ComputerBase

Test: EKL Alpenföhn Nordwand CPU-Kühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Seit Etablierung der Alpenföhn-Marke erfreut Kühlerspezialist und OEM-Riese EKL den Endverbraucher in regelmäßigen Abständen mit gelungenen Kühlboliden für Prozessor, Grafikkarte und Co. Vor allem die CPU-Kühlentwicklungen in Form des „Groß-Clock'ner [1]“ oder des „Brocken [2]“ avencierten zuletzt bei gelungener Preisgestaltung und überzeugender Leistungscharakteristik schnell zu echten Publikumslieblingen. In diese Fußstapfen soll nun auch der neueste Spross der Alpenföhn-Familie, die „Nordwand“, treten und setzt sich dabei keine geringere Aufgabe, als den bis dato über jeden Zweifel erhabenen Prolimatech Megahalems vom Kühlerthron zu stürzen. Wir testen, ob die EKL Nordwand tatsächlich zum Gipfelstürmer wird.

Lieferumfang

Alpenföhn Nordwand Lieferumfang
Alpenföhn Nordwand Lieferumfang

Die Dreingaben des mit einer unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von knapp 50 Euro versehenen Towerkühlers bestehen aus den gut sortierten Montageutensilien für AMD- und Intel-Systeme inklusive einer Spritze Wärmeleitpaste und einer Installationsanleitung in deutscher Sprache, den Gummi-Lüfterhalterungen für bis zu zwei 120-mm-Ventilatoren nebst Ersatzexemplaren sowie einem Pin-Adapter zur netzteildirekten Stromversorgung des PWM-Lüfters.

Technische Eckpunkte

Kühler im Detail

Mit der Alpenföhn Nordwand startet EKL den Angriff auf die Kühlerkrone. Dazu hat der Hersteller einen mächtigen Boliden konzipiert, der mit einer erhabenen, progressiven Formgebung und Optik kraftstrotzend auftritt. Eine harte, kantige Linienführung, der breite Radiator und die matt vernickelte Oberflächenbearbeitung im Carbon-Look sind charakteristisch für den stämmigen 120-mm-Tower, der sich gelungen von der Marktmasse abzuheben weiß.

Alpenföhn Nordwand Verpackung
Alpenföhn Nordwand Verpackung
Imposanter Toweraufbau
Imposanter Toweraufbau
Polierter HDT-Boden aus fünf 8-mm-Pipes
Polierter HDT-Boden aus fünf 8-mm-Pipes

Seit dem Groß-Clock'ner vertraut EKL auf die Heatpipe-Direct-Touch-Technik, bei welcher die in U-Aufbiegung implementierten Heatpipes sorgfältig angeschliffen unmittelbar auf der CPU-Heatspreader-Oberfläche aufliegen. Dieses Verfahren reduziert im Allgemeinen leistungssenkende Materialübergänge, wirft allerdings Probleme in Form der unebenen Beschaffenheit der Bodenplatte auf. Bei der Nordwand mit ihrer sauber geschliffenen Wärmeaufnahme der fünf 8-mm-Kapillare sind dagegen kaum mehr Riefen oder Unebenheiten auszumachen. Dennoch empfiehlt der Hersteller, etwas mehr Wärmeleitpaste zu verwenden, um etwaige Verwerfungen auszufüllen. Darüber hinaus muss erwähnt werden, dass beispielsweise bei der Verwendung eines Intel-Sockel-775-Prozessors nur drei der fünf Heatpipes wirklich Kontakt zur CPU-Oberfläche haben, weshalb bei diesen CPUs die Leistung der Nordwand etwas geringer ausfallen wird. Erst größere Heatspreader eines AMD Phenom oder eines Core-i7-Prozessors berühren wirklich alle fünf Heatpipes des Kühlers und rufen so dessen wahres Leistungsvermögen ab.

