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Test: Corsair Obsidian 800D

von Benjamin Marks

Einleitung

Als Hersteller von Computerhardware und -peripherie hat sich Corsair in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht. Mit dem Obsidian 800D soll nun der erste Schritt in die Gehäusesparte getan werden. Und Corsair fängt direkt mit einem Giganten zum Einstieg an. Das Obsidian ist im wahrsten Sinne des Wortes riesig und hinterlässt bereits vor dem Auspacken einen bleibenden Eindruck. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein separater Bereich für das Netzteil, ein großes Sichtfenster, ein Festplatten-Wechselrahmen und neben massig Platz im Innenraum auch die Möglichkeit ganze sieben Lüfter zwischen 120 und 140 mm zu verbauen.

Corsair Obsidian 800D – Front Seite links
Corsair Obsidian 800D – Front Seite links

Ob das „Auftreten“ dieses Bigtowers hält, was es verspricht, werden wir in unserem heutigen Test versuchen heraus zu finden. An dieser Stelle geht unser Dank für die Bereitstellung des Samples an den Hersteller Corsair.

Lieferumfang und Daten


Neben den üblichen Schrauben und einer ausführlichen Anleitung gehören ein Verlängerungskabel für den Prozessor-Stromanschluss, vier SATA-Kabel sowie ein vierfach SATA-Stromkabel, ein Anti-Vibrations-Rahmen für einen 120-mm-Lüfter, diverse Kabelbinder und zwei Paar Festplattenhalterungen, alles komplett in Schwarz, zum Lieferumfang.

Ausstattung außen

Nach dem Öffnen der Verpackung ist der erste Eindruck: riesig! Alle empfindlichen Flächen sind großzügig mit einer Schutzfolie beklebt, sodass der Käufer zunächst gezwungen ist, in teilweise mühevoller Kleinarbeit sowohl die Front als auch das Seitenfenster von der Folie zu befreien.

Da die Front zum Entfernen der Folie in der Regel demontiert werden muss, fällt direkt auf, dass diese, anders als bei den meisten Gehäusen, komplett ausgefüllt ist. Will heißen, dass hinter der Fassade nicht etwa 20 mm Luft sondern ein komplett abgedeckter Zwischenraum zu finden ist. Praktischer Weise lässt sich die Front nach einem gefühlvoll kräftigen Zug ohne Lösen von Schrauben vom Chassis trennen. An oberster Stelle sitzt, versteckt hinter einer Klappe, das Port-Kit nebst offen zugänglichem Powerschalter und einer weißen LED zur Anzeige der Festplattenaktivität. Darunter befinden sich die fünf 5,25"-Laufwerkschächte, die nach innen offen und mit Blenden aus einer Kombination aus Kunststoff und Aluminium verdeckt sind. Im unteren Bereich ist der Festplatten-Wechselrahmen hinter einer Klappe angebracht, welcher bis zu vier 3,5"-Festplatten als „Hot-Swap-Plattform“ aufnehmen kann.

Corsair Obsidian 800D – Front
Corsair Obsidian 800D – Front
Corsair Obsidian 800D – Port-Kit
Corsair Obsidian 800D – Port-Kit
Corsair Obsidian 800D – Front (Vorderseite)
Corsair Obsidian 800D – Front (Vorderseite)
Corsair Obsidian 800D – Front (Rückseite)
Corsair Obsidian 800D – Front (Rückseite)
Corsair Obsidian 800D – demontierte Front
Corsair Obsidian 800D – demontierte Front
Corsair Obsidian 800D – Festplatten-Wechselrahmen
Corsair Obsidian 800D – Festplatten-Wechselrahmen

Deckel und Seitenteile wurden von Corsair sehr schlicht gehalten. Ersterer zeichnet sich lediglich durch die Vorbereitung für eine interne Wasserkühlung aus. Dafür bietet das Obsidian 800D eine großzügige Fläche aus Lochblech, um maximal einen Tripple-Radiator zu befestigen. Die Seitenteile wirken sehr massiv und während die linke Seitenwand noch das große Sichtfenster beherbergt, befindet sich in der rechten Seitenwand keine einzige Öffnung oder Unterbrechung. Besonders ist allerdings der Mechanismus, um die Seitenwände vom Chassis zu trennen. Dies geschieht über einen kleinen Druckknopf an der Rückseite. Wird dieser betätigt, lassen sich beide Seitenwände nach außen klappen und schließlich aus ihrer Halterung am Fuße des Gehäuses herausziehen.

