Einleitung
Mit der Cool-Scraper Prozessorkühler-Familie [1] blickt die Firma Noiseblocker auf eine lange und zumindest teilweise sehr erfolgreiche Geschichte zurück. Speziell mit dem ersten Modell [2] der Reihe sprang man auf Basis des Coollink BAT-Kühlkörpers mit zentraler 25-mm-Superconductor-Heatpipe in Kombination mit der hauseigenen SX1-Silentbelüftung früh auf den in Fahrt kommenden Towerkühler-Zug auf und bot seinerzeit einen piekfeinen Allround-Probanden mit beeindruckender Aktiv- und Passtivkühlleistung. Dem Konzept weitgehend treu bleibend konnten die beiden Folgemodelle NB-Cool-Scraper 2 und 3 diese großen Fußstapfen allerdings nur bedingt ausfüllen. Zu gering war die Leistung der Modelle in Vergleich zur im stärker gewordenen Konkurrenz.
Nun versucht sich der deutsche Silent-Spezialist erneut an einem Spitzenkühler und kombiniert dabei traditionelle Säulen mit neuen Ideen. Zunächst musste der Serienname weichen, sodass der neue NB Twintec einerseits mit keinerlei Altlasten zu kämpfen hat, andererseits auf die Besonderheit der verknüpften Verwendung von 6-mm-Heatpipes und 25-mm-Superconductor hingewiesen wird. Die Philosophie, eine fernöstliche Kühlerentwicklung mit dem aktuellen Spitzenlüfter des Hauses zu bestücken, hat Noiseblocker beim Twintec hingegen beibehalten. Wie sich der Neuling im Test gegen die Kontrahenten des Marktes behaupten kann, wollen wir in gewohnter Manier untersuchen.
Lieferumfang
Noiseblocker ist bekannt für seine adaptive sowie durchdachte Komplettpaket-Ausstattung. So kann der Anwender beim Twintec zunächst entscheiden, ob er die etwas teurere Retailvariante des Kühlers inklusive hochwertiger NB-Multiframe-Lüfterausstattung wählt, oder mit der etwas günstigeren Bulkversion auf die sehr gute 120-mm-Serienbelüftung verzichten möchte. Vier Drahtbügel zur Befestigung von bis zu zwei 120-mm-Ventilatoren liegen indes beiden Modellen bei und werden von üppigen Montagekleinteilen zur Kühlerinstallation auf allen gängigen Intel- und AMD-Plattformen begleitet. Abgerundet wird das Paket von einer sehr knapp gestalteten Montageanleitung sowie einer Spritze Wärmeleitpaste, die für zwei bis vier Anwendungen genügt.
Technische Eckpunkte
- Noiseblocker Twintec CPU-Kühler
- 120-mm-Tower-Hybrid-Prozessorkühler
- 45 Aluminiumlamellen, vernickelte Kupferbasis
- Lamellenabstand ca. 2 mm
- Kombinierte Heatpipe-Technik
- Zentrale Ø25,4-mm-Super-Conductor-Heatpipe aus Cu
- Doppel Ø6-mm-U-Heatpipe aus Cu
- Abmessungen ohne Lüfter: 130 x 63,5 x 158 mm (L x B x H)
- Gewicht: 660 Gramm ohne Lüfter, 815 Gramm mit Lüfter
- Drahtbügelbefestigung für bis zu zwei 120-mm-Lüfter
- Retail-Version: 120-mm-Serienbelüftung
- Noiseblocker Multiframe M12-P
- Vibrationsdämpfungen im Rahmen
- Spezifikation: 1000 bis 2000 U/min
- Förderleistung: 72 bis 133 m³/h
- Betriebsspannung : 4,5 bis 13,2 Volt
- 4-Pin-PWM-Anschluss, Kabellänge ca. 45 cm
- NB Nano-SLI Gleitlager
- Kompatibilität
- AMD Sockel 754, 939, 940, AM2(+), AM3 per Rückplattenverschraubung
- Intel Sockel 775, 1156, 1366 per Rückplattenverschraubung
- Herstellerhomepage [3]
- Vertriebe und aktuelle Preise [4]
- Preisempfehlung Hersteller: 65,90 Euro retail, 55,90 Euro bulk (ohne Lüfter)
Kühler im Detail




Traditionell vertraut Noiseblocker bei seinen Kühlerentwicklungen auf fernöstliche Produkte, die leicht angepasst und mit eigenem Lüfter ausgestattet für den hiesigen Markt aufbereitet werden. Für den NB Twintec steht der neue Hurricane NPH-105 [5] von TTIC (Thermal Transtec International Corporation) Pate. Der robust gehaltene, symmetrische Towerkühler mit seinem kantigen Design wartet dabei mit insgesamt 45 Aluminiumlamellen auf, die im 2-mm-Abstand mit den Heatpipes verlötet wurden.
