Einleitung
Wie man sich mit nur einem einzigen Produkt vom Neuling prompt zum Klassenprimus katapultieren kann, zeigte die 2008 gegründete Firma Prolimatech mit dem mittlerweile fast legendären Megahalems-Prozessorkühler eindrucksvoll. Seit nun über einem Jahr grüßt der Megahalems von der Spitze der Prozessorkühler-Charts und muss sich trotz zahlreicher Neuvorstellungen der Konkurrenz nur selten so intensiver Angriffe erwehren wie beispielsweise durch Noctuas NH-D14. Und so befindet sich Prolimatech in der komfortablen Situation aus führender Position nachlegen zu können und präsentiert mit dem Armageddon seinen neuesten Streich. Dabei nimmt man Abstand von den zum Teil atemberaubenden Konstruktionen, die in der Zwischenzeit in einer möglichen Roadmap als potentielle Prolimatech-Neukühler gehandelt wurden, und präsentiert stattdessen einen schlanken, robusten und typisch schnörkellosen Towerkühler im 140-mm-Format.
Wir hatten die Möglichkeit, den Armageddon noch vor der Serienreife in Augenschein zu nehmen und ersten Testläufen zu unterziehen. Die Ergebnisse gibt es auf den folgenden Seiten.
Lieferumfang
Typischerweise beschränkt sich der Lieferumfang bei Prolimatech auf elementare Zugaben. Neben dem lüfterlosen Prozessorkühler erhält der Anwender vier Montageklammern zur Anbringung von bis zu zwei 140-mm-Ventilatoren, eine Montageanleitung in englischer Sprache sowie das Installationszubehör für die Intel-Sockel 1156 und 1366. Abgerundet wird das Paket von einer Spritze der aktuellen Prolimatech-Wärmeleitpaste PK-1.
Technische Eckpunkte
- Prolimatech Armageddon Prozessorkühler
- Abmessungen ohne Lüfter: 144 x 50 x 160,3 mm (L x B x H)
- Gewicht ohne Lüfter: ca. 750 Gramm
- sechs 6-mm-Heatpipes (Ø) in U-Aufbiegung
- Aluminiumlamellen und Kupferbasis
- Komplette Vernickelung
- 44 Lamellen, Abstand ca. 2 mm
- Zwei separierte Lamellentürme
- Bis zu zwei 140-mm-Lüfter montierbar (Halterung für 120-mm-Lüfter optional erhältlich)
- Kompatibilität
- Intel LGA 1156 und 1366 per Rückplattenverschraubung
- AMD vorgesehen, möglicherweise bereits zur Markteinführung
- Herstellerhomepage [1]
- Vertrieb: Caseking [2] (Preis ohne Lüfter: 59,90 Euro)
Kühler im Detail
Genau wie der Megahalems ist auch der Armageddon kein Kühler, der durch unglaublich extravagante Formen oder neue Techniken aufzufallen weiß. Vielmehr verkörpert er eine materialqualitativ sowie handwerklich sorgfältig, exakt und hochwertig gearbeitete Metallkomposition, die bereits bei unserem Vorserienmodell kaum Ansatzpunkte zur Kritik liefert. So hält man mit dem Armageddon einen ausgesprochen robusten, sauber gefertigten Prozessorkühler in den Händen, der mit seinem rohen, unverspielten Charme den Fokus auf das Wesentliche lenkt: Das Kühlen der CPU. Dass den Prolimatech-Entwicklern dabei auch einmal ein geschmacklicher Fauxpas unterläuft, dokumentiert der wenig stilvolle „Armageddon“-Schriftzug auf der oberen Lamellenabdeckung. Auf der finalen Version wird dieser zum Glück jedoch nicht mehr zu finden sein.