An der Rückwand ist zunächst eines zu erkennen: Ein von oben nach unten durchgezogener Bereich, der aus Lochblech besteht. Dies lässt darauf schließen, dass hinter dem Mainboard-Tray ausreichend Platz zur Verfügung steht, um alle nötigen Kabel zu verlegen, ohne dabei die rechte Seitenwand auszubeulen. Neben den zwei Druckknöpfen zum Öffnen der Seitenwände befinden sich außerdem zwei Schlauchdurchführungen zum Betrieb einer externen Wasserkühlung, ein 140-mm-Lüfter, die typische Anordnung für gängige ATX-Formate und, mit etwas Abstand nach unten, die Aussparung für das Netzteil an der Rückseite.

Corsair Obsidian 800D – Front Seite rechts
Corsair Obsidian 800D – Front Seite rechts
Corsair Obsidian 800D – Seitenansicht rechts
Corsair Obsidian 800D – Seitenansicht rechts

Corsair Obsidian 800D – Rückseite rechts
Corsair Obsidian 800D – Rückseite rechts
Corsair Obsidian 800D – Rückseite
Corsair Obsidian 800D – Rückseite


Corsair Obsidian 800D – Rückseite links
Corsair Obsidian 800D – Rückseite links
Corsair Obsidian 800D – Seitenansicht links
Corsair Obsidian 800D – Seitenansicht links

Corsair Obsidian 800D – Deckel
Corsair Obsidian 800D – Deckel
Corsair Obsidian 800D – Unterboden
Corsair Obsidian 800D – Unterboden

Die Unterseite, mit den in das Design integrierten drei Standschienen, stellt eine weitere Besonderheit beim Obsidian 800D dar. So befindet sich dort, ähnlich wie im Deckel, ein etwa 36 cm langer Bereich, der aus Lochblech besteht und durch entfernbare Staubfilter geschützt wird. Durch diese Öffnungen gelangt frische Luft zum Netzteil, welches sowohl mit dem Lüfter nach unten als auch nach oben angebracht werden kann. Optional kann zusätzlich ein 120-mm-Lüfter angebracht werden.

In Sachen Verarbeitung lässt das erste Corsair Gehäuse keinerlei Wünsche offen. Die Materialien sind passend ausgewählt und hochwertig verarbeitet. Von außen wirkt dieser Bigtower einfach gigantisch und lässt jegliche Konkurrenz geradezu mikrig aussehen.

Ausstattung innen

Zunächst fällt positiv auf, dass wirklich alles schwarz lackiert ist. Durch die Zweiteilung des Innenraums wird der Bereich, in dem die Hardware verbaut ist, optisch und teilweise auch akustisch von dem unteren Viertel getrennt. Diese „Kammer“ bietet Platz für jegliches auf dem Markt erhältliches Netzteil. Egal wie lang dies auch sein mag, es kollidiert in mit Sicherheit nicht mit anderen Komponenten. Im vorderen Bereich ist eine Festplattenhalterung angebracht, in der bis zu zwei 3,5"-Festplatten verbaut werden können, welche, ähnlich wie die restlichen vier im Festplatten-Wechselrahmen, zur Front hin ausgetauscht werden. Beide unteren Festplatten bieten jedoch keine „Hot-Swap-Funktion“. Leider verzichtet Corsair bei allen sechs Festplattenhalterungen auf eine Vibrationsentkopplung, was sich bei etwas unruhiger laufenden Modellen negativ auf die Geräuschentwicklung auswirken wird.

Corsair Obsidian 800D – Festplatten-Wechselrahmen
Corsair Obsidian 800D – Festplatten-Wechselrahmen
Corsair Obsidian 800D – Innenraum
Corsair Obsidian 800D – Innenraum
Corsair Obsidian 800D – Innenraum ohne Backplatten-Abdeckung
Corsair Obsidian 800D – Innenraum ohne Backplatten-Abdeckung
Corsair Obsidian 800D – Innenraum rechts
Corsair Obsidian 800D – Innenraum rechts
Corsair Obsidian 800D – Innenraum vorn links
Corsair Obsidian 800D – Innenraum vorn links
Corsair Obsidian 800D – Abdeckung Wechselrahmen
Corsair Obsidian 800D – Abdeckung Wechselrahmen
Corsair Obsidian 800D – Innenraum vorn rechts
Corsair Obsidian 800D – Innenraum vorn rechts
Corsair Obsidian 800D – Wechselrahmen und Festplattenlüfter
Corsair Obsidian 800D – Wechselrahmen und Festplattenlüfter

