Einleitung
Lange Zeit war es erschreckend Still um den einstigen Silent- und Kühlerprimus Zalman geworden. Der letzte große Clou der koreanischen Entwickler lag mit der CNPS-9000er CPU-Kühler-Serie in ihrer Grundform bereits einige Jahre zurück und obwohl die Modelle rund um den CNPS 9500, 9700 oder 9900 zweifelsfrei zu den gestalterisch bemerkenswertesten Kühlern des Marktes gehören, konnte sich die Konkurrenz mit deutlich einfacher gestrickten, aber dennoch leistungsstärkeren Designs, daraus resultierend mit markant geringeren Produktkosten sowie mit wechselbarer Silentbelüftung spürbar von den Zalman-Machwerken absetzen. Es schien, als hätten die Koreaner resigniert und wären aus dem immer härter umkämpften Rennen um die CPU-Kühlerkrone ausgestiegen. Doch nun folgt mit dem CNPS 10X Extreme Zalmans Rückmeldung mit einem Kühler, der sich im Ansatz von den typischen Charakterzügen der üblichen Zalman-Entwicklungen zu lösen versucht, um dadurch wieder Anschluss an die Top-Liga zu gewinnen. Wir testen den CNPS 10X Extreme auf unserer neuen Plattform.
Lieferumfang
Im Lieferumfang des neuen Zalman Flaggschiffs befinden sich neben der Kühlerkonstruktion inklusive 120-mm-Serienbelüftung und eingebauter Lüftersteuerung die Montagematerialien zur Klammer respektive Verschraubmontage auf allen aktuellen AMD- und Intelsockeln, eine Tube hochwertiger Zalman ZM-STG2 Wärmeleitpaste, eine Kabelverlängerung sowie ein Klebepad zum externen Platzieren der Lüftersteuerung sowie ein Zalman-Gehäusesticker.
Technische Eckpunkte
- Zalman CNPS 10X Extreme CPU-Kühler
- Hybrid-Towerkühler im 120-mm-Format
- Material: Aluminiumlamellen, Kupferboden, Vernickelung
- Fünffach U-Heatpipe (6 mm)
- Abmessungen: 135 x 100 x 160 mm (B x L x H)
- Gesamtgewicht: 920 Gramm
- Lamellenanzahl: 56
- Lamellenabstand: 1,5 mm
- 120-mm-Serienbelüftung
- Transparente Lüfterblätter
- 1000 bis 2150 U/min
- Zusätzliche Lüftersteuerung (PWM/manuell)
- Kabellänge: 40 cm
- Wärmeleitpaste ZM-STG2 (4,1 W/mK)
- Kompatibilität
- AMD Sockel 754, 939, 940, AM2 (+), AM3 per 2-Punkt-Klammer
- Intel Sockel 775, 1156, 1366 per Verschraubmodul / Rückplatte
- Herstellerhomepage: Zalman [1]
- Vertrieb und aktuelle Preise: Alternate [2] (ca. 64,90 Euro)
Kühler im Detail
Zalmans jüngster Spross der lange gepflegten CNPS-Kühlerfamilie nähert sich im Hinblick auf das Design verstärkt der relativ einheitlich auftretenden Konkurrenz an. Die schwungvollen, extravaganten Formen, wie sie uns noch die Kühler der CNPS-9000er-Serie boten, kann der 10X Extreme nicht mehr aufweisen. Stattdessen hat man sich in Korea auf eine eher praktische, in der Herstellung sicher etwas einfacher zu realisierende Konstruktion eingeschossen.



So zeigt sich der CNPS 10X Extreme als typischer 120-mm-Towerhybrid dieser Tage mit kleinflächiger, kupferner Bodenplatte, fünf U-förmig aufgebogenen Heatpipes zum Wärmetransport sowie einem dicht gestaffelten Radiator aus Aluminiumlamellen, der vornehmlich auf starke Ventilation durch schnelle, laute Belüftung abgestimmt zu sein scheint. Als qualitätssicherndes und optisch vereinheitlichendes Merkmal setzt man ein schwarzes Komplettnickelkleid mit leicht spiegelndem, aber auch etwas fettfingeranfälligem Charakter.



Als erster Zalman-CPU-Kühler setzt der CNPS 10X Extreme auf einen herkömmlichen 120-mm-Lüfter, der bei Bedarf auch ausgetauscht werden könnte. Die Fixierung erfolgt mittels Schrauben an einer Kunststoffhalterung am Kühlkörper. Zalman setzt bei der Serienbelüftung auf ein enorm drehzahlstarkes PWM-Modell mit transparenten Rotorblättern und blauer LED-Beleuchtung, das mit einem Arbeitsbereich von etwa 1000 bis 2200 U/min aufwartet und damit nichts für sensible Ohren ist.