Der Prolimatech Armageddon basiert auf einem aus mehreren Parts zusammengefügten, in Heatpiperichtung leicht konvexen Kupferboden, welchen insgesamt sechs 6-mm-Heatpipes in U-Funktion durchziehen und so die Wärme aus der Prozessornähe abtransportieren. Besonderheit ist dabei die schwungvolle Aufbiegung der Heatpipes, welche eine Durchdringung der Aluminiumlamellen aller zwölf Kapillarausläufe in einer Linie erzeugt. Wie beim Megahalems setzt der Hersteller auch beim Armageddon auf zwei voneinander vertikal getrennte Lamellentürme, die lediglich durch die obere Abdeckung eine stabilitätsfördernde Zusammenführung erfahren. Pro Turm kommen 44 Aluminiumlamellen mit einer Grundfläche von je etwa 70 x 50 mm im Abstand von ca. zwei Millimetern zum Einsatz. Der so erzeugte Radiator misst etwa 144 x 110 x 50 mm.




Erwartungsgemäß wird der Kühler vom Hersteller ohne Serienbelüftung geliefert. Der deutsche Prolimatech-Distributor Caseking wird jedoch für seine Kunden, ähnlich wie beim Megahalems, entsprechend vergünstigte Bundles mit verschiedenen Lüfterkombinationen anbieten. Dabei ist der Armageddon grundlegend für 140-mm-Lüfter konzipiert, von denen symmetriebedingt bis zu zwei Exemplare am Kühlkörper befestigt werden können. Dies geschieht, von den etablierten Drahtbügeln wieder Abstand nehmend, mit jeweils zwei kleinen Metallclips, die sowohl am Ventilatorrahmen als auch an den Aluminiumlamellen eingehakt werden. In der Praxis funktioniert dies je nach Gestalt des Lüfterrahmens mal sehr gut bereits beim ersten Versuch, mal bedarf es etwas intensiveren Bemühungen. Optional werden auch Halterungen für 120-mm-Lüfter verfügbar sein.
Montagebesonderheiten
Aufgrund seiner genannten Bodenplattenbeschaffenheit spezialisiert sich der Prolimatech Armageddon auf das Zusammenspiel mit Intel-Prozessoren der Sockel 1156 und 1366. Dazu liegt dem Lieferumfang ein entsprechendes Rückplatten-Kit bei, mit dessen Hilfe ein Installationsrahmen für den Kühler am Sockel gebaut wird. Auf Basis der eindeutigen Kennzeichnungen in der Anleitung stellt diese Aufgabe bei ausgebautem Motherboard trotz der relativ vielen Einzelteile kein großes Problem dar. Hat man den massiven Metallrahmen errichtet, kann der lüfterlose Armageddon auf die mit Wärmeleitpaste präparierte CPU aufgesetzt werden. Ein weiterer, zentraler Metallsteg, der an der Kühlerbasis eingefädelt wird, garantiert fest mit zwei Federschrauben am Halterahmen fixiert den sicheren Sitz des Prolimatech-Kühlriesens.
Prolimatech wird es allerdings nicht bei der Unterstützung der Intel-Sockel belassen. Auch ein AMD-Montagekit soll sich in Planung befinden und möglicherweise zur Markteinführung des Kühlers bereits erhältlich sein.




Aufgrund der relativ schmalen Bauform verdeckt der Armageddon auch mit Lüfterbestückung sockelnahe Bauteile, Anschlüsse oder die RAM-Bänke nur im geringen Maß. Nichtsdestotrotz zählt er mit seiner Bauhöhe von über 160 mm zu den Problemfällen im Bereich der Gehäuseinkompatibilitäten. Bei entsprechend schmalen Chassis sollte daher vor dem Kühlerkauf absichernd nachgemessen werden.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [3]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [4] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [5] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [6] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
|
Die dargestellten Verbrauchsangaben beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Die jeweiligen Differenzen zwischen CPU-Last- und -Leerlauf lassen dabei auf die Prozessor-Leistungen schließen. Entsprechend ist der Anspruch an den Kühler im Performancemodus zum Teil immens.
