinzeltes Klackern (speziell horizontal) |
| Mittel | 60% | 760 U/min | Niedriger Luftumschlag, durchgängiges Rattern / starkes Klackern horizontal |
| Minimal | 43% | 510 U/min | Kaum Luftumschlag, durchgängiges Rattern, vereinzeltes Schleifen, Klackern |
Zunächst müssen wir einige negative Worte zum verbauten Slip-Stream-Lüfter verlieren. Denn unser Modell, das dem Ninja 2 beigelegt wurde, vermag in puncto Nebengeräuschcharakter überhaupt nicht zu gefallen. Bereits bei voller Drehzahl, laut Spezifikation 1000 U/min, in unserem Fall waren dies sogar knap 1200 U/min, tritt neben den starken Luftumschlagsgeräuschen vereinzeltes Klackern auf. Senkt man die Drehzahl, vermindern sich naturgemäß die hohen Verwirbelungsgeräusche. Dafür gesellt sich ein durchgehendes, leises Hintergrundrattern des Rotors hinzu, während sich das Klackern ebenfalls verstärkt. Dabei ist festzuhalten, dass die starken Störgeräusche vermehrt in horizontaler Lüfterposition auftreten. In vertikaler Einbauform, in der der Lüfter in den meisten Fällen eingesetzt werden dürfte, gibt es unterdessen nur selten Auffälligkeiten. Unterm Strich ist der Slip-Stream-Serienlüfter also nur bedingt geeignet, um Silent-Liebhaber glücklich zu machen.
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ordnet sich der Ninja 2 im gehobenen Mittelfeld ein. Dabei liegt er zunächst knapp hinter dem Scythe Mugen, der mit gleichem Lüfter ausgeliefert wird. Im Vergleich zur schmaler bauenden Konkurrenz ist auffällig, dass der Ninja 2 mit sinkender Drehzahl tendenziell weniger stark einbricht, also besser mit langsam drehenden Lüftern harmoniert.
Vergleich mit Serienbelüftung
| Kühlercombo [Lüfter] |
Drehzahl [U/min] |
v(Luft) [km/h] |
Last-Temp. Kerne* [°C] |
Lärm [dB(A)] |
Test [Datum] |
|---|---|---|---|---|---|
| Zerotherm Nirvana NV120 120mm: Serie |
2450 (12V) | 18,4 | 61,25 | 45,7 | 08.11.07 [10] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie |
2250 (12V) | n.a. | 62,25 | 49,9 | 15.09.06 [11] |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie |
2200 (12V) | n.a. | 62,75 | 52,3 | 01.11.07 [12] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 |
1320 (12V) | 9,7 | 63,25 | 35,6 | 01.02.08 [13] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
2640 (12V) | 15,9 | 64,0 | 44,4 | 07.03.08 [14] |
| Zerotherm FZ120 120mm: PWM-Serie |
1600 (12V) | 12,5 | 65,0 | 38,8 | 15.05.08 [15] |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie |
1250 (12V) | 11,5 | 66,5 | 37,7 | 25.03.08 [16] |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie |
1100 (5V) | n.a. | 66,5 | 35,5 | 01.11.07 [11] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX |
1350 (12V) | 11,9 | 67,0 | 36,0 | 07.05.08 [17] |
| Zerotherm Nirvana NV120 120mm: Serie |
1030 (5V) | 7,3 | 67,25 | 32,0 | 08.11.07 [9] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie |
1680 (12V) | 14,7 | 67,25 | 39,2 | 25.03.08 [15] |
| Scythe Mugen 120mm: Slip-Stream |
1290 (12V) | 11,6 | 68,0 | 37,7 | 12.09.07 [18] |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS |
1110 (12V) | 8,6 | 68,25 | 32,5 | 25.03.08 [15] |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED |
1280 (12V) | 9,2 | 68,75 | 32,7 | 07.03.08 [13] |
| Scythe Ninja 2 120mm: Slip-Stream |
1150 (12V) | 10,2 | 68,75 | 35,0 | 05.06.08 |
| Zerotherm FZ120 120mm: PWM-Serie |
1000 | 7,4 | 69,0 | 31,3 | 15.05.08 [14] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie |
1250 (5V) | n.a. | 69,25 | 33,3 | 15.09.06 [10] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie |
2250 (12V) | n.a. | 69,5 | 47,1 | 16.09.05 [19] |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream |
750 (12V) | 5,0 | 70,75 | <30,4 | 30.11.07 [2] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L |
460 (12V) | 3,0 | 71,0 | <30,4 | 28.02.08 [20] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L |
950 (12V) | 6,1 | 71,75 | 31,9 | 10.02.08 [21] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
1170 (12V) | 6,8 | 71,75 | 35,2 | 10.04.08 [22] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX |
840 (9V) | 6,4 | 72,5 | 31,1 | 07.05.08 [16] |
| Scythe Ninja 2 120mm: Slip-Stream |
760 (5V) | 6,3 | 73,0 | 30,6 | 05.06.08 |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie |
720 (5V) | 6,1 | 73,0 | 31,4 | 25.03.08 [15] |
| Scythe Mugen 120mm: Slip-Stream |
770 (5V) | 6,3 | 73,5 | 31,0 | 12.09.07 [17] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
1170 (7V) | n.a. | 74,0 | 32,4 | 07.03.08 [13] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 |
550 (5V) | 3,5 | 74,25 | <30,4 | 01.02.08 [12] |
| Xigmatek HDT-D1284 120mm: AD1212DX |
1240 (12V) | 9,4 | 74,25 | 33,0 | 07.03.08 [13] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie |
1400 (5V) | n.a. | 75,75 | 32,9 | 16.09.05 [18] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L |
220 (5V) | 0,5 | 77,0 | <30,4 | 28.02.08 [19] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
780 (8V) | 5,0 | 77,75 | 31,9 | 10.04.08 [21] |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream |
440 (5V) | 2,1 | 79,75 | <30,4 | 30.11.07 [2] |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS |
530 (5V) | 3,3 | 80,75 | <30,4 | 25.03.08 [15] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX |
540 (7V) | 3,5 | 82,25 | <30,4 | 07.05.08 [16] |
| Zerotherm FZ120 120mm: PWM-Serie |
500 | 2,7 | 84,5 | <30,4 | 15.05.08 [14] |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED |
480 (5V) | 2,7 | 84,5 | 30,7 | 07.03.08 [13] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L |
450 (5V) | 2,0 | 87,75 | <30,4 | 10.02.08 [20] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie |
330 (5V) | 1,0 | >100 Absturz |
<30,4 | 10.04.08 [21] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX |
420 (5V) | 1,6 | >100 Absturz |
<30,4 | 07.03.08 [13] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie |
315 (5V) | 1,5 | >100 Absturz |
<30,4 | 25.03.08 [15] |
* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
Referenzbelüftung
Als ein wichtiges Kriterium für den Vergleich der Leistungsfähigkeit eines Kühlkörpers gilt die gegenüberstellende Messung mit gleichen Lüftern. Für 120-mm-Kühler und solche, die dazu kompatibel sind, setzen wir nach wie vor auf die tabellarisch näher charakterisierten drei Lüfterexemplare der verschiedenen Leistungsklassen.