Vernickelte Carbon-Optik der Lamellen
Vernickelte Carbon-Optik der Lamellen

Als weitere Besonderheit weist die sehr gut verarbeitete Nordwand eine seitlich geschlossene Lamellenführung auf. Damit verspricht man sich den Luftstrom gezielter durch die mit etwa 1,5 Millimetern Abstand eingebrachten Aluminium-Kühleinheiten zu führen. Nachteil dieser Bauweise, der speziell bei schwächerer Belüftung offensichtlich wird, dürfte dagegen ein wachsender Reibungswiderstand sein, der mit verhältnismäßig großen Leistungsverlusten im Super-Silent-Bereich (600 U/min und weniger) einhergeht.

Gelungene Gummi-Aufhängung des Lüfters
Gelungene Gummi-Aufhängung des Lüfters
EKL Alpenföhn Nordwand
EKL Alpenföhn Nordwand
Markante Optik der Nordwand
Markante Optik der Nordwand

Die Alpenföhn Nordwand wird mit 120-mm-Serienbelüftung ausgeliefert. Hier vertraut EKL auf ein transparentes PWM-Modell, das etwa im Drehzahlbereich zwischen 800 und 1500 U/min agiert und aufgrund der vierfach LED-Bestückung für kühl-blaue Aktivbeleuchtung sorgt. Die Aufhängung des Lüfters erfolgt mit Hilfe von vier relativ weichen Gummi-Strings, die erst in der Lamellenführung am Kühlkörper eingehangen und dann durch die Bohrungen des Lüfterrahmens gezogen werden. Dies funktioniert sehr gut und dämpft darüber hinaus wirkungsvoll auftretende Vibrationen. EKL legt der Nordwand zehn dieser Gummi-Strings bei, sodass trotz optionaler Doppelbelüftung bei möglichem Defekt eines Strings für Ersatz gesorgt ist.

Montagebesonderheiten

Standesgemäß wird die knapp 900 Gramm schwere Nordwand sowohl auf Intel- als auch auf AMD-Plattformen rückplattenbasierend mit dem Motherboard verschraubt. Erfreulich ist dabei vor allem für AMD-Anwender mit quer positioniertem Sockel, dass EKL auf die richtige Ausrichtung des Kühlers zur Gehäuserückwand geachtet hat.

Rückplatten-Montagematerial für AMD und Intel
Rückplatten-Montagematerial für AMD und Intel
Durchgesteckte Haltebolzen inkl. Isolierung
Durchgesteckte Haltebolzen inkl. Isolierung
Federschrauben zur Oberfixierung
Federschrauben zur Oberfixierung

Der Montageakt geht im Allgemeinen problemlos von der Hand. Bei ausgebauter Hauptplatine werden die Gewindebolzen durch die entsprechenden Bohrungen der Rückplatte geführt und fixiert, die Isolierringe aufgelegt und das Konstrukt von unten durch die Mounting-Holes der Hauptplatine geführt. Nun kann die lüfterlose Nordwand auf die etwas großzügiger mit Wärmeleitpaste präparierte CPU aufgesetzt und auf Basis der vier Feder-Daumenschrauben alternierend arretiert werden. Dies geschieht zunächst handfest und sollte mit einem Schraubendreher abgeschlossen werden. Erfreulich: Selbst bei eingebautem Motherboard kann der Kühler nun später, etwa zum Wechsel der CPU oder der Wärmeleitpaste, demontiert und wieder angebracht werden.

Lüfterlos montiert in Richtung Rückwand
Lüfterlos montiert in Richtung Rückwand
Eingehangene Lüfterhalterungen
Eingehangene Lüfterhalterungen
Montiert mit geschlossenem Luftkanal
Montiert mit geschlossenem Luftkanal

Mit einer Bauhöhe von etwa 155 mm zählt die Alpenföhn Nordwand nicht zu den höchsten Towerkühlern des Marktes. Dennoch sollte vor dem Kauf gewissenhaft geprüft werden, ob der Bolide im Gehäuse Platz findet.

Testsystem

Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [5]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [6] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.

Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650

Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [7] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.

Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua

Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.

Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.

Testsystem und -Modi

Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:

Modus Standard Performance Passiv 1 Passiv 2
Belüftung Aktiv Aktiv Semipassiv Semipassiv
CPU Takt 2,66 GHz 3,4 GHz 2,66 GHz 2,66 GHz
V-Core (BIOS) 1,2 V 1,4 V 1,0 V 1,0 V
V-Core (Real) 1,08 V 1,35 V 0,94 V 0,94 V
Gehäuselüfter 840 U/min 840 U/min 840 U/min 510 U/min

Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [8] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.

Lüfter und Lautstärke

Transparenter Serienlüfter mit ordentlichem Klangcharakter
Transparenter Serienlüfter mit ordentlichem Klangcharakter

EKL verbaut bei der Alpenföhn Nordwand einen 120-mm-Lüfter mit PWM-Funktion, der in einem Realdrehzahlbereich von etwa 400 bis 1500 U/min arbeitet. Die Anlaufdrehzahl unseres Modells beträgt knapp 400 U/min. Damit wartet der LED-beleuchtete Lüfter mit einem vielseitigen Grundspektrum auf, um sowohl leise als auch ambitionierte Aufgaben zu lösen. Bereits bei voller Drehzahl überrascht der transparente Fan mit einer angenehm dumpfen, etwas rauen Klangbasis ohne aufdringliche Höhen. Unterschwellig wird der Lauf von sehr leichten Rattergeräuschen begleitet, die sich bei moderater Dimmung intensivieren. Ingesamt überrascht das Modell jedoch mit seiner Nebengeräuscharmut, agiert nahezu ohne Schleifen und heimst sich unter etwa 800 U/min durchaus Silent-Fähigkeiten ein. Etwas schade: Ein manuelles, spannungsbasierendes Drehzahlregulieren, etwa mit einer herkömmlichen Lüftersteuerung, gestaltet sich unter 1000 U/min aufgrund sehr großer Variationssensibilität sehr schwierig.

Schalldruck / Drehzahl (frei stehend)
Schalldruck / Drehzahl (auf Kühlkörper liegend)

Die Schalldruckmessungen unterstreichen den überwiegend positiven Klangeindruck des 120-mm-Serienmodells. Bei gleicher Drehzahl wird das LED-Pendant eher zurückhaltend bewertet. Die dabei generierte Luftgeschwindigkeit ist im Vergleich allerdings ebenfalls eher gering.

Luftgeschwindigkeit / Drehzahl

Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der Alpenföhn-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,0 cm besitzt somit eine Durchströmfläche von etwa 93,1 cm². Daraus ergeben sich bei maximaler Drehzahl von 1500 U/min und den gemessenen 11,7 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 109 m³/h (Herstellerangabe: ca. 137 m³/h bei 1500 U/min).

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

Performancevergleich

Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.

Scythe S-Flex „D“ Noctua NF-P12 Scythe S-Flex „G“
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120 mm 120 mm 120 mm
840 U/min (12 Volt) 1380 U/min (12 Volt) 1860 U/min (12 Volt)
v(Luft) = 4,7 km/h v(Luft) = 8,1 km/h v(Luft) = 17,3 km/h
51,6 m³/h* 98,1 m³/h* 147,1 m³/h*
minimal wahrnehmbar akzeptabel starkes Rauschen
< 30,4 dB(A)** 37,0 dB(A)** 45,4 dB(A)**
< 30,4 dB(A)*** 33,9 dB(A)*** 41,1 dB(A)***
* aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen,
*** liegend auf Scythe Orochi gemessen

Referenzbelüftung

Semipassiv vermag die Nordwand noch keine neuen Glanzpunkte zu setzen. Nur bei sehr schwachen Prozessoren oder starker Spannungssenkung kann man über einen Lüfterlos-Betrieb nachdenken. Im Allgemeinen sollte man für diese Aufgaben jedoch anderen Kühlerexemplaren den Vortritt lassen.