Besonderheit des CNPS 10X Extreme ist die integrierte Lüftersteuerung, die oben am Kühlkörper eingeklickt werden kann und wahlweise automatische Drehzahlregulierung in drei Stufen von 50 bis 100% oder manuelles Steuern per Drehknopf zulässt. Mit Hilfe eines verlängernden Kabels kann die Kontrolleinheit bei Bedarf auch extern angebracht werden. Damit ersetzt Zalman die üblicherweise den Kühlern beigelegte Fan-Mate-Ministeuerung, welche nur eine manuelle Drehzahljustierung zulässt.
Montagebesonderheiten
Zalman setzt beim CNPS 10X Extreme auf verschiedene Montageteile für die unterstützten Sockel. AMD-Besitzer greifen dabei auf ihr Serienretentionmodul und eine 2-Punkt-Halteklammer zurück, mit welcher leider nicht die in den meisten Fällen optimale Kühlerausrichtung zur Gehäuserückwand realisiert werden kann.
Die Intel-Plattformen 775 und 1366 werden verschraubend unterstützt. Ersterem wird zudem eine Rückplattenlösung zugedacht, während für den aktuellen High-End-Sockel 1366 rückseitig haltende Schraubenköpfe ausreichen sollen. Auf beiden Intel-Systemen wird zunächst eine Art Montagemodul mit dem ausgebauten Motherboard verschraubt, auf welches der Kühler dann mit entsprechend eingehaktem Haltebügel aufgesetzt und per Federschrauben fixiert wird.



Dieses System lässt zwar die Wahl der Ausrichtung frei, ist allerdings beim Anziehen der Federschrauben absolut unpraktisch. Denn hierfür muss der 120-mm-Serienlüfter entfernt werden, da dieser ansonsten die beiden vorderen Federschrauben überdeckt. Bei abgenommenem Lüfter geht die Installation derweil leicht von der Hand, unnötig kompliziert wird dann allerdings wieder das Anschrauben respektive das fummelige Stromkabelverbinden des Lüfters. Hier hätte man sicher eine anwenderfreundlichere Montageform erdenken können.
Mit einer Bauhöhe von 160 mm gehört auch der Zalman CNPS 10X Extreme zu den potentiell inkompatiblen Towerkühlern zu einigen, schmalen Gehäusen. Dieser Umstand ist vor dem Kauf in jedem Fall zu prüfen.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [3]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [4] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [5] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [6] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Lüfter und Lautstärke
Zalman verbaut beim CNPS 10X Extreme einen Serienlüfter, der auf hohe Drehzahlen ausgelegt ist. Vertraut man auf die integrierte Seriensteuerung, so kann man einen Arbeitsbereich von etwa 1000 bis 2200 U/min (je nach Modell mit leichten Abweichungen) anlegen. Für Freunde flüsterleiser PCs wird dies selbstverständlich zu laut sein, ab etwa 1500 U/min arbeitet der Zalman extrem aufdringlich und brummig. Mit externen Steuerungen, etwa durch Spannungsabsenkung, lässt sich der Lüfter allerdings auch noch bis etwa 500 U/min absenken. In diesen Modi ist er flüsterleise bei leicht schleifendem Charakter. Leider zeigt sich die Regelcharakteristik im Drehzahlspektrum von 500 bis 1500 U/min sehr sensibel, weshalb ein spannungsbasierendes, exaktes Justieren der Drehzahl für den Anwender recht schwierig ist.
Die Schalldruckkurven sind im angestrebten Arbeitsbereich von 1000 U/min bis zur maximalen Drehzahl weitgehend linear. Erst unter 1000 U/min stößt man in Gefilde vor, die für ein ungestörtes Arbeiten am PC typisch sind.
Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der Zalman-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,2 cm besitzt somit eine Durchstromfläche von etwa 90,5 cm². Daraus ergebe sich bei maximaler Drehzahl von 2280 U/min und den gemessenen 19,4 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 175,5 m³/h.
Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).
