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Test: CoGaGe True Spirit 1366 CPU-Kühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Thermalright-Kühlprodukte genießen einen ausgezeichneten Ruf bei den Anwendern und Fachleuten. Hohe Qualität in Verarbeitung und Material, clevere Detaillösungen und herausragende Leistungen gehören zu den charakterisierenden Eigenschaften der fernöstlichen Edelmachwerke, die jedoch aufgrund ihrer High-End-Auslegung zumeist mit stolzen Anschaffungspreisen aufwarten. Mit dem neuen CoGaGe-(„Computer Gaming Gear“)-Brand möchte Thermalright nun eine Marke etablieren, welche die Vorzüge der eigenen Produktsparte zu deutlich konkurrenzfähigeren Preisen vertritt. Der „CoGaGe True Spirit“, ein interessanter 120-mm-Towerkühler auf leicht abgespeckter Basis des erfolgreichen Thermalright Ultra-120 [1], gehört zu den ersten Auslagerungen Thermalrights. Wir haben uns den Neuling zur Brust genommen und getestet, ob er dem Mitbewerb Paroli bieten kann.

Lieferumfang

True Spirit 1366 Lieferumfang
True Spirit 1366 Lieferumfang

Der knappe Lieferumfang des bunt verpackten True Spirit besteht aus dem Kühlkörper samt 120-mm-Serienlüfter nebst zweier Befestigungsdrahtbügel und Antivibrationsstreifen, der Push-Pin-Montageklemme für den Sockel 1366, der Installationsanleitung in englischer Sprache sowie einer Spritze Thermalright-Chill-Factor-Wärmeleitpaste, welche die Herkunft des Produktes unterstreicht.

Technische Eckpunkte

Kühler im Detail

Der CoGaGe True Spirit ist ein relativ unauffälliger 120-mm-Hybridtowerkühlkörper mit symmetrischem Schnitt und vergleichsweise dünnem Radiator. Unverkennbar dabei ist seine Herkunft, denn bereits der erste Blick weckt Assoziationen zum erfolgreichen Thermalright Ultra-120. In der Tat sind sowohl der Grundaufbau des True Spirit mit den versetzten 6-mm-U-Heatpipes als auch der Lamellenschnitt mit der Konkavwölbung im Mittelteil und den angewinkelten Kanten identisch mit dem Ultra 120.

Poppige Retail-Verpackungsbox
Poppige Retail-Verpackungsbox
9Kühlkörper auf Basis der Ultra-120
9Kühlkörper auf Basis der Ultra-120
Leicht gewölbte Cu-Bodenplatte
Leicht gewölbte Cu-Bodenplatte

Abstriche gibt es beim günstigeren CoGaGe-Produkt im Vergleich zur großen Schwester dennoch. So wird auf eine schützende und optisch vereinheitlichende Nickelbeschichtung verzichtet. Ferner hat man die Heatpipe-Ausstattung etwas zurück geschraubt und vertraut beim True Spirit auf lediglich vier der essentiellen Wärmeleitkapillare, bei der letzten Ultra-120-Version waren es deren sechs. Auch wirkt der Neuling trotz piekfeiner qualitativer Anmutung inklusive Heatpipe-Finish aufgrund der 48 dünn geschnittenen, im 1,5-Millimeterabstand aufgesteckten Aluminiumlamellen nicht derart robust, wie es die High-End-Modelle Thermalrights bisweilen tun.

Nicht beleuchtete Serienbelüftung am schmalen Kühlkörper
Nicht beleuchtete Serienbelüftung am schmalen Kühlkörper
CoGaGe True Spirit 1366
CoGaGe True Spirit 1366
Drahtbügelfassung zur Lüftermontage
Drahtbügelfassung zur Lüftermontage

Belüftet wird der True Spirit von einem auffälligen 120-mm-Serienmodell mit transparent-gelben Rotorblättern, aber ohne LED-Beleuchtung. Der Lüfter arbeitet mit maximal 1500 U/min, ist PWM-fähig und wird mit Hilfe zweier am Kühlkörper einzuhängender Drahtbügel kinderleicht befestigt. Um Vibrationen abzudämpfen kann der Anwender die beiden im Lieferumfang enthaltenen, selbstklebenden Gummistreifen verwenden.

