Einleitung
Doppel-Tower-Prozessorkühler erleben derzeit eine Art Renaissance. Konnte Thermaltake bereits 2005 mit dem günstigen „Sonic Tower“ einen beeindruckend leistungsstarken CPU-Kühler am Markt platzieren, präsentierte Thermalright zwei Jahre später mit dem mittlerweile fast legendären „IFX-14 [1]“ ein noch heute [2] zu den besten Kühlern gehörendes Produkt. In der Folgezeit bestimmten einfache Tower-Kühler das Geschehen, bis Noctua Ende des letzten Jahres mit dem „NH-D14 [3]“ nicht nur das Zwei-Turm-Design neu aufleben ließ, sondern sich prompt an die Spitze der Kühlercharts katapultieren konnte. Mit dem „Coolink Corator DS“ bewirbt sich nun ein weiterer Vertreter dieser Bauart um die Gunst des Kunden. Mit einem gut abgestimmten Gesamtpaket aus potentem Kühler, hochwertigem 120-mm-Lüfter, plattformübergreifend sicherem Montagekonzept und guter Wärmeleitpaste könnte der Neuling aus dem Coolink-Lager durchaus großes Überzeugungspotential haben.
Lieferumfang
Der in einer nett gestalteten Kartonage sicher verpackte Corator-DS-CPU-Kühler wird inklusive 120-mm-Belüftung ausgeliefert. Hinzu gesellt sich beschriftetes Montagematerial für Intel (775, 1156, 1366) sowie AMD (AM2, AM3), englischsprachige, aber bebilderte Installationsanleitungen sowie eine Tube hochwertiger „Chillaramic“ Wärmeleitpaste. Ein paar Drahtbügel-Klammern zur Lüfter-Fixierung muss überdies ausreichen – der Coolink-Spross ist nicht für den Multi-Ventilatorbetrieb ausgelegt.
Technische Eckpunkte
- Coolink Corator DS Doppel-Tower-CPU-Kühler
- Abmessungen mit Zentrallüfter: 140 x 121 x 155 mm (L x B x H)
- Gewicht mit Serienlüfter: ca. 1040 Gramm
- Gewicht ohne Lüfter: ca. 880 Gramm
- Vier 8-mm-Heatpipes (Ø) in U-Aufbiegung
- Aluminiumlamellen und Kupferbasis
- Lamellen: Einströmender Tower: 30, ausströmender Tower: 40
- Lamellenabstand: Einströmender Tower: 3 mm, ausströmender Tower: 2 mm
- 120-mm-Serienlüfter Coolink SWiF2-120P
- Langlebiges Flüssigkeitslager
- 11-Blatt-Design
- Drehzahlen: 800 bis 1.700 U/min
- Fördervolumen: 60,4 - 127,6 m³/h
- PWM-Funktion, 4-Pin-Anschluss
- SecuFirm-2-Montagekonzept
- Intel LGA 775, 1156 und 1366 per Direktverschraubung
- AMD AM2, AM2+, AM3 per 2-Punkt-Verschraubung (Rückplatte benötigt)
- Herstellerhomepage [4]
- UVP: 49,99 Euro
Kühler im Detail
Der Coolink Dorator DS ist ein interessanter Doppel-Tower-Kühler mit einigen charakteristischen Eigenschaften. Zunächst haben sich die Entwickler trotz der ambitionierten Grundidee darauf besonnen, einen relativ kompakten Kühler zu kreieren. Mit 155 mm Bauhöhe und nur 140 x 121 mm Kantenlänge ist er beispielsweise ein ganzes Stück kleiner als ein Noctua NH-D14 oder ein Thermalright IFX-14. Damit könnte der Corator unter Umständen auch in Gehäusen zum Einsatz kommen, die den genannten Doppel-Tower-Konkurrenten den Einlass verwehren.