Die maßgebliche Besonderheit des Twintec liegt in der kombinierten Verwendung der Heatpipes. Zentral wurde ein imposanter, 150 mm langer Superconductor-Zylinder mit 25,4-mm-Durchmesser verbaut, der den Löwenanteil des Wärmeabtransports übernehmen soll. Anders als bei den Cool-Scraper-Vorgängern liegt das Ende der kupfernen SC-Pipe dabei nicht direkt auf der Prozessoroberfläche auf, sondern mündet ohne zusätzlichen Verschluss in einer massiven Cu-Bodenplatte, die gleichzeitig als Wärmeverteiler fungiert. Zusätzlich kommen zwei in typischer U-Form verlötet integrierte, dezentrale 6-mm-Heatpipes zum Einsatz, welche die Zentralpipe unterstützen. Laut Herstellerangaben sollen die 6-mm-IT-Heatpipes durch ihre Leistungscharakteristik speziell im niedrigeren Temperaturbereich wirken, während der Superconductor effizienter bei höheren Temperaturen arbeitet.




Qualitativ hinterlässt der NB Twintec einen ausgezeichneten Eindruck. Neben der soliden Fertigung und hohen Materialgüte überzeugt der Neuling durch seine harmonisch abgestimmte Optik und sein einheitliches Nickelfinish als Qualitätsmerkmal.




Bei der Belüftung des Kühlers vertraut Noiseblocker auf den hauseigenen M12P der erfolgreichen Multiframe-Serie. Dieser agiert mit PWM-Funktion zwischen 1.000 und 2.000 U/min und wird klassisch per Drahtbügel am Kühlkörper fixiert. Geniale Besonderheit und in der Praxis enorm wirkungsvoll: Der Multiframe-Lüfter verfügt über eine patentierte Rahmenkonstruktion mit eingepassten Gummielementen, die mechanische Schwingungen sehr effektiv dämpfen und damit Vibrationsgeräusche drastisch minimieren. Wie sich im entsprechenden Abschnitt zeigt, zählt die NB-Serienbelüftung damit in Referenz zur Drehzahl zu den leisesten.
Montagebesonderheiten
Anders als bei seinen Cool-Scraper-Vorgängern stattet Noiseblocker den Twintec mit plattformübergreifendem Montagematerial für alle aktuellen AMD- und Intelsockel inklusive LGA-1156 aus. Damit muss der Anwender auch beim Systemwechsel gegebenenfalls keine optionalen Kits nachkaufen, wie es noch beim Cool-Scraper 3 der Fall war.
Unabhängig davon vertraut Noiseblocker auf eine sichere, rückplattenbasierende Verschraubmontage für AMD und Intel. Die Umsetzung hätte allerdings etwas anwenderfreundlicher realisiert werden dürfen, denn abseits des Motherboardausbaus müssen sehr viele Einzelteile in Form von Schrauben, Muttern und Isolier- bzw. Abstandsringen zusammengefügt werden. Auch der in deutscher Sprache verfassten Montageanleitung hätte etwas mehr Umfang und Bebilderung gut zu Gesicht gestanden.