Montagebesonderheiten

Leidige Push-Pin-Montage
Leidige Push-Pin-Montage
Nur Intels Sockel 1366 wird unterstützt
Nur Intels Sockel 1366 wird unterstützt
Keine Platzprobleme beim kompakten Towerkühler
Keine Platzprobleme beim kompakten Towerkühler

Der True Spirit ist lediglich zu Intels aktuellem High-End-Sockel 1366 kompatibel. Entsprechend wartet der Kühlerneuling mit einer minimal konvexen Bodenplatte, um die Heatspreaderbegebenheiten der Intel-CPUs auszugleichen, sowie einem Push-Pin-System zur Arretierung auf. Dieses Montagekreuz wird im Heatpipebereich eingefädelt und aufgespreizt. Die Push-Pins müssen dann in gewohnter Manier bei demontiertem Lüfter durch kraftvollen Druck einrasten – ein Vorgehen, das leider aufgrund der Technik und des hohen, vermittelten Anpresswiderstandes nicht immer sofort funktioniert und dem Anwender gerne Schweißperlen und Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Hier hätten wir uns schon eine sicherere und angenehmere Installationsform gewünscht, auch wenn die Push-Pin-Methode eine Montage ohne Motherboardausbau zulässt. Die Ausrichtung des Kühlers ist aufgrund der symmetrischen Bohrlochabstände des Sockel 1366 beliebig. Zudem kann der True Spirit durch die punktuelle Aufhängung auf der CPU etwas gedreht werden.

Bedingt durch den schmalen Kühlkörper sind Kollisionen weitgehend ausgeschlossen. Lediglich der obligatorische Hinweis zur Beachtung der Bauhöhe von knapp 160 mm inklusive Heatpipekappen ist im Hinblick auf die Gehäusebreite zu beachten.

Testsystem

Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [4]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [5] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.

Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650

Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [6] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.

Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua

Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.

Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.

Testsystem und -Modi

Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:

Modus Standard Performance Passiv 1 Passiv 2
Belüftung Aktiv Aktiv Semipassiv Semipassiv
CPU Takt 2,66 GHz 3,4 GHz 2,66 GHz 2,66 GHz
V-Core (BIOS) 1,2 V 1,4 V 1,0 V 1,0 V
V-Core (Real) 1,08 V 1,35 V 0,94 V 0,94 V
Gehäuselüfter 840 U/min 840 U/min 840 U/min 510 U/min

Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [7] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.

Lüfter und Lautstärke

PWM-Lüfter mit hohem Drehzahlmaximum
PWM-Lüfter mit hohem Drehzahlmaximum
Gute Laufeigenschaften im gedrosselten Betrieb
Gute Laufeigenschaften im gedrosselten Betrieb

Die Serienbelüftung des CoGaGe-Sprösslings ist gemäß des kleinen Lamellenparts und der geringen Einheitenabstände auf höheren Luftdurchsatz abgestimmt. Das PWM-fähige Modell soll laut Hersteller in einem Bereich zwischen 1000 und 1500 U/min arbeiten. Traditionsgemäß weichen die Realdrehzahlen im Toleranzbereich noch etwas ab: Unser Modell beispielsweise erreicht mit 12 Volt Betriebsspannung etwa 1650 Umläufe pro Minute, manuell ist ein Absenken der Drehzahl auf etwa 600 U/min minimal möglich. In den Gefilden über 1200 U/min geht der Lüfter sehr forsch ans Werk, erzeugt ordentlich Luftumschlag und Verwirbelungsgeräusche bei leichtem Rotorsurren. Im dreistelligen Laufzahlbereich ist der Ventilator allerdings durchaus silent-tauglich und überrascht durch überwiegend nebengeräuscharme Lagerung bei lediglich leichtem Schleifen. Insgesamt hinterlässt der Lüfter daher eine ordentliche Figur, wenngleich gewisse Güteabweichungen von Modell zu Modell, speziell in der Qualitätsklasse fernöstlicher Serienbelüftungen, vorkommen können.

Schalldruck / Drehzahl (frei stehend)
Schalldruck / Drehzahl (auf Kühlkörper liegend)

Im Vergleich zum Serienlüfter des Zalman CNPS 10X Extreme geht das 120-mm-Pendant des True Spirit bei gleicher Drehzahl etwas leiser zu Werke. Unter 1200 bis 1000 U/min kann man gar von einem angenehm stillen bis kaum wahrnehmbaren Betrieb sprechen.

