Einleitung
Was dem Urgestein am Peripherie- und Kühlermarkt, Coolermaster, in den vergangenen Jahren im Netzteil- und vor allem Gehäusesegment gelungen ist, nämlich durch extravagant gelungene Produktkreationen die Gunst der Käufer für sich zu gewinnen, konnte im hart umkämpften Bereich der Prozessorkühler nur bedingt erreicht werden. Neben zahlreichen günstigen Einstiegsmodellen sollte insbesondere mit den thematisch an kraftvolle Motoren angelehnten Kühlern „V8 [1]“ und dem Peltierkühler „V10 [2]“ für Furore gesorgt werden. Dies gelang auf Basis komplizierter und aufwändiger Konstruktionen und damit einhergehend hohen Preisen jedoch nur bedingt. Mit dem „V6 GT“ will Coolermaster nun den Weg zurück auf die Erfolgsspur finden. Dabei helfen sollen eine gut abgestimmte Doppel-120-mm-Belüftung, sechs Heatpipes in spezieller V-Anordnung sowie eine asymmetrische Lamellenführung. Verspielte Gemüter können sich zudem an der integrierten Beleuchtung des wuchtigen Kühlboliden erfreuen. Wir haben uns den fast 50 Euro teuren Coolermaster V6 GT im Rahmen eines Einzeltests angeschaut und gegen den Wettbewerb antreten lassen.
Lieferumfang
Der Coolermaster V6 GT wird mit vorinstallierter 120-mm-Doppellüfter-Ausstattung geliefert. Dazu gibt es das Montagematerial für die rückplattenbasierte Installation auf AMD- und Intel-Plattformen, eine bebilderte Anleitung mit deutscher Sprachfassung sowie eine Spritze Wärmeleitpaste (Coolermaster).
Technische Eckpunkte (Herstellerangaben)
- Coolermaster V6 GT 120-mm-Tower-CPU-Kühler
- Abmessungen ohne Lüfter: 131 x 62 x 154 mm (L x B x H)
- Abmessungen mit Doppel-Lüfter: 131 x 120 x 165 mm (L x B x H)
- Gewicht mit Serienlüfter: ca. 940 Gramm
- Sechs-6-mm-Heatpipes (Ø) in U-Aufbiegung
- V-förmiger Heatpipe-Auslauf bei den Lamellen
- Aluminiumlamellen und vernickelte Kupferbasis
- Asymmetrischer Lamellenverlauf
- 55 x 0,3 mm Lamellen, Abstand ca. 1,5 mm
- Zwei 120-mm-Serienlüfter (CM FA 12050H12LPD)
- 4-Pin-PWM-Funktion (ein Anschluss für beide Lüfter)
- Drehzahlbereich: 800 bis 2.200 U/min
- Förderleistung: 57,5 bis 158,4 m³/h
- Rückplatten-Montagekonzept für AMD und Intel
- Intel LGA 775, 1156 und 1366 per Rückplattenverschraubung
- AMD AM2, AM2+, AM3 per Rückplattenverschraubung
- Herstellerhomepage [3]
- Preisvergleich [4]
Kühler im Detail
Hinter dem opulenten Kunststoffkleid des Coolermaster V6 GT verbirgt sich ein schmaler 120-mm-Single-Towerkühlkörper aus vernickelten Aluminiumlamellen, sechs Heatpipes sowie einer kupfernen Wärmeaufnahme. Die nur 0,3 mm dicken Leichtmetalllamellen, die einen Abstand von etwa 1,5 Millimetern zueinander haben, weisen dabei eine leichte horizontale Verdrehung auf, um den anliegenden Luftstrom besser nutzen zu können.




Als weitere Besonderheit gibt Coolermaster die Einbindung der Heatpipes ins Lamellenlayout an. Während die U-förmig aufgebogenen Wärmeleit-Kapillare zumeist linear oder leicht versetzt zueinander die Lamellenebenen durchdringen, geschieht dies beim V6 GT in einer namensgebenden V-Formierung. Davon verspricht man sich eine effizientere Wärmeverteilung und einen schnelleren Abtransport durch die umströmende Luft.