Zur Montage müssen zunächst die plattformspezifischen Haltebügel am Kühlerboden angeschraubt werden. Ferner wird die Rückplatte motherboardrückseitig positioniert und mit Hilfe von vier durchgesteckten Schrauben, Isolationsringen und Muttern handfest fixiert. Nun kann der lüfterlose Twintec auf die mit Wärmeleitpaste vorbestrichene CPU aufgesetzt und von oben mit den vier Schraubbolzen befestigt werden. Beim manuellen, wechselseitigen Anziehen dieser Bolzen besteht aufgrund der ausladenden Lamellenkonstruktion nur wenig Handlungsspielraum.
Wie bei allen Towerkühlern ist auch beim NB Twintec auf die Bauhöhe des Kühlers (158 mm) respektive die Kompatibilität zum verwendeten Gehäuse zu achten.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [6]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [7] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [8] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [9] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Lüfter und Lautstärke
Noiseblocker stattet die Retail-Variante des Twintec serienmäßig mit dem hauseigenen 120-mm-Lüfter M12P der erfolgreichen Multiframeserie aus. Besonderheit des in China produzierten Lüfters, der PWM-Unterstützung mit 4-Pin-Anschluss bietet, ist der Lüfterrahmen, der abseits der herkömmlichen Kunststoffkonstruktion mit herausnehmbaren Gummiecken ausgestattet wurde. Da die Aufhängung des Lüfters über diese Gummiparts geschieht, werden die durch die Rotoraktivitäten hervorgerufenen, mechanischen Schwingungen sehr wirkungsvoll abgedämpft. Damit verspricht Noiseblocker eine Geräuschreduzierung um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu konventionell gestalteten 120-mm-Lüftern. Maximal gibt der Hersteller eine Drehzahl von 2.000 U/min an. Unser Modell arbeitet bei 12 Volt Betriebsspannung mit immerhin 1.800 U/min und lässt sich per Spannungsreduzierung auf minimal 700 U/min trimmen, was gleichzeitig seiner Anlaufdrehzahl entspricht. Geräuschseitig überzeugt der M12P mit einem mittelfrequenten Grundton, der über 1.200 U/min vom dominanten Luftumschlag übertönt wird. Ein sehr gutes Lager beweisend, sind Rotornebengeräusche über das gesamte Drehzahlspektrum nicht auffällig. Lediglich unter der spezifizierten Minimaldrehzahl von 1.000 U/min wird ein sehr leichtes Klackern bei angelegtem Ohr wahrnehmbar. Insgesamt kann dem NB-Multiframelüfter im niedrigen Drehzahlbereich eine sehr gute Silentfähigkeit attestiert werden. Leider ist das Serienmodell mit seiner Drehzahlauslegung eher auf höhere Geschwindigkeiten hin optimiert.
Messtechnisch kann die Wirkung der gedämpften Aufhängung und des NB Nano-SLI Gleitlagers eindrucksvoll belegt werden. Im Vergleich zu den Kontrahenten geht der M12P bei gleicher Drehzahl mitunter deutlich ruhiger zu Werke. Speziell bei verbautem Lüfter wird Vibrationsdämpfung zur klaren Trumpfkarte der Noiseblocker-Entwicklung. Der Luftdurchsatz des Modells bleibt dabei auf vertretbarem Niveau und zeigt sich in Referenz zum Mitbewerber-Durchschnitt nur leicht geringer.
Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der 120-mm-NB-Multiframe-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,0 cm besitzt somit eine Durchströmfläche von etwa 93,1 cm². Daraus ergeben sich bei maximaler Drehzahl von freistehend leicht unter 1800 U/min und den gemessenen 14,4 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 134,1 m³/h (Herstellerangabe: ca. 133,3 m³/h bei Maximaldrehzahl U/min).
Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).
Performancevergleich
Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ |
|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1380 U/min (12 Volt) | 1860 U/min (12 Volt) |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen |
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Referenzbelüftung
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
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Setzt man keine außergewöhnlich hohe CPU-Leistung voraus, kann der NB Twintec bei adäquater Gehäusenetlüftung durchaus als Passivkühler eingesetzt werden. Die Leistungen des lüfterlosen Sprosses mit einem Lamellenabstand von etwa zwei Millimetern liegen hierbei auf Höhe der ähnlich gebauten Konkurrenz.