Performancevergleich
Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ |
|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1380 U/min (12 Volt) | 1860 U/min (12 Volt) |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen |
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Referenzbelüftung
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
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Zalmans CNPS 10X Extreme ist auf hohe Belüftungsintensitäten ausgelegt. Ein semipassiver Betrieb schmeckt der Konstruktion daher überhaupt nicht. Nicht einmal bei 810-U/min-Gehäusebelüftung reicht die Passivperformance des Koreaners aus, um die untervoltete CPU auf Kurs zu halten. Passiv-Liebhaber sollten daher nicht zum Zalman greifen.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Anders, wenngleich auch etwas markanter, sieht es bei der serienbelüfteten Gegenüberstellung aus. Hier zeigt der CNPS 10X sehr gute Leistungen auf Höhe der etablierten Konkurrenz und kann sich sogar bei starkem Luftdurchsatz mit dem Scythe S-Flex bei 1860 U/min an die zweite Position schieben.
Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Es scheint allerdings, als würde Zalmans Entwicklung überdurchschnittlich schlecht mit unserem Noctua NF-P12-Referenzlüfter harmonieren, denn mit diesem Lüfter bespannt zeigt nahezu die gesamte Konkurrenz deutlich bessere Leistungscharakteristik. Im Gegensatz dazu haftet sich der CNPS 10X auch im übertakteten Modus mit dem schnellen Scythe S-Flex an die Fersen des aktuellen Champions von Prolimatech.
Serienbelüftung
Gerade im niedrigen Drehzahlbereich unter 1000 U/min hat Zalmans CNPS 10X Extreme keine wirkliche Chance gegen die starken Spezialisten im 120-mm-Bereich. Erst bei stark ansteigendem Luftdurchsatz spielt der Koreaner seiner Stärke aus, braucht dafür aber auch eine ordentliche Hitzequelle, denn ansonsten verpufft die zusätzliche Leistung durch die höhere Drehzahl rasch.
Fazit
Mit dem CNPS 10 Extreme meldet sich der ehemalige Klassenprimus Zalman mit einem Lebenszeichen zurück. Die Kühlercombo brilliert – für Zalman typisch – mit sehr guter Qualität in Material und Verarbeitung sowie einem kompletten Lieferumfang inklusive hochwertiger Wärmeleitpaste und integrierter Mehrmodi-Lüftersteuerung. Bei der Montage hätten wir allerdings gerne ein etwas stimmigeres System gesehen, bei welchem sich im Intel-Fall Schraubendreher und Serienlüfter beim Fixieren der Federschrauben nicht ins Gehege kommen und im AMD-Fall die ideale Ausrichtung realisieren lässt. Leistungsmäßig hat man sich derweil der Spitze wieder angenähert, gerade im Silent- und Ultrasilent- oder gar Semipassiv-Bereich scheint die Konkurrenz aber derzeit nur schwer zu schlagen. Vielmehr hat sich Zalman mit dem CNPS 10X Extreme den höheren Drehzahlgefilden gewidmet und bietet bei bisweilen unerträglich lauter Geräuschkulisse zum Teil enorme Kühlreserven, die nur wenige Prozessoren des Marktes benötigen.
Insofern wird das Eis für den Koreaner wieder sehr dünn. Im beliebten Leisetretersegment sind die Kontrahenten bärenstark aufgestellt. Ein um dort besser agieren zu können notwendiger Lüfterwechsel wäre zwar grundlegend möglich, ist aber aufgrund der vorgenommenen Abstimmungen nicht wirklich praktikabel. Unterm Strich sammelt der Zalman CNPS 10X Extreme, auch angesichts des Preises von über 50 Euro, trotz guter Performance damit einfach zu wenig Argumente für eine finale Empfehlung.
Nützliche Links
- Empfohlener Vertrieb [1]
- Zalman-Herstellerhomepage [7]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [8]
- Preisvergleich und Kundenmeinungen [9]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- EKL Alpenföhn Brocken [10] (sehr hohe Performance, inkl. Lüfter, vergleichsweise günstig)
- Xigmatek Thors Hammer [11] (sehr hohe Leistung, lüfterlose Lieferung, vielseitig einsetzbar)
- Scythe Mugen 2 [12] (sehr hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [13] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermaltake V14 Pro [14] (hohe Leistung, extravagantes Design, vollkupfern, teuer, Lüfter nicht wechselbar)
- Thermolab Baram [15] (hohe Kühlleistung, flexibel einsetzbar, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- Top-Blow-Kühler
- Enzotech Ultra-X [16] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, sichere Montage, etwas laut, teuer)
- Noctua NH-C12P [17] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)
- AVC Black Samurai [18] (hohe Leistung, LGA 1366 Support, mühsame Montage)