Semipassivmodus mit Gehäuselüfter

 Gehäuselüfter bei 840 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
64,75
Scythe Mugen 2
79,50
Xigmatek Thor's Hammer
85,50
Prolimatech Megahalems
88,50
Zalman CNPS 10X Quiet
89,00
Noctua NH-U12P
91,25
EKL Brocken
93,50
EKL Nordwand
94,50
Thermolab Baram
98,00
Cogage True Spirit
99,00
 Gehäuselüfter bei 510 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
81,75
Scythe Mugen 2
96,75
Angaben in °C

Das Blatt wendet sich dagegen bei eingeschalteter Belüftung. Sowohl im Standardmodus bei etwa 130 Watt TDP als auch im übertakteten Performance-Modus manifestiert das EKL Alpenföhn-Machwerk einen starken Rang im Vorderfeld. Zwar kann auch die Nordwand den Prolimatech Megahalems insgesamt nicht von der Spitzenpostion verdrängen, der Abstand ist allerdings knapp und die überflügelte Konkurrenz namenhaft. Speziell bei kraftvollerer Belüftung spielt der EKL-Protagonist seine Stärken aus.

Standardmodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Prolimatech Megahalems
58,00
Corsair H50
58,25
Xigmatek Thor's Hammer
58,50
Noctua NH-U12P
58,50
EKL Nordwand
58,50
Scythe Orochi (Tower)
58,75
Zalman CNPS 10X Quiet
58,75
CM Hyper 212 Plus
58,75
Scythe Mugen 2
59,00
Zalman CNPS 10X Extreme
59,25
EKL Brocken
59,50
Thermolab Baram
59,50
Cogage True Spirit
60,00
Thermalright AXP-140
63,50
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Prolimatech Megahalems
54,00
Corsair H50
54,50
Xigmatek Thor's Hammer
54,75
Noctua NH-U12P
55,25
EKL Nordwand
55,25
Thermolab Baram
55,50
Scythe Mugen 2
55,75
Scythe Orochi (Tower)
55,75
Zalman CNPS 10X Extreme
55,75
CM Hyper 212 Plus
55,75
Zalman CNPS 10X Quiet
56,50
Cogage True Spirit
57,00
EKL Brocken
57,50
Thermalright AXP-140
59,25
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
50,25
EKL Nordwand
51,25
Zalman CNPS 10X Extreme
52,00
Corsair H50
52,00
Xigmatek Thor's Hammer
52,75
Thermolab Baram
52,75
Zalman CNPS 10X Quiet
52,75
Scythe Mugen 2
53,00
Noctua NH-U12P
53,00
Cogage True Spirit
53,25
CM Hyper 212 Plus
53,25
Scythe Orochi (Tower)
53,75
EKL Brocken
54,25
Thermalright AXP-140
54,50
Angaben in °C

Performancemodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Prolimatech Megahalems
94,75
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Corsair H50
86,00
Prolimatech Megahalems
86,25
Scythe Mugen 2
87,50
Xigmatek Thor's Hammer
87,50
Noctua NH-U12P
87,50
EKL Nordwand
87,50
Thermolab Baram
88,00
Zalman CNPS 10X Extreme
90,00
Zalman CNPS 10X Quiet
90,00
EKL Brocken
90,25
Cogage True Spirit
90,50
Thermalright AXP-140
95,50
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
77,50
Zalman CNPS 10X Extreme
80,00
Thermolab Baram
80,00
EKL Nordwand
80,25
Corsair H50
80,50
Xigmatek Thor's Hammer
81,25
Noctua NH-U12P
81,25
EKL Brocken
81,75
Scythe Mugen 2
82,25
Cogage True Spirit
82,50
Zalman CNPS 10X Quiet
82,75
Thermalright AXP-140
86,50
Scythe Orochi (Tower)
93,00
CM Hyper 212 Plus
95,50
Angaben in °C