Aktiv mit unseren drei Referenzlüftern ventiliert kann der NB Twintec lediglich im Standardmodus der CPU mithalten. Bei übertaktetem und mit Überspannung betriebenen Prozessor (Performance-Modus) zeigt der NB-Tower überraschend starke Schwierigkeiten und fällt sogar hinter Thermalrights Top-Blow-Kühler AXP-140 zurück.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Serienbelüftung
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei aufgeschnallter Serienbelüftung. Bei relativ moderater Belastung durch die mit Standardparametern betriebene CPU reiht sich der NB Twintec im respektablen Mittelfeld der High-End-Kühler ein. Bei übertakteter CPU ist der Einbruch allerdings sehr stark, sodass der Testprozessor nur noch mit hohen Lüftergeschwindigkeiten von der einsetzenden Taktverlangsamung bei 100°C Kerntemperatur abgehalten werden kann.
Fazit
Mit dem NB Twintec bereichert der deutsche Silentspezialist Noiseblocker den Prozessorkühler-Markt um ein Towerexemplar mit hohem Wiedererkennungswert und interessantem technischen Grundgerüst. Leider ist die reine Kühlleistung des mit zentralem 25-mm-Conductor und unterstützender Doppel-6-mm-Heatpipebestückung arbeitenden Sprosses gerade bei höherer thermischer Belastung nicht im Spitzenfeld der Konkurrenz angesiedelt. Dafür wird die piekfein verarbeitete und qualitativ hochwertige Kühlerentwicklung von einem sehr guten 120-mm-PWM-Multiframelüfter ergänzt, der Dank cleverer, patentierter Rahmendämpfung und guter Lagerung in Referenz zur Drehzahl zu den leisesten Lüftern des Marktes zählt. Nur seine hohe Anlaufspannung und die damit verbundene Einstiegsdrehzahl von etwa 700 U/min könnten für absolute Silentfähigkeit etwas niedriger sein.
Ferner wartet der NB Twintec mit einer hohen Montagekompatibilität zu allen gängigen AMD- und Intelplattformen auf. Dabei vertraut Noiseblocker auf rückplattenbasierende Installationsmodi, die zwar einerseits einen sicheren Halt garantieren, andererseits aber mit sehr vielen Einzelteilen realisiert werden und aufwändige Installationsabläufe bedingen.
Insgesamt wird es der Noiseblocker Twintec trotz interessanter Ansätze und hervorragender Lüfterausstattung angesichts der gezeigten Kühlperformance nicht einfach haben, sich gegen die gut aufgestellte Towerkühler-Konkurrenz durchzusetzen. Der in Anbetracht der Qualität sicher nicht unberechtigte, aber dennoch recht hohe Gesamtpreis von über 50 Euro für das hier gezeigte Retail-Modell wird sein Übriges dazu tun.
Nützliche Links
- Aktueller Preis im Preisvergleich [3]
- Noiseblocker-Herstellerhomepage [10]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [11]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- EKL Alpenföhn Brocken [12] (sehr hohe Performance, inkl. Lüfter, vergleichsweise günstig)
- Xigmatek Thors Hammer [13] (sehr hohe Leistung, lüfterlose Lieferung, vielseitig einsetzbar)
- Scythe Mugen 2 [14] (sehr hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [15] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermaltake V14 Pro [16] (hohe Leistung, extravagantes Design, vollkupfern, teuer, Lüfter nicht wechselbar)
- Thermolab Baram [17] (hohe Kühlleistung, flexibel einsetzbar, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- EKL Alpenföhn Nordwand [18] (hohe Kühlleistung bei hohen Drehzahlen, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar, gutes Paket)
- Top-Blow-Kühler
- Thermalright AXP-140 [19] (Low-Profile für HTPCs geeignet, gute Performance, für 120- und 140-mm-Lüfter)
- Noctua NH-C12P [20] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)
- AVC Black Samurai [21] (hohe Leistung, LGA 1366 Support, mühsame Montage)