Corsair Obsidian 800D – Innenraum ohne Abdeckungen
Corsair Obsidian 800D – Innenraum ohne Abdeckungen
Corsair Obsidian 800D – Port-Kit
Corsair Obsidian 800D – Port-Kit

Der restliche Innenraum besticht durch ein Maximum an Komfort in Form der großen Zahl an Kabeldurchführungen im Mainboard-Tray. Angepasst an die drei Mainboard-Formate, die im Obsidian 800D verbaut werden können, sind jeweils rund um das Mainboard gummierte Durchführungen positioniert, sodass keinerlei Kabel den Luftfluss im Innenraum oder die Optik stören. Der Front-Bereich wird hauptsächlich von dem bereits erwähnten Festplatten-Wechselrahmen gebildet. Die benötigten Anschlüsse werden durch eine schwarze Abdeckung verdeckt, eine weitere Abdeckung versteckt den 140-mm-Lüfter, welcher die empfindlichen Speichermedien mit ausreichend Luft versorgt.

Alle fünf 5,25"-Laufwerke werden werkzeuglos am Chassis befestigt. Für Käufer, die einen großen Prozessorkühler verwenden, welcher eine Backplatte zur Stabilisierung benötigt, bietet Corsair eine großzügige Aussparung im Mainboard-Tray, welche sich per Clip entfernen und wieder befestigen lässt. So kann der Käufer auch ohne das Mainboard komplett auszubauen einen neuen Prozessorkühler montieren. Abgerundet wird das komfortable Bild des Innenraums durch Thumb-Screws zur Befestigung von Erweiterungskarten an der Rückseite des Gehäuses. Zwar sind diese im Auslieferungszustand extrem fest angezogen und lassen sich auch nach mehrfachem Ein- und Herausschrauben nur mühsam drehen, jedoch ist diese Funktion ganz nett, weil dann zukünftig kein Werkzeug mehr benötigt wird, wenn Karten gewechselt werden sollen.

Erfahrungen

Selbstverständlich bietet das Corsair Obsidian 800D eines in Hülle und Fülle: Platz. Zugegeben, in einen Big-Tower ein Hardwarepaket basierend auf einem platzsparenden Micro-ATX Mainboard zu verbauen, ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, und der Einbau gestaltet sich äußerst unkompliziert. Aber auch größere Komponenten hätten mühelos Platz.

Corsair Obsidian 800D – Hardware
Corsair Obsidian 800D – Hardware
Corsair Obsidian 800D – Hardware vorn
Corsair Obsidian 800D – Hardware vorn

Corsair Obsidian 800D – Hardware hinten
Corsair Obsidian 800D – Hardware hinten
Corsair Obsidian 800D – Kabelmanagement
Corsair Obsidian 800D – Kabelmanagement

Gerade die Länge aller Kabel überzeugte beim Obsidian 800D – angefangen bei den Lüfterkabeln über die des Port-Kits bis hin zur beiliegenden Verlängerung des Prozessor-Stromkabels. Zwar ist der Lieferumfang in Sachen Zubehör großzügig gestaltet, jedoch lässt der Umfang an Lüftern stark zu wünschen übrig. Wir hätten von einem Gehäuse in der Preisklasse um 250 Euro erwartet, dass alle Lüfter, die verbaut werden können, auch im Lieferumfang enthalten sind. Doch nur drei von maximal sieben möglichen Lüftern legt Corsair dem ersten Sprössling bei. Diese sind zudem an Stellen verbaut, an denen sie unserer Meinung nach nicht viel Kühlleistung erbringen.

Betrachtet man das Hauptausstattungsmerkmal – Platz – und wirft einen Blick darauf, wie viel Luft neben unserer verbauten 9800GTX+ noch vorhanden ist, so wird schnell klar, dass das Obsidian 800D unangefochten die Spitzenposition beim vorhandenen Platz für Grafikkarten einnehmen wird. In der Tat schlägt das Corsair Gehäuse alles, was andere Gehäuse bisher boten um Längen. Mit großzügigen 36,5 cm Platz scheint Corsair nicht nur für die kommende Generation der High-End-Grafikkarten zu planen, sondern auch bereits darüber hinaus.