Performancevergleich
Wir testen den Prolimatech Armageddon der Vollständigkeit halber auch mit unseren drei Referenzlüftern im 120-mm-Format, obwohl eine sichere Befestigung dieser Ventilatoren am Kühlkörper mit den Standard-Clips nicht möglich ist (entsprechende Clips werden im Handel aber optional erhältlich sein). Darüber hinaus ziehen wir mit dem Noctua NF-P14 sowie dem Scythe SM1425SL 12H (sowohl einzeln als auch doppelt belüftet) zwei 140-mm-Lüfter zur Leistungseinschätzung zu Rate.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ | Noctua NF-P14 | Scythe SMSL 12H |
|---|---|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm | 140 mm | 140 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1.380 U/min (12 Volt) | 1.860 U/min (12 Volt) | 1.260 U/min | 1.680 U/min |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h | v(Luft) = 11,0 km/h | v(Luft) = 15,4 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* | 144,6 m³/h* | 200,3 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen | wahrnehmbar | starkes Rauschen |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** | 38,4 dB(A)** | 44,7 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** | 35,7 dB(A)*** | 38,6 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen | ||||
Referenzbelüftung 120 mm
Bereits mit 120-mm-Belüftung deutet der Armageddon an, dass seine Rohleistung ähnlich gut ist wie die des Megahalems. Insgesamt liegt der schmale 140-mm-Kühler meist nur sehr knapp hinter der hauseigenen Schwester und stets im oberen Bereich des Rankings. Dabei harmoniert der Armageddon sowohl mit hohen als auch mit niedrigen Lüftergeschwindigkeiten und hält dieses Leistungsniveau auch bei starker CPU-Übertaktung.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
|
Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Semipassiv-Betrieb
Semipassiv ist auch der Armageddon, wie bereits der Megahalems, keine Referenz. Beide Prolimatech-Kühler liegen in etwa gleichauf. Hier haben viele Konkurrenzprodukte bessere Argumente. Nur in seltenen Fällen ist es also sinnvoll, den Armageddon ohne direkte Belüftung zu betreiben.
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
|
140-mm-Belüftung (Serienbelüftung)
Die beste Leistung zeigt der Prolimatech Armageddon im Zusammenspiel mit adäquater 140-mm-Belüftung. Dabei liegt er mit einem Lüfter (Noctua NF-P14) nur marginal hinter Noctuas NH-D14 mit gleicher, zentral verbauter Ventilierung. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Noctua-Spross mit seinem Doppel-Turm-Aufbau deutlich größer und materialaufwändiger ist als Prolimatechs Neuling. Auch Thermalrights Evergreen IFX-14 wird vom Armageddon mühelos geschlagen.
Die Option, einen zweiten 140-mm-Lüfter am Armageddon zu betreiben, lohnt sich erst bei intensiver thermischer Belastung und starken Übertaktungsversuchen respektive sehr niedrigen Lüfterdrehzahlen. Dann kann der schmale Prolimatech-Bolide gut von einer zweiten Aktivkomponente profitieren.