Ansonsten dominiert Kunststoff das Geschehen beim V6 GT. An den obersten Lamellen hat Coolermaster eine Plastikhaube fixiert, die mit einem mittigen Leuchtstreifen wahlweise für optische Akzente im dunklen PC-Gehäuse sorgt. Mit Hilfe des in die Haube prominent eingearbeiteten Coolermaster-Buttons lässt sich die Beleuchtungsfarbe zwischen rot, blau und weiß-blau wählen. Außerdem ist eine Aus-Funktion vorhanden. Die Stromversorgung der Beleuchtung erfolgt über einen 4-Pin-Netzteilanschluss.




Die Befestigung der beiden 120-mm-Serienlüfter wird ebenfalls durch das Kunststoffgehäuse mittels entsprechender Steckverbindungen realisiert. Während die Lüfterdemontage damit im ausgebauten Zustand relativ einfach von der Hand geht, ist bei montiertem Kühler und Mainboard im Gehäuse aufgrund des hohen Platzbedarfs schon erheblich mehr Fingerspitzengefühl gefragt.




Zwei 120-mm-Lüfter in „Push-Pull-Formation“ bewerkstelligen die aktive Zirkulation der Luft. Die PWM-fähigen Modelle arbeiten manuell steuerbar in einem beachtlichen Drehzahlbereich zwischen 300 und 2.200 U/min und können mit Hilfe des mitgelieferten Y-Kabels über einen 4-Pin-Stecker simultan betrieben werden. Eine leichte Schwingungsentkopplung zwischen Lüfter und anliegendem Kühlkörper erfolgt über kleine Gummi-Puffer an den Lüfterrahmen.
Montagebesonderheiten
Coolermaster vertraut beim V6 GT standesgemäß auf eine Rückplattenmontage für AMD und Intel, wobei mit einer plattformübergreifenden Rückplatte, jedoch entsprechend spezialisierten Gegenparts für die Vorderseiten, gearbeitet wird. Der Ausbau der Hauptplatine aus dem Gehäuse ist dabei natürlich notwendig. Intel-Anwender müssen vor der Montage die variablen Haltebügel für die Sockel 775, 1156 und 1366 anpassen. Dies ist auf Basis der verschraubten Metallbügel etwas umständlich realisiert und kostet im Vergleich zu Lösungen der Konkurrenz deutlich mehr Mühe. Wir installieren den Coolermaster V6 GT auf unserer Sockel-1366-Testplattform.
Dazu wird zunächst die Rückplatte am Mainboard positioniert und von unten mit vier Schrauben an den vorderseitig ausgerichteten Haltebügeln fixiert. Dazu ist etwas Fingerspitzengefühl und ruhiges Arbeiten von Nöten. Ist der Halterahmen angebracht, kann der V6-GT-Kühlkörper (die Lüfter inklusive ihrer Rahmenbefestigungen müssen vorher demontiert werden) auf die mit Wärmeleitpaste präparierte CPU aufgesetzt und mit Hilfe des Zwei-Punkt-Steges wechselseitig festgeschraubt werden. Hierbei hat man trotz demontierter Lüfter aufgrund der überstehenden Kunststoffhaube etwas wenig Handlungsspielraum bei Verwendung eines entsprechenden Kreuzschraubendrehers.




Letztendlich können die 120-mm-Lüfter mit ihren Halterungen wieder am Kühlkörper eingerastet und per 4-Pin-Anschluss mit Strom verbunden werden. Damit ist die Montage beendet.
Mit Kunststoffabdeckung misst der Coolermaster V6 GT beachtliche 165 mm in der Höhe. Viele schmalere Gehäuse könnten dabei bereits Probleme bekommen. Vor dem Kauf sollte man sich daher eingehend über die Gehäusekompatibilität informieren.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [5]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [6] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [7] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [8] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
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Die dargestellten Verbrauchsangaben beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Die jeweiligen Differenzen zwischen CPU-Last- und -Leerlauf lassen dabei auf die Prozessor-Leistungen schließen. Entsprechend ist der Anspruch an den Kühler im Performancemodus zum Teil immens.
Serienbelüftung
Coolermaster stattet seinen V6-GT-Schützling mit gleich zwei 120-mm-Lüftern aus. Die PWM-fähigen Ventilatoren in halbtransparenter Optik besitzen je sieben Rotorblätter wellenartiger Schaufelform. Wie sich später zeigt, ist die dadurch generierte Luftgeschwindigkeit im Vergleich zur Konkurrenz nicht sonderlich gut. Abseits davon warten die Lüfter mit einem beachtlichen Drehzahlspektrum auf. Manuell konnten wir zwischen 300 und 2.100 U/min regeln, als PWM-Regelbereich werden 800 bis 2.100 U/min angegeben.