Luftgeschwindigkeit / Drehzahl

Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der CoGaGe-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,0 cm besitzt somit eine Durchstromfläche von etwa 93,1 cm². Daraus ergebe sich bei maximaler Drehzahl von 1650 U/min und den gemessenen 14,1 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 131,3 m³/h (Herstellerangabe: 115 m³/h bei 1500 U/min).

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

Performancevergleich

Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.

Scythe S-Flex „D“ Noctua NF-P12 Scythe S-Flex „G“
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120 mm 120 mm 120 mm
840 U/min (12 Volt) 1380 U/min (12 Volt) 1860 U/min (12 Volt)
v(Luft) = 4,7 km/h v(Luft) = 8,1 km/h v(Luft) = 17,3 km/h
51,6 m³/h* 98,1 m³/h* 147,1 m³/h*
minimal wahrnehmbar akzeptabel starkes Rauschen
< 30,4 dB(A)** 37,0 dB(A)** 45,4 dB(A)**
< 30,4 dB(A)*** 33,9 dB(A)*** 41,1 dB(A)***
* aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen,
*** liegend auf Scythe Orochi gemessen

Referenzbelüftung

Semipassivmodus mit Gehäuselüfter

 Gehäuselüfter bei 840 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
64,75
Scythe Mugen 2
79,50
Xigmatek Thor's Hammer
85,50
Prolimatech Megahalems
88,50
Noctua NH-U12P
91,25
EKL Brocken
93,50
Thermolab Baram
98,00
Cogage True Spirit
99,00
 Gehäuselüfter bei 510 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
81,75
Scythe Mugen 2
96,75
Angaben in °C

Semipassiv sieht der CoGaGe True Spirit mit seinem kleinen Radiator und den geringen Lamellenabständen erwartungsgemäß keinen Stich. Mit sehr viel Mühe und gutem Zureden rettet er die untervoltete CPU vor der Taktverlangsamung, die sich bei 100°C-Kerntemperatur einstellt. Für lüfterlose Betriebsarten sollte man sich daher anderweitig umschauen.

Standardmodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Prolimatech Megahalems
58,00
Xigmatek Thor's Hammer
58,50
Noctua NH-U12P
58,50
Scythe Orochi (Tower)
58,75
Scythe Mugen 2
59,00
Zalman CNPS 10X
59,25
EKL Brocken
59,50
Thermolab Baram
59,50
Cogage True Spirit
60,00
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Prolimatech Megahalems
54,00
Xigmatek Thor's Hammer
54,75
Noctua NH-U12P
55,25
Thermolab Baram
55,50
Scythe Mugen 2
55,75
Scythe Orochi (Tower)
55,75
Zalman CNPS 10X
55,75
Cogage True Spirit
57,00
EKL Brocken
57,50
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
50,25
Zalman CNPS 10X
52,00
Xigmatek Thor's Hammer
52,75
Thermolab Baram
52,75
Scythe Mugen 2
53,00
Noctua NH-U12P
53,00
Cogage True Spirit
53,25
Scythe Orochi (Tower)
53,75
EKL Brocken
54,25
Angaben in °C

Mit angeschnallten Referenzlüftern kann der Neuling unterdessen deutlich besser mithalten. Zwar liegen die Kontrahenten zumeist noch leicht in Front, diese erkaufen sich das Leistungsplus jedoch durch bisweilen höheren Materialeinsatz und voluminösere Konstruktionen. Je kraftvoller die Belüftung wird, desto besser setzt sich das True Spirit in Szene.

Performancemodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Prolimatech Megahalems
94,75
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Prolimatech Megahalems
86,25
Scythe Mugen 2
87,50
Xigmatek Thor's Hammer
87,50
Noctua NH-U12P
87,50
Thermolab Baram
88,00
Zalman CNPS 10X
90,00
EKL Brocken
90,25
Cogage True Spirit
90,50
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
77,50
Zalman CNPS 10X
80,00
Thermolab Baram
80,00
Xigmatek Thor's Hammer
81,25
Noctua NH-U12P
81,25
EKL Brocken
81,75
Scythe Mugen 2
82,25
Cogage True Spirit
82,50
Scythe Orochi (Tower)
93,00
Angaben in °C

Im übertakteten und stark übervolteten Performancemodus hält das CoGaGe-Machwerk gerade so Anschluss an die Spitzenkühler. Verteidigend muss man allerdings sagen, dass das aufgezeigte Testfeld ausnahmslos mit Top-Produkten gespickt ist. Ein lediglich marginaler Abstand ist in diesem Sinne nicht als Niederlage zu werten.