Abseits davon bietet der Coolink-Hybrid eine robuste Konstruktion auf sehr hohem Qualitätsniveau. Die sauber aufgefädelten Aluminium-Lamellen mit Hersteller-Prägung und schickem Schwung verleihen dem Kühler optisch eine angenehme Dynamik. Bemerkenswert ist dabei die unterschiedliche Lamellendichte der beiden Kühltürme. Während 30 Lamellen mit einem großzügigen 3-mm-Abstand auf der vom Zentrallüfter angesaugten Seite zu Buche stehen, wird der Radiator auf der angeblasenen Seite von 40 Leichtmetall-Elementen im 2-mm-Abstand gebildet. Damit kann die im Allgemeinen schwächere Saugleistung der verbauten Lüfter im Ansatz kompensiert und ein gleichmäßiger Luftstrom erzeugt werden.
Darüber hinaus setzt Coolink auf die so genannte „Gapless-Direct-Touch“-(GDT)-Technik bei den vier verbauten 8-mm-Heatpipes. Bisher haben sich viele Hersteller zum Teil sehr erfolgreich an Bodenplatten mit direkt auf der CPU aufliegenden, abgeflachten Heatpipes versucht. Problem dieser Varianten war immer ein dünner Übergang aus Aluminium zwischen den Heatpipes, der die Wärme nicht auf Niveau der Kapillare ableiten konnte. Coolink kombiniert nun die bekannte Heatpipe-Direct-Touch-Technik mit einer geschlossenen, vollkupfernen Wärmeaufnahme. Beim genaueren Hinsehen erkennt man jedoch auch hier noch deutliche Inhomogenitäten und Unsauberkeiten in der Verarbeitung.




Belüftet wird der Corator DS vom hauseigenen Coolink SWiF2-120P, einem extravaganten 120-mm-Lüfter mit markanter Farbgestaltung und Elf-Blatt-Design. Der Hersteller verspricht sich davon eine größere Förderleistung und gezieltere Stromführung bei gleicher Lautstärke. Der Serienventilator ist PWM-fähig und arbeitet laut Datenblatt in einem Drehzahlbereich von etwa 800 bis 1.700 U/min. Unser Modell lässt sich manuell zwischen 400 und 1.900 U/min regeln.
Die Aufhängung erfolgt zentral zwischen den Kühltürmen mit Hilfe von Drahtbügeln. Diese sitzen stramm, ohne schwergängig das Montieren oder Demontieren des Lüfters zu beeinflussen. Zwei dünne Gummistreifen an den Berührungspunkten zwischen Kühlkörper und Lüfterrahmen sollen für Schwingungsentkopplung sorgen. Ein Anbringen von mehreren Ventilatoren ist am Corator DS nicht vorgesehen.
Montagebesonderheiten




Beim Blick auf das Montagezubehör treffen wir auf alte Bekannte. So bedient sich der Coolink Corator DS der bewährten SecuFirm-2-Montagetechnik, die wir bereits beim Noctua NH-D14 [5] kennen und schätzen gelernt haben. Bereits die vorinstallierten Halterahmen an der Kühlerbasis haben diese technische Partnerschaft angedeutet. Damit holt sich Coolink ein gut durchdachtes, sicheres und zukunftsträchtiges System ins Haus – den Kunden freut's.
AMD-Anwender benötigen die Serienrückplatte und befestigen den Kühler mit Hilfe von vier Schrauben, Abstandhalter und einem Zwei-Bügel-System. Intel-Besitzer greifen auf die gleiche Technik zurück, wobei hierfür eine Rückplatte für die Sockel 775, 1156 und 1366 beiliegt. Zunächst wird auf Basis von vier Bolzen, der isolierten Rückplatte, den Abstands-Ringen, den zwei sockelspezifischen Metallbügeln und den Rändelmuttern ein Installationsrahmen am Sockel montiert. Der lüfterlose Kühler kann nun auf die mit Wärmeleitpaste benetzte CPU aufgesetzt und mit Hilfe eines geeigneten, langen Schraubendrehers (der im Gegensatz zu den Noctua-Kühlern nicht dem Lieferumfang beiliegt) mit den zwei Federschrauben am Halterahmen fixiert werden. Dabei ist aufgrund der Asymmetrie auf die richtige Ausrichtung des Kühlkörpers zu achten. AMD-Anwender kommen leider auch beim SecuFirm-2-System nicht auf den Genuss der freien Drehbarkeit und sind im Hinblick auf die Belüftungsrichtung an die Ausrichtung des Sockels gebunden.
Für die Erstinstallation des Kühlers ist ein Ausbau der Hauptplatine notwendig. In der Folge kann ein Montieren respektive Demontieren des Corator DS aufgrund des Halterahmens auch ohne umständlichen Motherboardausbau bewerkstelligt werden.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [6]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [7] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [8] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [9] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
|
Die dargestellten Verbrauchsangaben beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Die jeweiligen Differenzen zwischen CPU-Last- und -Leerlauf lassen dabei auf die Prozessor-Leistungen schließen. Entsprechend ist der Anspruch an den Kühler im Performancemodus zum Teil immens.
Lüfter und Lautstärke
Coolink stattet den Corator DS mit einem PWM-fähigen 120-mm-Lüfter der hauseigenen SWiF2-Serie aus. Hinter dem Akronym verbirgt sich die für Freunde des leisen PCs durchaus verheißungsvolle Bezeichnung „Silent Whisper Fan“, die allerdings nur zum Teil zutreffend ist. Bei voller Drehzahl, also etwa 1700 bis 1900 U/min, verdient der mit ungewöhnlichem Elf-Blatt-Design auftretende Ventilator dieses Prädikat angesichts starker Luftumschlags- und unterschwelliger, hochfrequenter Antriebsgeräusche erwartungsgemäß noch nicht. Erst unter etwa 1200 U/min halten sich diese Erscheinungen vornehm zurück und man dringt in akzeptable Lärmregionen vor. Bei vertikaler Aufstellung hat unser Testmodell zwischen 600 und 1200 U/min jedoch mit leichtem Rotorklackern, unter 700 U/min zusätzlich mit Rotorschleifen zu kämpfen. In horizontaler Position bleiben beide Phänomene dann jedoch gänzlich aus und der Coolink-Lüfter erfreut den Anwender mit einem sehr laufruhigen, angenehmen Betrieb. Minimal sind mit Hilfe manueller Regulierungen bis zu 400 U/min möglich. Gerade im Geschwindigkeitsspektrum unter 800 U/min hat der SWiF2-120P somit durchaus Silent-Fähigkeiten.
Durch die zwei zusätzlichen Rotorblätter kann der Coolink-Ventilator im Vergleich zu bisher getesteten 120-mm-Lüftern beachtliche Luftgeschwindigkeiten und Durchsatzraten generieren. Dies erkämpft sich das SWiF-Pendant jedoch mit einem leicht höher bewerteten Schalldruck – wohl aufgrund stärkerer Turbulenzen bei hohen Drehzahlen.
Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der 120-mm-SWiF-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,1 cm besitzt eine Durchströmfläche von etwa 91,8 cm². Daraus ergibt sich bei maximaler Drehzahl von freistehend etwa 1700 U/min und den gemessenen 15,7 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 144,2 m³/h (Herstellerangabe: ca. 127,6 m³/h bei Maximaldrehzahl).
Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).
Performancevergleich
Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ |
|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1380 U/min (12 Volt) | 1860 U/min (12 Volt) |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen |
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Referenzbelüftung 120 mm
Die gezeigten Leistungen des Coolink Corator DS präsentieren sich mit unseren zentral eingebauten 120-mm-Lüftern auf bestem Niveau absolut ebenbürtig zum Thermalright IFX-14 oder Noctua NH-D14. Erst bei starker Übertaktung hat der Spross mit seinen vier Heatpipes etwas mehr zu kämpfen.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Semipassiv-Betrieb
Im Semipassiv-Betrieb wird der zentrale Lüfter ausgebaut und lediglich der gehäuserückseitig ausblasende Ventilator unseres Testsystems dient als aktive Komponente. Auch hierbei zeigt sich der Coolink Corator DS von seiner besten Seite und hat mit der Kühlung unserer „untervolteten“ CPU keine Probleme. Lediglich der Passiv-Riese Scythe Orochi und der etwas größere Noctua NH-D14 sind in unserem Setup ohne aktive Belüftung bisher noch leicht besser gewesen.
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
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Serienbelüftung Verlauf
Mit Serienbelüftung kann der Coolink-Neuling nicht ganz die Spitzenplatzierungen erreichen. Dennoch ist die Performance sowohl bei Standardtakt als auch bei übertakteter CPU über das gesamte gebotene Drehzahlspektrum sehr ordentlich.
Fazit
Mit dem Corator DS bereichert Coolink den CPU-Kühler-Markt mit einem sehr starken Produkt, das kaum Schwächen aufweist. Aus Basis eines hochwertig gearbeiteten Hybrid-Kühlkörpers mit robuster, durchdachter Lamellenstruktur, direkt prozessoraufliegender Heatpipe-Einbindung und potenter, asymmetrischer Doppelturmkonstruktion kann er in puncto Kühlleistung sowohl aktiv als auch semipassiv voll überzeugen und spielt in einer Liga mit Noctuas NH-D14 oder Thermalrights IFX-14. Einzig Doppel- oder Dreifach-Belüftungen sind beim Coolink-Boliden nicht vorgesehen. Auch die markant eingefärbte Serienbelüftung der hauseigenen SWiF2-Reihe kann durch ihr breites Drehzahlspektrum, die gebotene PWM-Funktion und den ruhigen Laufcharakter punkten. Leider agiert unser Modell allerdings nicht in allen Drosselstufen absolut nebengeräuschfrei, sodass ein leichtes Verbesserungspotential der Silent-Fähigkeiten noch vorliegt.
Insgesamt hat man mit dem Coolink Corator DS häufig das Gefühl, den „kleinen Bruder“ des Noctua NH-D14 [2] in den Händen zu halten. Und in der Tat, enorme Ähnlichkeiten zum ausgezeichneten Austria-Kühler in Qualität, Produktdesign und Ausstattung sind nicht von der Hand zu weisen. Dass der Corator DS darüber hinaus auch auf Noctuas sehr gutes SecuFirm-2-Montagekonzept mit sicherer Verschraubung für aktuelle AMD- und Intel-Sockel zurück greift, unterstreicht diesen Eindruck nochmals.
Alles in allem stellt Coolink mit dem Corator DS einen piekfeinen und ausgereiften Prozessorkühler zur Wahl, der mit hoher Leistungsfähigkeit, überzeugender Güte sowie bestens abgestimmter Ausstattung brilliert und sich damit eine Empfehlung der Redaktion verdient. Eine Verfügbarkeit ist derzeit zu Straßenpreisen von etwa 50 Euro [10] gegeben.
Nützliche Links
- Aktueller Preis im Preisvergleich [11]
- Coolink-Herstellerhomepage [3]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [12]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- EKL Alpenföhn Brocken [13] (sehr hohe Performance, inkl. Lüfter, vergleichsweise günstig)
- Scythe Mugen 2 [14] (sehr hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [15] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermaltake V14 Pro [16] (hohe Leistung, extravagantes Design, vollkupfern, teuer, Lüfter nicht wechselbar)
- Thermolab Baram [17] (hohe Kühlleistung, flexibel einsetzbar, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- EKL Alpenföhn Nordwand [18] (hohe Kühlleistung bei hohen Drehzahlen, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar, gutes Paket)
- Noctua NH-D14 [2] (sehr hohe Performance aktiv und passiv, sehr gutes Gesamtpaket, recht teuer und groß)
- Prolimatech Megahalems [19] (sehr hohe Performance aktiv und passiv, ohne Lüfter, recht teuer)
- Top-Blow-Kühler
- Thermalright AXP-140 [20] (Low-Profile für HTPCs geeignet, gute Performance, für 120- und 140-mm-Lüfter)
- Noctua NH-C12P [21] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)