Zielt man auf eine möglichst niedrige Systemlautstärke, sollte man einen größeren Bogen um die Coolermaster-Lüfter machen. Über 1.000 U/min dominiert neben den obligatorischen Luftumschlägen ein sehr intensives, kratziges Antriebsgeräusch im hohen bis mittleren Freqenzbereich mit hohem Nerv-Faktor. Auch unter dieser Drehzahl wird es kaum besser, denn ein munterer Cocktail aus schillernden Nebengeräuschen begleitet das gesamte Arbeitsspektrum des Lüfters. Rotorschleifen, -Klackern, -Brummen – von allem wird bei beiden Lüftern etwas geboten. Was bei hubraumstarken Motoren vielleicht noch zum guten, da charakteristischen, Ton gehört, hat in einem Computergehäuse eigentlich wenig verloren. Da helfen auch die kleinen Gummipuffer am Lüfterrahmen zur gut gemeinten Schwingungsentkopplung nur wenig.
Lautstärke und Schalldruckvergleich
Die messtechnische Bewertung der Serienbelüftung (in den folgenden Diagrammen ist jeweils immer nur ein einzelner Lüfter eingetragen) unterstreicht den subjektiven Eindruck von einem überdurchschnittlich lauten Lüfter. Vor allem im montierten Zustand ist die Lärmbelastung bei gleicher Drehzahl deutlich höher als bei vielen Kontrahenten.
Der gemessenen Schalldruck-Unterschied zwischen einem und zwei Serienlüftern des V6 GT ist vergleichsweise gering. Im montierten Zustand haben wir bei maximaler Drehzahl doppelt belüftet 49,8 dBA (einzeln 49,0 dBA), bei 1.200 U/min 35,2 dBA (einzeln 33,9 dBA) und bei 800 U/min 31,5 dBA (einzeln 31,4 dBA) gemessen.
Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).
Geschwindigkeit und Durchsatz
Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der 120-mm-Serienlüfter des Coolermaster V6 GT (CM FA 12050H12LPD) mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,4 cm besitzt eine Durchströmfläche von etwa 87,6 cm². Daraus ergibt sich bei maximaler Drehzahl von freistehend etwa 2.100 U/min und den gemessenen 17,7 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 155,0 m³/h (Herstellerangabe: ca. 158,4 m³/h bei Maximaldrehzahl).
Serienlüfter Förderleistung
Angaben in Volumenstrom (m³/h)
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Hinsichtlich der erzeugten Luftgeschwindigkeiten und der damit einhergehenden Förderleistung bietet der Coolermaster-Lüfter im Vergleich zur Konkurrenz relativ niedrige Werte bei gleicher Drehzahl.
Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).
Kühlleistung
Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ |
|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1380 U/min (12 Volt) | 1860 U/min (12 Volt) |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen |
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Referenzbelüftung 120 mm
Der auf Doppelbelüftung ausgelegte Coolermaster V6 GT kann mit einzelner Serienbelüftung nur mittelmäßige Ergebnisse einfahren. Bei nicht übertakteter CPU ist der Abstand zur Spitze allerdings sehr gering. Erst bei sehr hohen thermischen Belastungen ziehen die besten Kühler in diesem Segment spürbar davon.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Doppel-120-mm-Belüftung
Mit zwei angeschnallten Serienlüftern sollte das Bild eigentlich etwas besser aussehen. Allerdings haben auch hier die leistungsstarken Kantrahenten bei übertakteter CPU teilweise deutlich die Nase vorn. Erst bei sehr hohen Drehzahlen kann der V6 GT die Lücke zur Spitze etwas schließen.
Performancemodus mit Doppelbelüftung
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Semipassiv-Betrieb
Der Coolermaster V6 GT ist für den lüfterlosen Betrieb nahezu ungeeignet. Die obligatorische Leistungsbestimmung ohne direkt angebrachte Aktivbelüftung sieht den Coolermaster-Boliden wenig überraschend weit abgeschlagen am Ende des Feldes.