| [°C] | Armageddon | Armageddon | Armageddon | Noctua NH-D14 | TR IFX-14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Lüfter [U/min] | 1x Scythe S-Flex | 2x Scythe S-Flex | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 |
| 1.600 | 50,75 | 49,0 | - | - | - |
| 1.400 | 51,25 | 50,5 | - | - | - |
| 1.200 | 52 | 51 | 53 | 52,25 | 53 |
| 1.000 | 54,25 | 52,5 | 54 | 53,25 | 55 |
| 800 | 57 | 53,75 | 56 | 56 | 57,25 |
| 600 | 61 | 57 | 59,5 | 58,25 | 61,75 |
| 400 | - | - | 64 | 65 | 69,5 |
| [°C] | Armageddon | Armageddon | Armageddon | Noctua NH-D14 | TR IFX-14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Lüfter [U/min] | 1x Scythe S-Flex | 2x Scythe S-Flex | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 |
| 1.600 | 80 | 77 | - | - | - |
| 1.400 | 82,5 | 79 | - | - | - |
| 1.200 | 85 | 81 | 82 | 82,5 | 87 |
| 1.000 | 88,5 | 83,5 | 85 | 85,75 | 92,25 |
| 800 | 94,5 | 89 | 90 | 90,75 | 98,25 |
| 600 | - | 93,5 | 99 | 98,75 | - |
| 400 | - | - | - | - | - |
Fazit
Mit dem Armageddon erweitert Prolimatech das eigene Kühlerangebot sinnvoll um ein Towerpendant im 140-mm-Format, ohne das im Allgemeinen seit Monaten relativ stagnierende Leistungsniveau der Spitzenkühler weiter anheben zu können. Dies war jedoch von Anfang an mit einer solch minimalistischen Konstruktion nicht zu erwarten. Dennoch ist es enorm erstaunlich, welche Grundleistung der auf den ersten Blick wenig ausgefallen wirkende Armageddon aufzubieten hat. Während die Konkurrenz, beispielsweise Noctua mit dem NH-D14, imposante Kühlkolosse kreiert und wahre Materialschlachten im Kampf um jedes Kelvin entfacht, wagt sich Prolimatech fast frech mit einem gewollt schmalen Einzeltower-Kühler ebenbürtige respektive bessere Kühlleistungen abzuliefern. Dies zeugt vom klaren Verständnis der Entwickler, enormer Materialqualität und konstruktiven Fertigkeiten, die auch den Prolimatech Armageddon, sollte der Güte- und Leistungsstandard unseres Vorserienmodells in der Produktion gehalten werden, zu einem absoluten Spitzenprodukt avancieren lassen, das zielgerichtet in die vom Megahalems vorgegebene Erfolgsspur einbiegen kann.
Abseits der enormen Kühlleistung im aktiven Betrieb, des schmalen Aufbaus und der sehr hohen Qualität wartet der Armageddon mit einem sicheren Rückplatten-Montagesystem für Intel-Plattformen auf. AMD-Kunden sollen wie beim Megahalems über ein optionales Montage-Kit bedient werden, das allerdings noch einmal Extrakosten verursachen wird.
Im Zusammenspiel mit einem oder zwei 140-mm-Lüftern, die je nach Geschmack des Anwenders auf hohe Kühlleistung oder niedriges Betriebsgeräusch abgestimmt sein können, macht der Prolimatech Armageddon eine ausgesprochen gute Figur. Daher ist er uns am Ende zurecht eine Empfehlung wert. Voraussichtlich ab April wird der Armageddon ohne Lüfter zum Preis von 59,90 Euro verfügbar sein. Vorbestellungen werden ab heute bei Caseking [7], dem Lieferanten dieses exklusiven Vorserienexemplars, entgegen genommen.
Nützliche Links
- Empfohlener Vertrieb [8]
- Prolimatech-Herstellerhomepage [9]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [10]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- Scythe Mugen 2 [11] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [12] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermolab Baram [13] (hohe Kühlleistung, flexibel, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- EKL Alpenföhn Nordwand [14] (optimiert für Drehzahlen, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- Noctua NH-D14 [15] (Aktiv- und Passivleistung, sehr gutes Gesamtpaket, teuer und groß)
- Prolimatech Megahalems [16] (Aktiv- und Passivleistung, ohne Lüfter, recht teuer)
- Coolink Corator DS [17] (Aktiv- und Passivleistung, Doppeltower mit gutem Gesamtpaket)
- Scythe Yasya [18] (sehr hohe Performance aktiv, Towerkühler mit gutem Gesamtpaket)
- Prolimatech Armageddon [19] (120- und 140-mm-Lüfter, klasse Qualität, ohne Lüfter geliefert)
- Scythe Mugen 2 [11] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Top-Blow-Kühler
- Thermalright AXP-140 [20] (Low-Profile für HTPCs geeignet, für 120- und 140-mm-Lüfter)
- Noctua NH-C12P [21] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)