Länge aktueller Grafikkarten

 Benötigter Platz:
NVIDIA GTX 285
26,7
NVIDIA GTX 295
27,0
ATi Radeon 5870
28,0
ATi Radeon 5970
31,0
ATi Radeon 4890
23,0
ATi Radeon 4870 X2
27,0
 Vorhandener Platz:
Lancool K58
29,0
Lancool K7
29,5
Xigmatek Midgard
30,5
ASUS TA-U2
31,5
Silverstone Raven 2
30,0
NZXT LeXa S
28,0
Lian Li Armorsuit PC-P50
29,0
Corsair Obsidian 800D
36,5
Angaben in Zentimeter (cm)

Testsystem im Betrieb

Das Testsystem im Detail:

AMD Athlon X2 6000+ mit Scythe Mugen 2 (passiv)
Gigabyte GA-MA74GM-S2H
2 x 1.024 MB Corsair XMS2 DDR2-800
GeForce 9800 GTX+ mit Scythe Musashi
Western Digital Caviar SE16 320GB
Enermax MODU-82+ 425 W

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System den 3DMark Vantage [1] (Download [2]) als Dauerschleife und parallel Prime95 (Download [3]) ausführte. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahe zu kommen.

Messungen

In diesem Abschnitt wird zeigt sich, was wir bei den „Erfahrungen“ bereits angesprochen haben, nämlich ob das Lüfterkonzept beziehungsweise der Umfang an Lüftern des Obsidian 800D nur durch eine geringe Geräuschentwicklung überzeugen kann. Bereits im Betrieb bei zwölf Volt drehen die 140-mm-Lüfter nur mit etwa 600 U/min. Sie geben ein leichtes Summen und minimales Schleifen der Lager von sich, was auch in einem halben Meter Abstand noch leicht wahrzunehmen ist. Im Fünf-Volt-Betrieb zeigte unser Schallpegelmessgerät durchweg Werte unter 30 dB an, so dass man sowohl subjektiv als auch objektiv von Stille sprechen kann. Die Lüfter drehen dann nur noch mit wenigen Umdrehungen und befördern so gut wie keine Luft mehr durch das Gehäuse. Positiv ist somit zusammen zu fassen, dass Corsair die Ohren der Käufer erobert, so ist das Obsidian 800D bei zwölf Volt noch leiser als die meisten anderen Gehäuse bei fünf Volt.

Lautstärke

 Vorne:
Corsair Obsidian 800D (5 V)
30,0
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
30,4
Corsair Obsidian 800D (12 V)
32,2
NZXT LeXa S (5 V)
33,6
Asus TA-U21 (5 V)
34,4
Silverstone Raven 2 (5 V)
34,9
NZXT LeXa S (12 V)
40,1
Silverstone Raven 2 (12 V)
40,5
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
40,5
Asus TA-U21 (12 V)
43,6
 Hinten:
Corsair Obsidian 800D (5 V)
30,0
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
31,1
NZXT LeXa S (5 V)
34,6
Silverstone Raven 2 (5 V)
35,4
Corsair Obsidian 800D (12 V)
35,6
Asus TA-U21 (5 V)
37,1
NZXT LeXa S (12 V)
40,0
Silverstone Raven 2 (12 V)
40,8
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
43,0
Asus TA-U21 (12 V)
48,6
 Links:
Corsair Obsidian 800D (5 V)
30,0
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
30,6
Corsair Obsidian 800D (12 V)
33,8
NZXT LeXa S (5 V)
35,1
Silverstone Raven 2 (5 V)
35,2
Asus TA-U21 (5 V)
36,3
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
40,1
Silverstone Raven 2 (12 V)
42,0
NZXT LeXa S (12 V)
42,5
Asus TA-U21 (12 V)
44,6
 Rechts:
Corsair Obsidian 800D (5 V)
30,0
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
30,6
Corsair Obsidian 800D (12 V)
33,1
NZXT LeXa S (5 V)
34,3
Silverstone Raven 2 (5 V)
35,4
Asus TA-U21 (5 V)
36,1
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
39,8
NZXT LeXa S (12 V)
40,6
Silverstone Raven 2 (12 V)
43,1
Asus TA-U21 (12 V)
43,8
 Oben:
Corsair Obsidian 800D (5 V)
30,0
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
30,3
Corsair Obsidian 800D (12 V)
34,0
NZXT LeXa S (5 V)
35,1
Silverstone Raven 2 (5 V)
35,8
Asus TA-U21 (5 V)
36,3
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
39,4
NZXT LeXa S (12 V)
39,6
Silverstone Raven 2 (12 V)
42,9
Asus TA-U21 (12 V)
45,1
Angaben in Dezibel

Die Messungen der Systemtemperaturen ergibt dann allerdings ein teils fatales Ergebnis. Gerade an unserem Prozessor können wir die Leistung unserer Probanden immer sehr gut ablesen, da dieser passiv gekühlt wird. Von Leistung kann beim Obsidian 800D aber leider nicht mehr gesprochen werden, denn mit 90 °C belastet dieses Gehäuse unseren Prozessor bis an die Temperaturgrenze. Auch mit dem Ändern der Betriebsspannung von fünf auf zwölf Volt, verändern sich die Temperaturen nur geringfügig. Somit bestätigt sich unsere Vermutung, dass das Lüfterkonzept leider wenig durchdacht wurde und im Lieferumfang deutlich zu wenige Lüfter enthalten sind.

Systemtemperaturen

 CPU:
NZXT LeXa S (12 V)
39
Silverstone Raven 2 (12 V)
40
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
41
Asus TA-U21 (12 V)
45
NZXT LeXa S (5 V)
50
Silverstone Raven 2 (5 V)
52
Asus TA-U21 (5 V)
58
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
64
Corsair Obsidian 800D (12 V)
82
Corsair Obsidian 800D (5 V)
90
 GPU:
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
64
Silverstone Raven 2 (12 V)
68
NZXT LeXa S (12 V)
68
Corsair Obsidian 800D (12 V)
69
Silverstone Raven 2 (5 V)
70
NZXT LeXa S (5 V)
70
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
70
Asus TA-U21 (12 V)
72
Corsair Obsidian 800D (5 V)
72
Asus TA-U21 (5 V)
79
 Mainboard:
Silverstone Raven 2 (12 V)
26
Silverstone Raven 2 (5 V)
28
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
32
Asus TA-U21 (12 V)
33
NZXT LeXa S (12 V)
33
NZXT LeXa S (5 V)
34
Corsair Obsidian 800D (12 V)
34
Corsair Obsidian 800D (5 V)
35
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
37
Asus TA-U21 (5 V)
38
 Festplatten:
Lian Li Armorsuit PC-P50 (12 V)
23
Corsair Obsidian 800D (12 V)
23
Silverstone Raven 2 (12 V)
25
NZXT LeXa S (12 V)
25
Corsair Obsidian 800D (5 V)
25
Asus TA-U21 (12 V)
26
NZXT LeXa S (5 V)
26
Silverstone Raven 2 (5 V)
28
Lian Li Armorsuit PC-P50 (5 V)
28
Asus TA-U21 (5 V)
30
Angaben in °C

Fazit

Corsair wagt den Schritt auf den Gehäusemarkt, der Einstand kann allerdings nicht auf ganzer Linie überzeugen. Damit ist nicht das Design gemeint, das mit Sicherheit nicht jeden Interessenten ansprechen wird.

Zu den positiven Eigenschaften des Gehäuses sind viele Ausstattungsmerkmale zu zählen, die den Benutzer im täglichen Gebrauch unterstützen. Zu den Highlights gehören neben dem Festplatten-Wechselrahmen und dem separat abgetrennten Netzteil im unteren Bereich des Gehäuses auch die bereits bei zwölf Volt extrem leisen Lüfter oder der allgemeine Aufbau des Chassis. Besitzer einer Wasserkühlung kommen mit diesem Gehäuse vollends auf ihre Kosten und können diese problemlos in das Obsidian 800D integrieren. Das Sichtfenster in der linken Seitenwand bietet tiefe Einblicke in den Innenraum, der massig Platz bereit hält, um aktuelle und auch zukünftige Hardware zu verbauen. Mit dem durchdachten Kabelmanagementsystem stellt Corsair sicher, dass in allen Lebenslagen stets Ordnung herrscht.

Doch obwohl der Lieferumfang recht großzügig ausfällt, wäre es nach unserer Meinung mehr als wünschenswert gewesen, den einen oder anderen zusätzlichen Lüfter beizulegen - die Kühlleistung ab Werk ist (trotz oder gerade aufgrund) der hervorragenden Geräuschkulisse extrem schlecht. Bei dem Konzept im Auslieferungszustand staut sich die Wärme im Gehäuse und der sichere Betrieb eines passiv gekühlten Prozessors ist damit nahezu unmöglich.

Die Kombination aus Platz ohne Ende, vielen interessanten Details, den aufgezeigten Macken und einem Preis von über 200 Euro reicht am Ende leider nicht für eine Empfehlung der Redaktion.

Corsair Obsidian 800D – Front Seite rechts
Corsair Obsidian 800D – Front Seite rechts

Tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten:

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/bericht_3dmark_vantage_der_performance_report/
  2. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks/futuremark_3dmark_vantage/
  3. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a449118.html
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