Kühlercharts mit Referenzlüftern
Unser Vergleich mit identischen Lüftern unterstreicht das eben gezeigte Bild. Der Ninja 2 liegt auf Niveau des Mugen, bei hohem Luftdurchsatz eher hinter ihm, bei niedrigem Luftdurchsatz eher vor ihm. Zum Ninja Cu ist die Lücke allerdings noch recht deutlich, während die Leistungssteigerung zum alten Ninja A/B moderat ausfällt.
Kühlervergleich mit gleichen Lüftern
Angaben in °C
|
Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
Fazit
Im Großen und Ganzen liefert Scythe mit dem Ninja 2 eine ordentliche Nachfolge zum beliebten Urprodukt. Mit etwas geringerem Lamellenabstand und noch größerer Grundform konnte die Aktivleistung zum Ninja 1 minimal gesteigert werden und liegt etwa auf Höhe des Mugen. Um die Ninja-Cu-Schwester zu gefährden, reicht es allerdings nicht ganz. Dabei harmoniert der Ninja 2 vor allem mit langsam drehenden, also leisen Lüftern.
Leider hat man es bei Scythe versäumt, grundlegende Schwächen des Ninjas aus dem Weg zu räumen. Eine dieser Schwächen ist der mitgelieferte Lüfter, der nicht dem hohen Qualitätsbild des Kühlers entspricht und sich für leise Systeme aufgrund seiner enormen Nebengeräusche (speziell bei horizontaler Ausrichtung) kaum geeignet präsentiert. Gerade bei den günstigen Slip-Stream-Lüftern scheint die Serienstreuung recht groß zu sein – immerhin sind uns bereits baugleiche Lüfter ohne diese negative Nebengeräuschcharakteristik untergekommen. Ob der Kunde letztendlich ein gutes oder schlechtes Lüftermodell erwirbt, bleibt in diesem Preissegment daher leider etwas Glückssache.
Ein weiterer Punkt ist die Montage auf Intels Sockel 775. Entgegen der Kundenwünsche setzt man hier weiterhin auf Push-Pins, mit denen der Ninja 2 aufgrund seiner Größe nur unter enormen Anstrengungen montiert werden kann. Die Demontage gestaltet sich unterdessen noch widriger und geht mit hoher Verletzungsgefahr für Mensch und Hardware einher. Besser hätte man hier wieder auf das sichere Montagekit im Sockel-478-Stil gesetzt, wie es beim ersten Ninja der Fall war und auch beim Orochi und sogar beim Ninja Cu umgesetzt wurde. So bleibt das Montagekit nur eine Option, die mit weiteren Kosten verbunden ist.
Abseits davon erhält der Kunde mit dem Ninja 2 einen Prozessorkühler der gehobenen Leistungsklasse, der vor allem durch seinen günstigen Preis zu gefallen weiß. In Kürze wird der Ninja 2 mit Lüfter für unter 30 Euro erhältlich sein. Wer am alten Ninja Gefallen fand, wird sich auch mit dem Ninja 2 wunderbar anfreunden können und darf zugreifen.
Weitere Empfehlungen
- Noctua NH-U12P [12] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- EKL Groß-Clock'ner [15] (hohe Leistung, leiser Lüfter, recht günstig)
- Xigmatek HDT-S1283 [23] (hohe Leistung, günstig, leicht, einfache Montage)
- OCZ Vendetta 2 [16] (hohe Kühlleistung, günstig, groß)
- Scythe Mugen [17] (hohe Leistung, günstig, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Scythe Ninja Cu [2] (hohe Leistung, exklusiv, hohe Qualität, Semi-Passiv-Betrieb möglich, teuer)
- ZEROtherm Nirvana NV120 [9] (hohe Leistung, gute Verarbeitung, etwas laut)
- Scythe Orochi [19] (sehr hohe Leistung als Tower oder Top-Flow, Passiv-Betrieb möglich, sehr leise, sehr groß, etwas teuer)
- Enzotech Ultra-X [11] (hohe Leistung als Top-Flow-Kühler, sichere Montage, etwas laut, teuer)



