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Serienbelüftung Verlauf
In den nachfolgenden Diagrammen ist der Coolermaster V6 GT mit seiner serienmäßigen Doppelbelüftung aufgeführt. Die meisten übrigen Prozessorkühler, die hier die Referenz stellen, arbeiten nur einzeln belüftet. Daher sieht es zunächst bei nicht übertakteter CPU relativ gut aus für den V6 GT. Erst bei sehr niedrigen Drehzahlen bricht seine Leistung verhältnismäßig stark ein. Bei übertaktetem Prozessor kann jedoch auch die Doppelbelüftung nicht mehr über die fehlende Rohleistung hinwegtäuschen. Die Resultate sind gut, im Vergleich zur Single-Lüfter-Konkurrenz aber nicht gut genug, um ernsthaft für Überraschungen zu sorgen.
Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Fazit
Coolermaster und High-End-Prozessorkühler – was wie ein perfektes Duo klingt, kann auch bei erneutem Anlauf der V-Serie nicht überzeugen. So gelingt es dem V6 GT nicht im Ansatz, die gut aufgestellte Konkurrenz ernsthaft zu gefährden. Dies begründet sich zunächst durch die gezeigte Kühlleistung. Selbst mit zwei Lüftern bestückt, reicht es nicht für echte Spitzenplatzierungen. Vor allem bei Drehzahlen unter 1.000 pro Minute und höherer thermischer Belastung bricht der V6 GT deutlich ein. Wie unsere Messungen mit Einzelbelüftung zeigen, fehlt es dem Coolermaster-Spross einfach an Rohleistung.
Noch weniger überzeugend ist allerdings die Serienbelüftung im Hinblick auf ihren Lautstärkecharakter. Zwar imponiert das verbaute PWM-Doppelgespann mit einem abgedeckten Drehzahlbereich von 300 bis 2.100 U/min, zufriedenstellend agieren die Ventilatoren dabei jedoch nicht. Störgeräusche in allen Facetten, vom Rotorschleifen bei Drosselung über deutliches Klackern und Brummen in höheren Regionen, überschatten ihren Lauf. Hinzu gesellt sich das dominante Antriebsgeräusch ab etwa 1.000 U/min aufwärts.
Auch bei der Montage hätte einiges besser gemacht werden können. Intel-Anwender müssen die Haltebügel für Sockel 775, 1156 und 1366 sehr umständlich auf ihre Plattform anpassen. Beim Fixieren des Kühlers mit entsprechendem Werkzeug stört die fest installierte Plastikhaube trotz demontierter Lüfter. Außerdem verhindert die üppige Bauhöhe von 165 mm den Einsatz des V6 GT in schmaleren Gehäusen.
Unterm Strich können wir leider zu wenige Argumente für den Coolermaster V6 GT finden. Zu viel unnötiger Kunststoff, zu geringe Rohleistung, keine guten Lüfter – da wird es der CM-Bolide nicht nur aufgrund des Verkaufspreises von derzeit etwa 50 Euro [3] nicht leicht haben.
Nützliche Links
- Coolermaster-Herstellerhomepage [9]
- Coolermaster V6 GT im Preisvergleich [3]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [10]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- Scythe Mugen 2 [11] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [12] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermolab Baram [13] (hohe Kühlleistung, flexibel, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- EKL Alpenföhn Nordwand [14] (für hohe Drehzahlen, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- Noctua NH-D14 [15] (Aktiv- und Passivleistung, sehr gutes Gesamtpaket, teuer und groß)
- Prolimatech Super Mega [16] (Aktiv- und Passivleistung, ohne Lüfter, sehr teuer)
- Prolimatech Megahalems [17] (Aktiv- und Passivleistung, ohne Lüfter, recht teuer)
- Coolink Corator DS [18] (Aktiv- und Passivleistung, Doppeltower mit gutem Gesamtpaket)
- Scythe Yasya [19] (sehr hohe Performance aktiv, Towerkühler mit gutem Gesamtpaket)
- Prolimatech Armageddon [20] (120- und 140-mm-Lüfter, klasse Qualität, ohne Lüfter geliefert)
- Alpenföhn Matterhorn [21] (Hohe Leistung und gutes Gesamtpaket)
- Scythe Mugen 2 [11] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Top-Blow-Kühler
- Thermalright AXP-140 [22] (Low-Profile für HTPCs geeignet, für 120- und 140-mm-Lüfter)
- Noctua NH-C12P [23] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)