Serienbelüftung

Standardmodus mit Serienbelüftung / Drehzahl
Performancemodus mit Serienbelüftung / Drehzahl

Mit Serienbelüftung zeigt sich ein ähnliches Bild wie mit Referenzventilation. Der CoGaGe True Spirit kann gemäß seines Drehzahlspektrums bei nicht übertakteter CPU ordentlich mithalten. Erst bei höher geschraubten Ansprüchen wird der Abstand zu den anderen Top-Kühlern etwas deutlicher. So gelingt es nicht mehr, unsere Test-CPU im Performance-Modus leise zu kühlen.

Fazit

Kühlerspezialist und Edelhersteller Thermalright geht mit dem Versuch die günstigere Gaming-Marke CoGaGe zu etablieren einen interessanten Weg. Der Anwender kann dabei nur gewinnen, erhält er doch das Wissen und die Entwicklung aus dem High-End-Bereich zu deutlich angenehmeren Konditionen. Der Erfolg dieser Marktstrategie steht und fällt jedoch mit der Leistung des abgespeckten Produktes, denn diese muss trotz Sparmaßnahmen konkurrenzfähig bleiben.

Mit dem True Spirit 1366 ist dem Thermalright-Ableger CoGaGe ein vielversprechender Einstieg geglückt. Auf Basis des überaus beliebten Thermalright Ultra-120 konnte ein 120-mm-Towerkühler geschaffen werden, der mit vergleichsweise geringem Material- und Gewichteinsatz auf sehr hohem Niveau mitspielt, dabei jedoch der teuren Top-Level-Marke Thermalright nicht die Luft abschnürt. So hat man ein qualitativ überzeugendes Gesamtpaket kreiert, welches im Gamingbereich, in dem es nicht unbedingt auf Spitzenleistungen bei niedrigster Geräuschkulisse ankommt, durchaus Anhänger finden kann.

CoGaGe True Spirit 1366 – Core i7 cooled by Thermalright
CoGaGe True Spirit 1366 – Core i7 cooled by Thermalright

Hinderlich dafür könnten vor allem zwei Dinge sein. Einerseits dezimiert man die potentielle Käuferschaft gehörig durch die Beschränkung auf Intels derzeit noch recht teuren und kaum verbreiteten High-End-Sockel 1366, dem überdies nur eine ungeliebte, da anfällige Push-Pin-Montagemethode zugedacht wurde. Andererseits ist der Anschaffungspreis von unter 40 Euro [2] für das True-Spirit-Komplettpaket zwar im Vergleich zur äquivalenten Thermalright-Combo günstig, in Referenz zu einem Scythe Mugen 2 oder einem EKL Alpenföhn Brocken jedoch, die zwar schon länger am Markt vertreten und daher bereits deutlich im Preis gefallen sind, hat der Neuling sowohl im Preis, in der Kühlleistung als auch in der Sockelkompatibilität derzeit noch das Nachsehen.

Nützliche Links

Weitere Empfehlungen

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/suche/?q=Thermalright+Ultra-120&bereich=artikel
  2. http://www.cogage.com/
  3. http://www.pc-cooling.de/product_info.php?cPath=1_1409_1474&products_id=8324
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/4/#abschnitt__mainboards
  6. http://www.caseking.de/shop/catalog/Gehaeuse/Silverstone/SST-TJ09-Serie/Silverstone-TemJin-SST-TJ09S-silver::5964.html
  7. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_sechs_high-end-kuehler/
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a441772.html
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_ekl_alpenfoehn_brocken_cpu-kuehler/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_xigmatek_thors_hammer_cpu-kuehler/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_scythe_mugen_2_cpu-kuehler/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_cpu-kuehler_nh-u12p/
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_thermaltake_v14_pro_prozessorkuehler/
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_thermolab_baram_cpu-kuehler/
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_enzotech_ultra-x/
  17. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_nh-c12p_cpu-kuehler/
  18. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_avc_black_samurai_cpu-kuehler/
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