Serienbelüftung

Auch mit gesattelter Serienbelüftung schlägt sich der neue Alpenföhn Nordwand, vor allem im oberen Drehbereich, sehr gut. Bemerkenswert an den Leistungskurven ist allerdings der im Vergleich zur Konkurrenz deutlich steilere Temperaturanstieg im niederen Drehzahlbereich. Unter etwa 800 U/min trumpft der Mitbewerb deutlich auf. Gründe hierfür sind wahrscheinlich im Lamellendesign, deren Abstand und im Speziellen in der seitlich geschlossenen Luftführung zu suchen, die einen schwachen Strom stärker abbremst als dies offene Konstruktionen tun und damit bei geringeren Luftgeschwindigkeiten zu Leistungseinbußen führt.

Standardmodus mit Serienbelüftung / Drehzahl
Performancemodus mit Serienbelüftung / Drehzahl

Fazit

Die EKL Nordwand reiht sich nahtlos in die sehr gute Alpenföhn-Produktpalette ein. Das CPU-Kühler-Gesamtpaket brilliert mit hervorragender Qualität, hohem Wiedererkennungswert und sehr imposanter Leistung. Zwar wurde das Fernziel, den Prolimatech Megahalems von der Kühler-Spitze zu verdrängen, nicht ganz erreicht, dennoch kann der Lüfter dem Klassenprimus vor allem in den oberen Drehzahlbereichen sehr nahe kommen. Lediglich bei schwächeren Drehzahlen unter 800 U/min oder bei semipassiven Aufgaben geht der Nordwand aufgrund der geschlossenen Lamellenform und des breiten Radiators im Vergleich etwas die Luft aus. Abseits davon hinterlässt selbst die Serienlüfter-Ausstattung jenseits von LED-Beleuchtung und PWM-Funktion einen ordentlichen, klanglichen Eindruck bei nebengeräuscharmer, dumpfer Laufcharakteristik.

EKL Alpenföhn Nordwand
EKL Alpenföhn Nordwand

Darüber hinaus überzeugt die Installationsumsetzung für AMD- und Intelsysteme mit hoher Sicherheit, geringem Aufwand und unkomplizierter Wiedermontage bei eingebauter Hauptplatine. Auch an die Ausrichtungsproblematik vieler AMD-Plattformen wurde gedacht.

Damit zählt die EKL Alpenföhn Nordwand zu den derzeit besten aktiven Prozessorkühlern des Marktes und hat sich unsere ComputerBase-Empfehlung verdient. Der Einstiegspreis von knapp unter 50 Euro ist auch im Blick auf die Konkurrenz für das Gebotene unserer Meinung nach fair gewählt und wird im Laufe der Verfügbarkeit naturgemäß noch weiter sinken.

Empfehlung (09/09)
Empfehlung (09/09)

Nützliche Links

Weitere Empfehlungen

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_gross-clockner_zugspitze_gletscherspalte/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_ekl_alpenfoehn_brocken_cpu-kuehler/
  3. http://www.alpenfoehn.de/
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a449623.html
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/4/#abschnitt__mainboards
  7. http://www.caseking.de/shop/catalog/Gehaeuse/Silverstone/SST-TJ09-Serie/Silverstone-TemJin-SST-TJ09S-silver::5964.html
  8. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  9. http://www.caseking.de/shop/catalog/Alpenfoehn-CPU-Kuehler-Nordwand::12983.html?ref=35
  10. http://www.alpenfoehn.de/index.php?option=com_content&view=article&id=115:brocken&catid=53:kuehler&Itemid=92
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_sechs_high-end-kuehler/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_xigmatek_thors_hammer_cpu-kuehler/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_scythe_mugen_2_cpu-kuehler/
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_cpu-kuehler_nh-u12p/
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_thermaltake_v14_pro_prozessorkuehler/
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_thermolab_baram_cpu-kuehler/
  17. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_thermalright_axp-140_cpu-kuehler/
  18. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_nh-c12p_cpu-kuehler/
  19. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_avc_black_samurai_cpu-kuehler/
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH